Urlaub und Sex
Leider ist es
notwendig den Artikel mir einem Vorwort zu versehen, um fehlgeleiteten Geistern
keinen Anlass zu geben sich darüber im Nachhinein zu echauffieren. Und das war
es dann auch schon.
Denn hier geht es heute um: Urlaub und Sex.
Zugegeben, jeder versteht darunter etwas anderes, aber warum auch nicht mal die
andere Seite verstehen von der man irgendwann mal gedacht hat die würde einen
nie betreffen. Genug gesülzt! Jetzt geht’s los mit dem dreitägigen Tagebuch
eines anonymen Ehemannes, der ein Ferientagebuch verfasst hat, dem die Redaktion
aus Mangel an adäquaten Gegenmaterial schließlich die Veröffentlichung gewährte.
Wir wissen natürlich, dass sie anderes gewohnt sind.
Endlich, es ist soweit. Der letzte Arbeitstag
erledigt, beim Chef noch schnell den Urlaubsschein unterschrieben, und schon
geht es direkt hinein in den Urlaub. Die Kinder sind gepackt, das Auto verladen,
die Zigeuner vor dem Haus bestochen, ja niemand anderen einbrechen zu lassen,
und ab geht’s an die Ostsee. Hier soll das Eheleben in Schwung, die Beziehung zu
den Kindern gestärkt, und der Wille das Ganze fortzusetzen gefestigt werden.
Tag 1, 22:34, TV an
“Schatz”
“Ja, Engel?”
“Hattest du eigentlich mal was mit Mathilde?”
“Wie kommst du denn jetzt darauf?”
“Ach…nur so…”
Stille…
“Scheiße, ich hab hier überhaupt kein Internet!”
“Du und dein blödes Onlinespiel!”
Stille…
Kein Sex
Tag 2, 6:13, Spielkonsole, CD-Player und
TV an.
“JETZT IST HIER ABER ENDLICH MAL RUHE VERDAMMTNOCHMALUNDZUGENÄHT”
Verängstigte Kinderaugen, ein Klopfen an der Tür.
“Ja?”
“Sagen sie mal, müssen sie am frühen Morgen schon so herumbrüllen?”
Stille…
Der Rest des Tages verläuft in Harmonie, die sich lediglich darum bemüht ihr
Aggressionspotenzial im Zaum zu halten. Urlaub eben.
Kein Sex.
Tag 3, letzter Abend, 21:36, Kerzen an,
Rest aus
“Die Kinder waren aber heute schnell müde!”
“Aber du doch hoffentlich nicht?”
“Kicher”
Endlich: SEX
Erkenntnis: Rentner wissen schon warum sie ständig
Urlaub machen.
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Verfasst am : 27.02.2012 21:53
Kommentare: 5
Credits ja oder ja?
Credit oder non
Credit- diss isse Kwestschen?
Fuzzycupdeutschland ist gespalten. Credits- ja, oder unbedingt?
Wer hat sich diesen Mist überhaupt ausgedacht, der hunderte Leute dazu bringt
per Onlineüberweisung, Handy, oder wat eben sonst noch gibt, Geld in dieses
Spiel zu pumpen? Und überhaupt! Hat uns die Spielberechnung nicht schon immer
aufgeregt? Damals war sie beschissen für all die Chancenlosen, und seitdem die
plötzlich Tore schießen und nebenbei unsere Lieblingsstars in überfüllte
Lazaretts säbeln, schwappt nun die große Frustwelle aus der entgegen gesetzten
Richtung. Plötzlich hören all die Helden auf die ohne Credits Pokale sammelten
wie Pilzsucher im Januar Violette Röttelritterlinge.
Und dann …
Ein Feind wird erschaffen.
Es ist der nimmersatte Credituser. Dieser böse Snob, der mit seinen finanziellen
Ambitionen jedem Nichtcredituser den Spaß nimmt und darob noch gestattet, dass
der seine Zeitung kommentieren lässt.
Was aber unterscheidet den Credituser vom Nichtcredituser? Nach etwa zwei Jahren
teilen beide zumindest eine gewisse Form von Besessenheit. Nur ist die eine
Besessenheit so dreist den Spielspaß freiwillig noch finanziell zu unterstützen,
um sich damit fairer Weise den ein oder anderen Vorteil zu erkaufen. Und die,
die sich hier kurz mal zu Wort melden nachdem sie eine Kreisligasaison
überstanden haben, um spätestens in der Landesliga das Handtuch zu werfen …
naja, macht mal.
Wir verstehen euch, liebe Nichtcredituser. Euer Anliegen ist nachvollziehbar.
Ihr wollt den Ausfall aller Begünstigungen die man durch Credits vorantreiben
kann. Und hier ist meine Lösung! Ab nach England! Dort gibt es keine Credits,
selten Jugendspieler und der Transfermarkt ist so armselig wie Lottes
Farbfernseherladen zu DDR Zeiten in den frühen achtziger Jahren.
Und nun erwarten wir Credituser nicht weniger als Anteilnahme. Anteilnahme, die
ruhig klingen darf wie: “Du arme Sau, wie bedauerlich muss dein Leben sein, dass
du für diese Kacke auch noch Geld ausgibst!”
Kippes^^
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Verfasst am : 07.12.2011 19:55
Kommentare: 62
Schnurz und Piep und Preisregal
Meister sein …
Nabend liebe mich lesende Fachwelt, Oberwelt, Mittelwelt, Unterwelt,
Oberfeldwebel Schwindelig, dem schon allein bei der Erwähnung seines Namens
sämtliches Gehirnschmalz aus den Ohren saust um all jene zu ernähren die einfach
nur durstig genug sind?
Dingeldüngel
Diese Zeitung hat den beklagenswerten Auftrag ihnen, gelangweilte Leserschaft zu
berichten das … blabla, dass die Holzhacker … und so weiter, na … die sind eben
Meistääääh geworn . AUS -!
Zeit aufzuhören. Eberswalde? Meister? Nie war Eberswalde berühmter als im FC,
nicht mal durch die Schweinegrippe! Eher berüchtigt. Aber darum geht es jetzt
nicht.
Soll heißen: Danke liebe Ligakonkurrenten, es war letztlich ja punktgleich,
Danke liebe Leser, danke Achim Mentzel, Danke der Volkssolidarität, die dafür
sorgt, dass Rentner nur noch dosiert saufen um weniger Verkehrsunfälle in
unbewachten Parkanlagen zu verursachen, Danke … danke… danke ….
…und nochmals
Danke ;)
Häh? Ich hör doch nich auf!
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Verfasst am : 02.11.2011 23:59
Kommentare: 11
Warum wir einfach nicht aufhören wollen
Hallo
Welt,
seit einiger Zeit hat dieses Blatt nicht mehr viel zu sagen. Weede schweigt
bereits seit einer Ewigkeit, Holdersen scheint sich zu fragen, ob er die Leute
von denen er gelesen wird, nicht lieber persönlich anschreiben sollte, als dass
er sich ständig von ungeduldigen KurzmalneMannschaft Gründern den Postsack
zukleistern lässt, nur weil er mal wieder Artikel des Tages geworden ist. Den
meisten neidischen Spöttern scheint gar nicht bewusst zu sein, mit welch
sensibler Hingabe man sich anschließend seinen, nennen wir sie mal vorsichtig:
Kritiker?, widmen muss, nur um gewissen perversen Vorlieben zu entgehen. Aber
ich schweife ab. Ein wahres Muster an Beständigkeit auf dem Zeitungsmarkt
scheint trotz augenblicklich sinkender Bewertungen der unermüdliche Marktführer
Honkyschwonky zu sein. Natürlich gerät man als solcher stets und ständig in den
Fokus von Interessenten, denen Kurzweiligkeit scheinbar angeboren ist, und die
aus einem Stern lediglich schlussfolgern können, dass es womöglich auch irgendwo
einen zweiten Stern geben könnte.
Mit Yonder hat sich jemand an die Spitze der Schreiberschaft geschossen, der
sogar schon zweimal Meister geworden ist, obwohl Kollegen im Forum beklagen,
dass sie trotz einer As von über 9766 noch nie Meister geworden sind. Ein solch
öffentlicher Affront kann nur zu einer Revolte gegenüber jenen führen, die ein
Ypsilon in der richtigen Reihenfolge lesen können.
Und dann die vielen Ungelesenen. So viele Worte, so wenig Zeit. Und überhaupt!
Wie viele Manager lesen überhaupt die Topfnjus? Wer liest die erste Seite? Wozu
der Aufwand?
Egal, wir machen weiter und erheitern einen kleinen Teil unserer Umwelt.
Vielleicht ist einer von denen ja Arzt und kennt ein Mittel dagegen.
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Verfasst am : 22.10.2011 20:56
Kommentare: 2
Ein Holzfäller packt aus
Ein Holzfäller packt aus
Naja, ich spiele hier Fussballcup seit über zwei Jahren. Macht auch irgendwie
Spaß und so.
Na gut, mehr tu ich mal fürs erste nicht schreiben tun. Sollen doch die Anderen
machen. Hauptsache nich ich, nich! Übrigens find ich die Spülberechtigung voll
“LoL”. Hab nämlich mal gegen LR Steinfeld gewonnen. Ansonsten bin ich trotz Ü
7000 AS auch noch nie Meister geworden. Na und! Soll ja Deppen geben, die
deswegen das Handtuch schmeißen. Umso besser für mich. Werd ich vielleicht doch
mal irgendwann Meister. In diesem Sinne,
Schüsss!
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Verfasst am : 15.10.2011 23:09
Kommentare: 3
Der langweiligste Artikel aller Zeiten
Lokales
Sie kennen Eberswalde nicht? Keine Sorge, das macht nichts. Entzweien sie
einfach den Stadtnamen und sie bekommen eine ungefähre Ahnung darüber wie schön
es hier ist.
Vor einigen Tagen explodierte in der Innenstadt ein Container, in dem laut
unbestätigten Informationen ein illegaler Geldkoffer aus dem Jahre 1984 lagerte,
den eine ältere Dame dort deponiert hatte. Offiziell hieß es, dass Eberswalde
aufgrund dieses Vorkommnisses zu den gefährdeten Orten terroristischer
Aktivitäten hinzunummeriert wurde. Mülltonnen anzuzünden sei das eine, erklärte
Bürgermeister Brechgrinski auf einer Krisenkundgebung entschlossen, aber an den
Grundfesten der Müllentsorgung Hand anzulegen sei ein klarer Verstoß gegen jedes
moralisch, bürgerliche Grundverständnis.
Groß Schönebeck
Edelgard H. aus G. ist wieder wohlauf. Die Försterfrau, die beim Lesen einer
erotischen Gute Nacht Geschichte von Roald Dahl das Bewusstsein verlor, und
anschließend eine Stunde lang unter der Decke des Hauses an einem
Rothirschgeweihkronleuchter baumelte, hat es endlich überstanden. Trotz
gewaltiger Einstiche durch des Mannes Jagdergebnisse unterhalb der Decke, konnte
in einer aufwändigen Operation wenigstens das Gehirn des vermeintlichen Opfers
gerettet werden. In einer beunruhigenden Serie von Verbrechen, ist das bereits
der siebte Fall der an einem Kronleuchter aus Geweihen endet, die mit Roald Dahl
zu tun haben. Analysten empirischer Studien über das Leseverhalten von Frauen ab
50 empfehlen bereits seit Jahren dringend eine Altersbegrenzung bis 49 für
Liebesromane. Am besten sei es, so Ingo Scharfschütz aus Mecklenburg Vorpommern,
Gründer und Vorsitzender der BOHPD (Bedarfsorientierte Handlungspartei
Deutschland), Mädchen in jungen Jahren den Umgang mit Buchstaben, und Jungen den
Umgang mit Zahlen zu verbieten. Die entstehenden Ungereimtheiten, so
Scharfschütz, sollten eigentlich schon gestern durch die gleichgeschlechtliche
Ehe ausgeglichen werden. Alles andere sei im Ergebnis ein äußerst
wünschenswerter sozialer Prozess, der es den Protagonisten erlaube, Fragen
außerhalb der erlebten Wirklichkeit mit ernsthaftem Interesse zu verfolgen. Dem
umstrittenen Vorsitzenden der BOHD wird seitens der HPMAH (Harry Potters Mutter
Aufbauhilfe Partei) wiederum vorgeworfen, seine Argumentation entspräche in
kleinster Form der gesellschaftlichen Realität. Im Zeitalter von Hörbüchern und
Filmen sei das Lesen ein Luxus der nur Papier verschwende. Anklang fand diese
Bemerkung der 45 jährigen Sozialpädagogikstudentin Henriette Vielbaumnest bei
den GRÜNEN, deren Spitzenkandidatin im Berliner Wahlkampf, Ingo Scharfschütz
daraufhin heftig attackierte, indem sie ihm höchst gefährliche, faschistoide
Tendenzen vorwarf.
Währenddessen erreicht uns eben die Nachricht, dass es dem
kriminalwissenschaftlichen Institut gelungen ist, Kontakt mit Edelgards Gehirn
aufzunehmen. In ersten Verlautbahrungen hieß es, die Frau suche ständig nach
einem Fisch. Hinweise aus der Bevölkerung, nimmt die Groß Schönebecker Feuerwehr
aushilfsweise entgegen.
Kultur und Unterhaltung (mit jugendgerechten
Untertiteln)
(ÜfJ: Scheisse und Fann (englisch geschrieben:
Fun))
Bestsellerautor bei FC stellt Hosenträgerfrage.
(Hääh, wat fürn Besteller mit Hosenträger am
PC?
In stillen Nächten sitzt Herr Holdersen seit Neuestem grübelnd vor Fussballcup
und erwehrt sich vor dem Auge des geistigen Betrachters den vielen
Freundesanfragen wie mit jemand, der mit einer Fliegenklatsche vor einem
Wespennest steht.
(ÜfJ: Holdersen lehnt Freundschaftsanfragen und
Freundschaftsspiele ab)
Plötzlich erhellt sich sein Antlitz.
(ÜfJ: LOL)
Ein Gedanke schießt ihm durch den Kopf.
(ÜfJ: Krawumm)
Eine Simu gegen die Holzfäller, oder die Spagacken, Hauptsache ich gewinne den
Spaß an diesem Spiel wieder zurück, und von mir aus dürfen die auch gewinnen,
aber dieses penetrante Klingeln an der Haustür seit Veröffentlichung meiner
Stadiongröße, sollte Grund genug sein sich zu fragen, was man sich dann eben
fragen würde, wenn man all die Dinge in Betracht zog die es galt in Frage zu
stellen.
(ÜfJ: Ey Alta, lass ma Holdersen ansimun, der
lääd dir ein!)
Ein Familiengrabstein der plötzlich Wurzeln schlägt, erkundigt sich lediglich
darüber, ob seine Nachkommen auch gut angekommen sind.
(ÜfJ: Deine Mudda)
Wenn du mit vierzig Akne hast, schmiert Mutti dir auch noch die Stullen.
(ÜfJ: Där Aatiekel isso Scheisse Alta, lass dem
mal 1 Schdern gem, Alta, der macht sisch nur wischti Alta, lass ma Fresse
haun!)
Letzte
Meldung
Der vermeintliche Fisch entpuppte sich nach letzten Feuerwehrangaben als
Wischmop. Sachdienliche Hinweise bezüglich verhaltensauffälliger
Reinigungsgeräte werden nun auch bundesweit von jeder Polizeidienststelle
entgegengenommen.
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Verfasst am : 16.09.2011 22:53
Kommentare: 2
Offener Brief eines Gestörten…
…der sich nicht
traute den Brief direkt an seinen Adressaten zu schicken und ihn stattdessen zu
uns sandte, verbunden mit der unbedingten Bitte diesen zu veröffentlichen, sonst
würde er sich Höchstselbst und überdies persönlich genug das Leben nehmen.
Warum man solche Bitten nicht an Honkyschwonky schickt bleibt uns persönlich ein
Rätsel!
Lieber Wettopa1951,
Heute habe ich dieses Gedicht von Christian Funke in ihrem Artikel gelesen.
Danach habe ich mich entschlossen ihr größter Fan zu werden. Also wenn sie mal
einen unerwarteten Skiunfall erleiden sollten, und zufällig in meiner Nähe sind,
werde ich sie hegen und pflegen, damit auch weiterhin die Werke dieses
vollkommen zu Unrecht unterschätzten Künstlers durch ihr geniales Sprachrohr an
die breite Öffentlichkeit gelangen. Für den nötigen Schnee sorge ich
selbstverständlich auch. Ach, sie fahren gar nicht Ski? Naja, dann vielleicht
Synchronschwimmen? Aber nicht aus dem Nichtschwimmerbecken tauchen, Schelmchen!
Was soll das heißen, sie waren 1971 deutscher Meister im Turmspringen? Heute ist
nicht 1971, Freundchen! Ob ich nicht ganz dicht bin? Was glaubst du denn Mann?!!
Sagt dir das Prinzip der Verdauung was?! Fragt mich doch tatsächlich ob ich
nicht ganz dicht bin…pfffff
Jaja, da brauchst du gar nicht so zu glotzen! Opa…Wettopa1951! Wer isn in dem
Alter schon Opa?! Was isn eigentlich dein Problem, hääää??!!! Und überhaupt, was
soll diese ganze Literaturscheiße über Fußball, hääääääääää? Ich soll mich
beruhigen? Wird ja immer schöner mit dir, erst so ne Scheiße veröffentlichen und
dann mir den Mund verbieten, oder was? Wie bitte? Ach so, das. Ja, das…
Da hat mich son blöder Laster gestreift. Beim zugreifen geht zwar jetzt jede
Gitarre kaputt aber ich spiel trotzdem gern. Jaaa, schon seit meiner Kindheit!
Die Prothese? Neeiiiin! Warum willst du das eigentlich plötzlich alles wissen,
Freundchen??!!! Ich stell hier die Fragen!!! Wie, Christian Funke ist schon seit
zwölf Jahren tot und du hast sein einziges Werk veröffentlicht? Was soll das
heißen?! Sicher das der keine Geschwister hatte? Warum schreiben jetzt plötzlich
alle Gedichte?? Moment, ich kann auch eins:
Pusepumpelpumpenstein
pappenpopelpruselein
schrockenserviceleistung fein
Pusepumps, du bist allein
Pusepumps du Ortsbanause
Schrubbelbrei und Erdbeerbrause
Hast du je daran gedacht
Um 8
Wenn die kleinen Dödel singen
Hymnen die nach Bleischrot klingen
Fortsetzung = Brechreizz mit Doppel “z”
Elend ist Prosa und eh pathetisch…bääääh….
An dieser Stelle endet der Brief des unglückseligen Verfassers. Die Adresse
wurde auf fingerdruckabweisendem Briefpapier geschrieben. Die Handschrift des
Täters identifizierte die Polizei als die, die sie schon einmal vor 176 Jahren
gelesen hatte. Experten zufolge handelt es sich dabei um ein Kompott das noch
viel älter als das Wort viel ist. Für Hinweise aus der Bevölkerung benötigen wir
daher ihre Ignoranz und ihre Kreditwürdigkeit.
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Verfasst am : 22.08.2011 21:58
Kommentare: 9
Ligareport 1188- 1. Spieltag +++++
Wer bitte tituliert (Nein, dass hat nichts mit Titten zu tun!) denn diese Liga mit
einer solchen Zahlenkombination?
Etwa ein Stotterer dessen Nachkriegserinnerungen gerade soweit reichen, wie
Großvater bei seinen Erzählungen grünen Schleim zu spucken in der Lage ist? Oder
etwa noch weiter?
Man will gar nicht darüber nachdenken wohin das alles führen könnte, soll es in
diesem Artikel doch tatsächlich endlich mal um die Bundesliga 1188 gehen.
AH-A!
Zunächst
stellen wir ihnen die wichtigsten Protagonisten im Kampf um Titel, Tore und
Taler vor.
Da wäre zunächst der FC Vandango, Nummer 23 der gefürchteten ELO- Rangliste, der
gleich am ersten Spieltag gegen Fortschritt Weddewarden, Nummer 29 im
unbestechlichen Ranking, ran musste. Im Duell der beiden Serienmeister
demontierten die Vandoganer -Kann man das so schreiben?…klingt das nicht zu
feminin??…äh…- Christels Truppe von der Post, wie wir vermuten, und machte damit
den lauernden Favoriten Hoffnung, nicht der einzige Stolperstein im Laufe der
Saison zu bleiben. Diese trafen ebenfalls im direkten Duell aufeinander.
Das Geschwader der ESA-ZECKEN(Elo: 110...tatüüüütaataaaa) hegte allerdings nur
für kurze Zeit die Hoffnung auf drei Punkte gegen den hoch gehandelten BTC
Lagari-Berlin(Elo: 66...”Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an…”) Nach einer
kurzzeitigen Führung liefen sie in der restlichen Spielzeit ständig einem
Rückstand hinterher und verloren folgerichtig mit 2:3. Ein herbes Ding wiederum
erlaubten sich die Red Bulls aus Bayern, gestartet als Nummer 84 der
Elorangliste ausgerechnet gegen die 100% Werderaner, die permanent darum
fürchten müssen wieder auf einen vierstelligen Ranglistenplatz abzurutschen.
Zwei Punkte Rückstand auf die Spitze am ersten Saisontag, sind für andere ein
Punkt Vorsprung auf den Abstieg.
Für das Spiel des Tages sorgten zweifellos Melfios Mannen mit einem 8:0 Sieg
über den 1. FC Süderbrarup. Jedoch sind die einstig so erfolgreichen Mannen um
Süderbrarup, nach vereinsinternen Angaben von ihrem Erfolgsmanager verlassen
worden, und man findet sie stattdessen in Liga 3 4785 wieder.
Die
Ergebnisse
ESA-ZECKEN- BTC Lagari-Berlin 2:3
Fortschritt Weddewarden- FC Vandango 0:3
FC Berliner Bauern(Elo: 1015)- Waldsee Kickers(Elo: 178) 0:2
FC Red Bull Bayern(Elo: 84)- 100% Werder(Elo: 920) 0:0
Glubbbb (Elo 746)- RB Stahnsdorf 4:0
SG Dynamo Dresden1953(Elo: 1883)- HH Power(Elo: 208) 0:3
Melfi-Calcio (Elo: 193)- 1. FC Süderbrarup(Elo: 6075*) 8:0
Eiskalt Alaska (Elo: 2974)- VfL Grün-Weiß Hornburg (Elo: 503) 0:4
International
Nachdem die Waschbären 09 (Elo: 1) nicht nur das gestrige Finale des
Sommerturniers nicht gewonnen hatten, steckten sie in Bundesliga 1 zum
Saisonauftakt auch gleich eine 1:2 Niederlage gegen den Rheydt SV (Elo: 98) ein.
Inwieweit wir uns über eine Veränderung der Elorangliste ab 22 Uhr freuen dürfen
ist zu diesem Zeitpunkt verständlicherweise noch vollkommen unklar.
NEBENTHEMEN &
Arrangements
Politik& Wetter:
Nach wie vor keine aussagekräftigen Prognosen
Handleserei:
Kostengünstig Geld überweisen und mehr über ihre Zukunft erfahren
Arbeitsmarkt:
Wir suchen zurzeit Erzieher und verlässliche Handleser die das “d” noch von
einem “f” unterscheiden können.
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Verfasst am : 15.08.2011 20:55
Kommentare: 5
Ligen, Laster und Lapalien
Möglicherweise wird
uns dieser Artikel eine lukrative FS- Serie kosten…
Lesen sie selbst:
http://forum.fussballcup.de/showthread.php?t=305690&page=9
Ja, ich gebe es zu, ich war der Gegner von Lokomotive Pritzwalk und habe heute
4:1 gewonnen -im Hinspiel hab ich dafür 6:0 verloren, da wird doch mal eine
kleine Revanche im kleinen Rahmen gestattet sein- auch wenn ich bei den Simus
permanent den Arsch voll kriege…oder????
“Schlawutzke?”
“Schäff?”
“Nun rücken sie schon raus mit der Sprache!”
“Wie meinen, Schäff?”
“Na, wie ist es gelaufen?”
“Sie suchen doch nur nach einen Grund um mich zu kritisieren!”
“Sie machen es einem auch wirklich leicht Schlawutzke, wenn sie auf
vereinsinterne Fragen mit wirren Verschwörungstheorien antworten.”
“Wie sie meinen, Schäff.”
“Und?”
“Es war ein Desaster!!!!!”
“Du meine Güte, Schlawutzke, ist alles in Ordnung?”
“Nehmen sie ja die Hände von mir!!!!”
“Herrje noch mal! GERLINDE???”
“SIE HABEN NACH MIR GELÄUTET, SCHÄFF?”
“Wie heißen sie eigentlich mit Vornamen?”
“GERLINDE?!”
“Nicht sie!!!=
“VERZEIHUNG. WAS IST MIT SCHLAWUTKE?”
“Sie haben ein “Z” vergessen!”
“UND SIE HABEN IHREN VORLETZTEN SATZ MIT EINEM “=“ BEENDET!”
“Aber sie haben dieses “Z” noch nie vergessen!”
“UND SIE HABEN NOCH NIE EINEN VORLETZTEN SATZ MIT EINEM “=“ BEENDET!”
Stille…
“Lebt er noch?”
“WENN NICHT, VERGISST ER NUR ZU ATMEN.”
“Und das alles nur wegen eines lausige Ligaspiels? Schlawutzke, mein
Vereinsretter, wachen sie um Gottes Willen wieder auf!!”
“SO WIRD DAS NICHT FUNKTIONIEREN!”
“Haben sie einen besseren Vorschlag?”
“ICH WOLLTE NUR ANMERKEN, DASS WENN SIE IHM WEITERHIN DIE LUFTZUFUHR ABSCHNÜREN,
DIE LUFT RELATIV WENIG GELEGENHEIT HAT IHRERN BESTIMMUNGSORT ZU ERREICHEN,
SCHÄFF!”
“Wollen sie mich etwa über die Qualität meiner Wiederbelebungsmaßnahmen belehren
Schwester?”
“NATÜRLICH NICHT SCHÄFF, ABER ES KÖNNTE TATSÄCHLICH HILFREICH SEIN, WENN SIE IHM
BEI DER MUND ZU MUND BEATMUNUNG WENIGER WÜRGEN WÜRDEN.”
“Sie haben ja Recht Schwester, aber können sie sich vorstellen wie schwer einem
so was fällt? Ich meine, der Mann kennt mich besser als meine eigene Frau…”
“…die schon längst übern Jordan ist…”
“…sehen sie was ich meine?”
“ER IST TATSÄCHLICH ERWACHT. MEINEN RESPEKT, SCHÄFF!”
“Ich hatte eine Vision…”
“Von der wir ganz sicher nichts wissen wollen!”
“ALSO ICH VIELLEICHT SCHON!”
“…in dieser Vision lieben wir alle die Spielberechnung…”
“Verstehen sie jetzt, warum der Mann allein lebt?”
“NICHT MEHR LANGE!!!!!!!!”
zum Artikel
Verfasst am : 25.07.2011 22:03
Kommentare: 1
Mahlzeit
“Schäff?”
“Ja, Schlawutzke?”
“Laut neuester Presseinformationen wird der Holzwurm nun wieder ordnungsgemäß
zugestellt.”
“Wie schön für das Tier.”
“Schäff?”
“Mja?”
“Der Holzwurm versteht sich in seiner Identität weniger als Tier…”
“Sehr tragisch für ihn.”
“Für uns möglicherweise auch, Schäff.”
“Schlawutzke?”
“Schäff?”
“Ein Holzwurm also?”
“Nicht irgendein Holzwurm, Schäff!”
“Tatsächlich?”
“Ein publizierender Holzwurm Schäff, in seiner Auflage durchaus nicht
unbescheiden, allerdings bis vor kurzem von der Welt abgeschnitten.”
“Verstehe, ein begnadeter Schreiber also, der seine literarischen Ergüsse in den
Äther des Internets schleudert! Was hat mich das zu interessieren?!”
“Begnadet vielleicht weniger, Schäff, er zitiert unsere Dialoge.”
“Dann verdient er vielmehr unser Mitleid!”
“Schäff?”
“Mal ehrlich Schlawutzke, haben sie sich jemals selbst zugehört? Man kann nur
hoffen, dass nicht irgendein Schwachkopf irgendwann die sprechende Zeitung
erfindet in der sie interviewt werden!”
-schmoll-
“Sonst noch was Schlawutzke?”
“Fahren sie doch zur Hölle!”
“Wie war das?”
“Sie haben mich schon verstanden!”
“Ich glaube, ich habe mich verhört!”
“Das sollte mich nicht wundern!”
“Schlawutzke!”
“Schäääääff!”
“Gerlinde?”
“SCHÄFF.”
“Schwtzke…”
“NEHMEN SIE BITTE DIE HÄNDE VON SCHÄFFS HALS!”
“Gerlinde?”
“SCHLAWUTZKE!”
“Lassen sie den Mann festnehmen!”
“Würden sie bitte ihren Griff lockern, Schwester?”
“SCHULTZ IST KRANK!”
“Was hat er denn?”
“Vielen Dank, Schwester.”
“BITTESCHÖN, HERR SCHLAWUTZKE. ER LEIDET AN MANGELNDER GESUNDHEIT.”
“Verdammt, diese Krankheit weitet sich allmählich zu einer Epidemie aus!”
“Da haben sie verdammt recht, Schäff!”
“Halten sie die Klappe, Schlawutzke!”
“WIE SOLLEN WIR WEITER VORGEHEN?”
“Ist sein Gehirn noch intakt?”
“ER TRAINIERT ZURZEIT KOPFBALL.”
“Das zerstört jeden irgendwann… früher als ich noch Profiboxer war habe ich mich
immer darum bemüht die Doppeldeckung oben zu lassen.”
“Wen interessieren hier ihre belanglosen Geschichtchen, Schlawutzke?! Der
SCHULTZ ist krank!”
“Jaja, genau so krank wie dieses verdammte System…”
“SOLL ER ETWAS ANDERES TRAINIEREN?”
“…das war alles mal anders…”
“Halten sie endlich die Klappe Schlawutzke! Wie wäre es mit Ballkontrolle…nein,
da wird er ja jedes Mal sofort angegriffen, weil er plötzlich so ballverliebt
ist, also trainieren sie Strafraumsicherheit…nein, da werden sie ihm erst recht
auflauern….puuuh…ich habs, trainieren sie AGGRO! Lehren sie ihn den bösen Blick,
der seine Feinde bereits im Mittelfeld dazu veranlasst das Weite zu suchen!”
“SIND SIE WIRKLICH SICHER SCHÄFF?”
“…und auch die Kinder hatten vielmehr Respekt…”
“Die vierte Stufe für den Trainingsplatz befindet sich doch planmäßig im
Ausbau?”
“DAS MÜSSEN SIE SCHLAWUTZKE FRAGEN.”
“…damals hatten wir alle noch Werte…”
“Genau Schlawutzke, und unser heutiger Wert besteht darin, die vierte
Trainingsplatzstufe auszubauen. Haben sie das veranlasst?”
“…die Menschen sind so egoistisch geworden…”
“DAS BEDEUTET, ER HAT DEN AUFTRAG WEITERGELEITET.”
“Sie haben wirklich ein Talent als Übersetzerin, Schwester.”
“ICH HABE NOCH GANZ ANDERE TALENTE!”
“Ooooh, davon bin ich überzeugt!” Ein bindfadenstarker Sabberfaden reflektiert
fröhlich den von außen eindringenden Sonnenschein. “…in diesem Land möchte ICH
nicht begraben sein…”
“Vielleicht ist es an der Zeit Schlawutzke aus seiner Lethargie zu erwecken,
Schwester.”
“UND WAS SOLL NUN DER SCHULTZ TRAINIEREN?”
“Hat er schon Fangsicherheit? Bei Fangsicherheit kann man nicht viel falsch
machen, merkt im Liveticker eh keiner ob das Tor mit dem Kopf oder der Hand
erzielt wurde. Geben sie ihm Fangsicherheit, dann hält er das Tor vielleicht für
einen Korb und geht anschließend damit in den Supermarkt. Was fragen sie mich
Schwester, ich habe von Fußball soviel Ahnung wie der Umweltminister von
Umwelt!”
“ICH DACHTE JA NUR.”
“Hören sie auf in meiner Gegenwart zu denken, Schwester, sonst enden sie noch
wie Schlawutzke!”
“…und die Autobahn war eigentlich auch toll…”
“Verstehen sie was ich meine?”
“NEIN!”
“Auch gut!”
“…und ein gigantisches Schaf wird vom Himmel fallen und die Welt retten. Ach ihr
Glücklichen!”
“Das wars dann wohl.”
“GUTE NACHT!”
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Verfasst am : 19.07.2011 16:22
Kommentare: 3
Edmond- Die Dauerschleife
Langsam humpelte die Gestalt zum Schreibtisch und
hockte sich auf den Schäffsessel. “Was ist das letzte woran du dich erinnern
kannst bevor du gestern früh erwacht bist”, krächzte die Stimme so eisig, dass
Schäff ganz entgegen seiner Gewohnheiten beinahe automatisch antwortete. “Oh,
meine Frau hatte Geburtstag, ein scheußliches Fest!” Die Gestalt hob kaum
sichtbar den Kopf unter der schwarzen Kapuze. “Du bist Witwer, seit 3 Jahren
bereits. Deine Frau ist damals bei einem sehr seltsamen Verkehrsunfall ums Leben
gekommen an dem Schlawutzke nicht ganz unbeteiligt war. Natürlich konnte man ihm
nichts nachweisen.” Schäff versuchte vorsichtig einen Blick auf das Gesicht
seines geheimnisvollen Gastes zu erhaschen. Die schwarze Gestalt drehte sich
abrupt zur Seite. “Irgendwann tauchte Gerlinde bei euch auf, was dazu führte,
dass sie andernorts vermisst wurde.” Graziös wie eine Gorilladame kurz vor ihrer
Entbindung schlich Schäff um seinen Sessel. Die Gestalt vollführte erneut einen
sanften Stoss mit dem Fuß und drehte den Sessel diesmal in die andere Richtung.
“Die merkwürdigen Ereignisse häuften sich. Deine Mutter wollte plötzlich, dass
du Gerlinde heiratest, Schlawutzke verzettelte dich in einen ausgeklügelten
Justizskandal, und du landetest schließlich auf Edmonds letzter Hoffnung.”
Schäff blieb erstarrt stehen und sah direkt in die schwarze Kapuze hinein ohne
ein Gesicht darin zu erkennen, weil es nichts zu erkennen gab. “Würden sie jetzt
bitte meinen Sessel freimachen, mir ist schon ganz schwindelig!” Wie von selbst
rollte Schäffs Sessel elegant unter seinem Bürotisch, und bot sich einladend dem
Hintern seines Herrn und Meisters an. In seinem Sessel fühlte Schäff sich
sicher. Erleichtert zündete er eine Zigarre an und blickte skeptisch in das
schwarze Loch das von sich behauptete ein Gesicht zu sein. “Wissen sie, ich
liebe diesen Sessel. Ich sitze hier schon seit Jahren. Und sie wollen mir
erzählen, dass ich je woanders gesessen haben soll?” Der Schatten fuhr
unbeeindruckt fort. “Gestern früh bist du erwacht, mit der Erinnerung eines
bedeutungslosen Geburtstages in einem noch bedeutungsloseren Leben. Seitdem
warst du nicht mehr zu Hause.” Von der schwarzen Gestalt ging eine unheilvolle
Stimmung aus. “Jetzt hören sie schon auf damit, meine Frau war wirklich mal in
mich verliebt, zugegeben, dass ist lange her, und sie sah damals auch bedeutend
schlank..äh, bess…na eben anders aus…” Schäff verstummte durch das plötzliche
Auftauchen des Telefonhörers an seinem Ohr, gehalten von einer schwarzen Hand
die kaum sichtbare Linien erkennen ließ. “Ruf sie an!” forderte die gesichtslose
Stimme in einem Tonfall, der Schäff an seine alte Kindergartentante erinnerte.
Immer wenn sie schimpfte roch es im Raum Medizin, wie sie Alkohol zu nennen
pflegte, und so hatte er sich frühzeitig im Leben seiner Gesundheit
verschrieben. Aber Frau Püwronuk war ihm seitdem im Gedächtnis geblieben.
Düüüüüüüü..düüüüüüüüü..düüüüüüüüüüü.. “Sie geht nicht ran.“
“Lokalisiere ihren Herzschrittmacher!”
“Sie wissen von dem Herzschrittmacher?” Schäff konnte nicht umhin sich vor
Erstaunen an einer Rauchschwade seiner Zigarre zu verschlucken. “Nun mach
schon!” Schäff tippte eilig einige Tasten am Frequenzberater. “Sie ist auf dem
Friedhof”, stellte er erstaunt fest. Die dunkle Gestalt nickte zufrieden. “Na
und, was beweist das schon, sie wird ihrer Mutter -möge sie bleiben wo sie ist!-
einen Besuch abstatten!” Unter der schwarzen Kapuze regte sich ein
resignierendes Stöhnen. “Wie viele Frauen in deinem Alter gehen nachts auf
allein auf Friedhöfe?” Schäff schüttelte verächtlich den Kopf. “Was spielt das
für eine Rolle? Genauso gut könnte man fragen wie viele Mücken man braucht man
um einen Menschen blutleer zu saufen!”
“Das ändert nichts an der Tatsache, dass du seit kurzem an Schlafmangel
leidest.” Schäff blickte misstrauisch auf. “Haben sie was mit meiner Frau?” Als
Schäff litt man praktisch naturgemäß an Schlafmangel, weil man ständig mit dem
Gedanken zu Bett ging, das einen irgendwer übers Ohr hauen wollte. Wie ein
Schatten schwebte die Gestalt an Schäff vorüber und platzierte sich an der Tür.
“Zieh dir was über! Wie es aussieht willst du es auf die harte Tour!”
Schlawutzke saß in seinem Kellerstübchen und grübelte. Seit er denken konnte,
hatte gesundes Misstrauen den Weg seines Lebens gesäumt und ihm Türen und Tore
geöffnet, und sei es auch nur um möglichst schnell von irgendwo zu verschwinden.
Aber in diesem Fall schien alles falsch zu sein. Als Co- Trainer eines
Bundesligavereins zu arbeiten war dabei noch das kleinere Übel. Doch warum
ausgerechnet Fußball? Hatte er dafür die Musikschule besucht bevor Vater
irgendwann meinte: “Ich nehm den Jungen heute mit in den C-Block”, und dabei
böse durch seine Zahnlücken grinste. Im C-Block warteten gewöhnlich die
Hooligans, denen allmählich der Nachwuchs ausging. Als sie Schlawutzke sahen
wurde den Intellektuellen unter ihnen auch schnell klar warum. Andere wiederum
fühlten sich eher genötigt ihr Feindbild zu überarbeiten. Vater grinste immer
noch böse. Nur wenige Sekunden später bekam Schlawutzke von dem Begriff
Geschwindigkeit eine Vorstellung die nur ein Flüchtender teilen konnte. Und
Vater grinste.
Als er aus seinem Traum erwachte stand plötzlich Schäff vor ihm, der dazu neigte
diesen Ort gewöhnlich mit abschätziger Ignoranz abzustrafen. “Schäff?” Ein kaum
sichtbarer Schatten löste sich von der Wand. “Wird Zeit, dass wir uns mal
unterhalten!” Der Schatten gab ein bösartiges Kichern von sich.
“Was schreibst du da eigentlich immer in dein Büchlein rein”, erkundigte sich
der geklonte Schützenmeister, dessen Interesse an Buchstaben etwa so groß war
wie sein technisches Vermögen Bälle in die vorgesehene Richtung zu schießen.
“Ihr werdet schon sehen”, murmelte Steinke verschwörerisch und versteckte eilig
das Buch in seinen mit einem Zahlenschloss versehenen Aktenkoffer. Auf dem Platz
dirigierte Gerlinde das Training und warf immer wieder einen ungeduldigen Blick
in die Richtung aus der sie ihren Co- Trainer erwartete. “FÜNF MINUTEN PAUSE!
HAT JEMAND SCHLAWUTZKE GESEHEN?” Das allgemeine Volksgemurmel einigte sich auf
ein unschuldig klingendes: “Nein”. Stampfend verließ Gerlinde den Platz. An der
Seitenauslinie rückte DM Sebastian an die Stelle des Co- Trainers. “SCHULTZI,
kommst du bitte?” Hechelnd sprang SCHULTZ einer Wurst hinterher, die Sebastian
an einer Angel befestigt hatte. “Platz!” Der Stürmer folgte artig den
Anweisungen und starrte sehnsüchtig auf die Wurst die zwei Meter über ihm an
einem Haken baumelte. “Sprich mir nach SCHULTZ: Ich bin eine tödliche
Tormaschine!” SCHULTZ blickte irritiert abwechselnd zwischen der Wurst und
Sebastian, bis sich sein Gesicht schließlich erhellte. “Ich hab den Größten!”
Noch ehe er den Beweis dazu antreten konnte ließ Sebastian die Wurst fallen.
“War wohl noch zu schwer”, murmelte er leise während er SCHULTZ nachdenklich
beobachtete, der gerade im Begriff war sich am Haken zu verschlucken. “Aus!”
schimpfte Sebastian und SCHULTZ gehorchte. “UNS GEHEN ALLMÄHLICH DIE HAKEN AUS”,
brummte Gerlinde, die wieder auf dem Platz angekommen war. SCHULTZ schmatzte mit
dem Appetit eines Wolfes dem ein Knochen im Hals feststeckte. “WAS MACHT
EIGENTLICH DER HEEREN DA MIT DEM SCHÜTZENMEISTER?” Sebastian winkte müde ab.
“Oh, er erklärt ihm nur den Unterschied zwischen einem Ball und einer
Grasnarbe.”
“UND WARUM DRÜCKT ER IHM DABEI SEINEN KOPF GEGEN DEN TORPFOSTEN?” Sebastian
zuckte mit den Schultern. “Keine Ahnung. Vielleicht will er ihm nur erklären,
dass ein Torpfosten auch kein Ball ist.” Gerlinde rollte mit den Augen und griff
nach ihrer Pfeife. “SCHÜTZE, TRAB MAL AN!” Der Innenverteidiger löste
widerwillig seinen Affengriff und ließ den Stürmer ziehen. “Haben sie gesehen,
was dieses Arschloch da mit mir angestellt hat?” Gerlinde bedachte ihren
chronisch erfolglosen Stürmer mit einem finsteren Blick. In ihren Händen hielt
sie eine Melone und einen Kaktus. “WAS VON DIESEN BEIDEN DINGEN IST KEIN BALL?”
Schützenmeister schielte angestrengt zu den Pflanzen und versuchte eine
Entscheidung zu fällen. Gerlinde beschäftigte sich währenddessen mit IV Lattmann
der seinen Defensivaufgaben nur insoweit nachkam, dass er sich an sie erinnerte
wenn ein Gegentor fiel. “HÖR MAL ZU LATTE, DU KANNST NICHT STÄNDIG BEI DEN
STÜRMERN HERUMHÄNGEN, NUR WEIL DIR GERADE DANACH IST MAL WIEDER EIN TOR ZU
SCHIESSEN!” IV Lattmann blickte beschämt auf den Rasen, ungeachtet seiner
Trefferquote die man eher den Stürmerkollegen wünschte. Allerdings hatten seine
Torerfolge den Nachteil, dass er Minuten benötigte um wieder in den eigenen
Strafraum zu kommen. Im ungünstigsten Fall kostete das seine Mannschaft drei
Gegentore. “DU GEHST JETZT AM BESTEN ZU FRAU NICHTS IN DEN HÄKELKURS!” Gerlindes
Stimme blieb über jeden zweifelnden Gedanken erhaben. Gehorsam begab sich Latte
zu Frau Nichts, einer Frau die ihrem Namen alle Ehre machte. Gelegentlich neigte
sie zu plötzlichen Kreischattacken um allen Anderen, vor allem aber sich selbst
zu vergegenwärtigen, dass ihre Anwesenheit noch Teil der Realität war. Nebenbei
leitete Frau Nichts auch den Strickkurs für durchgefallene Ex- Jugendspieler.
Und so fürchtete jeder der jungen Holzfäller irgendwann mal einen Termin bei
einem der gefürchteten nadelfakultativen Kurse von Frau Nichts antreten zu
müssen. Tatsächlich hatte Gelinde überhaupt nicht vor auf ihren talentierten IV
zu verzichten, zumal es auf dieser Position keine wirklichen Alternativen gab.
Aber Frau Nichts Strickkurse waren berühmt dafür dem Offensivdrang frühreifer
Rentner in eine altersgerechte Realität zu verwandeln. Jeder der etwas auf sich
hielt vermied auch nur die Erwähnung von Frau Nichts. SCHULTZ verdaute
inzwischen zufrieden den Angelhaken und wartete auf die nächste Ballstafette aus
dem Mittelfeld. Am Spielfeldrand beantwortete Ersatzkeeper Pfister geduldig die
Fragen einiger Journalisten. “Macht es sie eigentlich glücklich seit 10 Jahren
auf der Ersatzbank zu sitzen?” Gerlinde hatte inzwischen den Kaktus und die
Melone auf eine Bank gelegt um dem Journalisten schmerzvolle Erfahrungen zu
ersparen und überließ Schützenmeister seinen Recherchen. Irgendetwas an der
Melone schien Schütze verdächtig aber auch der Kaktus bereitete ihm Unbehagen.
Schließlich entschied er sich für die Melone. “Das ist ein Ball”, rief er
fröhlich und demonstrierte mit der Beweiskraft eines Schusses seine These.
Gerlinde deutete augenrollend auf IV Heeren der sich wütend dem Stürmer näherte.
“Zugegeben, zweifellos ein Ball von sehr niederer Qualität”, druckste Schütze
und machte sich vorsorglich aus dem Staub. “Ihre Spieler glauben, dass eine
Wassermelone ein Ball ist?” fragte der Journalist fassungslos. “SIE SOLLTEN IN
DER NÄHE DER SPIELER VERMEIDEN SOLCHE FRAGEN ZU STELLEN. UND ZU IHRER FRAGE: NUR
EINER!”
“Aaaaah.”
“DIE ANDEREN FALLEN ÖFTER AUF DEN ALTEN KÜRBISTRICK HEREIN.”
Es wurde ruhiger auf dem Platz. Ein Punktspiel rückte heran, und das gegen
Meisterschaftsanwärter BTC Lagari-Berlin. Das konnte nur Haue geben.
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Verfasst am : 06.06.2011 14:10
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Edmond- jetzt erst recht
Flügelflitzer Schützenmeister war zum wiederholten
mal ins Abseits gerannt nur weil Bunya, dieser selbstgefällige Halbasiat aus dem
nichteuropäischen Mittelwesten, zu sehr in die Pille verliebt war, während
Stürmer SCHULTZ in der Fankurve unbedingt darauf bestand den Größten zu haben.
“SCHULTZ, du verlauster Pavian! FREISTOSS!” Mit dieser Botschaft wies ihn die
Mannschaft gelegentlich darauf hin, dass seine Pflichten ihn hin und wieder dazu
nötigten lästige Freistösse zu schießen. Wenn der brutale Innenverteidiger
Heeren wegen zu groben Foulspiels ausfiel, musste SCHULTZ auch noch die Ecken
schießen und möglichst zeitnahe beim Eintreffen der Flanke vom Eckpunkt zum
Einköpfen bereit stehen. Als Gegenleistung, und weil das alles meisten sehr gut
klappte, durfte er den Rest der Spielzeit, wo keine Ecken oder Freistösse
gefragt waren, am Spielfeldrand seine Sprachkenntnisse auffrischen.
Kopfballtore galten im Verein als heilig. Sie ersparten den Spielern
längerfristige Gedankengänge. Lediglich bei den Abwehrspielern war man sich in
der Schäffetage nicht einig. Einige forderten Kopfballtraining als Hauptskill,
andere wiederum plädierten für bessere Schulbildung und Helme. Davon waren die
Protagonisten der ersten Reihe nur insoweit betroffen, dass sie nichts von all
den Dingen wussten, die mit Helmen zu tun hatten. “Dieses Arschloch steht schon
wieder mit heruntergelassener Hose am Fanblock”, schrie Schützenmeister der sich
so eben heldenhaft und ganz ohne Ball durch den gegnerischen Strafraum
geschlängelt hatte. “Warum versucht eigentlich keiner dich zu faulen, hast du
wieder einen fahren lassen?” rief Bunya verzweifelt, während Doppler auf der
rechten Seite gelangweilt mit dem Ball jonglierte und damit drei Gegenspieler
auf sich zog. Noch bevor Schützenmeister antworten konnte ertönte ein Schrei:
TOOOOOR! DM Banecki hatte sich klammheimlich in die Nähe der Mittellinie gewagt
und eine Windböe ausgenutzt um einen tollkühnen Schussversuch zu starten, der
sich Sekunden später tatsächlich im gegnerischen Tor wiederfand. Gönnerhaft
verschwand er wieder in seinem defensiven Mittelfeld, zeigte Doppler anerkennend
den Daumen, und vermerkte mit einem Edding ein weiteres Kreuz auf seinem Helm.
“Diese Weicheier”, schimpfte Hintermeier, der gerade erst in den Kader gerutscht
war und voller Stolz die großen Drei im Sturm bewunderte. “Sei nicht so hastig”,
mahnte ausgerechnet der geklonte Doppler auf der RM Position vor ihm, den er
insgeheim so schnell wie möglich aus dem Weg haben wollte. Blöderweise hatte ihm
Trainerin Gerlinde verschärftes Passtraining verordnet. Das konnte im
schlimmsten Fall bedeuten: Zwangsaufenthalt im defensiven Mittelfeld.
“ER IST EIN GUTER JUNGE!”
“Was glauben sie wie oft ich diesen Satz zu hören bekam als ich jung war!?”
brummte Co- Trainer Schlawutzke und wies unterschwellig darauf hin was ihn sein
neuer Job konnte. Gerlinde gab ihm mit einem strafenden Blick zu verstehen, was
sie von überflüssigen Gequatsche während der Arbeitszeit hielt. Auf dem Platz
lief im selben Augenblick ein Konter, den Torwartlegende Felix Brand
entschärfte, ohne dabei ernsthaft jemanden zu verletzen. Die meisten
gegnerischen Stürmer zogen es ohnehin vor jeden körperlichen Kontakt mit dem
bulligen Torhüter zu vermeiden, der im Verdacht stand vor seiner Torwartkariere
Krankenpfleger einer psychiatrischen Einrichtung gewesen zu sein. Nicht wenige
unterstellten ihm eine noch immer vorhandene Affinität zu seinem alten Job.
Ähnliches galt auch für DM Sebastian, der jeden den er zufällig foulte danach
gleich ein tiefenpsychologisches Gespräch anbot. Außerdem neigte er in
Krisensituationen dazu, seine erlernten Kennenlernspiele und
Aggressionsinterventionstheorien testen zu wollen. Lediglich der altgediente
Steinke auf der nahezu verwaisten linken Mittelfeldposition erinnerte im Verein
noch an Fußball. Inzwischen hatte Ex-Jugendspielerperle, IV Lattmann sein erstes
Tor erzielt. In jeder anderen Mannschaft ein Grund zur Freude. “Was machst du
Idiot denn hier vorne?” schimpfte Schützenmeister, der als nächstes vor dem
einschussbereiten Lattmann den Ball bekommen hätte. “Ich dachte, äh, weil da
hinten is ja bis auf Felix niemand”, stotterte Lattmann und beobachtete dabei
panisch wie die Offensivkolonne schnaufend auf ihn zu rollte. “Mach das du in
deinen Strafraum kommst!” Eine plötzlich veränderte Realität gebot ihren Füssen
Einhalt. Claudius “die Faust” Heeren hatte sich an die Seite des jungen
Verteidigers gestellt. Zwischen Abwehrspielern und Stürmern existierte eine
schon traditionelle Feindschaft. “Du hättest doch sowieso wieder daneben
geschossen”, brummte Heeren und spuckte herablassend auf den Rasen. “Hey, wollt
ihr bitte nicht so viel streiten? Vielleicht ist es euch noch nicht aufgefallen,
aber der Schiedsrichter wartet darauf, dass er anpfeifen kann!” Sebastian
deutete auf den Schiedsrichter der mahnend auf seine Uhr zeigte. “In der zweiten
Halbzeit bleibst du gefälligst hinten”, trat Schützenmeister noch einmal nach,
bevor die Spieler ihre Positionen bezogen. “Leg dich nicht mit diesen Idioten
an”, brummte Heeren verständnisvoll und fixierte mit wild funkelnden Augen den
gegnerischen Stürmer. Es stand 3:0 im Turnierspiel gegen Blau-Weiss Abbingwehr,
einem Bundesligisten im 900 er ELO- Rangbereich, und er hatte noch nicht mal
eine Ermahnung bekommen. Wahrscheinlich hatte Schäff mal wieder den
Schiedsrichter bestochen. Anders war kaum zu erklären, dass es trotz vermehrter
Knochenbrüche beim Gegner nicht mal ein “Dudu” gab. Steinke hielt sich grinsend
zurück. Er arbeitete ohnehin heimlich an einer Geschichte, die den vielsagenden
Titel: “Wie ich diesen Verein einst in den Arsch getreten haben tun werde”,
trug. “Los Jungs, noch einmal alles geben”, blökte Schlawutzke von der
Seitenauslinie und klang dabei so, als würde er beim Wetterdienst für die
kommenden Tage gleichmäßigen Landregen voraussagen. In der 75. Minute verließen
selbst die hartgesottenen Hooligans das Spiel. Heute war einfach nichts zu
machen. Die Blöcke waren übersäht mit alte Damen die gehört hatten, dass es im
Stadien Frischfleisch gab, und die nun versuchten verführerisch mit ihren
Handtaschen zu wedeln. “Würden sie bitte damit aufhören”, forderte Bierstand 24
Geschäftsführer Grützke eine ältere Dame auf mit ihrer Handtasche an seinem
Tresen Propeller zu spielen. Mittlerweile hatte es bereits das dritte Glas
erwischt für das keiner zahlen wollte. Die Alte hielt inne und musterte den Wirt
aus zusammengekniffenen Augen. “Tut mir leid Kleiner, du bist nicht mein Typ!
Solltest mal weniger fressen!” Dann entdeckte sie ihre Schwester in einer Traube
um den frisch umgezogenen Stephane Banecki. “Ausziehen, ausziehen”, forderte die
Menge, während Banecki geduldig, charmant seine Autogramme verteilte. “Die
werden auch immer älter”, knurrte er zu Steinke an dessen Autogrammtisch sich
lediglich ein paar Spatzen eingefunden hatten die er mit Brotkrumen fütterte.
“Dem würde ich gern mal unter die Hose greifen!” kreischte eine ältere Dame.
Banecki reduzierte die Autogramme auf seinen Nachnamen, später auf seinen
Spitznamen, noch später auf planloses aber kurzweiliges Gekritzel. Irgendwie war
für die jungen Leute Fußball einfach nicht mehr interessant, seit die Alten ihre
Leidenschaft dafür entdeckt hatten. Und die immer häufiger fernbleibenden
Hooligans interessierten sich plötzlich mehr für Dameneishockey und ihre
Familien. Die neue Liga bot allenfalls Anlass zur Sorge, nachdem Sümmnich und
Lahm den Verein verlassen hatten.
Schäff lief ungeduldig in seinem Büro umher. Er erwartete einen Mann der sich
selbst nur “Der Maulwurf” nannte und behauptete ihn zu kennen. Eine in schwarz
gekleidete Gestalt betrat lautlos den Raum. “Kennen sie Edmonds letzte
Hoffnung?” Schäff konnte nicht umhin sich auf kindliche Weise zu erschrecken.
“Es ist noch nicht vorbei”, krächzte die Stimme leise und hinterließ einen
weiteren unliebsamen Schauer in Schäffs wackligen Knien.
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Verfasst am : 21.05.2011 17:30
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Edmonds letzte Hoffnung- Der große Knall
Nein, das ist nicht
die Fortsetzung, vielmehr deren unrühmliches Ende welches zumindest von zwei
Hobbyautoren eine lange Zeit mit viel Hingabe zelebriert und gelesen wurde.
Selbstverständlich entschuldigen wir uns herzlich bei all den Millionen anderen
die wir mit unserem Stuss zu Tode gelangweilt haben, lehnen aber jede
Verantwortung für das Ableben alter Witwen denen die folgsamen Töchter unsere
literarischen Verfehlungen zugemutet haben, kategorisch ab. Doch nun ist Schluss
damit! Wir hören auf. Die Koproduktion Sklilatti- Schofel ist beendet. Und
dieser Dialog, aufgezeichnet mit einem Schweizer Präzisionsgerät, ist der
Beweis.
Ich hab einfach keine Lust mehr auf diesen
Mist!
Ich auch nicht.
Ich meine, wo soll das enden, wir verrennen uns in undurchschaubaren Zeitlinien,
erzählen bescheuerte Geschichten, und das in einem Fußballmanagerspiel!
Vollkommen richtig.
Wir sollten endlich wieder über Dinge schreiben, die ALLE interessieren!
Genau, zum Beispiel wie Honky sich das Lesen angewöhnt hat.
Das interessiert doch keine Sau! ….wie denn?
Russische Buchstabensuppe.
Blindenschrift?
Rasierpinsel!
Hmm, ich glaube wir kommen nicht weiter.
Wie wäre es mit Atomkraft?
Ich bitte sie!
In welchem Fanblock stehen eigentlich die Grünen?
Die sitzen auf Bänken in der VIP- Lounge weil ihnen die Sessel zu schmal
geworden sind.
Verstehe, auch ein blödes Thema.
-destruktive Schweigsamkeit-
-plötzlich-
ICH HABS!
…?
LIEBE!
Sachlich, philosophisch oder hormonell?
Ich dachte da eher an Romantik, wir haben vielleicht auch weibliche Leser.
Leserinnen!
Hätte ich vielleicht weibliche Leserinnen sagen sollen?
Sie müssen nicht gleich zickig werden, schließlich war das mit der Romantik ihre
Idee!
So wie sie das Wort aussprechen, Verzeihung, auskotzen, kann einem der Sinn
danach wirklich vergehen.
Na also, wenn er ihnen jetzt schon vergeht, warum wollen sie dann damit auch
noch unsere letzten Abonnenten vergraulen?
Pfff!
Und worüber schreiben wir nun?
Wir haben für heute schon genug geschrieben!
Na wenn sie meinen!
Ja!
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Verfasst am : 02.05.2011 22:46
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Edmonds letzte Hoffnung- Koproduktion mit A.S.
Ein Schuss hallte durch die Nacht. Dann noch einer,
schließlich noch einer, gefolgt von einem weiteren. Stille. Dann ein lautes
Fluchen. „Du abgehalfterter, Grünzeugvertilgender Nichtsnutz!“ Eine schwere Hand
landete gewohnheitsrechtlich auf Gotos deformiertem Kopf. Stöckelschuhe
trommelten wie bei einem unkoordinierten Stepptanz über den Asphalt. „Mist!“ Aus
der Ferne ertönte eine Polizeisirene. „Ich hab was gefunden, Boss!“ Boss beäugte
angewidert einen Stöckelschuh, den ihm Goto direkt unter die Nase hielt. „Mach
das weg, du Idiot!“ Beleidigt verstaute Goto den Fund in seiner Stofftragetasche
mit dem Hirschmotiv. „Kennen sie nicht das Märchen von Aschenbrödel und den
sieben Geißlein?“ Boss fummelte umständlich an einem selbstgebauten
Flammenwerfer herum. „Märchen, pfffff. Schon mal was von Zeugen gehört?“ Goto
bemühte sich das Ergebnis des physischen Akts der Liebe mit der Verfolgung von
Sklilatti und Maulwurf in Einklang zu bringen. „Verstehe, sie denken schon an
die Nachkommen der Flüchtigen und welche Scherereien sie uns machen könnten“,
nickte er verstehend. Boss bedachte Goto mit einem Blick dem selbst die sie
umhüllende Dunkelheit Mühe hatte standzuhalten. „Sag mal Goto, seit wann machst
du das eigentlich schon, ich meine Leute umbringen und so?“ Goto dachte einen
Augenblick nach und zählte seine Finger. „Seit 12 Tagen, Boss“, antwortete er
fröhlich. Die Polizeisirenen entfernten sich. Ihre Scheinwerfer nagelten ein
verdächtig aussehendes Paar wie ein Wandbild an einer Mauer fest. „Verdammt
Maulwurf, was machen wir denn jetzt“, stammelte Sklilatti, während er
umständlich versuchte seinen unbeschuhten Fuß zu verbergen um möglichst
unscheinbar zu wirken. „Nur die Ruhe Alfonso, ich werde sie einfach über den
Haufen schießen.“
„Na dann ist ja gut…SIE WERDEN WAAAAS!“ Die beiden Polizisten griffen
erschrocken nach ihren Waffen. „Legen sie die Hände auf den Boden und rühren sie
sich nicht!“
„Und womit zum Geier soll ich sie später wieder aufheben, sie Genie?“
„Keine Ahnung wer sie gerade sind, Maulwurf, aber sie machen das wirklich
phantastisch“, zischte Sklilatti von der Seite. „Nehmen sie einfach den Rest des
Körpers mit auf den Boden“, befahl eine nicht ganz unbekannte Stimme. Sklilatti
hob ungläubig sein Haupt und starrte fassungslos in die Scheinwerfer des
Streifenwagens. „Javert?“
„Hätten sie nicht gedacht mich jemals wiederzusehen, nicht wahr?“
„Ich kann sie ja gar nicht sehen, ihre Scheinwerfer blenden und Maulwurf
eröffnete mir jüngst erst, dass er blind ist. Aber wie kommen sie denn hier
her?“
„Das ist eine lange Geschichte. Am besten sie folgen mir zum Wagen, dort wartet
jemand der einige Fragen an sie hat.“
„Ich weiß nicht, ob das wirklich eine so gute Idee ist, Maulwurf steckt
womöglich gerade in einer seiner gefährlichen Rollen!“ Javert überlegte, als
plötzlich der Wagen erzitterte und eine mächtige Gestalt die Scheinwerfer
verdunkelte. „EINSTEIGEN!“ Maulwurfs Kopf bewegte sich wie an einer Leine
gezogen langsam nach oben. „Gerlinde?“
„ICH WEISS WER DU WIRKLICH BIST, ALSO MACH KEINE ZICKEN UND STEIG IN DEN WAGEN!“
Widerstandslos kroch Maulwurf untertänig in das Auto, verfolgt von Sklilattis
fassungslosen Blicken. Javert geleitete Sklilatti höflich grinsend zum
Beifahrersitz. „ZUM GEFÄNGNIS, JAVERT! WENN ER SCHON IN KEINER KNEIPE ZU FINDEN
IST, DANN DORT!“ „Yepp, Schwester!“
„Sagen sie Schrepke, hatten sie je in ihrem Leben mal einen friedlichen Moment,
ich meine einen, wo sie nichts mit hauen, schlagen, prügeln zu tun hatten?“
„Herr Schrepke.“
„Wie meinen?“
„Herr Schrepke!“
„Also gut, von mir aus auch gern HERR SCHREPKE!“
„Klingt doch gleich viel schöner! Was war noch mal ihre Frage?“
„Vergessen sie es!“
Stille.
„Nanu, wasn diß?“ Erfolglos versuchte Schäff einen Blick durch die Gitterstäbe
zu erhaschen als auch er hörte, dass sich Schritte näherten. „Was denn, jetzt
schon? Hätten die sich mit meiner Hinrichtung nicht wenigstens Zeit lassen
können bis ich an ihrem langweiligen Gefasel verstorben wäre?“ Schrepke warf
Schäff einen Blick zu der ihn zweifellos an die Welt des Schmerzes erinnern
sollte. „Nun reden sie schon, HERR SCHREPKE, wer tanzt da an?“
„Es ist eine fette Frau, und sie lässt die Erde erzittern“, stotterte Schrepke
und versuchte sich unauffällig zu entfernen. „SIE BLEIBEN WO SIE SIND!“ donnerte
eine gewaltige Stimme durch den Zellentrakt und ließ Schrepke zu einem
salutierenden Hampelmann werden. „UNTERSCHREIBEN SIE DAS, DANN IST ES OFFIZIELL!
UND ICH BIN NICHT FETT SONDERN KRÄFTIG, HABEN WIR UNS VERSTANDEN?“
„Selbstverständlich Gnädigste!“
„WAS GLOTZEN SIE DENN SO, ÖFFNEN SIE DIE TÜR UND BITTEN SIE DEN HERRN AUS DER
ZELLE!“
„Nun ja, es ist nur…“
„WAS!?“
„Naja, der Mann ist immerhin zum Tode verurteilt…?“
„JAVERT!“
„Also Herr Schrepke, was sie da eben unterschrieben haben war nur die
Quittierung, dass der Begnadigte und zu Unrecht verurteilte Häftling tatsächlich
entlassen wurde, auf das er sich endlich um den durch seine Haft entstandenen,
widerrechtlichen Schaden kümmern kann, der allein durch seine Abwesenheit nicht
unermessliche Ausmaße angenommen hat. Ich möchte sie ungern mit den Einzelheiten
langweilen, zumal wir dadurch auch nur unnötig Zeit verlieren, also schließen
sie endlich diese verdammte Tür auf und lassen sie den Mann frei!“
Schrepke blickte traurig in die leere Zelle. Jetzt war niemand mehr da mit dem
er sich unterhalten konnte. Alle anderen waren sowieso doof und hörten einem nie
richtig zu. Aber jetzt wo Schäff nicht mehr da war fehlte ihm die intellektuelle
Stimulierung. Er beschloss ihm zu folgen. Aber bevor er das tat widmete er sich
einem brennenderen Ziel. Grübelnd studierte er die Quittungskopie von Schäffs
Begnadigung und bemerkte nicht, dass ihm seine Ablösung bereits begann den
gemütlichen Sessel streitig zu machen, ohne sich darüber zu wundern, dass die
Zelle leer war. „Wollen sie hier noch lange sitzen Schrepke?“ Schrepke zuckte
erschrocken zusammen und heftete das Formular an die Pinnwand. „Isn das?“
erkundigte sich der Neuankömmling. „Ach nur die Entlassungsbeglaubigung von
Schäff.“
„Tatsächlich?“
„Na was denken sie denn, sie Idiot!?“ Der Ablöseposten bedachte Schrepke mit
einem spöttischen Grinsen. „Also ich würde es für eine Garantieurkunde einer
Waschmaschine aus den späten 80- ern halten“, antwortete er und grinste
selbstgefällig in die leere Zelle. Schrepke wandte seinen Kopf zunächst erstarrt
zur Pinnwand und anschließend in die leere Zelle. Wieder ein Job den er los war,
nur weil er in der Schule lieber Mädchenröcke angezündet hatte anstatt
Buchstaben zu lernen. „Schon eine Idee welchen Job sie als nächstes versauen?“
rief ihm sein Ex- Kollege noch schadenfroh hinterher, während er schweigend aus
dem Zellentrakt schlich.
„Na so ein Zufall, wenn das mal nicht mein alter Freund Schrepke ist“, begrüßte
ihn bierbäuchiger Kerl, in dessen Begleitung sich ein Mann befand der ihn stark
an Reinhold Messner erinnerte. Vielleicht war es auch nur der Name.
„Na Schrepke, erkennen sie ihren alten Boss nicht mehr? Sie haben damals die
Seiten gewechselt, wollten seriös werden, Arbeit, Frau, Kinder und so, wissen
sie noch? Was solls, ich hab ihnen verziehen, sie können wieder bei mir
einsteigen.“
„Sie sehen verändert aus“, lallte Schrepke abwesend, während der rätselhafte
Messi, also der, der wie Reinhold aussah, auf ihn wie eine
bewusstseinserweiternde Substanz wirkte. „Doktor Einsteins Werk, ein
hervorragender Frisör, allerdings auf recht merkwürdige Art verschwunden.“
„Aha“, stöhnte Schrepke bevor sich sein Leib zu seinen Füßen gesellte und hart
auf dem Kopfsteinpflaster aufschlug.
Ja und nu?
Zu lesen im
KK 1890 - Der
Kurier
zum Artikel
Verfasst am : 15.04.2011 19:05
Kommentare: 4
Edmonds letzte Hoffnung- Koproduktion mit A.S.
„Ich könnte ihnen jetzt erklären, dass es relativ
egal ist an welcher Stelle sie ihr Gesicht tragen, denn sie werden bei jedem der
ihnen begegnet binnen kürzester Zeit ohnehin den Eindruck eines miesen,
hinterhältigen Cretins hinterlassen!“
„Goto, erschieß den Mann, dieses endlose Geseiere geht mir auf die Nüsse!“
„Aber, äh Boss, der Mann wird unsere Welt verändern, er hat die
Relativitätstheorie erfunden!“ Boss bedachte Goto mit einem abfälligen Blick.
„Hätte er das Klopapier erfunden, würde ich vielleicht ein Auge zudrücken. Also
jetzt gib dem Mann verdammtnochmal endlich die Kugel!“ Goto schaute Dr. Einstein
traurig an. „Aber Boss, er sieht so spaßverdrossen aus!“ Eine flache Hand
landete klatschend auf seinem Hinterkopf. „In deiner Gegenwart sieht jeder
traurig aus, Schwachkopf! Und nun tu bitte worum ich dich gebeten habe und gib
dem Herrn Doktor seinen Gnadenschuss damit ihm wohler wird!“ Zu Einsteins
ungesunden Teint gesellte sich ein humorloses Grün. „Sie machen mir Spaß! Gewalt
ist wahrscheinlich ihre einzige Lösung nicht wahr? Wahrscheinlich haben sie sich
schon als Kind nur zu gern mit Anderen geprügelt, mit 12 Zigaretten geraucht und
mit 13 angefangen zu kiffen…“
Stille.
„Das wurde aber auch Zeit, dass sie den geknebelt haben Boss! Waren sie mit dem
etwa in einer Klasse?“ Boss blickte finster in Gotos Richtung. „Hatte ich nicht
irgendwas von erschießen gesagt?!“
„Der Abzug hat irgendwie geklemmt“, behauptete Goto. „Zeigen sie mal her!“
„Diese letzte Zeitreise hat ein Fiasko hinterlassen! Wie anders wäre es wohl
möglich sich mit jedem Schritt in eine neue Raumzeit zu bewegen?“
„Ich schlage vor, dass wir einfach stehenbleiben!“
„Und dann?“ Sklilattis Gesichtsfalten bemühten den Eindruck einer erneuten
Magenverstimmung. „Dann stehen wir.“
„Ich werde ganz gewiss nicht stehenbleiben, ich nicht! Ich will wieder nach
Hause, oder von mir aus auch zurück zu dieser bekloppten Insel, als sie noch
keine verrückten Ideen über Zeitreisen hatten…“
„Ich bin blind, wissen sie?“
„Bitte?“
„Ja, also ich bin wirklich blind!“
„Häh?“
„Sind sie etwa taub?“
„Natürlich nicht! Ich frage mich lediglich, was sie mir eigentlich damit sagen
wollen!“
„Möglicherweise sind mir bei der Konstruktion der Zeitmaschine einige Fehler
unterlaufen die letztlich dazu führten, dass wir uns jetzt in diesem Dilemma
befinden.“ Sklilatti kam nicht umhin echte Anteilnahme zu verspüren. „Dann
lassen sie mich bei ihrer künftigen Arbeit ihre Augen sein! Ich halte sie seit
der Erfindung des Hopfensafts für die größte wissenschaftliche Errungenschaft!“
„Ich arbeite ungern mit Zynikern zusammen“, bemerkte Maulwurf skeptisch. „Aber
nur stehenbleiben kann doch nicht der einzige Weg sein uns hier wieder
herauszubringen!“
„Ich kann mich beim stehenbleiben aber besser konzentrieren!“
„Mhm.“
„Sie haben ihn getötet, Boss!“
„Unsinn, ich habe auf den Kronleuchter gezielt!“
„Ja, aber der hat ihn erschlagen!“
„Wer hätte auch ahnen können, dass sich das verdammte Ding gleich aus seiner
Verankerung löst!“
„Sie haben den Erfinder der Relativitätstheorie erscho…äh, erschlagen!“
„Wer hat denn hier behauptet, dass der Abzug klemmt!“
„Als ob sie mich je ernst genommen hätten“, erwiderte Goto kleinlaut. „Zumindest
stimmt hier irgendetwas nicht! Ist ihnen mal aufgefallen, dass sich seit unserem
Eintreffen hier ständig die Umgebung verändert?“
„Der Doktor scheint auch verschwunden zu sein!“
„Und es gibt in diesem Raum keinen Kronleuchter?“
„Was passiert hier???“
2011, das Jahr vor dem Jahr des Jahres für den das Jahr hinter dem Jahr erneut
Geburtstag feierte und damit den Jahreszyklus so derartig durcheinanderbrachte,
dass sich die Jahre erstmals in ihrer Geschichte wissentlich miteinander
vermischten, um sich besser vermehren zu können. Fortan war es jedem Lebewesen
gestattet sich diverser Zeitformen zu bedienen um der eigenen Realität
entfliehen zu können, was zur Folge hatte, dass andere Realitäten entstanden,
die dem ohnehin schon vorhandenen Chaos den nötigen Schuss gewaltbereiter
Anarchie beimengten. Offensichtlich hatten sich die Menschen entschlossen in
gefährlichen Zeiten zu leben.
So, Bruder Alfonso! Du bist wieder dran ;)
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Verfasst am : 10.04.2011 14:04
Kommentare: 2
Edmonds letzte Hoffnung- Koproduktion mit A.S.
...die
Fortsetzung...
„Wer sind eigentlich die drei Verrückten da hinten“, brummte Schrepke. „Suchst
du schon wieder Streit?“ Schrepke warf dem Wirt einen abfälligen Blick zu. „Mach
mir lieber noch ein Bier, Azlan!“ Azlan bediente kopfschüttelnd den Zapfhahn und
beobachtete währenddessen den sich in einen seiner berühmten Wutausbrüche
hineinsteigernden Althooligan Schrepke, der gerade eine weitere Niederlage
seiner Holzfäller in der Regionalliga zu verarbeiten gedachte. „Ist dir mal
aufgefallen, dass einer von denen ein Kleid trägt?!“
„Dass du das nach 8 Bier noch erkennen kannst“, wunderte sich Azlan, darum
bemüht seinen Erfahrungen mit Trunkenbolden wie Schrepke möglicht wenig Einfluss
in der Art seiner Antworten zu überlassen. „Die nehm ich heut noch
auseinander!!!“ zischte Schrepke mit der wilden Entschlossenheit eines vom
Gerechtigkeitswahn befallenen Alkoholikers. Nach seiner Überzeugung, die er sich
in jahrelangem praktischen Training angeeignet hatte, gehörten ausschließlich
Frauen und Schotten in Kleider, und von den Schotten lediglich auch nur solche,
die gepflegt in den Dudelsack blasen konnten. „Hauptsache, du vergisst nicht
wieder deine Biere zu bezahlen“, appellierte Azlan an den noch vorhandenen Teil
Schrepkes Gehirns dem der Alkohol bisher am wenigsten zugesetzt hatte. „Isch bin
doch kein Schnorrer“, erarbeitete sich Azlans Bemerkung genau die Windung in
dessen Synapsen, die sie zu erreichen suchte. „Isch hab genug Geld, was schuld
ich dir, ich zahl alles auf einmal!“
„74,50“, antwortete der Wirt unbeeindruckt. „Morgen kriegste es“, gelobte
Schrepke feierlich, nachdem er erfolglos seine Taschen durchwühlt hatte und
deutete anschließend vorwurfsvoll auf sein leeres Bierglas. „Das macht dann 76.“
Es war ohnehin ein Wunder, dass Azlan noch nicht pleite war, so oft wie er
diesen Satz schon zu hören bekam. Böse Zungen behaupteten sogar er würde mit
illegalen Sachen handeln, zumal Südländer, wenn sie sich schon entschlossen ein
Geschäft zu eröffnen in dem Alkohol ausgeschenkt wurde, ganz sicher auch nicht
davor zurückschreckten, Dinge zu verkaufen die offiziell verboten waren. Um zu
testen ob dieses Vorurteil auch außerhalb von Berlin funktionierte, hatte er es
sich doch tatsächlich gewagt, mitten im Zentrum eberswalderscher
Rechtsradikalität einen Dönerladen mit Kneipenbetrieb zu eröffnen. Fortan hatte
die Farbe braun einen völlig neuen Charakter. Es gab hellbraun, dunkelbraun,
kirschbraun und die, die Bier braun.
In der dunklen Ecke wurde unterdessen heftig getuschelt. Irgendetwas hatte die
Horde offensichtlich aufgeschreckt. „Und wenn ich es euch doch sage, das ist der
Zellenmeister Schrepke vor fünf Jahren. Ich glaube, er hat uns
wiedererkannt!“
„Was reden sie denn da für einen Blödsinn Falonso! Wir sind hier vor fünf
Jahren, da wusste noch keiner von uns am Tisch, dass es Edmonds letzte Hoffnung
überhaupt gibt!“ Unauffällig sah er zum Tresen an dem Schrepke sich wippend an
seinem Bier festhielt und Sklilatti feindselige Blicke zuwarf. „Vielleicht liegt
es an ihren behaarten Beinen“, mutmaßte Schäff, und sein Gesicht verriet, dass
er mit großer Wahrscheinlichkeit darüber nachdachte, ob er vielleicht seinen
Rasierapparat dabei hatte. „Wagen sie es ja nicht!“ Plötzlich erhellte sich
Schäffs Gesicht. „Keine Sorge, ich drohe ihm Stadionverbot an wenn er es wagt
ihnen zu nahe zu rücken.“
„Sie wollen ihm mit Stadionverbot kommen? Leonardo, mach die Zeitmaschine klar,
Schäff hat sie nicht mehr alle!“
„Nun warten sie mal, ich kenne den Mann! Wir sind hier in meiner Heimatstadt als
ich noch Schäff war. Vertrauen sie mir, den Mann können wir gebrauchen. Hey
Schrepke! Schieb doch mal deinen schmalen Hintern zu uns!“ Torkelnd setzte
Schrepke seinen massigen Körper in Bewegung. „Sind sie von allen guten Geistern
verlassen, sie Idiot? Der wird mir das Hirn aus der Kopfhaut quetschen! Wo
sagten sie haben sie den Rasierer?“
„Nun bleiben sie mal ganz unruhig Aflonso, sie werden sehen, der frisst mir
glatt aus der Hand!“ Sklilatti bekreuzigte sich, derweil das Beben verursacht
durch Schreppkes schleppend, torkeligen Gang immer näher kam. Noch bevor
Schrepke etwas sagen konnte sprang Schäff plötzlich auf und umarmte ihn wie
einen Bruder den er schon seit Ewigkeiten nicht gesehen hatte. Schrepke sprang
angewidert zur Seite und versuchte Schäff im Fallen einen wütenden Schwinger zu
verpassen, bevor er wie ein Käfer auf dem Rücken landete. „So Schrepke, und nun
komm mal wieder zu dir, ich bins Schäff, dein geldgeiler Neffe, der deinen
Verein leitet!“
„Sie sind sein Neffe“, platzte es aus Sklilatti entsetzt heraus. „Sie wissen ja
wie das so ist mit den Verwandten…“
„Himmel, ja! Erinnern sie mich bloß nicht an meinen Großvater Sergio! Hat unser
ganzes Familienvermögen verprasst und arbeitet jetzt angeblich in einem
polnischen Dorf als Schrankenwärter!“
„Keine Sorge, ich hatte nicht vor sie an irgendwelche belanglosen
Familiengeschichten zu erinnern…“ Ein wilder Schwinger unterbrach die
Unterhaltung. „So Junge, jetzt sind wir quitt!“ Langsam drehte Schrepke den
Kopf, bis seine fischigen Augen Alfonso im Visier hatten. „Und nun zu dir
Freundchen!“
„Hilfe“, hauchte Sklilatti. Schlaf umfing ihn, der erst unterbrochen wurde durch
das leise Surren der Zeitmaschine. Ungläubig richtete er den Blick in seine
Umgebung bevor er dessen gewahr wurde was mit ihr nicht stimmte. „Ist das jetzt
gut oder schlecht?“ Ein mit seinen Armen affenähnlich wedelnder, älterer Herr
tänzelte aufgeregt um ihn herum und starrte ihn mit weitaufgerissenen Augen an,
wie einen begriffsstutzigen Fünftklässler der statt Mathe zu büffeln lieber in
der Nase bohrte. Dann vergrub das aufgeregte Etwas seine langfingrigen Hände im
Gesicht, formte sich rücklings zu einer Banane und sank währenddessen
verzweifelt auf die Knie, bevor es Sklilatti entsetzt anstarrte. „Nein, dass ist
nicht gut Marty, wir haben die Zeitlinie mit unserem Herumgepfusche
durcheinandergebracht und befinden uns jetzt auf dem Weg zu diesem Punkt!“
Entschlossen zeigte der lebende Beweis von Altersvitalität auf ein Pult, das
eigens dafür konstruiert worden zu sein schien, um jeden der davor stand in den
Wahnsinn zu treiben. Überall blinkten Lichter, verschiedenste Pfeif und Pieptöne
wie aus einem Urwald zirpten wild durcheinander und ständig flackerte ein
Rundumlicht das einem noch den letzten Nerv raubte. „Was zum Geier ist das?
Meine Güte wie rede ich denn? Doc Emmet Brown???“
„Verstehst du denn nicht Marty, als du in deinem Eifer Schäff zu retten zufällig
in die falsche Richtung gerannt bist und versehentlich hier in der Zeitmaschine
der grünblauen Knopf gedrückt hast, hat sich der automatische Rettungsassistent
eingeschaltet!“
„Der automatische Rettungsassistent?“
„Ich hatte ihn eingebaut, falls wir zu oft in die Geschichte eingreifen und
vielleicht Dinge in Gang setzen die später für irreparable Schäden sorgen“,
grübelte Doc laut vor sich her, während Sklilatti böse Dinge zu ahnen begann.
„Was hat es denn mit dem Rettungsassistenten auf sich?“ fragte er vorsichtig,
und wie ein Schnappmesser schnellte Docs Kopf nach oben. „Das, mein lieber Marty
bedeutet, dass wir uns auf unserer letzten Zeitreise befinden, aus der es
unweigerlich kein Zurück mehr gibt!“ Docs Gesichtszüge versteinerten sich zu
einer irre, grinsenden Fratze, bei der man trotzdem nicht umhin kam sie zu
mögen. „Aber sie können das verdammte Ding doch reparieren!? Oder etwa nicht?
Können sie nicht einfach eine neue bauen?“ Sklilattis verzweifelter Ruf prallte
gegen das wissende, milde Lächeln eines Mannes der nichts für unmöglich hielt
und dennoch zu scheitern drohte. „Ich fürchte nicht Marty. Das schulde ich
schließlich auch meiner Ehre als Wissenschaftler. Wenn ein Wissenschaftler wie
ich mit seiner Erfindung mehr Schaden als Nutzen verursacht, sollte er sich
schon aus moralischen Gründen lieber zur Ruhe setzen.“ Sklilatti witterte eine
Möglichkeit. „Ach was, und sie als Wissenschaftler geben jetzt einfach auf?
Haben sie mir nicht erst neulich von Dschül Wern erzählt, diesem Entdecker und
so?“
„Er hieß Jule Verne, und natürlich denke ich darüber nach wie wir aus diesem
Schlamassel wieder herauskommen, ohne dass ich vielleicht als Ketzer im
Mittelalter verbrannt werde“, endete Doc Emmet Brown düster und fing einen
hoffnungsvollen Gedanken auf. „Wir müssen nur einen Weg finden, um genau an der
Stelle der Zeit zu landen wo wir Schäff verlassen haben, ohne dabei eine weitere
Zeitschleife zu riskieren…“
„Na das kann doch für einen wie sie nicht so schwer sein, Doc!“ Doc bemühte
zweifelnd seine Hände. „Wenn meine Berechnungen richtig sind landen wir im Jahre
999 im heutigen Braunschweig, kurz vor Entstehung der Kohlmarktsiedlung. Das
wird kein Spaziergang, Marty.“
„Aber wenn sie es schaffen Doc, könnten sie uns vielleicht eine Stunde später
zurück in die Kneipe beamen? Dann ist dieser Schrepke vielleicht auch weg?“ Doc
warf Sklilatti einen missbilligenden Blick zu. „Selbst wenn wir es schaffen
Marty, von der punktgenauen Zeitgleichheit hängt unsere Zukunft ab! Wir können
es uns nicht leisten ein weiteres Zeitloch zu erschaffen, in dem wir in einer
anderen Realität plötzlich so großen Schaden anrichten, dass auch unsere
Realität davon betroffen ist!“
„Sie sind der Doc, Doc.“
Vergangenheit wurde Gegenwart. Die Landung in der Kohlmarktsiedlung hätte zu
keinem ungünstigeren Zeitpunkt stattfinden können. Es wurde gerade eine
öffentliche Hinrichtung bekanntgegeben.
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Verfasst am : 04.04.2011 17:57
Kommentare: 3
Edmonds letzte Hoffnung- Koproduktion mit A.S.
Heute: mit historischen Filmmaterial
Seit Tagen kurvte die Ghost -ausgerechnet Schäff war auf die glorreiche Idee
gekommen den Kahn so zu nennen- auf hoher See bei gleichbleibenden,
subtropischen Klima einem sehr genauen Ziel entgegen. „Hey, Schäff“, brüllte
einer der beiden noch verbliebenen Ruderer. „Wäre es vielleicht möglich, dass
sich einer von uns auf die andere Seite des Schiffes an die Riemen schmeißt?
Dann würden wir nicht vielleicht die ganze Zeit im Kreis fahren!“ Schäff
unterbrach augenblicklich die Diskussion mit Skilatti und Maulwurf, in der zuvor
leidenschaftlich unter anderem um die Zweckmäßigkeit eines Aufenthaltes auf
Pornonia und einer Sache die Skilatti schon seit Wochen unter den Nägeln brannte
debattiert wurde, und widmete sich der neuhinzugekommenen Information von Nummer
2. Sich Namen zu merken gehörte zweifellos zu den Stärken anderer, weswegen er
kurzerhand ein von ihm ausgeklügeltes Nummerierungssystem für seine insgesamt 8
Besatzungsmitglieder in Kraft gesetzt hatte. „Haben sie etwa nautische
Kenntnisse, Nummer 7?“ Der Ruderer verzog missbilligend seine Augenbrauen. „Ich
bin Nummer 2 Schäff. Nummer 7 ist letzte Woche aus dem Mastkorb gefallen!“
„Erinnern sie mich bloß nicht daran, mir ist jetzt noch schlecht“, stöhnte
Skilatti, dessen Gesicht anzusehen war, dass er augenblicklich sehr lebhafte
Erinnerungen an diesen Vorfall im Kopf hatte. „Naja, sie scheinen ganz brauchbar
zu sein, Nummer 5. Ich befördere sie hiermit zum Steuermann, und fortan werden
sie mir Sir angeredet!“
„Aber ich habe keine Ahnung von Navigation, ich war früher Violinist eines sehr
berühmten Orchesters!“ erklärte der unfreiwillige Emporkömmling ungehalten. „Ich
könnte ihm eine Geige zurechtnagen“, freute sich Maulwurf und hechelte dabei wie
ein vom Paarungswahn betroffener Pudelrüde. Schäff musterte seinen neuen
Steuermann mit einem durchdringenden Blick. „Sollte ihnen einfallen meinen
Befehl zu ignorieren, möchte ich sie nur mit der Tatsache vertraut machen, dass
es mir möglich ist, eine rohe Kartoffel mit der bloßen Faust zu zerdrücken!“
http://www.youtube.com/watch?v=hyZv1aPKk_I
Dann wandte er sich verärgert Skilatti zu. „Sie haben es mir absichtlich
verschwiegen, nur um mich vor der Besatzung bloßzustellen!“
„Sie hätten einfach mal ihre Augen aufmachen können. Woher soll ich wissen, was
sie offensichtlich nicht sehen können!“ entgegnete Skilatti pikiert. „Sie hätten
mir einen Hinweis geben können!“
„Ihnen etwas mitzuteilen hat allenfalls den Wert sich danach jedes Mal wie ein
bournoutgeschädigter Prediger zu fühlen“, erklärte Skilatti in gemäßigt
pädagogischer Lautstärke. „Aber es ist mir wirklich nie aufgefallen“,
verteidigte sich Schäff beinahe verzweifelt, während Maulwurf fasziniert aufs
offene Meer starrte und irgendetwas ausbrütete, dass, wie die Besatzung hoffte,
nichts mit Musikinstrumenten zu tun hatte. „Papperlapapp“, schnaufte Skilatti
aufgebracht, derweil er weiter den Versuch unternahm mit einem alten Haizahn
seine Initialen in Lebensgröße auf den Deckboden zu schnitzen. „Ich gebe mir ab
heute wirklich Mühe es nicht mehr zu vergessen!“ behauptete Schäff. „Ach hören
sie doch auf, dass versprechen sie mir schon seit Tagen!“
„Ehrlich?“
„Ja…“
„Tut mir leid.“
„Ehrlich?“
„Ja.“
„Tu…“
Stille
„Ist es wirklich nur wegen des „l‘s“?“
„Wenn man bei ihnen ein „f“ wegließe, kämen sie einem Schaf verdächtig nahe. Ich
kann mir nicht vorstellen, dass ihnen das gefallen würde!“ erwiderte Sklilatti
streng. „Kann ich sie nicht einfach mit ihrem Vornamen anreden?“ Sklilatti
blickte misstrauisch auf. „Da ist aber auch ein „l“ drin!“
„Damit komme ich klar Lafonso“, strahlte Schäff und Sklilatti erinnerte sich
daran, warum manche Dinge, vor Schäff ausgesprochen, wenig Sinn ergaben. Ein
thematischer Wechsel war unvermeidlich. „Was ist eigentlich mit Maulwurf los?“
„Wahrscheinlich Identitätskrise“, murmelte Schäff gelangweilt und starrte Löcher
in die Luft. Je länger er darüber nachdachte, umso absurder schien ihm der
Gedanke jemals etwas mit Fußball zu tun gehabt zu haben. Sollte doch Schlawutzke
sich weiter mit diesem blöden Verein herumärgern. Und überhaupt! Eberswalde! Zu
jeder Jahreszeit ein Fluch der Einöde, das soziale Gewissen strahlender
Fettleibigkeit im gebirgigen Har(t)z von Gerlindes Schlübber, die ultimative
Chartshow neurotisch geplagter Jungnazis, eine Suppe die scheinbar nie weniger
wird auf dem Teller. Und dann beobachtete er seinen alten Zellennachbarn, der
gerade wieder selbstoffenbarend an der Reling stand und Delphine fütterte.
Irgendwann würden sich ihre Wege zweifellos trennen was schon daran lag, dass
Schäff die Schnauze gestrichen voll hatte von Delphinflosse al dente mit
grüngräulichen Resten, denen der Chlorreiniger nichts anhaben konnte.
Javert erwachte mit dem üblen Gefühl am Abend zuvor eine große Dummheit begangen
zu haben. Dieses Gefühl entlud sich in Form hämmernder Kopfschmerzen. In letzter
Zeit häuften sich diese Vorfälle allerdings in alarmierenden Maße. Es wurde Zeit
einer Krankheit dieses Phänomen aufzuhalsen um nicht ständig als Dummkopf vor
dem Spiegel zu stehen. Noch ehe er sich fragen konnte wo und warum er
ausgerechnet dort gelandet war wo er nie gedacht hätte jemals hingelangen zu
müssen, dröhnte die bassige Stimme Gerlindes an seine Gehörgangsenden. „ICH
KENNE SIE!“ Javert hob erschöpft den Kopf, sich noch eben damit beschäftigend,
wie sehr er Spiegel hasste, und betrachtete argwöhnisch dieses kolossale Stück
Frau, das mit einem Kerzenhalter und einer Zitrone vor ihm stand. „Ich nehme an,
die Zitrone ist gegen meine Kopfschmerzen? Steht die Frage, wie sie das wissen
konnten?“ Der Kerzenhalter lieferte die Antwort. „EIGENTLICH IST DER FÜR IHRE
KOPFSCHMERZEN. DIE ZITRONE IST FÜR DEN TEQUILA DEN ICH NACH IHREM ABLEBEN ZU
TRINKEN GEDENKE.“ Wenigstens wären dann die Kopfschmerzen endlich weg, dachte
Javert bitter, während er angestrengt darüber nachdachte wie er an der
raumfüllenden Gerlinde schadlos vorbeikam. „VERSUCHEN SIE ES GAR NICHT ERST!“
Javert gab auf. „Würden sie mir wenigstens erklären warum?“ fragte er in einem
letzten verzweifelten Versuch seine Kopfschmerzen behalten zu dürfen. „SIE HABEN
GESTERN EINEN VERTRAG UNTERZEICHNET, SCHÄFF ZU FINDEN!“ Der Kommissar witterte
die Möglichkeit einer Möglichkeit. „Natürlich, er ist ein verurteilter
Straftäter der seine Strafe noch nicht abgesessen hat!“
„UND IHN AUS DEM WEG ZU SCHAFFEN!“ ergänzte Gerlinde unbeeindruckt. „DAS
DUPLIKAT DIESES VERTRAGES FINDEN SIE UNTER IHREM KOPFKISSEN.“ Eilig griff Javert
unter sein Kissen und las die Passage: „…auf gar keinen Fall lebendig…“ Am
unteren Rand des fragwürdigen Dokuments befand sich seine krakelige
Unterschrift. „Was muss ich tun, damit sie mir meine Kopfschmerzen lassen?“
„KEINE SORGE, KOPFSCHMERZEN DIESER ART VERGEHEN NOCH BEVOR SIE ,PIEP‘ SAGEN
KÖNNEN!“
„Hören sie Gerlinde, was soll denn dieser Unsinn! Mich jetzt zu erschlagen
schafft doch ihr Problem nicht aus der Welt! Dann schickt Schlawutzke eben einen
anderen der ihren Schäff, von dem ich gar nicht begreifen kann, dass sie ihn
wiederhaben wollen, ins Jenseits befördert. Ich hingegen habe überhaupt gar kein
Interesse irgendjemanden zu töten, wenngleich der Gedanke an meinen undankbaren,
vermögenden Sohn…Schwester? Warum liegen sie auf dem Teppich?“ Gerlinde musterte
analytisch ihre Umgebung. „ICH LIEGE AUF EINEM TEPPICH“, stellte sie schließlich
erstaunt fest. „Auf einem sehr gemütlichen Teppich, wie ich vermute“, bemerkte
Javert fasziniert. „OH JA, ICH BIN AUCH SCHON AUF STEINHARTEN BETON AUFGEWACHT.“
berichtete Gerlinde stolz. „Sie sollten das dringend mal untersuchen lassen“,
sagte Javert besorgt. „WARUM?“
„Vielleicht um zu erfahren, wie sich so etwas künftig vermeiden lässt.“
„GRAVIMETRISCHE VERÄNDERUNGEN AUF DIESEM PLANETEN ZU VERMEIDEN DÜRFTE DIE
MÖGLICHKEITEN JEDES ARZTES ÜBERSTEIGEN.“ Javert blickte überrascht auf. „Was
macht eine Frau mit ihren Fähigkeiten in einer so öden Stadt?“
„IHRE ARBEIT! WO WAREN WIR GERADE STEHENGEBLIEBEN?“
„Sie wollten mir den Schädel einschlagen.“
„MÖGLICHERWEISE HABE ICH MEINE MEINUNG GEÄNDERT. IRGENDWER SPIELT MIT DER ZEIT
HERUM!“
„Jetzt übertreiben sie aber!“
„ICH MUSSTE MIR SEIT EINER STUNDE NICHT MEHR DIE BEINE RASIEREN.“
zum Artikel
Verfasst am : 24.03.2011 19:00
Kommentare: 6
Umfrage Betaversion
Aus tiefer Verpflichtung unseren Lesern gegenüber
veranstalten wir heute eine Umfrage die sich dem schlichten Thema widmet:
Betaversion, ja oder
nein?
Nutzen sie den den Kommentarteil und verhelfen sie diesem Blatt mit ihrer
Wertung in die Topfnjus. Gern auch ESG, Hauptsache Wertung und so. Werden sie
Teil eines interaktiven Chatruhms, dem hier sich Luft zu verschaffen die
Möglichkeit besteht. Weisen sie gern auch auf ihre eigene Zeitung hin und
erleben sie anschließend wie infernale Bauernweisheiten vom Himmel regnen. Schön
wäre es, wenn sie sich nebenbei als Nutzer der Betaversion äußern würden. Nicht,
dass ich ihnen irgendwas vorschreiben will, aber ein roter Faden im Laufe der
Diskussion käme dann tatsächlich so etwas wie einer Thematik gleich.
Also:
Betaversion, ja oder nein?
Denn hier nimmt sie sowieso keiner
ernst!
zum Artikel
Verfasst am : 18.03.2011 21:59
Kommentare: 15
Edmonds letzte Hoffnung- Koproduktion mit A.S.
Die Insel Terra
Inkognita
„Das ist nicht Terra Gonokokknita, das ist Terra Inkognita“, ereiferte sich
Skilatti als er etwas ihm bekanntes zu erkennen glaubte. „Das eine dunkle Insel
ist, wir lieber machen großen Bogen um sie“, warnte Maulwurf eindringlich,
obgleich er nicht in dem Verdacht stand sehr gesprächig zu sein, dienten seine
Talente doch vorrangig praktisch zu bewältigenden Lebensumständen, bei denen zum
diskutieren gewöhnlich wenig Zeit blieb. „Halt die Schnauze Maulwurf, hier ist
männliche Intelligenz gefragt! Also Skilatti, was sollte uns davon abhalten
dieses Eiland zu betreten?“ erkundigte sich Schäff unsicher. „Ich werde nicht
darüber reden, sie machen ja ohnehin wonach ihnen gerade der Kopf steht!“
„Na gut, dann segeln wir eben daran vorbei und verzichten darauf unsere
Trinkwasserreserven aufzufrischen. Aber kommen sie mir bloß nicht später damit,
dass sie Durst haben! Sie scheinen sich ja hier bestens auszukennen!“ Skilatti
warf Schäff einen vernichtenden Blick zu. „Ich weiß nur, dass sich alles
verändern wird, wenn wir diese Insel betreten!“ Schäff rümpfte kurz verächtlich
die Nase und richtete anschließend fasziniert seinen Blick auf das wie ein
großer, bunter, voller Teller im unendlichen Ozean schwimmende Stück Eiland. Die
Hoffnung einen Verbündeten für sein streitbares Vorhaben zu finden richtete sich
an Maulwurf. „Wasser Maulwurf, gut gegen Durst, du verstehen?“ Maulwurf
begutachtete Schäffs Versuche Kontakt mit ihm aufzunehmen mit einer immer
misstrauischer werdenden Mine. „Rreden sie gefälligst deutsch mit mir!“ Skilatti
entfiel ein schwerer Seufzer. Jetzt brauchte Schäff nur noch etwas von
Eroberungen zu faseln, und schon hatte er Maulwurf auf seiner Seite.
„Sprechende Fische?! Wie kommen sie denn nur auf solch einen Blödsinn und vor
allem so mir nichts dir nichts in mein Büro?“ Der hagere Neuankömmling
marschierte unbeeindruckt zum Aquarium. „Wer von euch war bei dem Massaker auf
Hutabs Schiff dabei?“ Sieben Sprotten hoben bereitwillig ihren linken
Vorderflossen, derweil zwei Stichlinge kopfschüttelnd zum Aquariumboden
schwammen und mit einem alten Saugwels über den Einfluss von CO2 in einer
Schwimmblase diskutierten, und welche Folgeschäden für das Gehirn dabei
entstehen könnten. Seit einiger Zeit schienen sich die Sprotten über ihre
Daseinsform hinaus sehr für das Landleben zu interessieren, was für die meisten
nur von kurzer Dauer war. „Das erklärt also meine Anwesenheit hier“, murmelte
der ungepflegte Fremde ehe er sich wieder den Sprotten zuwandte. „Was habt ihr
gesehen?“ Nach einer kurzen Beratungspause, entschieden die Sprotten, dass
Sulfatsucher Y3 die Verhandlungen, mit der gebirgigen Gesichtsfaltenlandschaft,
die wie eine dunkle Wolke über der Wasseroberfläche herabhing, führen sollte.
„Du erinnerst dich daran, dass Käptn Hutab dich warnte einen Schirm
aufzuspannen“, erkundigte sich Sulfatsucher Y3. „Ja…“, flüsterte Javert leise
und wartete geduldig auf die Weiterführung der Ereignisse. „Nun, dann kannst du
dich sicher noch an den Moment erinnern, als sich plötzlich der Himmel
verdunkelte, du geistesabwesend in die Luft starrtest und keinen Regenschirm
aufgespannt hattest.“ Javert folgte andächtig der Sprottengeschichte. „Ja! Aber
alles was danach kam, wie ich zu den beiden Flüchtigen ins Boot geriet, und
später wieder weg…ist mir ein Rätsel.“ Sulfatsucher Y3 nickte verständnisvoll.
Das viele Gerede der Zweibeiner drückte ihm auf die Schwimmblase. „Nun denn,
anschließend ergoss sich ein Fliegengewitter über dich, oder anders:
Millionenschwärme von Fliegen hatten sich genau in diesem Augenblick dazu
entschlossen ihre Notdurft zu verrichten. Du wurdest daraufhin bewusstlos ins
Meer geschleudert und triebst auf Edmonds letzte Hoffnung zu, dass kurz vor
deinem Eintreffen Opfer einer wissenschaftlichen Explosion wurde, die dich
wiederum geradewegs zu Skilatti und Schäff ins Boot schleuderte.“ Die Sprotte
ließ Javert Zeit, seine Sinne zu ordnen aber nicht genug Zeit um weitere CO2
Blasen zu einer Entladung kommen zu lassen. „Auf Transus wurdest du gegrillt,
was deine neue Gesichtsbräune erklärt, als plötzlich ein irrer Surfer über die
Insel ruckelte und dich schließlich in der Oder absetzte. In Frankfurt halfst du
als pflichtbewusster Bürger indem du der hiesigen Polizei Nummernschilder falsch
geparkter Autos mit der Aufschrift: „Ich bin ein Falschparker“, schicktest,
woraufhin man dich nach zwei Wochen aus der Stadt jagte. Anschließend fand man
dich besoffen in einem Zugabteil in Eberswalde. Ich nehme an, den Rest der
Geschichte kennst du.“ Javert starrte in die versteinerten Gesichter von
Schlawutzke und Schwester Gerlinde. „Mein Gott, sie sehen furchtbar aus!
Gerlinde, holen sie ein paar vernünftige Sachen aus dem Schrank und kochen sie
einen Tee, oder besser einen Grog, und wenn sie schon dabei sind für mich auch
gleich einen!“ Schlawutzke geleitete den schlotternden Javert zu seinem
Neuschäffsessel. „Sie müssen mir alles erzählen Javert! Wir haben möglicherweise
durchaus ähnliche Interessen, wenn sie verstehen was ich meine.“
„Edmonds letzte Hoffnung war meine letzte Hoffnung, nicht das Los meiner
Vorfahren teilen zu müssen, indem ich als viertklassiger Dorfgendarm in
irgendeinem Loch meine Zeit absitze. Ich hatte das perfekte Gefängnis gebaut,
etwas das mich unsterblich machen, und mir ein schönes Leben bescheren sollte.
Ein Konstrukt, wie es genialer nicht hätte sein können! Und plötzlich finde ich
mich mitten im Ozean auf einer Nussschale mit diesen drei psychopatischen
Behelfsgangstern wieder, die meinen Traum mit ihrem dilletantischen Ausbruch
einfach so zerstörten, und muss mir das zu allem Überfluss auch noch von einer
Sprotte erzählen lassen, die allein durch meine Insel erst das sprechen lernte!
Wenn das nicht eine Ironie ist die Schmerzen bereitet, verstehe ich ganz sicher
nichts mehr von Humor.“ Schlawutzke goss dem Gast eine eigens zur
Zungenlockerung erfundene Mischung namens porters green in sein Glas. „Ich hasse
diese Typen, die niemals einen Fuß aus meinen Gefängnis gesetzt hätten, wäre es
nicht zu dieser blöden Explosion gekommen!“ fuhr Javert etwas angeheiterter
fort. „Irndwann kriggschse…“ Vor dem wie weggetretenen Javert entfaltete sich
ein großes weißes Blatt und Schlawutzkes bleierne Stimme bohrte sich wie ein
böser Traum in die kargen Reste seines noch vorhandenen Bewusstseins. „Wenn sie
hier nur noch unterschreiben wollen.“
„Die beste Insel, die ich je erlebte, haahaaa!“ brüllte Schäff außer sich vor
Entzücken, während er glücklich ein volles Glas Bier zum Munde führte. Skilatti
nuckelte gelangweilt an seinem Alster, derweil Maulwurf vorübergehend in die
Rolle des Henry Chinaski schlüpfte und einen Scotch nach dem anderen verdrückte.
„Verdammt Skilatti, seien sie nicht so miesepetrig, hier bekommt man Geld dafür
je mehr Drinks man bestellt! Das ist das Paradies!“ Schäffs gläserne Augen
machten Skilatti Angst. „Haben sie schon mal daran gedacht, was sie hier mit all
dem Geld anstellen wollen?“ verkündete er bitter. „Natürlich Skilatti, wir
verdienen uns durch saufen ein Vermögen und holen uns damit unsere Vereine
zurück! Denken sie ich will hier ewig bleiben?“ Der alte Zellennachbar blinzelte
ihn matt an. „Haben sie schon mal versucht hier etwas zu bestellen, dass keinen
Alkohol enthält? Oder mal eine Stunde Pause zu machen? Und dann diese ganzen
animierten Saufspielchen mit den Extragewinnen, die zu jeder vollen Stunde
veranstaltet werden! Und es sind immer exakt 37 Leute anwesend, obwohl trotzdem
andauernd neue Gesichter auftauchen!“ Schäff ließ andächtig sein Bier sinken und
beobachtete die Gäste. Skilatti hatte nicht gelogen. Bisher hatte er seine
Aufmerksamkeit eher seinen Bierbestellungen und den Trinkspielchen gewidmet.
„Ich glaube wenn Maulwurf so weiter macht, sehen wir ihn bald nicht wieder.“
Skilatti deutete auf Chinaski der nach einem vielversprechenden Sturz vom
Barhocker schließlich den Boden küsste. „Ohne ihn geht gar nichts, wir müssen
ihn wieder fit bekommen!“
„In einer Kneipe? Sie sind mir ein Scherzkeks!“ Schäff starrte entsetzt auf die
Uhr. „Machen sie sich um mich keine Sorgen“, stöhnte Chinaski und bestellte auf
halber Höhe des Tresens einen Burbon. „Wenn einer das Saufen gewöhnt ist, dann
er“, winkte Skilatti ab. „Wie viel Geld haben sie schon eingenommen?“
„276 Sesterzen in Alster!“
„Du lieber Himmel, selbst ich bin erst bei 788! Was ist der teuerste Drink
hier?“ Der Wirt nahm neugierig Witterung auf. „Sie wollen wirklich einen porters
green bestellen?“
„porters green?“ Schäff konnte sich nicht helfen, aber irgendwie kam ihm der
Name dieses Getränks bekannt vor. „1500 für jeden den sie überstehen.“
„Chinaski!?“ Maulwurfs Gesicht verließ schwebend das Burbonglas. „Du sollst dich
nicht bereichern am Elend fremden Fleisches“, verkündete es mit einer Inbrunst,
die den eben noch murmelnden Saal gänzlich zum Schweigen brachte. „Ähm, gib mir
endlich diesen verdammten porters green du geschwätziger Saftsshaker. Und wenn
du ein bisschen Mumm in den Knochen hast, du Abbild eines Blütentreibenden
Zahnputzbechers, dann gießt du dir gefälligst auch einen ein und wagst den Tanz
mit Henry Chinaski!“ Der Saal tobte. Die Wettquoten lagen 1:16 gegen Chinaski.
zum Artikel
Verfasst am : 18.03.2011 18:45
Kommentare: 5
Info: Schreibergilde betreff: Neueinsteiger
Information an die Schreibergilde
Wir haben zwei neue Mannen im Boot. Ich dachte, dass sollten sie wissen. Sie
haben sich ordentlich beworben und sind nun aufgenommen im Kreis der Schreibergilde. Nicht das dieses
Blatt damit angeben will, oh doch!
FC Pirmasens Tränager: Kamelefant-3000
Knochenkotzer 1890 Tränager: Alfonso-Sklilatti,
sind nach neuestem Erkenntnisstand und Rücksprache mit einem Kollegen, der
gerade im Dauerkoma seine Umwelt neu erlebt, beglaubigt, bestätigt und
bestempelt.
Vielen Dank für ihre Anteilnahme
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Verfasst am : 17.03.2011 16:53
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Edmonds letzte Hoffnung- Koproduktion mit A.S.
Flucht von Transus
“Wir müssen hier so schnell wie möglich verschwinden”, zischte Schäff in einem
unbeobachteten Moment. “Wiewo waf wenn?” entgegnete Skilatti mit vollem Mund,
der sich mühte auch den Rest der Banane in seiner Mundhöhle zu bearbeiten. “Ist
ihnen mal aufgefallen, dass Javert seit drei Tagen verschwunden ist?” Skilatti
schluckte aufgeregt am letzten Stück seiner Banane. “Der wird mir ganz gewiss
nicht fehlen! Immerhin wollte er uns auf kürzestem Weg wieder zurück in eine
Zelle verfrachten!” Eine transuanische Schönheit servierte lächelnd einen
weiteren Cocktail. Als sie verschwunden war begann Schäff von neuem. “Ist ihnen
schon mal aufgefallen, dass wir seit einer Woche nur gefüttert werden?”
Skilattis Gesicht hellte sich auf. “Oh ja, dass muss hier zweifellos das
Paradies sein”, erwiderte er mit einem glücklichen Lächeln und machte sich über
einen phantasievoll gestalteten Eisbecher her. Schäff beobachtete augenrollend
wie sein alter Zellengenosse sich kurz darauf ein weiteres Brathähnchen in den
Mund stopfte. “Das hat auch nur 7 Tage gehalten”, kommentierte er finster und
betrachtete misstrauisch die lächelnden Schönheiten die sich einige Meter
entfernt daran erfreuten wie Skilatti ihre Nahrungsvorräte verspeiste. “Na
warten sie mal ab was passiert wenn ich unsere liebreizenden Gönnerinnen nach
einer Möglichkeit frage die Insel zu verlassen”, orakelte Schäff düster und
erntete einen verständnislosen Blick. “Warum sollten sie das tun? Wir hätten es
weitaus schlimmer treffen können!”
“Als sie diesen Satz das letzte mal von sich gaben fanden wir uns kurze Zeit
später mit leeren Mägen auf einer Jolle mitten im Ozean wieder”, erinnerte
Schäff seinen Mitreisenden an die vergangenen sich schier überschlagenden
Ereignisse. Plötzlich geriet Bewegung in die wie zu einem Spalier aufgereihten
Transuanerinnen. Irgendetwas außerhalb des Sichtfeldes von Skilatti und Schäff
erweckte offensichtlich ihre Aufmerksamkeit, dass interessanter war als den
Schiffbrüchigen wohlwollend beim speisen zuzuschauen. Unmittelbar darauf ertönte
ein ohrenbetäubender Schrei, gefolgt von einer Art Explosion, die aus den Tiefen
des Erdreiches zu kommen schien. Panisch stoben die Insulanerinnen in alle
Richtungen auseinander und hinterließen einen Krater aus dem sich eine wüste
Gestalt erhob. Schäff klappte die Kinnlade herunter als er erkannte wen er da
sah. “Ist nicht wahr oder?”
Im weitentfernten Eberswalde hatte sich derweil die Botschaft von der Explosion
des Gefängnistrakts auf Edmonds letzter Hoffnung wie ein Flächenbrand
ausgebreitet. Und nun war es ausgerechnet an Schwester Gerlinde, Neuschäff
Schlawutzke diese Nachricht zu überbringen. “ALTSCHÄFF SCHÄFF IST TOT.”
Schlawutzke hob ungläubig den Kopf. Seitdem seine Holzfäller in irgendeiner
weiteren Bundesliga im Mittelfeld herumdümpelten, das Stürmerduo SchützenSCHULTZ
dem defensiven Mittelfeld die karge Torausbeute überließ, die Presse ihn mit der
Sorgfalt eines von Mücken zerstochenen Dorfköters bedachte, war dies die erste
gute Nachricht nach gefühlten 12 Jahren Amtsinhaberschaft. Doch wie die meisten
Schäffse, vermutete er hinter jeder noch so verdächtig gut erscheinenden
Neuigkeit irgendeine Bosheit, die ihm die Stimmung nachhaltig vergällte. Dann
schien er über etwas nachzudenken, was er immer tat wenn er den Fischen in
seinem Aquarium mit den Augen folgte und dabei auch den Rest seines Körpers in
Anspruch nahm. “Wissen sie, die da drinnen”, Schlawutzke deutete auf die Fische.
“Also die da drinnen erzählen mir etwas ganz anderes!” Gerlindes Körper bebte,
wozu bereits die kleinste Erschütterung ausreichte. In diesem Falle waren es die
strategisch zu einem ungünstigen Zeitpunkt stattfindende Bewegungen ihrer
Pupillen. “WAS SAGEN SIE DENN SO?” bemühte sich Gerlinde um den Versuch von
Anteilnahme. “Haaa! Das ist es ja! Sie dürften überhaupt nicht reden!”
Schlawutzkes irrer Blick überwältigte Gerlinde mit einem Gefühl das sie lange
Jahre nicht empfunden hatte. Nie im Leben hätte sie erwartet in Gegenwart eines
Hänflings wie Schlawutzke ein Gefühl wie Angst kennenzulernen. “UND WAS BEDEUTET
DIE HANDGRANATE IN IHRER RECHTEN HAND?”
“Damit will ich diese verdammten Viecher zum reden bringen! Ich glaube nämlich
die belügen mich…” Mit einem Satz sprang Schlawutzke vor das Aquarium und hielt
drohend die Handgranate darüber. “Jetzt redet endlich ihr schwimmenden
Schuppenflechten!” Und dann geschah etwas, dass selbst Gerlinde vorher nicht im
Traum zu wagen geglaubt hätte. Eine unscheinbare Sprotte glitt in Richtung
Wasseroberfläche. “Jetzt hör mal du primitiver Nichtschwimmer! Wie oft sollen
wir dir es eigentlich noch sagen! Die Sardine da unten hat von deinem ständigen
Geschwätz und Gefrage eine CO2 Vergiftung im unteren Schwimmblasenbereich. Und
mir geht’s ehrlich gesagt auch ganz schön zum Kotzen. Dein Schäff lebt, ein Hai
hats mir erzählt bevor ihn so ein kauziger Wellenreiter mit seinem Surfbrett
überfahren hat. Anschließend fand ich mich in diesem abscheulichen Netz wieder
und zwei widerborstige Landpaddler berieten über meine Zukunft, ob ich als
Konserve oder doch lieber in einem Zoo wie diesen zu landen hätte. Sonst noch
was? Können wir das Granatenspiel dann jetzt endlich beenden?!” Wenn es einer
Sprotte je gegeben war jemanden vorwurfsvoll anzustarren, so gab diese Situation
zweifellos den Anlass sich ernsthaft mit dieser Thematik auseinanderzusetzen.
Schlawutzke ließ geschlagen die Granate sinken und sackte benommen in seinen
Sessel. “WAS, WENN DIE SPROTTE RECHT HAT?”
“Na endlich glaubt mir mal einer”, blubberte es erleichtert aus dem Aquarium.
“ICH BIN EIN MÄDCHEN!”
“OH, Verzeihung gnä…Ähm…Fräulein…hust…gluckgluck” WAR DAS JETZT EBEN SARKASMUS,
überlegte sie und dachte an jemanden in ihrer Vergangenheit der sie an ihre
Mutter erinnerte. Es war an einem Frühlingstag, sie und ihre Mutter waren gerade
in einem traumhaften Park unterwegs als dieser Riesenköter urplötzlich
auftauchte und diesen Riesenhaufen hinterließ, den sie in ihrer Neugier sofort
erkunden wollte. Aber Mutter hatte nur gerufen: “Geh da weg, Gerlinde!” Nur war
es da bereits zu spät, sie mit einer vollen Breitseite in den Hundehafen
geflogen, den sie nun zur Verschönerung ihres Gesichts mit sich herumtrug,
derweil sie mit der Kraft einer dreijährigen Nervensäge schrie wie am Spieß, als
wolle sie klagenden Lautes die Botschaft an die Welt richten: “ICH BIN LIEBER
HÄSSLICH ALS DAS ICH STINKE!” Doch Mutter hatte nur geantwortet: “Hast du ganz
toll gemacht, Kind!” Noch am selben Abend hatte Gerlinde neue Eltern. “Alles in
Ordnung, Schwester? Oder soll ich lieber die Schwester rufen!” Schlawutzkes
subtiler Sinn für Humor geriet zunehmend mehr auf einsame Pfade. “ES GEHT MIR
GUT! ABER ICH LASSE MICH NICHT VON EINEM FISCH BELEIDIGEN! WO IST DIE GRANATE!”
“Gerlinde, nehmen sie ihre Finger von mir…du lieber Himmel, wer sind sie denn?”
In der Tür stand eine ausgemergelte, zerfetzte Gestalt, die dummerweise
ausgerechnet in dem Augenblick den Raum betrat, als Gerlinde sich anschickte
ihre schweren Hände um Schlawutzkes schmalen Hals zu legen, in dem Bemühen der
Handgranate habhaft zu werden. “HUCH, ICH BIN WOHL IRGENDWIE GESTOLPERT!”
“Überlassen sie das Stolpern gefälligst leichteren Leuten! Und wer sind sie?”
“Sie haben nicht zufällig sprechende Fische im Aquarium?” murmelte der
unheimliche Neuankömmling finster.
“Maulwurf, du alter Haudegen, wie schön, dass du wieder unter uns weilst”,
freute sich Schäff. Skilatti lag mosernd am Bug des trefflichen Dreimasters, den
Maulwurf in kürzester Zeit, Kraft seiner Zähne zusammengezimmert hatte. Und das
er nebenbei noch die schwerbewaffneten Transuanerinnen nur mit seinem linken Fuß
abgewehrt hatte, während er das Schiff zusammenzimmerte und dabei gleichzeitig
die Nahrungsvorräte an Bord schaffte, ließ ihn in Schäffs Gunst fast zu einem
Helden werden. “Was haben sie denn Skilatti, wir sind die Kannibalen los, haben
ein Segelschiff, um das uns selbst Honkyschwonky beneiden würde, jede Menge
Vorräte an Bord und eine Besatzung die uns alle Arbeit abnimmt.” Zufrieden sah
er zu wie die gefangenen Insulanerinnen ihre Arbeit verrichteten, während er
faul in der Sonne lag und neue Pläne schmiedete. “Sie haben anscheinend
vergessen, dass ich schnell seekrank werde!” erwiderte Skilatti
“Dann übergeben sie sich gefälligst ins Meer! Möglich das einige Delphine die
uns schon seit Tagen folgen davon komatisiert werden. So könnten wir unsere
Nahrungsvorräte aufbessern.”
“Sie wollen doch nicht ernsthaft Delphine essen?”
“Na hören sie mal! Wenn sie sich ins Meer erbrechen, was meinen sie wohl wie
viele von denen hinter uns das überleben? Und das wollen sie den Haien
überlassen?”
“Haben wir nicht auch vegetarische Gerichte an Bord? Ich meine wir könnten
vielleicht nach vitaminreichen Algen fischen und daraus Köfte Ekmek machen?”
“Großartige Idee! Und was machen wir aus unseren neuen Arbeitern? Es war schon
schwer genug sie an anderes Fleisch außer das von Menschen zu gewöhnen. Sie
jetzt auch noch zu Vegetariern zu machen könnte irreparable Schäden in ihnen
nach sich ziehen!”
“Sie machen sich doch nicht ernsthaft Sorgen um deren Psyche?”
“Nein, aber um unsere! Oder wollen sie in Zukunft jeden Morgen aufwachen ohne zu
wissen ob ihnen möglicherweise ein Bein oder ein Finger fehlt?” Skilatti
entschloss sich sofort ins Meer zu brechen. Es gab scheinbar weit schlimmeres
auf der Welt als Delphine zu verspeisen, die blöderweise nicht zu den Fischen
gehörten und daher nicht verstanden, was die kichernden Fische um sie schon
längst wussten.
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Verfasst am : 14.03.2011 23:42
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Edmonds letzte Hoffnung- Koproduktion mit A.S.
...und hier die Fortsetzung...
“Nie im Leben war das Elvis Jackson!”
“Natürlich nicht! Genaugenommen nennen sie ihn hier den Maulwurf, weil er
andauernd Tunnel gräbt, die ihn und andere in seiner Nähe in ungewollte
Schwierigkeiten bringen. Erst vor einem Monat soll er eine Metallwand so lange
mit seinen Zähnen bearbeitet haben, bis diese gerostet ist.” In Schäffs
gefangenen Schädel manifestierte sich ein Gedanke mit der Geschwindigkeit einer
im Wachstumsprozess befindlichen Tannennadel. “Kann er rudern?”
“Warten sie. Hey Maulwurf, Schäff würde gern wissen wollen ob du auch rudern
kannst?” brüllte Skilatti den Gang herunter an Schäffs Ohren vorbei. “Nennen sie
mich nicht so! Mein Name ist Heinrich aus England, sie wissen schon, der mit den
vielen Frauen und so!”
“Er sagt, er ist jetzt Heinrich der…”
“Ja, ich habs verstanden, er hat die Zelle neben mir”, erwiderte Schäff gereizt
während der durch das Geschrei verursachte Kopfschmerz vergeblich nach einem
Ausgang suchte. 3 Wochen ohne auch nur ein Wort gehört zu haben ließen die
jetzige Situation einem Jahrmarktstreiben gleichen. Schäff entschloss sich zu
seiner Art von Diplomatie. “Hören sie Heinrich, wenn sie uns hier rausrudern,
zeige ich ihnen einen Ort wo jede Menge Frauen herumlaufen!” Synaptische
Aktivitäten hüllten den Zellengang in gespannte Schweigsamkeit. “Sie wollen uns
hier herausrudern? Und womit wenn ich fragen darf?”
“Na mit einem Boot, Skilatti, was dachten sie denn!”
“Behandeln sie mich bitte nicht wie ihren Schlawutzke, ich führe auch einen
erfolgreichen Fußballverein”, entgegnete Skilatti beleidigt. “Tatsächlich?” Das
Schweigen nahm die fühlbare Form einer bedrückenden Wahrnehmungswolke bestehend
aus konzentrierter Realität an. Lediglich Schäffs Zellennachbar schien davon
nicht betroffen zu sein. “Einverstanden!”
“Schon mal daran gedacht was passiert wenn wir kein Boot finden, oder nur ein
Boot wo die Ruder fehlen, oder nur Ruder, wo das Boot fehlt, oder wo beides
fehlt, sowohl Boot als auch Ruder?”
“Natürlich Skilatti, dafür haben wir doch jetzt Heinrich! Er wird einfach ein
paar Bäume zerbeißen und daraus ein seetüchtiges Boot basteln!” erwiderte Schäff
fröhlich. “Vielleicht sollte ich sie darauf hinweisen, dass Edmonds letzte
Hoffnung bis auf einige subtropische Sträucher, nahezu vegetationlos ist.”
Plötzlich meldete sich Heinrich wieder zu Wort. “Für Moses kein Problem. Können
Wasser teilen wie teure Eiscreme mit gierigen Kind! Haie kein Problem! Haie wie
Kinder!”
“Moses?”
“Oh, er mag es nicht sich auf nur eine Identität festlegen zu lassen, nur weil
einige Leute behaupten seinen wahren Namen zu kennen”, erklärte Skilatti.
“Zumindest hat er gute Zähne. Haben sie nicht einen Plan?”
“Nun ja, wir könnten hier bleiben, regelmäßige Mahlzeiten genießen und nie
wieder arbeiten. Ich finde, wir hätten es weit schlimmer treffen können. Was war
das für ein Geräusch?”
“Mein Gott sind sie hässlich!”
“Wie meinen?”
“Moses! Er hat sich gerade eben durch die Wand in meine Zelle gefressen.
Jedenfalls ein Teil von ihm. Leider handelt es sich dabei vermutlich um sein
Gesicht.”
“Bei leichtem Stein gräbt er auch manchmal mit den Füßen.”
“Erstaunlich wie sehr sich beides doch ähneln kann”, wunderte sich Schäff, der
immer noch rätselte, welcher Teil von Moses ihm gerade diesen visuellen Streich
spielte. Plötzlich bröckelte das Gestein und zum Vorschein kam eine nur mit
Lendenschurz bekleidete Gestalt, die sich augenblicklich darum mühte, ihren Bart
aus dem scharfkantigen Gestein zu entheddern und darüber hinaus so derartig
hager war, dass ein Blick kaum genügte um sie wahrzunehmen. “Wie war das mit den
Frauen?”
Oberzellenmeister Schrepke war in heller Aufregung. Ausgerechnet heute, einen
Tag nach dem erneuten Ausbruchsversuch von Maulwurf kündigte sich hoher Besuch
an. Kommissar Javerts Inspektionen störten nicht nur das von den Wächtern
liebgewonnene Ritual des Kartenspiels, sondern waren zumeist auch von Dauer, da
der akribische Kommissar dazu neigte, nächtelang in irgendeiner Zelle zu hocken
um so die Art der Fluchtgedanken jener, die ihn vor längerer Zeit einen
wertvollen Job in der Staatsverwaltung gekostet hatten, nachvollziehen zu
können, und die es überdies gewagt hatten erfolgreich einem seiner Gefängnisse
zu entkommen. Seitdem arbeitete er an der Patentierung seiner Idee des ausbruchssicheren Gefängnisses, die den
Häftlingen jedweden Gedanken an Freiheit bereits im Ansatz vergällen sollte. Vor
kurzem war dem scharfsinnigen Kommissar ein Hinweis zu Ohren gekommen, dass ein
im Labor auf Edmonds letzter Hoffnung hergestelltes Serum den
grenzüberschreitenden Nebeneffekt auslöste, dass Fische plötzlich sprechen
konnten. Aber stutzig wurde er erst als er eine geheimnisvolle Botschaft
erhielt, die ihn in Form eines liebevoll gestrickten Transparents aus einer
Heringsdose mit der Aufschrift: “Hilfe!”, beim Frühstück in die Augen stach, und
ihn veranlasste die Ermittlungen aufzunehmen. Auf seiner Schiffsreise begegnete
er Käptn Hutab der ihm wirre Geschichten über sprechende Haie und umherhüpfende
Honkyschwonkys erzählte. Aber immerhin war der alte Hutab auch schon 160 Jahre
alt, was man ihm nicht ansah wenn man es vorzog lediglich sein Holzbein zu
betrachten. Dennoch wusste Javert aus Erfahrung, dass selbst an den wirrsten
Geschichten immer auch ein Scheibchen Wahrheit klebte. “Setzen sie sich lieber
eine Kapuze auf Kommisario, wir in gefährliche Gewässer segeln”, waren die
letzten Worte die Javert hörte, bevor seine Realität in die bizarre Welt einer
Ohnmacht verfiel.
Javert erblickte aus dem Nebel kürzlich erwachter Augen schemenhaft drei
zwielichtige Gestalten die sich über seine mögliche Zukunft unterhielten. Eine
fremde vierte Stimme, die aus dem Wasser zu kommen schien hatte dabei ziemlich
genaue Vorstellungen über den künftigen Aufenthaltsort seiner Beine. “Dann kann
er euch wenigstens nicht mehr hinterherlaufen!” Ein bedrohliches Schmatzen das
lediglich durch eine nicht sehr vertrauenswürdige Bootswand getrennt blieb,
erinnerte Javert schmerzvoll an den Wert seiner morgendlichen Waldläufe. “Freie
Passage, wenn ihr seine Beine bekommt? Was wollen 100 Haie mit zwei Beinen?
Warum werdet ihr nicht einfach Vegetarier? Äh Moses, würdest du so nett sein
noch einmal das Meer für uns zu teilen?”
“Wie hast du mich eben genannt, du krummnasiger Waldarrbeiterrr? Mein Name ist
A…”
“Nicht schon wieder die Adolfnummer”, stöhnte jemand, dessen Stimme Javert,
Skilatti zuordnete. “Zwei Beine sind besser als keine und ihr habt freie Fahrt”,
zischte der Hai bedrohlich und im selben Moment spürte Javert zwei entschlossene
Augenpaare auf sich ruhen. “Haben sie Erfahrungen in Amputationen?”
“Nun ja, ich habe mal eine Arztserie gesehen.”
“Ausgezeichnet Skilatti, dann ich bediene so lange das Segel.”
“Warum lassen wir das nicht Adolf machen?” Schäff schüttelte augenrollend den
Kopf. “Wollen sie wirklich dafür verantwortlich sein wenn Adolf im Eifer des
Gefechts plötzlich zu Siegmund Freud mutiert? Wer bitte würde dann für uns
rudern?” Skilatti bedachte Schäff mit einem missbilligenden Blick. “Das so was
wie sie mal Schäff eines Bundesligavereins war entbehrt wirklich jeder Grundlage
gesunder Vergangenheitsbewältigung!”
“Lassen sie gefälligst meine Mutter aus dem Spiel!”
“Hören sie, ich heiße vielleicht wie ein berüchtigter Mafiosi, aber das gibt
ihnen noch lange nicht das Recht von mir zu verlangen von einem Schiffbrüchigen,
der sich zugegebenermaßen nichts sehnlicher wünscht als uns wieder in
irgendeinen ausbruchssicheren Tower mit gutem Essen zu verfrachten, die Beine
mit einer stumpfen Gabel abzusägen!”
“Sörrferrr auf seitwärts!” Aus der Ferne näherte sich ein wellenreitendes
Dallidulliduuuurufendes Etwas und kam rasch näher. “Das ist Honkyschwonky, man
sagt ihm nach er erlebt die Zeit rückwärts”, verabschiedete sich der Hai mit
einem entschlossenen Flossenschlag. Keine Sekunde später, waren sowohl der Hai,
Honkyschwonky, als auch Adolf- Moses- Heinrich- Maulwurf- ??? verschwunden.
“Haben sie an Nahrungsvorräte gedacht?” Javerts Worte lösten eine Kettenreaktion
panischer Zustände auf dem kleinen Boot aus die sich in zwei gierigen
Augenpaaren wiederfanden und ihn hungrig musterten. “Es wäre einigermaßen
taktvoll von ihnen, wenn sie erst nach meinem Ableben versuchen würden meinen
linken Fuß abzusägen. Und außerdem hat von ihnen sicher niemand an Streichhölzer
gedacht!” Schäff hielt erschrocken inne. “Keine Sorge, ich wollte nur ihre Beine
rasieren. Ihre Beinhaare stören meine Versuche das Boot zu navigieren. Sie
versperren einfach zu sehr die Sicht.”
“Sie müssen meinen Kollegen entschuldigen, Kommissario, er ist in vielerlei
Hinsicht, ja wie soll ich sagen, erschreckend zweckmäßig.”
“Gehört dazu auch, mich bei lebendigen Leib aufzufressen?” erkundigte sich
Javert misstrauisch. Mit leichter Brise segelte das Boot weiter seinem
ungewissen Schicksal entgegen, gefüllt mit den leeren Mägen dreier hungriger
Männer, denen überdies noch ihr wertvollster Ruderer abhanden gekommen war.
Dieser verdammte Honkyschwonky…
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Verfasst am : 07.03.2011 23:26
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Edmonds letzte Hoffnung- Koproduktion mit A.S.
“Sie werrrden zu 107
Jahren Aufenthalt auf Grrrroßonkel Edmonds letzter Hoffnung verurrrrteilt! Das
Urrrrteil bleibt bis zu seinerrrr endgültigen Vollstrrrreckung unantastbarrrr!”
Seit Tagen grollten die donnernden Worte des Richter in Schäffs Schädel. Und nun
saß er hier, hinter einem vergitterten Fenster, auf einer einsamen Insel,
umschwärmt von gezüchteten Haien die nur darauf warteten, dass einer der wenigen
Insassen den wahnwitzigen Versuch einer Flucht unternehmen würde. An den
düsteren Felswänden seiner neuen Behausung klebten noch einige Finger- und
Fußnägelreste, und Zähne jener, die sich vor seiner Ankunft versuchen wollten
lieber mit den Haien anzufreunden, als in ihrer Zelle zu bleiben. Zwei an den
Wänden aufgetäfelte Leichen in seiner Zelle sprachen zudem dafür, dass die
Wächter nur selten Zeit fanden den hygienischen Aspekt ihrer Arbeit auszufüllen.
Wenigstens eignete sich die Kleidung der Verstorbenen als Toilettenpapier. Doch
als Schäff eines Tages der vermeintliche Stoff ausging, entschied er sich zur
Rebellion. “Hiiilffeeee!”
“Dasse hatte doche keine Ssinne”, drang plötzlich eine leise aber in ihrer
Wirkung bestrebte, vorwurfsvoll klingende Stimme, mit schlechtem italienischen
Akzent an sein Ohr. Schäff hob überrascht den Kopf. Seit Wochen hatte er zwar
keinen menschlichen Laut, außer seinen eigenen den Körperöffnungen geschuldeten
Geräuschen mehr vernommen, aber das ausgerechnet ein Vorbote der Familie seinen
Zellenblock teilte grenzte am Gipfel der Geschmacklosigkeit. “Dere
Zzimmersservizze isse immer schlechte hier”, setzte der vermeintliche Italiener
fort. “Wie lange mussten sie eigentlich für diesen schlechten Akzent üben?”
Kurze Stille. “Jaja, ist ja schon gut. Was ich eigentlich sagen wollte: Geschrei
bewirkt hier lediglich, dass die Ratten aufmerksam werden. Die denken dann
immer, es stirbt gerade jemand.” Ein unterdrückter Schrei. “Ratten???”
“Sie brauchen nicht flüstern, nur Geschrei lockt sie an.”
“äächhhhhhh…”
“Ist alles in Ordnung?”
“hhhhhhhch!!!”
“Ach das, ja, das kenn ich. Bei mir liegt auch eine Leiche. Immerhin lässt sich
seine Kleidung als Toilettenpapier verwenden.”
“Sie sind also gar kein Italiener!”
“Bitte verraten sie es niemandem. Das könnte meinen Ruf ruinieren” Ein
verächtlicher Grunzlaut erklang. “Wem sollte ich das hier schon verraten!”
Stille. "Warrumee… Verzeihung, die Macht der Gewohnheit. Warum sind sie
eigentlich hier?”
“Finanzamt, und sie?”
“Meine Güte, das ist hart. Mir wirft man lediglich einen Mord vor.”
“Sie Glücklicher!” Schritte näherten sich. “Oh, wie es aussieht bekommen wir
heute sogar etwas zu essen”, frohlockte Schäffs Zellennachbar und klapperte mit
dem Besteck gegen seine Zellentür. “Schnauze Skilatti, sonst kannst du gern
wieder die Fliegenreste von der Wand fressen”, meldete sich die brummige Stimme
des Wachhabenden aus dem Gang und schob Schäff einen Teller Suppe unter die Tür
durch. “Da ist kein Löffel drin”, maulte Schäff. “Du hattest erst letzte Woche
einen”, brummte die Wache und schlurfte weiter. Aus der Ferne hörte Schäff
Skilattis aufgebrachte Stimme. “Hey, ich hatte Pasta ohne Fleisch bestellt! Wann
begreift ihr hirnlosen Zellentürbewacher endlich, dass ich Vegetarier bin? Und
dann noch dieser spanische Weißwein! Einfach geschmacklos! Ist das da etwa eine
Erdbeere im Glas? Ihr wisst doch, dass ich eine Allergie gegen jede Art von Obst
habe!” Der Wachhabende verdoppelte seine Anstrengungen das Ende des Zellenganges
zu erreichen. Auf der Zwischenebene des verwaisten Mittelblocks warteten die
zudem Kollegen mit den Karten. “Sie haben eine Obstallergie?” Skilatti druckste
verlegen. “Es lag an meiner Mutter”, tönte es schließlich aus seinem
Zellenblock. “Und sie sind tatsächlich Skilatti, DER Skilatti, Sergio?” Stille.
“Nein, ich bin Alfonso…”
Die Wachen auf der Zwischenebene schreckten auf. “Was war das”, erkundigte sich
der schwerhörige Eugen als ihm plötzlich ein Stein von der Decke auf seine wie
eine Kartoffel geformte Nase regnete. “Sicher nur ein neues Experiment im
Labor”, vermutete Schrepke, der noch vor kurzem Alterspräsident eines angesagten
Eberswalder Hooliganfanclubs war und sich nun für ein seriöses Berufsleben
entschieden hatte. Der dritte im Bunde war Schlunzke, der sich den Künstlernamen
Heugabel von und zu Ludwig gegeben hatte, ein junger Heißsporn der hoffte durch
die Stellung auf Edmonds letzter Hoffnung, irgendwann als zeitgenössischer
Dichter menschlichen Elends ernst genommen zu werden. Sein Erfahrungsschatz
stützte sich dabei auf ein tragisches Kindheitstrauma, als er beobachten musste,
wie sich ein später auf seinem Teller befindlicher Hahn, kopflos an seiner
Schuhsohle festkrallte. “Das ist das Ende! Wo ist der Schreibblock?”
“Meinst du den, wo drauf steht wie viel Geld du mir schuldest?”
“Warum regnet es plötzlich Steine auf meinem Kopf?” erkundigte sich Eugen. “Das
ist die Apokalypse”, sang Heugabel und griff nach seiner Harfe. “Ab in den
Bunker”, befahl Schrepke, während er sich umständlich einen alten Wehrmachtshelm
über die Nase stülpte und dabei gegen Heugabels Harfe stieß. Das Instrument gab
einen kreischenden Ton von sich. “Du hast meine Akkordfolge unterbrochen”,
schwadronierte Heugabel aufgebracht. “Ich glaube es ist lauter geworden”,
unterbrach der schwerhörige Eugen unfreiwillig den Anflug eines Streits. “Das
Tooodesuhuuuufer naaahet!” Felsbrocken begannen sich von den Wänden zu lösen und
drei Männer folgten gehorsam ihrem Selbsterhaltungstrieb in den Bunker.
“IRGENDWIE VERMISSE ICH LEYDI UND SCHÄFF, SCHÄFF SCHLAWUTZKE.”
“Es heißt NEUSCHÄFF Schlawutzke, NEUSCHÄFF, verstanden Schwester?!”
“SIE SIND EIN SO HERZLOSER MENSCH GEWORDEN.”
“Was soll’s! Hat der Verein etwa darunter gelitten? Wir wurden Dritter
irgendeiner Bundesliga, und das unter MEINER Führung! Auf Edmonds letzter
Hoffnung ist doch alles in Ordnung, oder?”
“NATÜRLICH NEUSCHÄFF SCHLAWUTZKE. ALLERDINGS BESCHWEREN SICH DIE HAIE ÜBER DIE
ZWECKMÄSSIGKEIT IHRES AUFENTHALTS.”
“Tatsächlich, Schwester? Haben wir nicht irgendwelche überflüssigen Jugend- oder
Scoutspieler für solche Zwecke zur Verfügung?”
“SCHÄFF -ALSO ALTSCHÄFF- WAR DER MEINUNG WIR KÖNNTEN SIE MÖGLICHERWEISE AN
GESCHÄFTSTÜCHTIGE DRITTLIGISTEN VERKAUFEN.”
“Dieser alte Fuchs!”
“WIE MEINEN SIE DAS, NEUSCHÄFF SCHLAWUTZKE?” Schlawutzke schien über irgendetwas
nachzudenken. “Haben wir noch anderes überflüssiges Personal?”
“HÖCHSTENS DEN PFÖRTNER DER DIE SCHRANKE BEDIENT.”
“Warum ist dieser Mann überflüssig?”
“SEINE ENKELTOCHTER HAT IHM ZU SEINEM 92 STEN GEBUIRTSTAG EIN NINTENDO DS
GESCHENKT. SEITDEM VERSUCHT ER STÄNDIG MIT DER SCHRANKE DIE VORBEIFAHRENDEN
AUTOS ZU ERSCHLAGEN.”
“Warum verdammt noch mal hindert ihn niemand daran? Wir haben doch einen gut
ausgebildeten Wachschutz!”
“ER DROHT JEDEN ZU ERSCHIESSEN, DER ES WAGT SICH SEINEM BUNKER ZU NÄHERN.”
Schlawutzke stöhnte auf. “Ich erwarte morgen den Bürgermeister zum Lunch, und es
wäre mir lieb wenn er und seine Frau nicht aus der Laune eines Rentners, der das
Leben plötzlich für ein Videospiel hält, in einem Stück dieses Gebäude betreten
und auch wieder verlassen können, Schwester Gerlinde!”
“UM SICHER ZU GEHEN EMPFEHLE ICH DRINGEND DEN BÜRGERMEISTER UM 7:32 ZU EMPFANGEN
UND UM 8:47 ZU ENTLASSEN.”
“Na hören sie mal, ich kann dem Bürgermeister doch nicht vorschreiben wann er zu
erscheinen und wieder zu verschwinden hat! Und warum ausgerechnet diese
unmöglichen Zeiten?”
“UM DIESE ZEIT GEHT DER ALTE SERGIO IMMER AUF DIE TOILETTE UND LIEST TEXTARME
BIOGRAFIEN VON JUNGEN UNBEKLEIDETEN FRAUEN.”
Schlawutzkes plötzlich erscheinendes Grienen hätte jeden Dentisten freiwillig
dazu gebracht die Branche zu wechseln. Dennoch hatte es auf Gerlinde eine
beunruhigende Wirkung. Einem Mann dem es gelang auf so widerwärtige Art zu
grinsen waren sicher noch weit schäbigere Dinge zuzutrauen als es der Zustand
seiner Zähne vermuten ließ. “In unserem Schmierenblatt ist doch jetzt eine
Kommentarfunktion, nicht wahr Schwester Gerlinde?”
“SIE HAT UNS FÜNFZEHN CREDITS GEKOSTET, NEUSCHÄFF SCHLAWUTZKE”, entgegnete
Gerlinde mit dem Nachdruck einer Hausfrau die schon seit Jahren versucht ihrem
Ehemann sein gelegentliches Bier ins Gewissen zu reden. Schlawutzkes Grinsen
wich einer Grimasse die gar nicht erst den Versuch unternahm sich zu verstellen.
“Geben sie eine Stellenanzeige auf, Schwester. Eine Stellenanzeige die darauf
hinweist, dass wir junge, wenig bekleidete und belastbare Damen für
Animationszwecke benötigen”, ordnete Schlawutzke an und erntete einen
missbilligenden Blick. “DAS IST WIDERLICH!” Schlawutzke blickte erstaunt auf.
“Das ist Politik Gerlinde. Niemand erwartet von ihr Moral.”
“GRUMMELGRUMMEL”
“Und fügen sie in der Anzeige hinzu, dass eine Nahkampfausbildung von Vorteil
wäre.”
“GRUMMELGRUMMEL”
“Und sorgen sie dafür, dass die Haie um Edmonds letzter Hoffnung ihren Appetit
nicht verlieren! Ich habe da so ein ungutes Gefühl.”
“UND NEBENBEI LEITE ICH SELBSTVERSTÄNDLICH NOCH DAS TRAINING UND SORGE DAFÜR,
DASS DIE TOILETTEN GEREINIGT WERDEN”, kommentierte Gerlinde augenrollend ihre
künftigen Aufgaben. “Gut, dass sie die Toiletten erwähnen. Die Gattin des
Bürgermeisters legt großen Wert auf einen sauberen Sanitärbereich.” erwiderte
Schlawutzke der in Ironie nur eine andere Form von Pflichterfüllung erkannte.
Immerhin etwas, dass er von Schäff gelernt hatte…
In
eigener Sache:
Ich bin sehr neidisch…Jaja, sehr neidisch…. Die Spagacken haben es, Bruder
Alfonso Skilatti hat es…und ich…?…mir bleibt nur der Neid, der mich nach drei
Flaschen Kaluha mit Schuss zu der Frage bringt: Wwiiee ham diedasschaffentun???
Dieses Zeitungslogo? Ausgerechnet jetzt wo ich eins habe, dass mit der
sicherlich gut gemeinten Penetranz eines Elefantenbullen versucht eine Ente zu
schwängern. Und ja, ich habe extra 15 Credits dafür geopfert, den Computer
dreimal zu Brei geschlagen und wieder zusammengeklebt, formatiert, zementiert,
korrigiert, meinen Kopfinhalt nebst Schädeldecke 27 mal gegen die Wände meiner
Zimmerwand geknallt und letztlich sogar Luzifer höchst selbst heraufbeschworen,
der nichts besseres zu tun hatte, als mit mir ein ordinäres Wettsaufen zu
veranstalten, auf das ich mich mit diesem Artikel vollends zur Galionsfigur
moderner Verblödung mache. Oder zumindest in den Bereich der Top- Ten komme.
Sachdienliche Hinweise sind im Kommentarteil gern erlaubt, ich schicke auch das
Bild mit und erspare mir die Einfachheit einer möglichen Antwort mit der Freude
darüber, dass ich mir nicht länger darüber Gedanken machen muss, wenn das Logo
endlich da ist wo es hingehört.
Nutzen sie die Kommentarfunktion, denn dies ist ein Hilferuf. Stumpfsinn
jedweder Art im Kommentarteil wird nur deshalb geduldet, damit der geneigte
Leser wenigstens einen weiteren Grund hat dieses Blatt auch weiterhin im Abo zu
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willkommen.
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IMPROVISATIONSTHEATER. EINZIGE BEDINGUNG: WEIBLICH.”
zum Artikel
Verfasst am : 28.02.2011 17:07
Kommentare: 7
1:02-917
Schlagzeilen
-Schlawutzke neuer Schäff bei den Holzfällern
-Holzfäller erstmals in der Vereinsgeschichte 3. irgendeiner Bundesliga
-Holdersens Bullen vom Vorstand zum Simulationspartner Nummer 1 mit Auszeichnung
gewählt
Guten Abend, meine Damen und Herren,
während eines Polizeieinsatzes im Kellerarchiv des Vereins Holzfälsssss…na sie
wissen schon, machten die Beamten einen grausigen Fund. In dem als Trainingsraum
getarnten Experimentierlabor entdeckte die Polizei zahlreiche Akten über den
Verbleib altersgemäß entsorgter Spieler der vergangenen 10 Spielzeiten. So wurde
unter anderem geklärt wie es dazu kam, das niemand der Fans oder
Verantwortlichen jemals Fragen darüber stellte, warum der früher chronisch
erfolglose Lars Leydecker nach der operativen Entfernung seiner Nase plötzlich
zum gefeierten Star der Mannschaft wurde. Der inzwischen festgenommene ehemalige
Schäff dazu:
“Lars ist beim Fallen früher mit seiner Nase minutenlang in der Erde stecken
geblieben. Wir haben ihm die Entscheidung selbst überlassen.”
Gab es weitere Eingriffe dieser Art an Teilen
der Mannschaft?
“Ähm…naja…gestern nach dem 0:5 Debakel gegen Vandango, also die haben auch mit
unfairen Mitteln gespielt und so…hatten lauter leicht bekleidete Mädchen im
Gästeblock…naja, was soll ich sagen, die steckten alle 30 Sekunden im Boden
fest…”
Wollen sie damit sagen sie haben ihrer gesamten
Mannschaft die Nasen wegoperiert?
Weiter Einzelheiten in den Spätnachrichten.
Holzfäller erstmals in der Vereinsgeschichte 3.
irgendeiner Bundesliga
Am vorletzten Spieltag, nach einem mitreißenden 4:3 beim FC Marcello, begleitet
von ungewöhnlichen Tenortönen beim Trällern der Holzfällerhymne zur Feier vom
Dreier, steht man in Eberswalde dem letztem Spiel als solchem gelassen entgegen,
derweil das Umfeld von bösartigen Gerüchteschleiern in Form gefühlter Realität
vernebelt wird. Böse Zungen behaupten bisweilen, dass die plötzlich so lieblich
singenden Holzfäller nur verkappte Greepeaceaktivisten wären, die lieber Fußball
spielen lernen würden, als dass sie jemals einen Baum fällten. Ob die derzeitige
Stimmungslage der Mannschaft etwas mit den Entdeckungen in den Gewölben der
Vereinszentrale zu tun hat ist bis dahin noch unklar.
Holdersens Bullen vom Vorstand zum
Simulationspartner Nummer 1 mit Auszeichnung gewählt
Den Sitting Bull Bullenkuhlen, unter Trainager Holderen, wurde kurz nach
notariell beglaubigter Amtsbestätigung von Schäff Schlawutzke der erstmalig
verliehen Titel: Simulant des Jahres verliehen. Dazu ein Entstehungsbericht,
aufgezeichnet von einer versteckten Kamera eines berüchtigten Spaßsenders aus
Mecklenburg Vorpommern.
Schlawutzke sitzt auf Schäff seinem Sessel. Doch sein Gesicht ist nicht
glücklich, obwohl er jetzt Schäff ist. Immerhin fängt das auch mit “Sch” an.
Aber dennoch suchen seine Hände verzweifelt in dem Gestrüpp aus Kopfhaar nach
der ultimativen Antwort auf die Frage: Wie ist ein Schäff so drauf? Plötzlich
erhellt sich sein Gesicht, prüfend hebt er den Kopf und dann…
“Was soll ich jetzt machen, Schäff?”
Sie haben mich auflaufen lassen
“Ich bin jetzt Schäff!”
Lausig
“Sie müssen auf mich hören!” Schlawutzke posiert drohend vor dem
Spiegelschrank.
Armselig
“Pah!” Schlawutzke sackt zurück in seinen Sessel und vergreift sich an Schäffs
vorletzten Schnapsreserven.
Hey, die waren nur für besondere
Anlässe
“Genau!” Schlawutzke betrachtet zufrieden die leere Flasche.
Saufen wie ein Schäff können sie jedenfalls
schon, soviel steht fest
“Hörn ssie auf mir ssu drohn, ssie sind gar nisch hier!”
Ein Kopf knallt auf denen Bürotisch. Eine Beule im Wachstum entfernt den Kopf
wieder einige Zentimeter von der Tischplatte. Stunden geruhsamen Schlafes
vergehen. “SCHÄFF, HOLDERSEN WILL SCHON WIEDER SIMULIEREN!” Schlawutzke stöhnt
kurz. “Geben sie ihm einen Pokal…einen Poka…autsch…Pok…chrrrrrchrrrr”
“IN DIESEM VEREIN WIRD SICH WOHL NIE ETWAS ÄNDERN.”
Kopfschüttelnd verlässt Schwester Gerlinde das Büro.
Demnächst:
Arbeitsmarkt: Gesucht werden fähige
Eunuchen für den Einsatz bei Geldübergaben, Sprengstoffattentaten und der
Überwachung gelangweilter Ehefrauen. Die Tätigkeit wird in Minuten vergütet und
ist nicht vererbbar.
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Verfasst am : 22.02.2011 01:02
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Traue nie einer Salami...denn sie hat meistens Recht
Und wieder treibt uns Literaturpapst Bruktorius der
Waagerechte, ehemals langjähriger Kriegsberichterstatter aus der Schweiz, mit
seinen wirren Artikeln um Pokale, die man nicht mal essen kann, in die Welt der
blutenden Finger, auf das wir uns witzige Artikel aus eben jenen saugen mögen,
die so witzig sind, das selbst Pater Noster aus der Brüllmirnichtsoinsgesicht-
Kirche seinen vom Messdiener mit Urin gestreckten Kakao für eine Delikatesse
hält. Der Messdiener konnte den Pater schon seit geraumer Zeit nicht besonders
leiden, aber das ist eine andere Geschichte, die hier nicht her gehört, womit
wir wieder auf den Zwist verbreitenden Bruktorius den Waagerechten zurückkommen.
Und mal ehrlich. Kaum flüstert Gottliteraturkaiserkönig und 1. Schwede von
drüben, Bruktorius der Waagerechte etwas von Wettbewerb, geht das große Stänkern
los! Hauptsache witzig. Witzig! Pfff! Dabei geht es hier um ernste Dinge. Zum
Beispiel die Spielberechnung und vielleicht auch ein wenig um Pater Nosters
Organresistenz. Bleibt die Frage, welche Rolle spielt Schäff Schlawutzke im
letzten Artikel der Stiftung Wadentest? Wie dem auch sei. Der Holzwurm sieht
sich in seiner Form als Unterhaltungsorgan -ohne Urinprobleme- in die Pflicht
genommen ab sofort witzig zu sein. Nur woran erkennt man einen guten Witz?
1. Ein guter Witz überlebt nicht nur die
Menschheit, sondern auch das Universum, so wie wir es heute noch nicht kennen
2. Ein guter Witz wird nur selten verstanden, und jenen die ihn doch verstehen
ist eher nach Flucht als zum Lachen zumute
3. Ein guter Witz benötigt weder gesprochene noch geschriebene Worte…Mist!
4. …hahahaha…
5. Eine Pointe ist nicht verwandt mit einem aus der Landwirtschaft bekannten
Vogel der unter sexuellen Identitätsschwankungen leidet
6. Über einen guten Witz lacht man oft erst Jahrzehnte später
7.
Berücksichtigt man diese sieben Witzfaktoren, ist es praktisch unmöglich, dass
es irgendeinem FC-Schreiber bereits gelungen ist etwas Witziges zu schreiben,
und das zum jetzigen Zeitpunkt auch als witzig verstanden werden kann. Was also
verleitet unseren Peitschenschwingenden Trophäenverteiler Bruktorius dazu von
uns solche Dinge zu verlangen, derweil Herr Skilatti nach seinen pompösen
Topfnjuserfolgen plötzlich die Schreibblockade ereilt und Herr Honkyschwonky ein
Geburtstagsturnier ausschreibt, ohne in Erwägung zu ziehen, sein Geburtsdatum so
zu verändern, dass wir alle eine Chance bekommen seinen Safe plündern zu können.
Und dann unsa frl. Reinlich! Die gute Seele hat es ganz sicher am meisten
erwischt, wird sie doch von diesem arroganten Schnösel in Bezug auf die mögliche
Preisvergabe schon zum zweiten Mal gemobbt. Wehe wenn Alice Schwarzer hinter
diesem Nick steckt und Herrn Bruktorius dem Waagerechten demnächst den
Zeitungskrieg erklärt… Dann wird FC zur Singlebörse verkommen, und unter der
Rubrik Transfermarkt finden wir Dinge zu lesen wie: (B) ST: Unanständiger 580 er
Einlocher, 29 Jahre, billig bis in die Kreisliga abzugeben.
Man kann in diesem Zusammenhang die Dunkelziffer der Frauen, die all das in
abwartender Stille beobachten um nur auf den richtigen Augenblick zu warten, und
zwar dem, wenn Alice aus dem Wiewawunderland zur Attacke worauf auch immer
bläst, nur erahnen. Aber vielleicht bereitet Bruktorius d.W. auch eine
Geschenkattacke in Form eines missratenen Pudels vor, in der Hoffnung, dass
Alice irgendwie mit den Jacob Sisters verwandt ist.
Letztlich bleibt zu sagen, dass egal was einen dazu treibt aus einer Toilette zu
trinken, dennoch nichts mit dem Gefühl vergleichbar ist, wenn einem eine Salami
mit multilateralen Bindungsängsten erklären will, wie man sich morgens die Zähne
zu putzen hat.
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Verfasst am : 11.02.2011 18:58
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radio day
Merkwürdig gekleidete Gestalten schlurfen mitten in
der Nacht durch die Katakomben der Holzfällerzentrale, darum bemüht den Schein
der Unauffälligkeit zu wahren, wie ein Schwarm ausgehungerter Tigerhaie die sich
versehentlich an einem Strand verirren. „Autsch!“ Mehrere aus Blech hergestellte
Gegenstände stellen unfreiwilligen Kontakt mit dem steinigen Boden her.
„Verdammter Idiot“, entrüstet sich eine krächzende Stimme, worauf ein
Schmerzschrei die Begegnung mit einem Türpfosten begleitet und unmittelbar
darauf ächzend antwortet: „Ich glaube wir sind da.“ Unsichtbares Schweigen
vermischt sich mit zunehmender Ratlosigkeit. „Schäff, sind sie noch da?“
„Halten sie die Klappe Schlawutzke, ich muss nachdenken!“ Plötzlich nähert sich
ein aufgeregt flackernder Lichtstrahl aus der oberen Etage. „Verdammt!“ Hastige
Schritte vollführen kurzzeitig blindwütige Tänze gegen Mauern und Türen.
„Verdammt, Schlawutzke, wo ist die Tür von der sie eben erzählt haben?“
„Ähm hier, Schäff!“ Das wilde Fuchteln seiner Arme erbringt zumindest den Erfolg
der Lokalisierung der Windverhältnisse. „Arrrrrghh!“
„Verzeihung Schäff!“
„Würden sie so gütig sein und ihren Daumen aus meinem rechten Nasenloch
entfernen?“
„Woher wissen sie, dass es mein Daumen ist?“
„Weil ihr rechter Zeh gerade in meinem linken Ohr steckt!“
„Aber das ist nicht mein Zeh?“ Unheilvolle Stille begleitet die wie Stunden
vergehenden Sekunden. „Was auch immer es ist, Schlawutzke, entfernen sie es!“
„Dazu könnten wir…“
„Nein Schlawutzke, ich habe es ihnen gesagt!“
„Aber wir könnten sie wirklich…“
„Schlawutzke!“
„Bitte, wie sie wollen, ich mache die Taschenlampe nicht an!“ Plötzlich drängt
sich ein Lichtstrahl unter die Türschwelle. Eilige Schritte entfernen sich aus
dem Diesseits entfernt wahrgenommener akustischer Intervalle und geraten erst
ins Stocken, als sie dem bedrohlichen Licht abermals zeitweise erfolgreich
entkommen sind. „Das war knapp“, stöhnt eine Stimme, die gewohnt ist längere
Strecken normalerweise auf Rädern zu verbringen. „Es war übrigens wirklich nicht
mein Zeh“, korrigiert Schlawutzke das vermeintliche Erfolgserlebnis und wirft
Schäff einen sich rechtfertigenden Blick zu, dem der Erfolg ihn auch zu
erreichen etwa so gewiss ist, wie einem Amokfahrer der Aufenthalt an der
nächsten Tankstelle. „Sind wir hier sicher“, erkundigt sich eine Stimme die in
Verzweiflung eine nicht zu behandelnde Krankheit vermutet. „Vor wem flüchten wir
eigentlich?“ Lichtlose Stille ruht sich selbstzufrieden in der Dunkelheit aus.
„Wer sagt denn, dass wir vor irgendjemandem flüchten?“
„Irgendjemand macht sich zumindest gerade am Sicherungskasten zu schaffen.“
„Woher wissen sie das?“
„Ich kann die Farbe ihres Mantels erkennen!“
Stille.
„Sagen sie Schlawutzke, haben sie hier irgendwo ein Radio versteckt?“ Eilig
kramt Schlawutzke ein altes Kofferradio aus seinem Labortisch, dessen Umgebung
durch mehrere Stahltüren gesichert ist, und hält es Schäff demütig unters Kinn.
Schäffs zittriges Haupt mustert misstrauisch die Umgebung ehe es sich dem
Tonträger widmet. Das Ersuchen seiner Finger Kontakt zur kognitiven Umgebung
seines Gehirns herzustellen um einen Sender einzufangen, endet in dem
verzweifelten Versuch, das Radio mittels einer wütenden Wurfbewegung gegen eine
Stahltür zum Laufen zu bringen. „Sie haben nicht zufällig auch ein Radio hier
unten das funktioniert, ohne dass man vorher bergeweise Bedienungsanleitungen
lesen muss?“ entlädt sich ein belehrender Vorwurf an Schlawutzke. „Hier sind
übrigens die Batterien für das Gerät, Schäff.“ Zwei aus unterschiedlichen
Gründen entsetzte Augenpaare fokussieren das gerade zu Bruch gegangene
Empfangsgerät. „Was ist mit einem Radiowecker? Leute wie sie schlafen doch
ständig im Dienst!“
„Biddäää?“
„Haben sie oder haben sie nicht?!“
„Nur das was sie gerade gegen die Tür zu werfen gedachten, Schäff.“
„Es ist mir aus der Hand gefallen, das haben sie doch wohl auch so gesehen
Schlawutzke?!“
„Natürlich, Schäff, ich habe mich nur ein wenig unvor… unbeholfen
ausgedrückt.“
„So etwas passiert ihnen in letzter Zeit recht häufig, Schlawutzke“ bemerkt
Schäff mit dem Humor eines Zuchthahns kurz vor seiner Schlachtung. „Ihnen
unterlaufen wohl nie Fehler“, murmelt Schlawutzke vor sich her während Schäff
umständlich versucht die Batterien in die übriggebliebenen Einzelteile des
Radios einzubauen. „Verdammt Schlawutzke, reden sie nicht, sondern helfen sie
mir lieber!“ Kopfschüttelnd nähert sich Schlawutzke seinem Arbeitgeber. „Das ist
doch sinnlos, Schäff.“
„Drücken sie mal hier gegen…nicht so fest, mit Gefühl…und jetzt halten sie mit
der anderen Hand den Stellknopf gegen die Feder und passen sie auf, dass sie
nicht aus ihrer Verankerung springt…“ Plonk! „Verdammt Schlawutzke!“
„Das hat doch keinen Sinn Schäff.“ Plötzlich regt sich tatsächlich etwas. „Seien
sie still Schlawutzke, das sind die Nachrichten weswegen wir hier sind!“ Unter der Rubrik der Gähner des Tages erreichte uns
aus Eberswalde folgende Nachricht. Mit überwältigender Mehrheit wurde heute bei
den Holzfällern Schlawutzke zum neuen Vereinsschäff gewählt. Die in seiner
Abwesenheit durchgeführte Wahl bedeutet zugleich die Arbeitslosigkeit für den
bisherigen Amtsinhaber, von dem seit heute Mittag jede Spur fehlt. Auch vom
neuen Vereinsboss gab es bis dato keine Stellungnahme. Er wird ebenfalls
vermisst…
„Schäff?“
„Schlawutzke!“
„Schääfff??“
„Schlllaaawwutzzzzkeee!!“
…
zum Artikel
Verfasst am : 07.02.2011 16:55
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Prompösium, Prompösium
Äh…guten Abend. Wir
melden uns hier mit folgender Botschaft. Wir haben niemanden entführt oder so,
aber nur deswegen weil wir glauben, dass uns das Geld fehlt um eine Entführung
erfolgreich finanzieren zu können. Das Geld müsste man sich zunächst durch
kleinere Überfälle, die immer auch die Gefahr bergen, dass man dabei erwischt
wird, heranholen. Nicht zu vergessen, die schiesswütigen Querulanten, die einem
unvorteilhaft im Wege stehen, während man selbst an einem eher unblutigen
Geschäftsabschluss interessiert ist. Das ist dann also auch nichts. Also wie
schnell an Geld kommen?
Vermisstenanzeigen: Vermisst
wird derzeit eine Gruppe zutiefst neurotisch geprägter Menschen, die ihre
Weltherrschaftspläne nur deswegen nicht umsetzen kann, weil es ihnen permanent
am nötigen Kleingeld mangelt.
Neues aus
dem Diagnostikzentrum paranormalem Verhaltens im Verwicklungszustand mit
sekundären Essstörungen.
Einer nicht näher autorisierten Studie zufolge werden 37,67 % aller Männer erst
dann schwul, wenn sie ihre erste Hochzeitsnacht erleben oder Zeuge der daraus
resultierenden Geburt ihres Samens werden. 55,78 % der Männer gaben an bei der
Geburt ihres ersten Kindes arbeitsmäßig verhindert gewesen zu sein, während 2,36
% der Befragten behaupteten, sie wären zu jener Zeit in Stasihaft gewesen. Den
restlichen 4,19 % konnten wir bis heute nicht habhaft werden. Entsprechende
Haftbefehle sind bereits beantragt.
Der Holzwurm, offizielles Pendant des Vereins, stellt hiermit das neue
Vereinswappen des eben nicht genannten Vereins vor. Harsche Kritik darüber wurde
bereits aus dem Lager der popeligen Verwandtschaft des 1. FC RM Berlin laut.
Doch wir entgegnen voller Stolz: DAS IST UNSER WAPPEN!
Gerlinde?
„JA!“
Alles klar…
„ES IST ZEIT DIE REDE AN DAS VOLK ZU RICHTEN.“
„Weswegen?“
„WEGEN DER MENGE.“
„Menge? Ich zähle drei Leute, Schatz!“
„UND SIE SIND UNGEDULDIG.“
„Vielleicht kommen noch mehr?“
„DER BÜRGERMEISTER UND DER PRESSECHEF SCHAUEN BEREITS AUF DIE UHR!“
„Aber eine Rede vor drei Leuten?“
„MACH SCHON, ODER SOLL ICH MUTTI ANRUFEN?“
„Sehr verehrte Teilzeitmitarbeiter und Förderer des Vereins
GibmirdieFlinteeheichsiefinde. Es erfüllt uns mit besonderem Stolz, sie so
zahlreich hier auflaufen zu sehen, wo sie doch sicher weit besseres zu tun
hätten als einer Wappensentkleidung teilhaftig zu werden.“
„Schäff, in ihrer Rede stehen aber ganz andere Sachen!“
„Darüber hinaus möchte sich unser ruhmreicher Verein mit ganzer Kraft für die
Fortsetzung des geistigen Dialoges zwischen unseren Völkern einsetzen, sei es
auch um multilateralen Interessen vorzubeugen.“
„Schäff, sie verlesen gerade die politische Schmähschrift eines verfolgten
Kabarettisten!“
„Schlawutzke, was zum Teufel machen sie denn hier?“
„Ich versuche sie an weiteren Dummheiten zu hindern, Schäff!“ Schäff starrt
ungläubig aus dem Fenster. „Ist das dort etwa der Bürgermeister mit seiner
verhaltensgestörten Frau?“
„Schäff, es wäre besser…“
„Und dieser lackaffige Pseudoberichterstatter daneben! Sieht doch jeder Idiot,
dass der was mit der Frau vom Alten hat!“
„Schäff, ich glaube…“
Verwirrung
„Da läuft doch nichts mit dir und diesem Schmierenkomödianten?“
„Natürlich nicht, Schatz! Der verdient nicht mal die Hälfte von dem was du nach
Hause bringst!“
„Woher weißt du denn das?“
„Das stand in deinen Büchern!“
„Aha.“
„Agathe?“
„Pssssst!“
„Wie kannst du mir nur so in den Rücken fallen!“
„Hast du was gesagt Schatz?“
„Nein Schatz, ich hatte nur dieses Hüstchen?“
„Ist denn dein Hüstchen immer noch nicht besser geworden?“ Sorgenvoll umklammert
der Bürgermeister seine Frau, die in bemühten Handzeichen versucht, dem
beleidigten Redakteur mitzuteilen, dass weitere verbale Auseinandersetzungen
dieser Art unerwünscht sind. Doch was macht der? „Du liebst mich nicht mehr“,
schreit er mit der Weltgewandtheit eines pensionierten Hausmeisters nach seiner
siebzehnten Ehe laut heraus. Schlawutzke schließt resigniert das Redeportal.
Wieder keine Holzfällerschlagzeile, die es taugt gelesen zu werden. Stattdessen
nur Wadenbeißen im Fleisch der Zitadelle der Macht.
Was es sonst noch gab?
Topfnjus- Holzwurmempfehlung!
zum Artikel
Verfasst am : 25.01.2011 21:00
Kommentare: 0
Zahlen, bitte!
Zwei Tage sind seit dem letzten Artikel vergangen.
Wohlgemerkt, zwei Holzfällertage. Aber was will uns das schon sagen, wenn
rechnen zu einem Sekundarprodukt verkommen ist, welches lediglich noch in
Beziehungsgesprächen stattfindet und so völlig ohne Zahlen auskommt. Wer sich
das doch in Zahlen vorstellen möchte partizipiere bitte folgende Gleichung: 1+1=
24%
Ich höre schon die Gnome flüstern: Was schreibt
der denn da für eine Schei.., sofort ein Stern geben!
Dabei heißt es: Einen Stern geben, liebe Freunde, nur einen! Mehr als 3 Sterne
dürfen in diesem Spiel eh nur Creditspieler geben, weil jeder Stern, jenseits
des dritten Sterns, 2 Credits kostet. Das macht dann zusammen 5. Und diese Note
bekommen ohnehin nur die schlechten und faulen Schüler. Das ist wie mit den
faulen Eiern, die verträgt man auch nur bis zu einem gewissen Grad, ehe sich
Dinge abspielen, denen man leidlich mehr Intimsphäre wünscht. Womit wir wieder
bei den Frauen wären, die ihre missgebügelten Leibchen nur allzu gern den durch
Männer heraufbeschworenen Stimmungsschwankungen ankreiden. Ärger dieser Art, den
man am leichtesten im Bereich der rationalen Zahlen errechnen kann ergäbe dann
folgende Gleichung. A-B=K
An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass man zumindest in der Lage sein
sollte, das Alphabet in der richtigen Reihenfolge rückwärts aufzusagen. Ich höre
schon wieder die Intellektuellen: Und in welcher
Sprache, höhö?
Womit wir auch schon wieder bei den Frauen wären. Mutti war da, hat laut
geschimpft, Schäff enterbt und einen Stapel Zeitungen auf seinem Schreibtisch
liegen lassen. Klolektüre und Reiseberichte von Kamelelefanten. Nach eingehendem
Studium der Allerweltlektüre, verlassen 11 aneinandergereihte Buchstaben
zunächst seinen Mund, dann durch das Schlüsselloch den langen Gang hinunter
Richtung Fahrstuhl, den Fahrstuhl beim Aussteigen, die Treppe in den Keller, und
verharren vor einer Extremingbleitür, die zufällig gerade geöffnet wird von
einem Mann der sie geradewegs ins Ohr serviert bekommt. W_E_C_U_S_A_Z_H_T_L_K
Was sich hier geflüstert wie die dunkle Sprache von Mordor liest, ist lediglich
dem Durcheinander zu verdanken, dass die Buchstaben während ihrer Fahrstuhlfahrt
in den Keller durch ihre neuerworbene Platzangst erleiden mussten, weshalb sie
die eigentliche Botschaft Schäffs, die anderswo noch verstümmelter ankam, nicht
mehr wortgetreu wiederzugeben in der Lage waren. Der Mann blickt verständnislos
auf seine Eieruhr, die er heute schon drei Mal gewendet hat, was ein
untrüglicher Hinweis dafür ist, dass er eigentlich bereits in der Kneipe sein
Feierabendbier trinkt. Aber nöö, da gibt’s ja diesen Zwangscholeriker in der 4.
Etage, der einem auch das versaut. Na
hoffentlich geht der Fahrstuhl nicht, dann habe ich wenigstens genug Zeit mich
in Rage zu reden, falls dieses Arschloch von Schäff mir wieder Überstunden
aufbrummen will, denkt sich der Mann, von dem mittlerweile klar ist, dass
er die empfangenen Buchstaben in kürzester Zeit in die richtige Reihenfolge
gebracht hat um zu wissen, dass sie ihr Ziel nicht verfehlt haben. Natürlich
funktioniert der Fahrstuhl, allerdings nur bis zur Zweieinhalb, dann macht es
„schrmpfff“, Lichter flackern und weichen schließlich in freudiger Ankunft auf
das allzeit beliebte Wort, welches einfach kommen muss wenn alles schiefgeht was
ohnehin nie geplant war: „SCHEISSE!“
In der vierten Etage geht nach 2 Stunden ebenfalls das Licht aus, Schäff ist
sicher, dass sein Untergebener ihn sehr wohl gehört und daher absichtlich
sabotiert hat und vermerkt das mit einem Vermerk in seinem Vermerkheft bevor er
sein Büro verlässt. Verärgert hämmert er auf dem Fahrstuhlknopf herum, bis er
sich zu dem kraft- und pfundraubenden Treppenpfad begibt, den ab einer gewissen
Zeit niemand gern allein betritt. Zu viele düstere Geschichten ranken sich
darum. Leute sollen hier verschwunden sein ohne Blut hinterlassen zu haben oder
zumindest einen Ausweis, Autoreifen versperrten einem plötzlich den Weg,
talentlose Musiker spielten Gitarre. Auf der Hälfte seines Weges hört Schäff
plötzlich ein zahnloses Wimmern, das ihn an seine Ex- Frau erinnert, und wie der
Wind saust er die Treppen hinab, dem unsagbar Bösen gerade noch so entkommen,
direkt in die Arme von Schwester Gerlinde. Er staunt nicht schlecht, als er das
verteufelte Weib plötzlich vor sich sieht, die ihm demütig die Tür öffnet.
„haLLO scHäff, icH HOfFE sie HATTEN eiNeN ErFOLgrEiCHeN taG?“ Gönnerisch
betrachtet er seine Angestellte, die noch nichts von ihrer bevorstehenden
Vermählung mit ihm zu ahnen scheint, beinahe etwas zu gönnerisch, ja geradezu
lüstern –Momentmal, tropft dem alten Sack etwa der Zahn? „Gerlinde“, staunt er.
„Ihr HATTEN, war fast schon wie in den alten Zeiten“, freut er sich. „Aber das
„sie“..?“ Er schüttelt unzufrieden mit dem Kopf, in Gedanken die Enterbung
seiner Mutter, die er nur durch eine Heirat mit Gerlinde wieder rückgängig
machen kann. „Na, die Dinge gehen ja voran mit ihnen! Ham se Durst?“ Gerlinde
nimmt die Einladung verlegen an und ahnt nicht, dass Schäff nur deshalb hinter
ihr her läuft um ihren Hintern besser beobachten zu können. Denn dort ragen eine
Rolle Klopapier und ein Kamelelefant hervor, die Gerlinde unvorsichtigerweise in
ihrem Gürtel trägt. „Wo ist eigentlich Schlawutzke“, fragt er wie jemand der die
Antwort nur deshalb abwartet um nicht als unhöflich abgestempelt zu werden.
Schlawutzke hat derweil andere Sorgen als Zeitungen zu lesen. Er sitzt in einem
Fahrstuhl der unfähig ist Wünsche zu erfüllen, weil er dafür einfach nicht
konstruiert wurde. Wenigstens funktioniert die Fahrstuhlmusik. Nur wirkt das im
Dauermodus abgespielte Album: „the deliverance of the fall“, von Dekadent
irgendwie weit weniger beruhigend, als es die Situation für einen
klaustrophobisch veranlagten Menschen erfordert. „Lass uns Bäume zählen….“,
flüstert ihm eine seltsam vertraute Stimme schließlich unheilvoll in den
Schlaf…
„hüüüüüü“, heult Schlawutzke und beginnt imaginäre Bäume zu zählen denen der
Fahrstuhl im eigentlichen Sinne niemals Einlass gewähren würde. Und sei es aus
Transportgründen.
Demnächst:
- Reime:
Warum sich im deutschen Zar auf war reimt (oder Zaren auf Waren)
- Toiletten: Warum Sex in öffentlichen Toiletten zahllose Phantasien anregt, Sex
mit Klofrauen aber nicht
- Wadenbeißer: Warum plötzlich ganz viele Leute den BrukTerminator lesen müssen,
sollen, dürfen…uuuuuuuuurrrrrrrrrrrrrgh
zum Artikel
Verfasst am : 19.01.2011 21:17
Kommentare: 0
Zahlen, Zoten und Zitate
Endlose Fußballcupwochen ohne Gerlinde sind bereits
ins Land gezogen. Die Moral der Truppe ist am Boden, Leydilars steuert seiner
letzten Saison mit der Ernennung zum Kapitän entgegen, SCHULTZ darf endlich in
die Startelf, Schlawutzke und Schäff gehen sich konsequent aus dem Weg, bis
plötzlich dieser verhängnisvolle Anruf kommt…
Außerhalb von Eberswalde tobt der Zeitungskrieg, angezettelt vom ehrgeizigen
TraiNager Brukteriaforever, der in einer seiner nächsten Ausgaben den besten
Schreiber ermitteln wird, obgleich Honkyschwonky, nach eigenen Bekunden, seinen
„allabeschissensten Artikel“ noch gar nicht geschrieben hat. Wenn das mal nicht
nach einem strengen Kompott riecht!
Würdevoll besoffen gehen derweil die Turniertage um die goldene Salami zu Ende.
Mehr davon erfahren sie im Müncheberger Kicker.
Still ist es geworden um weitere Hochburgen der Schreibergilde, wenn man mal von
den beiden Alten absieht die in Pankow das Wachhaus hüten. Aber sowohl
Bullenkuhlen, nach der letzten Silvestersondersendung sicher noch an der
Nachbereitung arbeitend, als auch Weede, einstige Hochburgen der Schreibkunst,
verharren seit FußballcupMOONAAATEEEN in Stille.
Und diese unheimliche Stille resultiert nicht zuletzt aus der Erkenntnis der
Schweigsamkeit geschriebener Worte. Aber wir schweifen ab. Ging es heute schon
um Fußball?
Mit Spannung verfolgt die Redaktion derzeit die Diskussion zur Lage der Nation,
die sich einzig um die Frage zu drehen scheint: Wird Jochen Schreckbauer
weiterhin als Torwart bei den Alten Herren des Vereins United Wittstock unter
Vertrag bleiben? Natürlich würde so etwas nicht wirklich jemanden interessieren,
wenn der alte Jochen nicht zufällig die Schiedsrichterpfeife der Zukunft
erfunden hätte. Sie brauchen gar nicht versuchen das zu googeln, diese Erfindung
ist so geheim, wie etwa das bereits vor vierundzwanzig Jahren erfundene Auto,
das nicht nur niemals nicht kaputt geht, sondern die natürlichen Ressourcen
seiner Umwelt für seine Fortbewegung während der Fahrt nutzt. Jochen
Schreckbauers Erfindung war den Funktionären jedoch so derartig revolutionär,
dass die Einführung der neuen Schreckbauerpfeife nicht vor dem Jahr 2035
erwartet wird. Dabei ist ihre Funktionalität, über die wir erst in 24 Jahren
berichten dürfen, durchaus zeitgemäß. Jochen befindet sich derzeit in
Untersuchungshaft, während ein Expertenteam aus Neuropsychopharmadoktoren, die
Zweckmäßigkeit von Jochens Genialität, in Zusammenhang mit Megalomanie
untersucht. Es ist davon auszugehen, dass die Herren schnell erfolgreich sein
werden, und dann liegt es an Jochen ob er sein Team weiterhin unterstützen will,
oder ob er sich weigert diese eine kleine Unterschrift zu leisten.
Schäff hat vor nichts Angst. Vor gar nichts. Denn er weiß, er hat nichts zu
befürchten. Und wenn sich ihm doch eine Gefahr stellt, steht er da wie Harmonika
am Bahnhof, wo diese drei Deppen schon auf ihn warten, und zieht seinen
Revolver. Am liebsten mag er die Szene in der er zu Fränk sagen darf: „Spiel mir
das Lied vom Tod“, nachdem er ihn erschossen hat. Doch auch Achill hatte eine
Ferse. Und Schäff hat gleich zwei davon. Was für ein merkwürdiger Kerl das wohl
war, denkt er sich, und versucht umständlich auf seinem rechten Knie zu hüpfen,
an dem er eine seiner missratenen Fersen vermutet.
„Schäff?“ Es ist Schlawutzke, dem er seit Gerlindes Trennung aus dem Weg geht,
diesem schmierigen Vereinsmaskottchen, das nur in seinen Sessel will. „Was
wollen sie“, fragt er, während er sich erfolglos an den Blättern eines
Gummibaums festhält und bei diesem Versuch auf einer gerade vorbeispazierenden
Schildkröte landet. „Ein Anruf, Schäff! Ich werd dann mal wieder!“ Schwups, ist
das Aas verschwunden, und Schäff lässt sich von der Schildkröte bis zum Telefon
tragen. „Vereinspräsident Schäff, sie wünschen“, fragt er gelangweilt und
kalibriert die Gegengewichte der Schrankuhr neu, zu der ihn die Schildkröte
geistesgegenwärtig hingetragen hat. „HIER IST DEINE MUTTER!“ Schäff steht
kerzengerade vor seinem Wandspiegel und starrt in das entsetzte Gesicht eines
bösen Jungen, den man gerade beim googeln von Pornoseiten erwischt hat. „Mutti“
flötet er unschuldig, obwohl er weiß, dass die Dinge schlecht stehen wenn Mutti
anruft. „ICH WERDE DICH BESUCHEN!“ –klack-
Kein wann, kein warum, kein wie, kein Wunder… Sind das nicht Schritte im Flur?
Geht da nicht eben die Türklinke? Hört diesmal Schäff die ihm so vertrauten
Worte: „Spiel mir das Lied von Mutti!“ Schon steht sie im Raum und enttarnt auf
mütterliche Weise seine noch eben vorhandenen Fluchtgedanken.
„DU BRAUCHST DICH NICHT ZU VERSTECKEN, SOHN!“ Untertänig kriecht der Gerufene
aus der Wanduhr hervor, bemüht die Art seiner Entschuldigung nicht als Floskel
zu verpacken. „Mutti, ich dachte…“
„SOHN, WENN DU JE GETAN HÄTTEST WORAN DU GEDACHT HAST, WÄRST DU HEUTE NICHT
PRÄSIDENT EINES BUNDESLIGAVEREINS, SONDERN FLASCHENABFÜLLER IN EINER
LIMONADENFABRIK!“
„Dann hätte ich mir wenigstens nicht das saufen angewöhnt“, versprüht Schäff den
Hauch von Widerstand. „WIRST DU WOHL STILL SEIN, WENN MUTTI MIT DIR REDET?!“
„ Ja Mutti.“
„ICH HABE DIR JEMANDEN MITGEBRACHT DEM DU UNENDLICHES LEID ANGETAN HAST, MEIN
SOHN! GERLINDE, TRITT VOR!“ Schwester Gelinde, zart und zerbrechlich wie eine
Rose in eisgrauer Winternacht, schlurft hinter Muttis Rücken in Schäffs
Sichtfeld. Sie ist noch abgemagerter als er sie zurückgelassen hat. „DU WIRST
SIE AUFNEHMEN UND FÜTTERN, SOHN! UND DANN WIRD DEINES VATERS ERBE NICHT UMSONST
GEWESEN SEIN!“
„Du hast doch Papa in die Wüste geschickt“, moniert Sohn in dem Irrglauben eines
Muttigerechten Arguments. In diesem Moment stürmt Schlawutzke euphorisiert in
den Raum. „Schäff, seit bekannt ist, dass Gerlinde wieder kommt, trainiert die
Truppe wie verrückt, gewinnt jedes Spiel, also bis zur zweiten Liga, und kann
kaum das erste Training erwarten!“ Schäff fühlt sich hintergangen. Alle außer
ihm haben es anscheinend schon gewusst. Mutti hält ein. „IN EINER WOCHE HAT
MEINE KÜNFTIGE SCHWIEGERTOCHTER MINDESTENS 30 KILO ZUGENOMMEN! UND DANN WIRD SIE
SICH AUCH WIEDER SO ANHÖREN, WIE MAN ES VON IHR GEWOHNT IST, UND NICHT WIE
JETZT!“ Zärtlich wendet sie sich Gerlinde zu. „SAG MAL PIEP, SCHATZ.“
„piep…“ Vorwurfsvoll blickt Mutti in des Sohnes Richtung. „SIEHST DU, WAS DU IHR
ANGETAN HAST? MEIN SOHN! ICH SCHÄME MICH FÜR DICH!“
„Schwiegertochter?“
„DENK AN DEINEN VATER! DU HAST 48 STUNDEN!“ Mutti geht. Schäff überlegt und
schickt Gerlinde, ohne sie dabei anzusehen für zwei Tage zum Dauerfressen in die
Kantine. Dann sieht er Schlawutzke, den für ihn eigentlichen Verursacher allen
Übels, finster an. „Ich konnte nichts dafür“, versucht dieser sich zu
rechtfertigen, während die Schildkröte mit Schäff auf ihrem Rücken ungnädig in
seine Richtung rast. „Sie werden meiner zukünftigen Frau in den nächsten 48
Stunden beim Essen Gesellschaft leisten, verstanden!“ Schäff hat gesprochen. Er
fühlt sich ein wenig wie Cheyenne kurz bevor er abnippelt, ohne an Claudia
Cardinale rangekommen zu sein. Nur ist Gerlinde eben nicht Claudia, Vater in der
Wüste und Mutti in zwei Tagen wieder da. Und die vergehen gewöhnlich schneller
als ein Liveticker in Fussiländ.
Demnächst:
- Rotznasen
im Stadion! Warum immer mehr Kinder ihre Väter ins Stadion mitnehmen.
- Winkeladvokaten! Warum Dreiecksberechnungen an der 90 Grad Hürde scheitern.
- Allgemeines! Warum Disteln während ihres Wachstums einfach nicht auf ihre
Umgebung achten.
Ist irgendwem eigentlich schon mal aufegefallen,
dass im Demnächst- Teil demnächst nie das kommt was demnächst angekündigt
wird?
zum Artikel
Verfasst am : 14.01.2011 19:46
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Fear and loathing in Eberswalde
5 Uhr nachmittags, eine Stunde vor Spielanpfiff,
und Gerlinde geht ihren Weg. Sie hat seit ihrem Aufenthalt in Spagackenkaag gute
120 Kilo abgenommen, und lebt nun mit dem Fluch der Schönheit, dass keiner sie
im Verein mehr ernst nimmt, erst recht nicht die Spieler, die seit dem jedes
Spiel so gut versaubeuteln wie sie nur können.
18:08 Uhr
Es wird an ihrem Trainerstuhl gerüttelt, was bei näherer Betrachtung etwas
seltsam anmutet, wenn man zwei erwachsenen Männern dabei zusieht, wie sie
versuchen, vier einbetonierte Trainerstuhlbeine zu zerbeißen. Nebenher versuchen
Leydecker und Co einen Blick in Gerlindes Duschkabine zu erhaschen, und
versäumen dabei das zweite Gegentor zu beobachten.
18:12
Die Ereignisse überschlagen sich, als ein uniformierter Würdenträger Einsicht in
das beinahe leere Stadion nimmt.
„Öhem!“, räuspert sich das Gesetz streng, während Schlawutzke gerade im Begriff
ist die Erfolgsmeldung eines Beißabdrucks, in dem von ihm bearbeiteten Stuhlbein
zu vermelden. „Was machen sie denn da?“ Schlawutzke und Schäff reißen beinahe
gleichzeitig ihre Köpfe hoch. „Oh, wir beten nur diesen Trainerstuhl an, damit
er uns beim nächsten Mal mehr Glück bringt!“ Schäff ist stolz auf Schlawutzke,
was selten genug vorkommt, aber ein solcher Mist wäre ihm als Ausrede ganz
sicher nie in den Sinn gekommen. „Wir machen aber jetzt hier Feierabend, meine
Herren. Wenn sie dann so langsam ihre Gebete beenden würden?“ Keinen Zweifel,
der Uniformträger hält uns für bescheuert, denkt Schäff und wirft Schlawutzke
einen finsteren Blick zu. „Hören sie mal, ich habe hier etwas Wertvolles
verloren, ist ein altes Erbstück! Sie werden ja wohl noch fünf Minuten Zeit
haben?!“ versucht Schäff die Situation zu retten. Der Uniformträger mustert ihn
misstrauisch. „Sie haben noch drei Minuten!“ Dann verschwindet er und beobachtet
aus sicherer Entfernung das Treiben der beiden Männer. „Sie Rindvieh, einen
Stuhl anbeten! Wie kommen sie nur auf einen solchen Unsinn? Und jetzt nehmen sie
endlich das Stuhlbein aus ihrem Gebiss, der ist schon misstrauisch genug!“
„Haben sie ihr Erbstück schon gefunden, Schäff?“
„Manchmal fehlen mir wirklich die Worte, Schlawutzke. Am besten sie suchen da
drüben weiter, da gibt’s auch keine Stuhlbeine!“
„Okay Schäff, wann sind die drei Minuten eigentlich um?“
„Jetzt Schlawutzke! Und nun geben sie noch rasch Pfötchen und sagen, Danke sehr,
zum lieben Onkel!“ Draußen wartet bereits Gerlinde, umringt von einer sabbernden
Schar Holzfäller, die ständig irgendwelche Gegenstände fallenlassen, nur um so
häufig wie möglich mit dem Gesicht in den Sand zu springen. Ein
markerschütternder Schrei lässt die Meute auseinanderplatzen, als wäre aus
Gerlinde eine detonierte Handgranate geworden. Doch da steht sie, heulend, ein
Bild der Trauer, derweil sie die Insassen des Mannschaftsbusses eindeutig
beäugen, und nebenher die Fenster mit ihren Zungen bearbeiten. „Tja Gerlinde,
sie sind raus!“ erklärt Schäff diplomatisch und überreicht ihr als
Abschiedsgeschenk eine Schachtel Pralinen. „Wenn sie wieder Zigarre rauchend,
mit ihrer schmierigen Schürze und den Lockenwicklern, und natürlich 100 Kilo
mehr auf ihren Rippen, mindestens(!), vor mir stehen, dann dürfen sie gern
wieder vorsprechen! Aber für Prinzessinnen hab ich leider keinen Job!“ Dann
steigen die Männer ein. Gerlinde sieht traurig zu, wie die Rücklichter des
Mannschaftsbusses immer kleiner werden, bis sie ganz in der Dunkelheit
verschwinden.
Meine Fresse, ist das traurig. Das ist so traurig! Himmel, ist das traurig. Da
geht einem irgendwie das Herz auf. So ähnlich wie in dem Seniorenheim unweit der
Redaktion. Es trägt den Namen: „Offenes Herz“ Ein Schelm, der Böses dabei denkt.
Aber ich stelle mir das jedes Mal beim Vorbeigehen bildlich vor, mit den ganzen
Ärzten, Skalpellen und Grillgeräten und so.
Guten Abend.
Demnächst:
- Warum ein
im Präsens gesprochenes Verb später irgendwie blöd klingt
- Warum Wanderfalken keine Gehhilfe brauchen, aber trotzdem keine Termine
einhalten
- Wie man Strickleitern das ständige Rumgehänge erfolgreich austherapieren
kann
zum Artikel
Verfasst am : 06.01.2011 20:05
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Gertrud ist kein Baum
Weihnachten kann
zuweilen ein grausames Fest sein. Insbesondere dann, wenn man es mit Schlawutzke
und Schäff verbringen muss, die man in der Hoffnung mit der Aussicht auf
Besseres, wohlwissend erst kürzlich verlassen hatte, um sich schließlich doch
darüber gewahr zu werden: Das musste ja so kommen.
„Gerlinde, haben sie etwa abgenommen?“
„Ssie ssehen einffach bezzzzaubernd aussss!“
„Schlawutzke, behalten sie ihre Flüssigkeiten im Mund!“
„AB HEUTE ÜBERNEHME ICH WIEDER DAS KOMMANDO!“
„Selbstverständlich Schwester.“
„DIESER HONKYSCHWONKY IST EIN VERRÜCKTER!“
„Natürlich Schwester.“
„WEISS NICHT MAL, WAS EIN SCHOFEL IST!“
„Ja, woher auch, Schwester?“
„ICH HÄTTE VERMUTET VON IHNEN, SCHÄFF!“
„Nie im Leben, Gerlinde!“
„NENNEN SIE MICH SCHWESTER, ICH HABE MICH VERÄNDERT!“
Die seit der Heiligsprechung, durch einen vermeintlich Untoten versaute
Holzfällermannschaft, reagierte in eingeübt, kollektiver Gelassenheit auf
Gerlindes Rückkehr, mit dem offensichtlichen Bewusstsein, dass einem nichts
egaler als die Zukunft sein könnte. Wer von denen ahnte wohl auch, dass er
irgendwann in einem billigen Vorstadtzirkus als drittklassiger Preisboxer
angestellt sein würde? Am wenigsten Lars Leydecker, der es gewohnt war Tore am
Fließband zu produzieren. Und würde allein dieser Spieler nach Absolvierung
seiner Spielzeit, den ihm zustehenden Satz ALG erhalten, hätte Eberswalde
vermutlich seinen Status als Weltstadt endgültig ablegen können. Also wie
jemanden loswerden, der schon allein aus individueller Unkenntnis, den Status
eines Helden erreicht hat? „Wir könnten ihm verbieten die Freistöße und Elfmeter
zu schießen und ihm anschließend vorwerfen, dass er keine Tore mehr schießt.“
„Glauben sie wirklich, dass er deswegen auf seine Abfindung verzichtet? Ich kann
nur hoffen, dass er genug gespart hat, um uns für immer aus den Augen zu
bleiben!“
„Ich glaube, er ist immer noch sehr verliebt in Schwester Gerlinde, Schäff.“
„Mist! Wird im Verein zufällig irgendwo eine Stelle frei?“
„Unser Pförtner ist vorgestern gestorben.“
„Doch nicht hoffentlich im Dienst?“
„Ich bin sicher, er gab sich alle Mühe, Schäff.“
„Was meinen sie, Schlawutzke, könnte sich der Leidi mit einem Job als Pförtner
anfreunden?“
„Er wäre sicher der teuerste Pförtner der Stadt, Schäff.“
„Regeln sie das, Schlawutzke, und sorgen sie dafür, dass Gerlinde wieder
zunimmt! Sie sieht ja aus wie Dustin Hofmann in „Der zweite Hai.“
„Sie meinen sicher Charles Bronson in „Es war einmal in Amerika“?“
„Nein, eigentlich meinte ich Rolf Herricht in „Karbid und Sauerampfer“.“
„Den hab ich auch gesehen, aber war das nicht die Karusseit?“
„SCHLAWUTZKE!“
„Gerlinde füttern, ist schon klar, Schäff.“
„UND?“
„Leidi zum Pförtner machen.“
„Sehr gut Schlawutzke, und?“
„Ähm?“
„Na an die Arbeit, Schlawutzke, was stehen sie hier noch herum?“
Schlawutzke betrat entschlossen das Schwesternzimmer. Gerlinde hatte sich
tatsächlich verändert. Lächelnd las sie die Zeilen, der ihr scheinbar so
Verwandten Olga aus Weede und trug sich erneut mit Fluchtgedanken.
Demnächst: Gerlinde-
eine Frau geht ihren Weg um 5
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Verfasst am : 26.12.2010 20:11
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Schlagzeilen
Eberswalde.
Holzfälleraufwind jäh gestoppt+++DVD, jetzt auch in blau+++Bürgermeister
Brechgrinski weiht nichtgenehmigte Klärgrube im Armenviertel der Stadt
ein+++Torussia enthüllt Männerwünsche in der Nachbarschaft bei
Alfonso-Sklilatti+++Bullenkuhlen als erster aus dem Kreis der Schreibergilde
deutscher Meister??+++Das bittere Ende einer Halbzeit
Holzfälleraufwind jäh gestoppt
Trotz der 1:2 Niederlage beim Meisterschaftsfavoriten Nummer 1, EFC Ostfrisia
Emden, herrschte bei den vier mitgereisten Eberswalder Fans aus der
Altherrenriege ausgelassene Fröhlichkeit. Nicht von ungefähr, hatten die Frost
und Schnee gewohnten Waldarbeiter dem Favoriten immerhin das erste Gegentor der
Saison beschert, und das trotz nur zweier Torchancen. Für die kampfeslustigen
Rentner war dieses Ergebnis allerdings eher zweitrangig, derweil sie sich nach
dem Spiel ausgelassen an einem Parkscheinautomaten vergriffen, woraufhin sie
vorübernehmend in Gewahrsam genommen wurden.
DVD, jetzt auch in blau
Nach dem überraschenden Torerfolg in Emden, besuchte der DVD die Mannschaft.
Doch erscheint uns die weihrauchgeschwängerte Beschreibung der Szenerie wenig
sinnvoll, was sicher jeder nachvollziehen kann, der ähnliches schon mitansehen,
oder gar miterleben musste.
Bürgermeister Brechgrinski weiht nichtgenehmigte
Klärgrube im Armenviertel der Stadt ein
„Hier stinkts“, erdreistete sich ein Rentner des Viertels, der sicher als
letzter in dem Verdacht stand, Gerüche wahrnehmen zu können. Stattdessen war er
selbst in der Vergangenheit oft das Opfer maßgeblicher Anschuldigungen nasaler
Beschwerden. Doch hier und heute witterte er die Möglichkeit rechtfertigenden
Handelns, indem er jene, die sich sonst über ihn beschwerten, darauf hinweisen
konnte, dass es auch andere Orte gab an denen es offensichtlich zu
Geruchsbelästigungen kam. Zu seiner Erschütterung schienen die Leute das
überhaupt nicht wahrzunehmen. „Sehet, der Bürgermeister ist hier“, und „Lasst
uns ihn mit Steinen bewerfen“, waren plötzlich in Mode geratene Wortschöpfungen,
die jedwede vorher vorhandene Geruchsbelästigung mit einem Mal erstickten.
Die Einweihung einer 5x7 Kubikkilometer großen Klärgrube verabschiedete der
Bürgermeister schließlich mit den Worten: „Ich muss dann mal“.
Torussia enthüllt Männerwünsche in der Nachbarschaft bei
Alfonso-Sklilatti
Der Aufenthalt von unsa frl. reinlich, derzeit in unmittelbarer Nachbarschaft
einquartiert, hinderte sie dennoch nicht daran, uns nicht nur nicht zu besuchen,
sondern auch interessante Enthüllungen in Alfonso-Sklilattis infamen, mafiös
eingeordneten Blatt zu enthüllen. Die Einzelheiten erlesen sie im
Sonntagsinterview bei Alfonso-Sklilatti.
Bullenkuhlen als erster aus dem Kreis der Schreibergilde deutscher
Meister??
Die Chancen stehen gut. Der Erfinder des Schwelgomats, des de, und Verfasser
vielerlei erfolgreicher Artikel in diesem Spiel, kann vielleicht schon in der
nächsten Saison um seine erste deutsche Meisterschaft spielen. Und das als
Mitglied der Schreibergilde! Aber auch Octavius77, in letzter Zeit mehr als
schreibfaul, gilt durchaus als hoffnungsvoller Kandidat, demnächst einen Artikel
verfassen zu können indem es heißt: „Jahaaa, wir haben es geschafft!“ Und dann
der eigene Bruder. 1. FC RM Berlin 09. Und das noch in der eigenen Liga. Dazu
später.
Das bittere Ende einer Halbzeit
Ein Tor geschossen gegen den unumstrittenen Ligameister. Und heute eins
kassiert, ohne eines geschossen zu haben gegen Dynamo Strom. Ein Fest für Schäff
der, außerhalb von sich selbst, niemanden als religiöse Ikone duldet.
Ausgenommen Gerlinde…
„Entlassen sie ihn, Schlawutzke, jetzt haben wir endlich einen Grund!“
„HIER WIRD NIEMAND ENTLASSEN.“
„Gerlinde, ich dachte sie wären auf der Pressekonferenz?“
„ICH NEHME AN, SIE DENKEN JETZT ANDERS.“
„Wo ist Schlawutzke?“
„AUF DER PRESSEKONFERENZ.“
„Gott bewahre!“
„SIE WOLLEN DEN DVD LOSWERDEN!“
„Na hören sie mal!“
„STREITEN SIE ES NICHT AB!“
„Gerlinde, es gibt manchmal Dinge, die ein Schäff entscheiden muss, wenn sich
andere Dinge nicht in die Richtung bewegen, die nötig sind.“
„DANN WERDE ICH AUCH GEHEN!“
„Nun beruhigen sie sich doch. Und überhaupt, wo wollen sie denn hin?“
„ICH WILL ZU MEINEM SCHLÜBBER!“
„Der DVD kann ihnen nicht helfen, Gerlinde.“
„ABER ER HAT ES VERSPROCHEN!“
„Wie viele Männer haben ihnen in ihrem Leben schon etwas versprochen?“
„ZWEI.“
„Und wie viele von denen haben ihr Versprechen gehalten?“
„MACHEN SIE JETZT AUF FRAUENVERSTEHER ODER WAS?“
„Ich will sie nur darauf hinweisen, dass sie es bei uns gut haben.“
„ABER MEIN SCHLÜBBER KRATZT!“
„Tatsächlich? Wo denn?“
„AM HALS. JEDESMAL WENN ICH DEN HERD BEDIENE HINTERLASSEN SEINE KRATZSPUREN
EKELHAFTE STRIEMEN!“
„Und deswegen wollen sie uns verlassen?“
„SIE SIND EIN MANN, SIE MÜSSEN OFFENBAHR SO REDEN.“
„Gerlinde…“
„NEIN, ICH WERDE GEHEN!“
„Bittäääää!!“
„ICH WÜNSCHE IHNEN NOCH ALLES GUTE, SCHLAWUTZKE WIRD SIE ÜBER DEN TAG
RETTEN…AUCH ÜBER DEN NÄCHSTEN.“
„Geeeeerlindäääää“
Fort war sie. Sie hinterließ Schäff in der nagenden Ungewissheit ungereimter
Dinge, die er selbst heraufbeschworen hatte. Schäff sein erforderte Opfer. Und
er begann sich zu erinnern. Spagacken zur Simu herausfordern, dachte er bitter.
Doch schon nach zwei Minuten wurde auch dieses Angebot abgelehnt. „Dann leckt
mich doch am Arsch“, brüllte er in ungefragte Mikrofone die plötzlich sein
Antlitz umlagerten. „Schäff, sie werden am Telefon verlangt.“ Und das war auch
gut so.
zum Artikel
Verfasst am : 19.12.2010 20:15
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Der DVD- Kult
Gerüchte wurden
laut über einen Schatten im Osten, ein namenloses Grauen…
„Schmierentheater wurden wir genannt, mein Schaaatzssss!“
„HALT DIE FRESSE UND ISS DEINEN PUDDING!“
„Nur deinetwegen bin ich nach Eberswalde gekommen, Gerlinde.“
„ICH HATTE BEFÜRCHTET, DASS DU SO WAS SAGEN WÜRDEST.“
„Und habe ich dem Verein bisher nicht nur Siege und einen dritten Platz
beschert?“
„WILLST DU JETZT ERNSTHAFT ÜBER MEINE TRAININGSMETHODEN DISKUTIEREN?“
„Oh göttliche Kassandra…“
„GERLINDE!“
„Der Honkyschwonky wird sicher keine Ruhe geben.“
„WAS GEHT MICH DAS AN!“
„Aber ich liebe dich!“
„DIE MÜNCHEBERGER KLONFABRIK BEDARF EINER DRINGENDEN REVISION.“
Irgendwo anders.
„Es ist ein Gegentor gefallen, Schlawutzke.“
„Na hören sie mal Schäff, wir kämpfen immerhin um die Bronzemedaille!“
„Und warum verlieren wir seit der Ankunft des Dallidulli andauernd gegen die
Spagacken?“
„Er nennt sich nach der Verleihung des VON übrigens nur noch DVD, Schäff.“
„Lenken sie nicht vom Thema ab!“
„Es ist ein Fluch der seine Echtheit bezeugt, Schäff.“
„Schlawutzke, sie stehen kurz davor entweder entlassen zu werden oder an
Gerlindes Trainingsprogramm teilnehmen zu dürfen!“
„Nicht das Trainingsprogramm, Schäff.“
„Sie jämmerlicher Jammerlappen! Es gab mal Zeiten, in denen sie wer weiß was
dafür gegeben hätten, nur um in der Nähe von Schwester Gerlinde zu sein!“
„Ich weiß!“
„Sie wollten sie sogar heiraten!“
„Ich weiß.“
„Und ein Haus bauen!“
„Ich weiß.“
„Und ihre Mutter kennenlernen!“
„Arrrghhhh!“
„Wie meinen?“
„Verzeihung Schäff.“
„Der DVD ist ganz sicher auch auf ihrem Mist gewachsen!“
„Ich weiß…äh, ich meine, nein!“
„Nein?“
„Nein Schäff, ich dachte, das wäre ihre Idee?“
„Meine Idee?“
„Äh, ja Schäff?“
„SCHLAWUTZKE!“
„Schäff?“
„Verdammtnochmalundzugenäht!“
„Daran dachte ich auch gerade, Schäff.“
„Wir müssen ihn wieder loswerden, Schlawutzke!“
„Aber wie sollen wir das anstellen Schäff? Er infiltriert mittlerweile sogar
politische Ebenen.“
„Dann schalten sie die politischen Ebenen aus!“
„Bei allem Respekt, Schäff!“
„Trainingsprogramm?“
„Aber wir werden danach nie wieder um einen Meistertitel spielen können,
Schäff!“
„Was interessiert mich die Meisterschaft, Schlawutzke, wenn einzig der DVD dafür
die Lorbeeren einheimst, und wir im Schatten diesen Grauens trotzdem alle Spiele
gegen die Spagacken verlieren!“
„Sie nehmen das ganz schön persönlich, was Schäff?“
„Schlawutzke, bisher nehme ich einzig ihre wenig kooperierende Arbeitsweise
persönlich!“
Wehret den Anfängen.
„MEIN SCHLÜBBER KRATZT“
„Es wäre mir eine Ehre, dich zurück zu deinem Originalschlübber zu geleiten.“
„DU KENNST DEN AUFENTHALTSORT, MEINES SCHLÜBBERS?“
„Oh Liebste, oh wunderbarste Frau der Welt, ich kenne jeden erdenkbaren Ort der
Erde, wenn er dich nur glücklich macht!“
„ICH WILL NUR MEINEN SCHLÜBBER!“
„King Bully ist übrigens auch schon ganz scharf darauf!“
„SOLLTE ICH MEINEN, DASS DEINE LIEBE ZU GEKRÖNTEN HÄUPTERN, DEINEM WUNSCH MIR
MEINEN SCHLÜBBER ZU BESORGEN IRGENDWIE IM WEGE STEHT?“
„Ich geh mit dir wohin du willst…“
„ACH?“
„…auch bis an Ende dieser Welt…“
„GIB MIR DIE FERNBEDIENUNG!“
…so, ich hab keine Lust mehr noch weitere, der
Sache unzweckmäßige Bemerkungen, über dieses Eberswalder Schmierentheater
abzugeben. Offensichtlich benebelt der DVD nicht nur die Gehirne Einzelner,
sondern einzelne vermögen auch mittlerweile der Ansicht zu widersprechen, weit
weniger vereinzelt vorzukommen, als es im Einzelnen der Fall zu sein scheint.
Und das sich dieser Artikel klammheimlich am Thema Fußball vorbeimogelt, ist nur
für diejenigen eine Frechheit, die wirklich keine anderen Hobbys haben. Dabei
bricht man sich hier höchstens den Zeigefinger, wenn die Tastatur aus
ungenannten Gründen häufiger malträtiert wird, als es ihrem Zweck dient.
zum Artikel
Verfasst am : 16.12.2010 21:12
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Hier tickt der Holzwurm- auch in ihrem Gebälk
Derweil man in Spagackenkaag noch immer über die
rätselhaften Umstände des verstorbenen Dallidulli bei seiner Begegnung mit einer
Kommodowarane nachdenkt, verdichten sich die Gerüchte, dass der Dalldulli weder
tot noch verletzt ist. In Eberswalde, so heißt es, erfreue sich der gute Mann
bester Gesundheit, versehen mit dem neuen Aufgabenfeld die religiösen Ströme des
Vereins zu vereinen unter Hinzuziehung diverser Hilfsmittel, die da aus mehr
oder minder reißfesten Material bestehen. Bleibt folgende Frage: Wen hat Adular
Zech am Grab des Dallidulli so herzerweichend besungen?
Doch von vorn. Schon vor einigen Tagen hatte der Dallidulli seine Abreise aus
Spagackenkaag, aus Gründen, die er uns ganz sicher noch zu einem späteren
Zeitpunkt enthüllen wird, geplant und sich mit einem alten Waldschamanen, nahe
der spagackischen Grenze zu diesem verschwörerischen Gespräch zusammengetroffen.
„Schäff weiß Bescheid?“
(absichtlich verstellte Stimme): „Du totmachen, isch sagen Schäff.“
Die Überreste dieses Gesprächs wurden uns von einem stadtbekannten Eberswalder
Denunzianten in Form eines Diktiergeräts persönlich vorbeigebracht, was nur
bedeuten kann, dass dies lediglich die Spitze des Eisberges ist, womit wir auch
schon beim Wetter wären. Was? Eilmeldung? Moment.
Wie wir in diesem Augenblick erfahren ist der Dallidulli soeben offiziell im
Stadion aufgetaucht… Wir geben weiter an den Berichterstatter vor Ort.
Frenetisches Feiern, meine Damen und Herren, auf
den Dallidulli wurden gerade einmal 27 Attentate versucht, es gibt mehrere
Schwerverletzte, sowie zwei Frauen in den Wehen, so was hat dieses Kaff seit den
Puhdys im letzten Sommer nicht mehr erlebt, schon Attentat 32…haha, ja liebe
Zentrale, zurück zu euch…
Wir haben derweil Herrn Brechgrinski, den Bürgermeister im Studio. Guten Abend,
Herr Bürgermeister.
Guten Abend.
Was halten sie davon?
Der Herr Dallidulli ist schon jetzt ein
belebenes Element auf dem Eberswalder Arbeitsmarkt und ich kann nur immer wieder
betonen: Herzlich willkommen!
Belebenes Element auf dem Arbeitsmarkt?
Mein lieber junger Freund, wir beschäftigen seit
heute Mittag, wo bekannt wurde welch würdevollen Bürger unsere Stadt künftig
beherbergt, etwa das Dreifache an Personalschutz! Nicht zu reden von dem
Personal das wir einstellen mussten um über unseren neuen Gefängnisse zu
wachen.
Neue Gefängnisse?
Wir haben im praktischen Eilverfahren…also ich
habe beschlossen 50 Prozent der Kindergärten zu Gefängnissen zu machen. Die
Hälfte der Insassen haben wir gleich dabehalten!
Sie haben Kinder…?
Das ist ein neuentwickeltes Präventivverfahren
zur Vermeidung von Jugendkriminalität.
Aber wer soll dieses aufgeblähte Personal denn bezahlen?
Unsere Quoten bei Gewinnspielen sind
mittlerweile astronomisch hoch, keine Sorge, bei uns verhungert
keiner.
Aber sie reden gerade von neoliberalem Faschismus, Herr Bürgermeister.
Und sie haben gerade den letzten Satz in dieser
Sendung geredet! Bringt ihn weg. Und jetzt
ich,……..blablabla…Prozent…blabla…Marktanteile…blabla
Störsender X
„Herr Dallidulli, darf ich vorstellen, Schwester Gerlinde.“
„Herr Dallidulli, so wurde ich meiner alten Heimat nie genannt…“
„Wohl schon wieder Heimweh, was?“
„Das ist übrigens Schlawutzke, naja, sie kennen sich ja noch.“
„Der ewig Erfolglose wird er bei uns genannt.“
„Ich werd dir gleich!“
„SCHLAWUTZKE!“
„Was?!“
„Putzen sie sich ihre Nase. Das sieht jedes Mal zum Fürchten aus wenn sie wütend
werden! Am besten sie machen das irgendwo, wo man sie nicht sehen kann!“
„Ich geh ja schon!“
„Setzen sie sich doch Herr Dalli VON Dulli!“
„Sie meinen, ich bin jetzt ein echter VON?“
„Selbstverständlich! Das ist natürlich nichts im Vergleich zu ihrer
Seligsprechung in Spagackenkaag.“
„Oh das…nun wenn meine alten Landsleute erfahren, dass ich jetzt für Eberswalde
arbeite und das auch noch lebendig, werden sie ihre Meinung sehr rasch
rückgängig machen.“
„Nun sehen sie mal nach vorn! Die Truppe hat dank ihnen eine ganz neue Moral.
Nach dem heutigen Punktspiel wissen wir, ob es schon gewirkt hat!“
„Und was wenn es nicht gewirkt hat?“
„Dann bekommen sie vielleicht doch bald Heimweh!“
„Das VON hat nicht wirklich eine Bedeutung, oder?“
Schäff grinste, mit dem Champagnerglas zum pröstlichen Ritual ansetzend, dem
Dallidulli diabolisch zu, was ganz sicher so viel bedeutete wie: Stell die Frage
in die dunkelste Ecke des Raumes und wisse, dass sie der Katze dort als Toilette
dient. Anstoß in zwei Minuten.
Die Folgen des ersten Spiels…0:1…der erste Sieg in
Folge…DalliVONDulli schlägt ein wie eine Bombe…5:0 hätten wir gewonnen wenn der
nicht gewesen wäre, mutmaßt eine ungehörte Minderheit…vorübergehende
Festnahmen…DalliVONDulli unter Erfolgszwang…Schäffs Tochter datet mit
unbekanntem Fremdling aus Müncheberg…
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Verfasst am : 10.12.2010 18:31
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Liveticker-TV
Langeweile
20:03 in Kapländ und es passiert überhaupt nichts. Selbst Honkyschwonky schreibt
keine Artikel, belässt es stattdessen bei einer Ankündigung, die es uns
gestatten soll zu lesen, wie es ihm nachher so geht. Auf Simulationen reagiert
der feine Herr auch nur als befände man sich in der Warteschleife irgendeiner
0900 Nummer. Beinahe, als hätten sich meine Spieler 3 Tage nicht gewaschen. Na
und! Oh, er hat angenommen. Es steht schon 1:1 für mich! Lässt einen erst
stundenlang warten und schießt auch noch ein Tor! Wo gibsn so was! Huch! Die VfB
AH Allstars simulieren mich an und haben schon nach 10 Minuten die erste gelbe
Karte gefressen! Hähä, das habt ihr nun davon. Mist! Jetzt haben die doch
tatsächlich ein Tor geschossen! So viel Bier verträgt doch kein Mensch, bei der
zu erwartenden Masse die erbrochen werden möchte. Dabei hat der nen viel
schwächeren Torwart als iche! Bestimmt gedopt, klarer Fall! Mit dir spiel ich
nochmal ne Simu duuuu!!! Haaaa, Ausgleich und wer? Klar, Leydi, wer sonst. Zum
Glück hab ich dem noch n Jahr mehr aufgebrummt, diesem kleinen Racker. Wer
danach die Tore von diesen krummbeinigen Versagern schießen soll, keine Ahnung.
Baaaah, 2:1 gegen die VfB AH Allstars. Schon wieder Leydi! Der macht mir Angst.
Ich versuch gar nicht erst ihn auszuwechseln. Dafür trifft er gegen die
Spagacken nicht und das beim Stand von 3:3! Frage mich, was dieses Rindvieh von
DM sich überhaupt erdreistet im gegnerischen Strafraum aufzutauchen und Tore zu
schießen! Was solls, Ende gut alles gut, Leydi schießt das 4:3. Endstand. Aber
was sollen diese drei Gegentore? Schlawutzke, sagen sie doch auch mal was! Wie
is eigentlich das andere Spiel ausgegangen? Egal, wahrscheinlich 5:0 gewonnen.
Spannend, so ein Simuabend. Mal sehen wer noch so simut. Und was der Honky wohl
als Selbstoffenbahrung in seinem nächsten Artikel plant? Hoffentlich nicht
wieder diese end- und buchstabenlosen Artikel die sich dann im Postfach stauen.
Oh neee, der Bierbauchberserjker hat grad nen Artikel verfasst in dem er auf
unser desaströses Abschneiden bei seinem Abkackpokal hinweist. Na und?! Dafür
kann ich aus einer Kartoffel einen Panzer kneten! Jetzt reichts aber auch
langsam wieder! Mein Bruder trifft morgen im Punktspiel auf mich. Ich glaub, ich
zieh die Aggro vorsichtshalber Mal auf 90. Bei der Verwandtschaft kannste nicht
vorsichtig genug sein. Im Liveticker kann ich sie immer noch auf 100 schieben,
weil der hat morgen Töpfer-AG!
Liveticker-TV
zum Artikel
Verfasst am : 06.12.2010 20:52
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LRS- lallen, rülpsen, schreien
Die Gazette Holzwurm freut sich, den 11 tausendsten
Leser zu begrüßen, der hiermit den Wanderpokal, „11 tausendster Leser vom
Holzwurm“, erhält. Sollte allerdings wieder ein 11 tausendster Leser gefunden
werden, muss der augenblickliche Preisinhaber seinen Preis an den anderen 11
tausendsten Leser abgeben, was sich fortsetzt, falls es danach wieder einen 11
tausendsten Leser geben sollte. Unser heutiger 11 tausendster Leser muss
förmlich auf diesen Augenblick gewartet haben, oder er hat uns einfach nur 11
tausendmal angeklickt, weil er wusste, dass jeder 11 tausendste Leser dieses
Blattes, einen Preis in Form eines Wanderpokal erhält.
Jedenfalls machte er wie folgt auf sich aufmerksam:
Anönymer Preisträger: kriegsch´n preis jetz?
Redaktion: Nööööö.
Anönymer Preisträger: Mennoooooh!
Natürlich haben wir den Leser nicht darüber aufgeklärt, dass er tatsächlich
einen Preis erhält.
Und hier unsere Preisfrage was den anönymen Preisträger betrifft.
Wer ist der 11 tausendste Leser dieses Blattes?
A- Schorsch Chancentod, berüchtigt dafür,
mit seinem S.P.O.N.K., den Teil einer Weltverschwörung zu kreieren, der hier im
Fußballkapländ beginnend, bereits innerhalb von 2744 Jahren erste Früchte tragen
soll?
B- MarkK- plötzlich wieder auferstandener
Jungjournalist, der an runden Tischen sitzt, und die Revolution mit ausgeborgten
Umlauten plant um dem ESG an sich zu beweisen: Ja, es gibt Buchstaben und wenn
man sie aneinander reiht ergeben sie manchmal Worte…uswusw
C- Honkyschwonky, dessen Kopf rätselhafter
Weise mit ihm Gespräche führt, obwohl er sich an einem völlig anderen Ort
aufhält, ungeachtet der Tatsache, dass leere Hälse in ihrer Geschichte eher
Schwierigkeiten hatten sich zu artikulieren, insbesondere wenn es um Frauen
ging.
D- King Bully, der nur noch heimlich mit
liest und demzufolge genau wusste, wann der Zeitpunkt der Richtige ist, um Herr
dieser Trophäe zu werden.
E- Smoky23, die in ihren Cocktailpartys
nur unrasierten Frauen den Einlass gewährt, um anschließend jene öffentlich
abzustrafen, die ein Damenbart beim Küssen stört?
F- Jemand völlig anderes?
Ihre Antwort schreiben sie bitte, auch gern mit einer Begründung, in den für nur
7 Tage geöffneten Kommentarteil unseres Blattes. Die möglichen Preisträger mögen
sich bitte nur äußern um für die nötige Verwirrung zu sorgen.
zum Artikel
Verfasst am : 26.11.2010 19:16
Kommentare: 31
Frauen, Männer, Fußball…Hygiene?
„Schäff…Schäff, wir haben da ein, na ich will nicht
sagen Problem, aber…es ist eine Katastrophe!“
„Jaja, wie lief das Spiel heute?“
„Welches meinen sie, wir hatten drei.“
„Na das Endspiel um die goldene Currywurst!“
„Wir hatten kein Spiel, in dem es um eine goldene Currywurst ging, Schäff.“
„Natürlich nicht!“
„Verzeihung, Schäff.“
„Jaja, schon gut! Wie oft hat der neue Stürmer getroffen?“
„Na sie können Fragen stellen, Schäff!“
„Wie oft, Schlawutzke?“
„Er übt noch.“
„Schön! Sind wir schon Meister?“
„Hääääh?“
„Reingefallen Schlawutzke, hähä!“
„Also wissen sie, Schäff, sie haben manchmal eine komische Art von Humor!“
„Ist das nicht auch der Sinn von Humor?!“
„Wir haben übrigens 3:0 verloren.“
„Und was ist daran so witzig, Schlawutzke?“
„Na hören sie mal, wir haben nicht eine gelbe Karte kassiert, und das gegen den
vermutlichen Meister!“
„Verstehe, und wie viele Rote?“
„Die Abteilung für statistische Unwahrscheinlichkeiten arbeitet noch an der
Auswertung, Schäff.“
„Kann man das nicht während des Spiels zählen lassen?“
„Das würde unsere gesamte Statistik durcheinander bringen, Schäff!“
„Na ich dachte ja nur, da steht einer am Spielfeldrand und zählt vielleicht mit,
wie oft der Schiedsrichter in die Tasche greift und eine Karte zieht!“
„Schäff, wenn das wirklich so einfach wäre, könnte man jeden beliebigen
Balljungen mit einer solchen Aufgabe betrauen. Hier aber geht es um
Präzision.“
„Wollen sie mich verscheißern!?“
„So etwas würde mir nie…“
„Jaja, schon gut Schlawutzke, ich bin nur etwas mies gelaunt. Setzen sie sich.“
Schlawutzke setzte sich.
„Die Sache mit den Insekten…also mit denen, die ich am Fenster erschlagen
habe…die haben sie doch niemandem erzählt…oder?“
„Natürlich nicht, Schäff!“
„Natürlich nicht, Schäff.“
„Schäff?“
„Und warum bekomme ich dann seit Tagen Anrufe von Tierschutzorganisationen, die
mir mit Prozessen wegen Tierquälerei drohen?“
„Gerlinde?“
„Gerlinde frisst Spanferkel, selbst wenn sie noch nicht mal am Spieß hängen! Die
können wir wohl ausschließen. Waren sie nicht mal Vegetarier?“
„Oh, das habe ich mir abgewöhnt seit sie mich während der Feierlichkeiten ihrer
zweiten Hochzeit zu einem Regenwurmimbiss einluden, Schäff.“
„Naja schon gut Schlawutzke, aber wir müssen herausfinden, wo die undichte
Stelle ist! Verstanden?“
„Selbstverständlich, Schäff.“
„Und was ist nun mit ihrer Katastrophe von der sie mir erzählen wollten?“
„Die Kantine wird geschlossen, Schäff!“
„Wie bitte?“
„Frau Schnullebullebinichnich von der Stadtverwaltung war der Meinung, dass es
uns dort an Hygiene mangelt, Schäff.“
„Wer ist verantwortlich für den Laden?“
„Schnitzelfred. Er bestreitet alles.“
„Organisieren sie ein Mittagessen mit Frau Schnullebullebinichnich und sorgen
sie dafür, dass Schnitzelfred es künftig unterlässt seine Zehennägel während der
Essensausgabe zu reinigen!“
„Jawohl, Schäff.“
„Sonst noch was?“
„Da wäre noch…“
„Gut! Also nichts! Na dann halten sie den Verein mal weiter auf Trab,
Schlawutzke, nur keine Müdigkeit vorschützen!“
„Natürlich nicht, Schäff…“
Schlawutzke geht ab, Schäff greift nach dem
Telefon und drückt die Sterntaste. „Ist ja einfach“, murmelt er ohne den Sinn
seiner Worte nachvollziehen zu wollen. „Bin ich da bei Frau
Schnullebullebinichnich? Hier spricht dein Ex- Mann, wir haben da so ein kleines
Hygieneproblem.“ Eine weibliche Stimme antwortet: „Ja! Das war der Grund unserer
Scheidung!“
Nie im Leben hätte Schäff geglaubt, dass Frauen so derartig nachtragend sein
könnten.
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Verfasst am : 23.11.2010 21:01
Kommentare: 5
Neuigkeiten aus Holzfalludistan
Derweil in
unmittelbarer Nachbarschaft ein Krieg droht, in Spagackenkaag sicher demnächst
der Ausnahmezustand verhängt wird, man in Weede einer Schreibblockade
analytischen Beistand wünscht und in Alpirsbach munter Alpirsbach geschlürft und
Dostojewski im russischen Original gelesen wird, sehen Schäff und Schlawutzke
finsteren Zeiten entgegen, denn, aha, der Leidilars steht kurz vor seiner
letzten Saison.
Das alles wäre ja auch überhaupt nicht schlimm, wenn der Leidi sich nur das Tore
schießen abgewöhnen würde, deren Ausmaße derzeit für tabellarische Diskrepanzen
sorgen, die dem Begriff Realität völlig neue Züge verleihen. Apropos
Realität:
„Schlaaaaawuuuutzkäääää!“ Schäffs Schrei bemühte
sich darum, jeden erdenklichen Schlupfwinkel seiner Katakomben zu
erreichen. „HAAAA! Was treiben die denn hinter dem Vorhang?“
„Haben sie sich mal die Fenster angesehen, Schäff?“
„Schon mal darüber nachgedacht, dass dahinter eine kalkulierte Absicht steckt?“
„Sie haben 328 Fliegen an dieser Fensterscheibe erschlagen, Schäff.“
„Wie lange lungern sie hier eigentlich schon herum?“
„Ich habe mich einfach noch nicht getraut es ihnen zu sagen, Schäff. 2 Tage.“
„Ach, und stattdessen haben sie tote Fliegen gezählt, oder was?“
„Man kann gar nicht damit aufhören wenn man erst angefangen hat.“
„Ich hoffe, sie haben auch die Mücken gezählt!“
„Ich war gerade bei 178, als mich ihr Krächz…Ruf aufschreckte.“
„Na dann erzählen sie mal, Schlawutzke, warum habe ich sie wohl gerufen?“
„Dann wissen sie es bereits?“
„Natürlich!“
„Und wie lautet ihre Entscheidung?“
„Wir werden den VW- Dienstwagen in ein sympathisches himmelblau umspritzen!“
„Bittääää?“
„Wollen sie etwa weiter dieses aggressive Rot behalten?“
„Äh, nein?“
„Na bitte! Dann veranlassen sie das! Sonst noch was?“
„Nur das übliche Schäff, Gerlinde ist in den neuen Stürmer verknallt, der die
Begegnung mit einem gegnerischen Tor offensichtlich für ein satanisches Ritual
hält, SCHULTZ bellt den neuen Stürmer an und verlangt Einlass auf dem
Transfermarkt, naja und der Leidi…der Leidi also…also der Leidi…“
„Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa?“
„Ja, also der Leidi feiert nächste Woche seinen 50 ten.“
„Ja und? Haben wir eine Einladung bekommen? Müssen wir etwa teure Geschenke
kaufen, oder so was in der Art?“
„Oh nein, das organisiert Gerlinde…es ist nur…er würde nach der nächsten Saison
gern in den Ruhestand gehen.“
„Aha, er verlangt also mehr Geld!!!“
„Häääää?“
„Nun tun sie doch nicht so scheinheilig, Schlawutzke! Sie müssen wirklich noch
einiges über dieses knochenharte Geschäft lernen, wenn sie mich mal beerben
wollen.“
„Er wird 50, Schäff.“
„Soll das eine Anspielung auf mein Alter sein?“
„Nur wenn sie gern mit ihm tauschen würden, Schäff.“
„Na also! Und wo liegt nun das Problem?“
„Schäff, der Mann kann nicht mehr! Er hat bereits drei Herzschrittmacher, vier
ausgewechselte Knieprothesen, sowie ein neues Hirn. Ein Eichhörnchen stellte
sich freundlicherweise als Spender zur Verfügung.“
„Ich nehme an, der Eingriff erfolgte nicht ganz freiwillig?“
„Es gibt Dinge, von denen ein Schäff wissen sollte, dass er sie nicht wissen
will, Schäff.“
„Und warum belästigen sie mich dann noch länger, wenn sie mir ohnehin nicht
sagen wollen, was ich angeblich nicht wissen will?“
„Ich wollte nur sichergehen, Schäff.“
„Sonst noch was?“
„Wir haben da möglicherweise ein kleines Problem, mit einer gesellschaftlich
ausgegrenzten Randgruppe, Schäff.“
„Will ich das auch nicht wissen? Ich frage lieber vorher.“
„Nein. Aber ich sage es ihnen trotzdem.“
„Wundervoll!“
„In unserem Stadion rennt bei jedem Heimspiel eine gefährliche Bande Hooligans
herum, die Werner nach jedem Spiel am Zapfhahn Überstunden machen lässt.“
„So lange sie zahlen, ist das nicht mein Problem!“
„Das ist ja das Problem, sie zahlen immer nur die Hälfte. Es handelt sich um
eine Art von moderner Erpressung.“
„Was reden sie denn da für einen Schwachsinn? Schmeißen sie die Kerle raus!“
„Das geht nicht. Einer von ihnen hat alle 50000 Dauerkarten von uns aufgekauft.
Er könnte uns verklagen.“
„Ach deshalb höre ich immer nur den Gästeblock.“
„Oh oh, und ich höre Schwester Gerlinde.“
„Nicht schon wieder!“
….
„IST JEMAND HIER?“
Schlawutzke zählte Mücke 179, war sich aber
nicht mehr sicher, bei welcher Mücke er angefangen hatte. „Das sind nie im Leben
nur 328 Fliegen“, flüsterte Schäff verärgert, wagte es aber nicht eine weitere
Fliege zu erschlagen, die sich daran zu ergötzen schien, dass zwei erwachsene
Männer hinter einem Vorhang Zuflucht vor einer…Gerlinde
suchten.
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Verfasst am : 18.11.2010 19:58
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Irrtum ausgeschlossen
Da ja heute der Tag der Journalisten, mit
zwangsneurotischen Vorstellungen zu sein scheint, darf ein Holzfällerartikel
natürlich nicht fehlen.
Daher haben wir beschlossen, in respektvoller Huldigung derer, die es
tatsächlich wagen ihre „bekackten“ Artikel mehr als einmal gegenzulesen, einen
Artikel zu verfassen, der sich um das Phänomen des Ein- Sterne- Gebers, kurz,
ESG, ich weiß, dass klingt bescheuert aber…äh…wir reden hier von…
So!
Beginnen wir chronologisch. ESG’s unterlaufen hin und wieder diverse Irrtümer.
Der erste Irrtum:
Wenn ich einen Artikel mit einem Stern bewerte,
schade ich dem Artikel…und…der taucht dann trotzdem in den Topfnjus auf und
manchmal, oh Graus, wird er sogar noch tagelang Artikel des Tages????
Hilfe!!!
Hier die Antwort:
Lieber ESG,
um effektiv an deiner Methode zu arbeiten, ist es zunächst nötig, die Abonnenten
der von dir verhassten Zeitung davon zu überzeugen, dass sie nur Müll lesen.
Zuvor musst du natürlich herausfinden welche bornierten Arschlöcher diesen
Zeitungen ständig 5 Sterne geben. Das warum hat dich nicht zu interessieren,
wenn du nur deinen Überzeugungen folgst.
Aber was, wenn ich eine Armee von ESG aufstelle,
dann könnt ihr mit euren Artikeln einpacken!
Das werden wir dann auch tun… ;)
Gute Nacht
Ich melde mich
hiermit offiziell beim Bierbauchberserkeralpirsbachpokalwettsaufen am 30.11. an
und gelobe öffentlich meine beschissenste Mannschaft dorthin zu schicken die ich
habe. Leider ist das auch gleichzeitig meine beste.
Mit vorzüglichen Grüßen,
Schofel
zum Artikel
Verfasst am : 13.11.2010 18:57
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Das Forum- spannend wie eine vierte Halbzeit
Unter der Rubrik, Forum aktuell, bieten wir heute unseren Lesern diesen
interessanten Leckerbissen.
Thema: Hilfe, meine Spieler laufen aus.
Lesen sie selbst indem sie dem Link folgen.
http://forum.fussballcup.de/showthread.php?t=248528
Äh, nein, wir finden das überhaupt nicht witzig!!
zum Artikel
Verfasst am : 05.11.2010 18:21
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Hools 2
Wenn Hooligans älter werden, bleiben oft nur die
Erinnerungen an bessere Tage. Gemeint sind der ehemalige Dorfschullehrer Gustav
(86), lautstärkeresistent aber bei jedem Flüstern mit mindestens drei Ohren
dabei, Schrepke (81) Ex- Metallarbeiter, später Pförtner und bis zu seiner
Pensionierung Leiter der Winterdienststelle „Früher Frühling“, Paul (87),
erfolgloser Autor mehrere ungelesener Bücher und Reimschriften, Verfasser des
Pamphlets: „Einsam aber erfolgreich“, gelegentlicher Gast in den Hoffnungsthaler
Anstalten zu Lobetal, sowie Erwin (79), Wendegewinner, vierfacher Vater dreier
verschiedener Mütter, verheiratet mit einem 22 jährigen Modell aus Brasilien.
Nach dem desaströsen, nie stattgefundenen Handgemenge während des Pankowspiels,
trafen die Alten in Dutschkes Gedenkbar zu einer Krisensitzung zusammen. Erwin
hatte wie üblich nur große Scheine dabei, die hierzulande kaum jemand wechseln
konnte. Zudem hatte er sich angewöhnt Sachen zu tragen, die darauf schließen
lassen konnten, dass der arme Kerl Zeit seines Lebens nur gehungert hatte. Er
gab praktisch nie Geld aus, weil jeder der ihn sah sich genötigt fühlte ihm
Lebensmittel zuzustecken. Zur Tarnung, wenn er mal wieder vor dem
Einkaufszentrum herumlungerte, ließ er sich jedes Mal von einem Streifenwagen
abholen, dessen Fahrer er monatlich großzügig entlohnte. Schrepke hatte nicht
viel übrig für den reichen Schnösel und Paul sah in diesem Disput eher den
künstlerischen Charme zweier Holzköpfe, den er demnächst in einem Verlag zu
veröffentlichen gedachte. Gustav interessierte sich eigentlich überhaupt nicht
für Fußball, er mochte gutes Essen und eine billige Aussicht, die er auch von
seinem Rollstuhl aus erreichen konnte. Außerdem fummelte er ständig an seinem
Hörgerät herum, kam aber mit dem nachstellen meistens drei bis vier Sätze zu
spät. Er hatte sich daher angewöhnt nur noch von den Lippen abzulesen, was jedes
flüstern in seiner Nähe überflüssig machte. Am meisten Kopfzerbrechen bereitete
Gustav auf seine alten Tage die Abseitsfalle. Bei jeder sich bietenden
Gelegenheit hörte man im Stadion von ihm den Satz: „War das jetzt abseits?“
Gustav musste meistens geschoben werden. Keiner wusste, warum Paul diese Aufgabe
freiwillig übernommen hatte.
„Wir sind eine Schande für die gesamte Hooliganszene“, eröffnete Schrepke die
Sitzung.
„Wer hat sich denn mitten auf der Verfolgungsjagd von seiner Ollen anrufen
lassen?“
„Pah! Und wer hat dir 3 Stunden nach Abpfiff von Werner noch stockbesoffen nach
Hause jetragen, häää!“ Das hatte gesessen. „Det eine Tor…det war doch aber
abseits, oder?“ Alle Anderen: „Schnauze Justav!“
„Menno.“
„Fakt ist, wenn selbst die Alten aus Pankow uns schon auslachen, wat soll`n da
der Rest der Lija denken, oder die Andern?“
„Wir könnten einmal in der Woche in ein Fitnesscenter gehen?“
„Macke, waaa? Nüscht öffentlichet! Die Bullen haben ihre Flossen überall. Und
außerdem, wie sieht`n dit aus? Vier alte Jonnys unter lauter halbnackte Weiber?
Nee, dit machen wa uf unsere Art!“
„Glaubst du wirklich, die Bullen interessieren sich noch für unsere
Aktivitäten?“
„Erwin, wir können det jern draußen weiterbesprechen, wenn dir det lieber is! Du
jehst mir den janzen Tach schon uffn Zeija!“
„Hihi, Eena haut Luftlöcher und der Andere stolpert mit`m Kopp in seine
Magengrube. Tollet Training!“
„Paul, det is jetzt wirklich nich die Zeit! Okay Schrepke! Wann und wo?“
„Also wenn ich das richtig verstanden habe, ist Abseits wenn jemand dichter am
Tor steht als jemand von den Anderen, oder?“ Alle Anderen:
„JUSTAAAaaaAAAFFFF!“
„Wissta wat? Ihr könnt mich mal! Ick hau jetz ab!“
„Jussiiiiii…Jussileini….Justl…“
„WAT!“
„So ähnlich war richtisch mit Abseits.“
„Ääährlisch Schrepke?“
„Ja, Jussi, warst nahe dran, janz ääährlisch.“
Ein dunkler Mann hatte genug gesehen und gehört. Wie ein Schatten erhob er sich
aus seinem Sitz und hinterließ ein üppiges Trinkgeld auf dem Tresen. Nur der
Windzug, den die ins Schloss gefallene Tür hinterlassen hatte, der kaum spürbar
noch den Raum durchzog, erinnerte an den gesichtslosen Gast. „30 Euro für ein
Bier“, staunte der Wirt und blickte in Richtung Tür. „Rechnung“, tönte es aus
der Rentnerecke. Wie üblich wurde nur die Hälfte bezahlt. Das sicherte Dutschke
Junior, geborener Kröschke, das Wiedererscheinen der Alten. Nie im Leben hätte
er geglaubt, dass es auf der Welt einen Ort geben könnte, wo die Leute nicht auf
Pump lebten.
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Verfasst am : 02.11.2010 15:27
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6 Alte und ein Halleluja
Wenn die dienstältesten Hooligans der Welt
aufeinander treffen, und sei es auch nur zu Simulationszwecken, dann ist was los
auf den Bänken in Holzfalludistan. Sicher kennen sie die “zwei Alten” vom 1.FC
Joker Pankow Berlin 09. Kennen sie nicht? Geistern hier hin und wieder in den
Topflappennjus umher, saufen Bier bis zum Abwinken und vermitteln eher nicht den
Anschein als befänden sie sich im heiratswilligen Alter. Heute begleiteten die
Herrschaften ihren 1.FC nach Eberswalde wo man auf die Unsagbar Alten des Waldes
traf. Nur waren jene zu viert…
“Erwin, mach die Schlachringe klar!”
“Wieso, du bist dran mit Bierholen, Schrepke!”
“Er hat jesacht du sollst deine Schuhe zu binden, Erwin!”
“Öhm, hat dit Spiel schon anjefangen?”
Alle anderen: “Schnauze, Justav!”
“Ihr Rindviecher, ick hab jesacht…”
“Warte mal Schrepke, siehste da drüben..im Pankowblock… die beeden Alten?”
“Deswejen will ick ja ooch von Erwin die Schlachringe ham, Paul!”
Alle anderen außer Gustav: “Aaaaaaah!”
“Hatta jetroffen?”
Alle anderen: “Schnauze, Justav!”
Im Gästeblock
Einer: Sehn so die Einheimischen aus?
Anderer: Wen meinst`n, die Klapperjestelle die grad uff uns zu rennen?
-kurze Pause-
Einer: Wat meinst`n, wann sind die bei uns anjekommen?
Anderer: Zwee Bier schaffen wa noch. Aber dann könnten wa unsan Zuch
verpassen.
Im C-Klasse 12 Sicherheitsblock
“Schrepke ick brauch ne Pause!”
“Biste behämmert Erwin, wir sind grad mal zwee Meter jeloofen!”
“Wat soviel schon? Keen Wunda, det ick nich mehr kann. Männas ihr müsst ohne mir
kämpfen.”
“Blödet Weichei, jedetmal det selbe!"
47,89 cm weiter
“Schrepke?”
“Wat is denn Paul?”
“Justav hats erwischt!”
“Wat? Scheisse!! Justav, wat is alter Krieger?”
“Ick kollabier?”
“Du kriegst jetzt kein Bier, du musst durchhalten Jussi!”
“Schrepke!”
“Wat is denn nu noch!”
“Die Bullen kommen, wir müssen uns beeilen!”
“Loof mal vor, ick krich grad n Anruf von meine Ollen.”
Unterwegs lief Paul gegen einen
Tresen.
“Na Paulchen, wie imma?”
“Heute hätten wa se fast jekricht Werner, ick schwöre…”
Das alles hat selbstverständlich nichts mit Fußball zu tun, wie Chefinspektor
C.P., gesprochen SssiiiPiiieeeh, kürzlich völlig zurecht monierte.
Und nicht zu Unrecht gehören solche Artikel auch mit einem Stern abgestraft, ich
meine mal ehrlich, wer liest denn diesen Müll. Wir schlagen den Herrn Inspektor
somit für die Reich Ranicki Ehrenmedaille vor, auf dass er dem Nonsens weiterhin
tapfer auf der Spur bleibt, Amen und Schluss.
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Verfasst am : 29.10.2010 22:24
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Warum immer mehr Hunde rauchen
„Schlawutzke?“
„Ja Schäff?“
„In welcher Liga spielen wir gerade?“
„In der ersten, Schäff.“
„Soso. Und? Macht es uns Spaß dort zu spielen?“
Schlawutzke verharrte in der Position eines
Mannes, der wusste, dass unschöne Dinge auf ihn zukamen. „Wir sind
zumindest nicht abgestiegen.“
„Nicht!“
„Nein.“
„Noch nicht?“
„Möglicherweise?“
„Soso.“
„Dummdidumm.“
„Gibt es da etwas, dass sie mir sagen wollen?“
„Äh, nööö?“
„Schlawutzke!“
„Schäff?“
„Ja!“
„Nichts.“
„Soso!“
„Öhm.“
„Ja?“
„Unser Stürmer hat sich verletzt.“
„Wie ist so etwas in der Sommerpause möglich?“
„Haben sie mal aus dem Fenster geschaut?“
„Schlawutzke?“
„Wir haben Oktober.“
„Ja und?“
„Ich finde eine Sommerpause im Oktober irgendwie pietätlos.“
„Natürlich Schlawutzke! Und was ist nun mit dem Stürmer, wie hieß er doch
gleich?“
„Schultz, Schäff.“
„Also was ist nun mit diesem Schultz?“
„Er hat sich während der Massage in einer von Gerlindes Waden verbissen.“
„Das passiert schon mal! Wo genau liegt das Problem?“
„Gerlinde ist daraufhin in Ohnmacht gefallen.“
„Lassen sie mich raten! Es ereignete sich ein ungeplanter Aufprall mit
irreparablen Folgen.“
„Nein, der Strom fiel aus. Schultz ist jedoch die Abwesenheit von Licht nicht
gewöhnt. So führte eins zum anderen.“
„Über das andere hatten wir nicht schon zufällig gesprochen?“
„Nein Schäff.“
„Na dann?“
„Es ist schwer zu erklären, Schäff.“
„Machen sie das eigentlich mit Absicht, Schlawutzke?“
„Schäff?“
„Na, mich permanent so hinhalten als bezahlte ich sie dafür, dass sie mir
Informationen wie ein Marktschreier ohne Akzent feilbieten, für die ich dumm
genug bin einen übermäßigen Preis zu zahlen, der sich in Form eines großzügigen
Gehalts auf ihrem Konto wieder findet?“
Gerlinde poltert außer sich in Schäffs
Büro.
„DIESER PYROMAN HAT ÜBERALL FEUER GELEGT. ER WAR DER MEINUNG, ES WÄRE ZU
DUNKEL.“
„Hat ihn denn noch niemand über das Prinzip der Nacht aufgeklärt`“
„NEIN SCHÄFF, DA SCHLIEF ER GEWÖHNLICH IMMER.“
„Und warum ist er jetzt wach?“
„WIR FEIERN HEUTE JUBILÄUM.“
„Ich dachte sie wären mit Leydi…?“
„Schäff, wir sollten jetzt langsam die Feuerwehr holen.“
„Die kommt doch sowieso immer zu spät!“
„ABER IHRE STATUR?“
„Ich habe eine Statur?“
„Die hatten sie bei unserem Aufstieg in Auftrag gegeben. Sie wurde ordnungsgemäß
in der Feindfankurve platziert.“
„ICH FÜRCHTE SIE HAT DURCH DEN BRAND BEREITS IHR HAARTEIL EINGEBÜSST.“
„Wo ist dieser Schultz?“
„WELCHE ROLLE SPIELT DAS. UNSER STADION BRENNT.“
„Die Bestimmung seines Aufenthaltes wäre zumindest eine Möglichkeit Dinge dieser
Art künftig zu vermeiden!“
„Ich hätte da eine Idee.“
„Schlawutzke?“
„Wir müssen einfach den Ort aufsuchen wo das Feuer am hellsten ist.“
„DAS WÄRE VOR IHER BÜROTÜR, SCHÄFF.“
„Schultz?!“
„Wuff?“
„Wenn es dir möglich wäre weniger Feuer zu legen, könnten wir wieder für
künstliches Licht sorgen!“
„Wuff!“
„Hat er mich verstanden?“
„ER REAGIERT NUR AUF EINFACHE BEFEHLE, SCHÄFF.“
„Zum Beispiel?“
„MACH DAS FEUER AUS, DU IDIOT! MANCHMAL REAGIERT ER AUCH AUF: SITZ.“
„Sitz!“
„Was soll das bringen Schäff?“
„Wenn er sitzt kann er nicht an Orte gelangen wo es seiner Ansicht nach zu
dunkel ist, Schlawutzke!“
„Was ist jetzt mit der Feuerwehr?“
„Rufen sie sie!“
In letzter Zeit gewöhnen sich unzweckmäßig viele Hunde überflüssigerweise das
rauchen an. Das wäre an sich nicht weiter verwerflich wenn sie weniger Schaden
dabei anrichten würden. Aber das ist ganz sicher wieder eine andere
Geschichte.
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Verfasst am : 19.10.2010 23:40
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Vorwärts immer- rückwärts nimmer!
„Vorwärts immer- rückwärts nimmer!“ lautet seit
neuestem die Devise (kommt einem auch irgendwie nicht ganz unbekannt vor; war
das nicht der der mal ein ganzes Land…na lassen wir das) im bald wieder
verschneiten oder auch überfluteten Eberswalde, derweil man den Fortgang der
Dinge, mit ganz viel Spielgeld aufm Konto, eher skeptisch beobachtet weil einem
eine gefährliche Mafia auf die Schliche gekommen ist. Nur kann man diese Mafia
leider nicht so einfach bei der Polizei anzeigen, dafür ist eben diese viel zu
gewieft, bedient sie sich doch derer Mittel.
Lesen sie selbst.
„Mutter hat geschrieben!“ Schlawutzke wusste genau wer mit Mutter gemeint war,
schwieg aber erhaben versucht den Eindruck zu erwecken, dass ihm diese
Information eigentlich scheissegal war. „Hmmm.“ Schäff ignorierte das gespielte
Interesse. „Wir sind im Eimer Schlawutzke! Die machen eine Betriebsprüfung.
Dauer 3 Jahre! Was sagen sie nun?“ Schlawutzke fiel es schwer dazu etwas zu
sagen. Er würde auch woanders eine Stelle finden wenn Schäff die Fälle
davonschwammen. „Naja`“ antwortete er in der Hoffnung gleich wieder gehen zu
dürfen. Und dann begann das nur allzu verhasste Klagelied, dass einige Schäffs
so auszumachen schien wenn man sie mit zu wenig Lob bedachte. „Was ist das für
ein Land Schlawutzke wo Leute ihr Gehalt aus unserer Tasche beziehen und dafür
nichts anderes tun als zu überprüfen ob wir ordentlich arbeiten. Das ist ja
beinahe so als würde man seinen eigenen Henker bezahlen!“
„Der SCHULTZ ist übrigens krank.“
„Was hat er denn?“
„Er hat sich vor zwei Wochen mit einem Rotweiler angefreundet. Seitdem
attestieren ihm die Ärzte eine seltene Geschlechtskrankheit. Sie nennen es
Hundebrucellose. Er meinte, es wäre nichts gewesen.“
„Ist ja widerlich!“
„Morgen soll er noch mal zum Arzt!“
„Jaja, kümmern sie sich darum, ist ja nicht zum aushalten!“
„Die Sache mit dem Kaninchen ist ja zum Glück aus der Welt.“
„SCHLAWUTZKE!!!“
„Schäff?“
„SCHNAUZE!“ Ein seltener Vorgang spielte sich während dieses Gesprächs
zusätzlich ab. Gerlinde hatte unbemerkt das Büro betreten. „HUST!“
„Ggeerrlliinnddee?“ sang es fast zeitgleich aus Schäffs und Schlawutzkes Kehlen.
„MORGEN HABEN WIR EIN WICHTIGES SPIEL! DIE SPAGACKEN KOMMEN!“
„Seit wann haben wir denn die in der Liga?“
„Nicht in der Liga Schäff.“
„IN HOLDERSENS KEVIN SCHLOTTER GEDÄCHTNISPOKAL!“
„Na und, was soll mich das jetzt kümmern? Dann sind da eben ein paar Spagacken,
die sind sowieso überall, vornehmlich in den Toppnjus aber ich habe hier einen
Betrieb zu führen verdammtnochmalundzuge…“
„SCHÄFF?“
„Lassen sie nur Schwester, der wacht gleich wieder auf.“
„UND WAS WENN NICHT?“
„Dann wird er zumindest keinen Gedanken mehr daran verschwenden wie es wäre wenn
genau das eintreten würde.“
„ICH GEH DANN MAL ZUM TRAINING.“
„Und ich geh jetzt mit Mutter einen trinken.“
Ein neuer Erstligist zu sein ist wie Kreisligaspiele zu verlieren wenn man nur 5
Leute zur Verfügung hat die allesamt einen betriebsfinanzierten Mercedes fahren
wollen. Es scheint einfach keinen Sinn zu machen. Oma Gerda würde vermutlich
sagen: „Mathe ist wie das Einmaleins beim kacken. Was man nicht abwischt bleibt
kleben und kann auf unvorteilhafte Weise das Paarungsritual an einem
Nacktbadestrand beeinflussen. Oder anders: Einer weniger muss nicht zwingend
später wirklich einer mehr gewesen sein.“
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Verfasst am : 30.09.2010 22:13
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Flucht aus Spagackenkaak
„BETRÜGER!“
„SCHWINDLER!“
„INSOLVENZVERWALTER!“
„HÄÄÄH??????“
„Ich meine ja nur.“
„Wo sind sie hin die elenden Betrüger?“ Einige Straßenecken weiter. „
hechelhechel..Sehen sie Schäff…hechel, jetzt ist alles wieder wie es sein
sollte…hechel!“
„Ich glaube wir haben sie abgehängt…chrchr“
„Wir müssen zum Bahnhof!“
„Ich fahre doch nicht mit dem Zug!“
„Unsere Kutsche wurde wegen des Verdachts auf Tierquälerei beschlagnahmt,
Schäff! Irgendjemand von der hiesigen „Rettet –die- Wale- Initiative“ ist uns
auf die Schliche gekommen.“
„Sie hatten doch nicht etwa den Esel mit der Holzprothese eingespannt?!“
„Keiner der anderen kann es mit ihm an Geschwindigkeit aufnehmen!“
„Verdammte Umweltschützer!“
„Eigentlich wurde unser Gefährt wegen Gerlinde aus dem Verkehr gezogen, Schäff.
Man hielt es für Tierquälerei ihr die Bewegungslosigkeit des Sitzens
anzutun.“
„Und deshalb beschlagnahmt man eine Kutsche?“
„Mein Verdacht ist, dass hier eine gewisse Fleischknappheit besteht. Die Leute
ernähren sich auffällig vegetarisch“
„Wie kann man sich denn auffällig vegetarisch ernähren?“
„Sehen sie den Mann dahinten unter der Laterne?“
„Ja.“
„Noch vor 5 Sekunden stand eine Frau neben ihm!“
„Na und?“
„Was glauben sie woran er gerade kaut?“
„Verdammt, ich höre Schritte! Wie weit ist es denn noch?“
„Wir sind gleich da. Bitte kleben sie sich diesen künstlichen Bart an. Ich habe
einen Plan der nicht schief gehen kann!“
„Wen wollen sie denn damit täuschen Schlawutzke?“
„Vertrauen sie ihrem Schlawutzke, Schäff.“ Am Bahnhof wartete bereits Schwester
Gerlinde. Neben ihrem Strohhut unter dem sie ein T- Shirt mit einem
Nichtrauchersymbol trug, wucherte unten herum ein aus Naturbast gefertigter
Minirock der die Blicke der Passanten wenigstens von ihrem Gesicht ablenkte.
„Wie sehen sie denn aus?“
„SEIEN SIE STILL, ICH BIN JETZT SMOKY23 UND SIE SIND MEINE BEIDEN ABTRÜNNIGEN
NICHTRAUCHER DIE ICH AUS SPAGACKENKAAK ABHOLE.“
„Ist das ihr Plan, Schlawutzke??!!“ Wenn Verzweiflung jemals die Absicht gehabt
hätte sich namentlich zu erwähnen wäre ihre Wahl ganz sicher auf Schäff
gefallen. Doch bis zur Grenze blieb die Fahrt ereignislos wenn man mal davon
absah, dass Schlawutzke bei dem Versuch einen Schokoriegel zu öffnen zwei
Fingernägel und einen Zahn verlor. Endlich war die Grenze erreicht. Die Schritte
der Beamten näherten sich dem Abteil der Flüchtenden. „Sie kommen, Schlawutzke,
dass geht nie und nimmer gut, wir werden alle sterben oder noch schlimmeres!“
„Pssst, lassen sie am besten nur mich und Gerlinde sprechen!“
Beamter: „Guten Tag. Bevor sie
Spagackistan verlassen haben wir noch einige Fragen an sie.
1. Welche Personen haben sie hier besucht und wie viele davon waren unter 50
Jahre alt?
2. Wie oft haben sie eine Ampel bei rot überquert oder erst im letzten Moment
realisiert, dass die Ampel bereits auf rot geschaltet war?
3. Wie oft haben sie unerlaubt Fleisch verspeist oder waren Zeuge wenn jemand
selbiges getan hat?
4. Wann haben sie ihre Mutter das letzte Mal besucht und wie viel Geld hat sie
ihnen bei ihrem Abschied heimlich in die Tasche geschmuggelt?
5. Wo waren sie am 23. Oktober 1987 um 15 Uhr?
6. Worin besteht der Unterschied zwischen einer geschälten Zwiebel und einer
erdrosselten Spitzmaus?
7. Warum tragen sie falsche Bärte?“
„War das alles?“
„Beiliegend füllen sie bitte folgenden 35 Seiten umfassenden Fragebogen zu
unserer Zufriedenheit aus!“
„INSPEKTOR! HONKYSCHWOKY HÖCHSTSELBST SICHERTE MIR ZU, DASS DIE NICHTRAUCHER,
DEREN PRÄSIDENTIN ICH BIN, OHNE UMSCHWEIFE NACH HAUSE KOMMEN!“ Die Beamten
wurden unsicher. „Sie sind Smoky23?“
„HABEN SIE IRGENDWELCHE ZWEIFEL?!“
„Äh, nein…prust…Smoky23…pfffff….haahahahahaaaa…sie können
passieren….hihihi…schnrch…schönen Tag noch….pffff… jaja, der alte
Honkyschwonky…hohohoho“
Eberswalde wartete nicht. Aber es jagte sie nicht fort. Es wollte sie auch nicht
unbedingt behalten. Es tat einfach nichts. Es war ein gutes Heim. Hier war jeder
schön der aussah wie der andere. Lediglich Mücken galten als hässlich obwohl sie
sich unereinander auch sehr ähnlich waren. Besonders in ihren Gewohnheiten. Und
so hätte alles auch friedlich, unbeschwingt weiterlaufen können wenn nicht ein
Fax in Schäffs Büro die Dinge erneut ins Rollen gebracht hätte. „Schlawutzke!
Raten sie, wer sich zu unserem Turnier angemeldet hat? Ich sage nur:
RÜCKWÄRTS!“
zum Artikel
Verfasst am : 24.09.2010 17:48
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Fluch der Schönheit
In den heiligen Regionen der ersten Bundesliga
angekommen, bei jedem Spiel zur Selbstschlachtung ladend, egal ob hauswärts oder
im Eimer, dabei lächelnd die ein oder andere rote Karte mitnehmen (bald haben
wir ein Skatspiel zusammen), tummeln sich Schlawutzke und Schäff vornehmlich bei
Turnieren herum, an deren Eingängen noch keine Fahndungsfotos von ihnen
aushängen.
„Oooch, ist det scheen hier!“ lallte Schäff, der die Schönheit seiner Umgebung
vor allem in der Vielfältigkeit ihrer Biersorten maß. „Ich weiß nicht Schäff,
irgendetwas stimmt hier nicht.“
„Was sie aber auch immer zu meckern haben. Is doch scheen hier in
Schbagaggengaaggg!“ Plötzlich zerrte Schlawutzke Schäff in eine Nebengasse. „Ist
ihnen mal aufgefallen, dass hier alle Leute rückwärts sprechen?“
„Verdammt Schlawutzke, ich hab mir gerade meine Hose mit Bier bekleckert!“
„Aber nicht nur das!“
„Was?“
„Die Leute reden nicht nur rückwärts, sie schreiben und bewegen sich auch
so!“
„Das sieht ja aus als ob ich mir in die Hosen…!“
„Aber noch viel merkwürdiger ist, dass sie sich bei Unterhaltungen immer mit
ihren Rücken anreden!“
„Wo issn Gerlinde, ich brauch ne neue Hose!“
„Schäff, wir sollten hier so schnell wie möglich verschwinden!!“
„Wieso denn? Is doch scheen hier!“
„Ja eben! Normalerweise werden wir mit allen Mitteln daran gehindert eine Stadt
zu betreten. Erinnern sie sich nur an die Hunde vor einem Monat!“
„Der eine hat immer noch meinen rechten Daumen. Ich merke das jedes Mal wenn ich
mein Feuerzeug anmachen will!“
„Sehen sie!“
„Aber was wollen sie damit sagen?“
„Wann haben sie das letzte Mal ein Bier bezahlt?“
„Na hören sie mal!“
„Da haben sie es Schäff! Während sie normalerweise nach der geprellten Zeche von
wütenden Wirten verfolgt werden die ihnen ans Leder wollen, verfolgen sie die
Leute hier höchstens um ihnen noch ein weiteres Bier anzubieten!“
zufällig auftauchender Passant: „Oooh…ich
bin überwältigt euch hier zu treffen Meister! Ein bescheidenes Bier von einem
Unwürdigen als Geschenk und Ehrerbietung gefällig?“
„Wer fragt gibt nicht gern! Her mit dem Zeug! Und nun verschwinden sie!“
zufällig zurechtgewiesener Passant:
„Natürlich, mein Meister.“
Zufälliger Passant geht rücklings ab.
„Ja gut. Aber rückwärts reden die Leute jedenfalls nicht. Ob sie sich wohl
rückwärts vermehren, hihi?“
Eine bewaffnete Einheit des Stadtschutzes unterbrach das Gespräch.
Anführer: „Sind sie Schäff?“
Schäff: „Ja?“
Anführer: „Sie müssen uns unbedingt zum Dallidulli begleiten!“
Schäff: „Warum laufen sie rückwärts?“
Anführer: „Damit wir immer sehen was hinter uns passiert.“
Schäff: „Aber sie reden vorwärts!“
Anführer: „Ich verstehe nicht ganz! Würden sie bitte einsteigen!“
Schlawutzke war verzweifelt. Auch an Gerlinde war kein herankommen mehr seit sie
sich für den Dallidulli in aufreizenden Posen mit seiner Unterwäsche
präsentieren durfte. Was aber wollte der Dallidulli von seinem Schäff? Hatte die
ganze Sache vielleicht etwas mit dem Verschwinden des Honkyschwonky zu tun? Und
warum wurden Schäff und er überhaupt erst zu einer Schönheitskonkurrenz geladen?
Gewöhnlich lud man zu einem solchen Ereignis nicht unbedingt Leute ein die
Haarwaschmittel nur deshalb mieden, weil man das Schädelgewächs so
Kopfhautschonender zu recht kämmen konnte. Aber nichts deutete darauf hin, dass
mit dem morgigen Ende der Spagackener Schönheitskonkurrenz auch der Aufenthalt
von Schlawutzke, Schäff und Gerlinde endete. Schlawutzke spürte, dass sich die
Schlinge um seinen Hals enger ziehen würde wenn er nicht handelte. Und er
handelte. Lediglich die Hunde welche ihm seit seiner Ankunft sabbernd
hinterherliefen wurde der Zutritt in die Bar verwehrt. „White russian!“ Aus der
finstersten Ecke der Bar kam jemand auf ihn zu. Warum müssen finstere Gestalten
eigentlich immer aus noch finstereren Ecken einer Bar auf einen zukommen obwohl
man nur was trinken will, dachte er. „GUTEN ABEND!“
zum Artikel
Verfasst am : 23.09.2010 17:39
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Ach? Nee! Wat? Doch! Nana! ..??
„Realität ist etwas Grauenhaftes!“ Zukunft wusste
wovon sie sprach. Sie verriet es nur niemandem. Und selbst wenn sie jemandem
begegnete dem sie es hätte verraten wollen, lief sie Gefahr in ihrem Gegenüber
eher selten ein Gefühl von Freude auszulösen. Ihr noch nicht geborener Ruf stand
in keinem Verhältnis zur augenblicklichen Realität. Und schon gar nicht zu dem
Wissen deren Fluch sie seit Anbeginn der Zeit mit sich trug. Eines Tages fand
sie einen geeigneten Schlafplatz um einige Jahrhunderte zu überdauern. Ihr
Schlaf hatte allerdings fatale Folgen. Alles was sich dabei in ihrer
unmittelbaren Umgebung befand war zu einem Leben in der ewigen Gegenwart
verdammt. Oder anders. Es war ihm nicht gestattet zu altern.
Zukunft hatte sich in entsprechendes Gefäß sofort verliebt. Ein
Bieraromatisiertes Kleidungsstück, welches nur selten um die Aufmerksamkeit
künftiger Ereignisse bettelte, schien der ideale Aufenthaltsort zu sein um von
sich selbst nichts mehr wissen zu müssen. Gerlinde hatte besagtes Kleidungsstück
in den Wirren ihrer Flucht aus einem Alpirsbacher Keller um ihre Hüften
geschwungen und seitdem nie wieder abgelegt. Die permanent stattfindende
Gegenwart störte ihr Zeitverständnis insbesondere dann wenn sie merkte, dass sie
sich dreimal am Tag rasieren musste.
Eines Tage als Zukunft kurz erwachte durchlebte Gerlinde einen Zeitschock der
sie binnen Sekunden um 378 Jahre altern und zunehmen ließ. Dann sah sie sich um,
sah Schlawutzke, sah Schäff, sah ihren Schwabbelbauch, bestellte sich ein
Alpirsbacher, goss damit den Hund, lachte, weinte, kratzte, schrie, erwachte…
„ICH KOMME VON FRÜHER?“
„Mhja, da war ich auch mal..“ sinnierte Schlawutzke während er unauffällig
versuchte den Popel an seinem rechten Zeigefinger möglichst breitflächig an
Schäffs Bürotischunterseite abzuschmieren.
„ICH MEINE ES ERNST!“
„Sie haben nur verdammtes Glück und etwas bei sich das uns alle interessieren
sollte!“ Für Schäff galten Verhaltensregeln vorrangig dann wenn er seinem
Spiegel begegnete. „UND WAS SOLLTE DAS SEIN?“
„Die Zukunft!“
„BELZEBUB!“
„Häääää..?“
„Sie finden Seife und Lappen in der Kammer, Schlawutzke! Damit können sie auch
den Rest ihrer Popellandschaft unter meinem Bürotisch entfernen, die sie dort
hinterlassen haben. Ich kann ja kaum noch meine Knie heben! …Und nun zu ihnen
Schwester!“
„WER SIND SIE!“
„Jemand der weiß warum sie ihre Unterhose tragen!“
Es ist an dieser Stelle müßig die Dinge fortzusetzen. Denn ungeplante Zukunft
findet in jedem Schlübber statt der mehr als drei Tage an seinem Besitzer
überdauert. Ich höre schon den Chor der Kreolen: „Iiiiihhhh!!!“ Dann höre ich
den Chor der Wale: „Always look on the …“
Die erwachende Prinzessin an ihrem Prinzen: „Das poppen mit mir wird dir schon
noch vergehen wenn du mich lange genug gemästet hast!“ Der Chor der Kreolen…ja,
dass hatten wir schon.
Aktuelles:
Turnierstart: 2.10.
Passwort: Ist ein Rätsel das im Turnier steckt
Viel Spaß beim knobeln.
Einer hats schon 20:00, 19.09.2010
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Verfasst am : 19.09.2010 20:02
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Im Schatten des Schlübbers
Die Nacht in der
Zelle blieb es still. Unbemerkt hatte sich Honkyschwonky wie auch immer aus dem
Staub gemacht, in Hinterlassenschaft eines Zettels dessen Inhalt Schäff ohne
Brille nicht entziffern konnte. Was den Ärzten viel mehr Sorge bereitete war
allerdings, dass Schäff keinen Bissen zu sich nahm.
Arzt 1+: Das ist ein völlig destruktives
und inakzeptables Abwehrverhalten deren Ursprung ganz sicher nicht
ausschließlich in seiner Kindheit begraben liegt!
Arzt 2: Ich denke eher es liegt eine
sexuelle Störung, hervorgebracht durch eine Dezentrierung des zerebralen Kortex
die wiederum ausgelöst wurde während einer unvorteilhaften Begegnung mit einer
Dame, vor.
Arzt 3: Alles Nonsens! Der Mann verweigert
die Nahrung weil er Vegetarier ist!
Arzt 1+-4 außer 3: PROLET!
Arzt 1+: Verpassen sie ihm ein paar
Neuroleptika und flössen sie ihm die Nahrung von mir aus rektal ein!
Arzt 2: Wir können eine Störung nicht
einfach bekämpfen indem wir sie zur moralischen Verliererin gegen eine neue
Störung machen.
Arzt 1+-4 außer 2: WALDORFSCHÜLER!
Arzt 3: Wir könnten ihm eine Spargelsuppe
anbieten, er ist ohnehin ganz schön fett.
Doktor 1: (gerade hinzugekommen) Haben sie schon diesen
Zettel gelesen der ihm von dem zweiten Insassen, der übrigens spurlos
verschwunden ist, hinterlassen wurde? Darin steht womöglich die Erklärung seiner
Nahrungsverweigerung!
Arzt 1+-4: Aaaah! Nein!
Doktor 1: Dachte ich’s mir doch!
Schwester 1: Herr Doktor, sie müssen
dringend ins Konferenzzimmer. Da wartet ein wichtiger Kunde auf sie!
Doktor 1: Der Kunde?
Schwester 1: Ich glaube schon.
Doktor 1: Nun gut Schwester. Meine Herren,
ich hinterlasse ihnen dieses Schriftstück des Entflohenen um weitere Theorien
anzustellen. Sie entschuldigen mich.
Arzt 1+-4: Was steht da, lass mich, nee
mich, nee mich….uswuswuswusw
Irgendwo im Haus ganz woanders.
Doktor 1: Sieh an, Schlawutzke! Haben sie
mitgebracht worum ich sie gebeten habe?
Schlawutzke: Wollen sie mich verarschen?
Ich dachte sie hätten ihn längst!
Doktor 1: Was sie mir da untergejubelt
haben war nicht mehr als eine Fälschung. Oder haben sie ernsthaft geglaubt ich
würde auf eine ihrer getigerten Unterhosen hereinfallen?
Schlawutzke: Seien sie doch still! Viel
schlimmer ist, dass sie den zweiten Insassen entkommen haben lassen! Wie konnte
so etwas nur passieren? Ich habe ihnen doch verboten sich einzumischen!
Doktor 1: Von ihnen lasse ich mir schon
lange nichts mehr verbieten! Sie haben wohl vergessen wer das Gutachten über die
Todesursache von Schäffs holder Gattin unterschrieben und beglaubigt hat!
Schlawutzke: Sie Schwein!
Doktor 1: Oh bitte. Verschonen sie mich
mit ihrer abtrünnigen Nachbarschaft!
Schlawutzke: Also gut, was wollen sie?
Doktor 1: Schlawutzke, benötigen sie
Gedächtnistraining in meiner kleinen Einrichtung? Ich will diesen Schlübber und
danach Lebensurlaub in einer ungarischen Berghütte!
Schlawutzke: Aber in Ungarn gibt es keine
Berge.
Doktor 1: Natürlich nicht, sie
Rindvieh!
Schlawutzke: Um das zu erreichen was sie
wollen müssen sie Schäff freilassen.
Doktor 1: Auf gar keinen Fall!
Schlawutzke: Wenn sie es nicht tun dürfen
sie wegen ihrer Inkompetenz weiterhin gern Binden tragen!
Doktor 1: Sie meinen Inkontinenz. Also
gut, ich lasse ihn frei. Ihr Schäff verweigert übrigens jede Art von
Nahrungsaufnahme.
Schlawutzke: Tatsächlich.
Schwester 1: Ich habe mir erlaubt seinen
zu Knebel entfernen. Er frisst jetzt wie ein Scheunendrescher.
Schlawutzke: Sie haben ihn geknebelt?
Doktor 1: Er redete einfach zu viel!
Schlawutzke: Wenn die Sache hier vorbei
ist müssen sie mir unbedingt verraten wie sie das bewerkstelligt haben.
Liebe Leser,
sie haben zweifellos das Spagackenblatt gelesen! Haben sie nicht? Was verfolgt
sie dann wenn sie es tatsächlich bis ans Ende dieser Zeilen geschafft haben?
Ohne die Hinzuziehung der spagackischen Presseberichte kann es ihnen unmöglich
gewesen sein die über ihnen stehenden Schriftzeichen zu deuten. Außer sie sind
genial. Dagegen ist prinzipiell nichts einzuwenden. Einwände sind ohnehin nur
Vorwände um nicht hinter Wände blicken zu müssen an denen man sich andernfalls
die Gesichtshaut ruinieren würde.
Bevor sie aber den Gedanken an die eigene Genialität vollkommen verworfen haben
möchten wir sie noch mit einer kleinen Mathematikaufgabe belästigen. Rechnen sie
alle Zahlen des Textes, inklusive der davor oder dahinter gesetzten Zeichen
zusammen und erkennen die daraus folgende Liedkomposition.
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Verfasst am : 13.09.2010 17:37
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Ehre, Geld und Unterbuxn
Im Kampf um Geld,
Ehre und Unterbuxn geht es seit gestern stet zur Sache.
Monstersieg der
Bullenkuhlen!
Im Stile eines kommenden deutschen Meisters fertigten die Bullenkuhlen den
ambitionierten SKC Münchberg mit 9:0 ab. Die Müncheberger werden es verschmerzen
warf ihnen doch, während des gesamten Spiels, Gerlinde immer wieder verliebte
Blicke zu.
Zitterspiel der
Nichtraucher
Im Spiel gegen Essen 01 unterstrichen die kometenhaft aufgestiegenen
Nichtraucher wie blank die Nerven derzeit an der Ostsee liegen. Nach
unmittelbaren Aufstiegen in die zweite Bundesliga konnten sie nur mit Mühe die
ersten 3 Punkte in diesem Turnier erspielen. In der Liga läuft es für den
Zweitligisten, vorsichtig optimistisch ausgedrückt, beschissen. Die Essener,
angereist mit ihrer Vereinstipse welche sich seit der Entblößung des Schlübbers
immer öfter in Schlawutzkes Nähe blicken lässt, spielen nun mit dem Gedanken
eine von Gerlindes Socken wenigstens als Trostpreis mit nach Hause nehmen zu
können.
Keine Überraschung bei
RittyCitty
Ein weiterer Favorit erledigte auch am zweiten Spieltag souverän seine
Hausaufgaben. Das 4:0 gegen RittyCitty sicherte der RB Stahnsdorf den
vorübergehenden zweiten Tabellenplatz. Seit der Bezirksliga sind die
Stahnsdorfer dem Schorfheider Bergvölkchen immer um eine Nasenlänge voraus.
Folglich haben sie bereits einen Masterplan zum Erreichen der nullten Liga vor
den Holzfällern im Gepäck.
Duell der Topp-Newspiraten
„Marleen, einer von uns beiden muss nun gehen…“ trällerte Schäff nach dem Spiel
vor Honkyschwonkys selbstmitgebrachten Thron, vor dem er wie ein Strauß mit
einer Gehbehinderung hin und her stolzierte. „Nääänääänänäänäääää!“ antwortete
der Vater des Nonsens, zeigte Eselsohren und regnete mit seiner Zunge auf Schäff
herab. Dieser entblößte darauf seine Sitzmuskulatur (na ja….??!!) und entfachte
einen gewaltigen Sturm in die Höhe des Honky. Nur wenig später redete man auf
die Beiden beruhigend ein, verpasste ihnen das entsprechende Kleidungsstück der
Selbstliebe und sperrte sie in einen gepolsterten Raum.
Tabelle
1 Sitting Bull
Bullenkuhlen 2 12 : 0 6
2 RB Stahnsdorf 2 9 : 0 6
3 Holzfäller SV Eberswalde 09 2 4 : 0 6
4 1.FC Spagackenkaak 2 5 : 2 3
5 Nichtraucher 2 1 : 3 3
6 Essen 01 2 0 : 6 0
7 RittyCity 2 0 : 9 0
8 SKC Münchberg 2 0 : 11 0
So siehts also aus nach zwei Spieltagen. Der Vierkampf der Bundesligisten findet
morgen die erste Königsetappe vor sich. So was wie die Alpen bei der Tour de
France oder beim Zehnkampf das paraolympische Sackhüpfen. Da werden Honkys
Spagacken es mit Stahnsdorfer Filigranfussballern zu tun bekommen und die
Holzfäller werden zum Bullenkuhlentrainingsprogramm geladen. Smoky23 kann bei
Papaspagetti wahrscheinlich schon allein wegen ihrer weiblichen Reize punkten.
Im Alter soll sich allerdings angeblich die Reizsensibilität sensibilisieren. Am
meisten Spannung verspricht jedoch das Spiel der Müncheberger gegen die Essener.
Weil…ist eben so!
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Verfasst am : 12.09.2010 14:28
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Der Schlübberkult- Das Finale 2 (mit Original FC-Cup Kommentaren)
Die Präsentation
Aus der Vielfalt gelesener Kommentare zum letzten Artikel ergaben sich einige
noch zu klärende Fragen die selbstverständlich nur zu weiteren Verirrungen
führen sollten um nebenbei einen völlig an den Haaren herbeigezogenen
Verdachtsmoment zu erhärten.
Lesen sie selbst
Journalist 1: Wenn das Gerlindes Schlübber sein soll will ich auf
der Stelle tot umfallen.
Schlawutzke: Wäre es ihnen genehm auch erst dann tot umzufallen
wenn ihre Kollegen den Raum verlassen haben?
Holdersen: Ich hab doch gesagt der Noll hat den
Schlübber!
HonkySchwonky: Ash schlûebbg durbatulûk,
ash schlûebbg gimbatul,
ash schlûebbg thrakatulûk
agh burzum-ishi gerlinmpatul...
Journalist 2: Ich kann mir nicht helfen..hicks…aber je mehr ich
trinke, desto voller wird mein Glas…hicks…
Schlawutzke: Das liegt nur an der Größe
der Gläser.
Smoky23 : Hmmmm.....also nur vorab: Ich habe den Schlübber
nicht! Aber glaubst du ernsthaft ich könnte Schlawutzkes Unterbuxe nicht von
Gerlindes Wolldingens unterscheiden?
MarkK : Wir haben den Schlübber nicht,aber egal wer ihn
hat,Münchberg will und wird ihn sich holen,dafür werden wir sogar den
Schlübbersnüffler einsetzen wenns sein muss! Basta!
Schäff: Aber hier ist doch der Schlübber!
Journalist1: Ich hab das ganz genau überprüft!
SCHULTZ: Wuff
HonkySchwonky: Ash schlûebbg durbatulûk,
ash schlûebbg gimbatul,
ash schlûebbg thrakatulûk
agh burzum-ishi gerlinmpatul...
MadMane72 : Immer mit der Ruhe. Hätt von meiner Urgroßmutter noch
ein paar Schlübber. Wennst alle bunt vermischt gibts genug Schlübber für alle
und keinem fällts auf.
Schlawutzke: Das glauben aber auch nur sie.
bestbayern : so gut hab die abonniert die Zeitung.
Schlawutzke: Na großartig! Wegen ihnen müssen wir jetzt einen
Zeitungsjungen einstellen der bis nach Bayern fährt!
Duke Arvid : Lol , hätte mich beim Kaffeetrinken .fast verschluckt
vor lauter Lachen , oder war das der gesuchete Schluebber ???!!!
Schlawutzke: Sie sollten weniger Kaffe trinken.
RundUndEckig : Ein Schlübber auf Abwegen und dazu dann nen Tigerslip
von Schlawutzke. Etwas verwirrend diese Schiesserverwechseldichichhabihnnicht
Story. Ich ähhh hab ihn übrigens auch nicht und eigentlich will ich den auch
nicht oder doch? Grübel Grübel....
Schäff: Woher weiß der Mann was sie für Unterwäsche tragen,
Schlawutzke??!!
King Bully: Sehen Sie nächste Woche:
FÜR EINE HANDVOLL SCHLÜBBER!
Mit Cindy aus Marzahn in der Rolle von Gerlindes linkem Unterschenkel! IN
3D!!!
Schäff: Haben sie etwa die Filmrechte veruntreut?
Killerkarl: Schlübber hin - Schlübber her, einmal längs und wieder
quer....tralalalalaaaa
Schlawutzke: …ja, das waren noch Zeiten damals bei der
Armee.
Honkyschwonky : Ash schlûebbg durbatulûk,
ash schlûebbg gimbatul,
ash schlûebbg thrakatulûk
agh burzum-ishi gerlinmpatul...
Schäff: Soo, die Pressekonferenz ist beendet!
Der Raum leert sich. Er hinterlässt die quälende Ungewissheit über den
Aufenthalt eines Kleidungsstücks für das viele Männer gern viel Geld bezahlen
würden. Merkwürdig nur, dass ausgerechnet Smoky23 sich an diesem Firlefanz
beteiligt. Oder ist sie tatsächlich die lang gesuchte Mutter aller Schlübber
oder um es mit Honkschwonkys Worten zu sagen:
„Ash schlûebbg durbatulûk,
ash schlûebbg gimbatul,
ash schlûebbg thrakatulûk
agh burzum-ishi gerlinmpatul...“ ?
…
..
.
zum Artikel
Verfasst am : 09.09.2010 21:47
Kommentare: 3
Der Schlübberkult 3- Das Finale Teil 1
Irgendjemand hat sich den aberwitzigen Irrglauben
einfallen lassen der die Zahl 3 betrifft. Die heilige Dreifaltigkeit, das
Dreirad, Drei Engel für Charlie, die Dreiecksbeziehung, die berühmten drei
Wünsche wenn zufällig eine gute Fee vorbeikommt, die im Musikunterricht so
verhasste Triangel.
Seit uns das Fernseh- und Kinomonstrum fest in seiner Mangel hat, verfolgen uns
Trilogien aller Art. Erinnert sei an Kinofilme wie „Der Pate“, „Zurück in die
Zukunft“, „Der Herr der Ringe“, „Fear and loathing in Las Vergas“, „Der zweite
Weltkrieg“.
Diese Seuche macht auch vor diesem interaktiven Spiel nicht halt. Einem Spiel,
das man mit Ernsthaftigkeit betreiben muss! Da bleibt keine Zeit für Nonsens,
schwachsinnige Artikel oder die Suche nach Gleichgesinnten! Was wir lesen wollen
sind spannende Fußballberichte aus noch spannenderen Ligen! Wir sind hier
schließlich alle Individuen die eben nur zufällig alle das gleiche machen! Und
ja, ich war auch schon früher dagegen! Aber ich schweife ab.
In den Katakomben 2
„Schlawutzke, haben sie das auch gehört?“
„Es kam aus dem Experimentierlabor!“
wusch
„Schwester Gerlinde, bitte bedecken sie sich!“
„ICH HATTE NOCH KEINE ZEIT.“
„Wo ist der Schlübber?“
„ER HAT IHN!“
„Das ist unmöglich!“
„Schlawutzke, sie hören nicht zu! Er hat ihn! Wie erklären wir das nur den
Turnierteilnehmern?“
„AM BESTEN SIE VERFASSEN EINEN SCHWACHSINNIGEN ARTIKEL UND GEWÄHREN DEN INSASSEN
PSYCHATRISCHER ANSTALTEN INTERNETZUGANG!“
„Sagen sie, haben sie wirklich nur dieses Ahornblatt gefunden um sich zu
bedecken?“
„Äh Schäff, die Pressekonferenz beginnt in 25 Minuten.“
„DER BIKINI ERFÜLLTE SEINEN ZWECK NOCH WENIGER.“
„Das ist ärgerlich, der war sicher teuer.“
„Schäff?“
„Was wollen sie Schlawutzke!?“
„Die Pressekonferenz!“
„Verdammt! Schlawutzke, ziehen sie ihre Unterhose aus!“
„Bittäää?“
„Nun machen sie schon!“
„Ich glaube nicht, dass das funktionieren wird Schäff.“
„Vertrauen sie mir Schlawutzke. Außer Gerlinde wird nur ein Manager die
Fälschung erkennen. Und der wird den Teufel tun was zu sagen. Es sei denn?“
„Ja?“
„ES SEI DENN ER HAT DEN SCHLÜBBER NICHT!“
dängdängdängdäääääng
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Verfasst am : 02.09.2010 19:16
Kommentare: 19
Der Schlübberkult 2
Vorkenntnisse aus
dem ersten Teil unbedingt erforderlich.
In den Katakomben. Schäff liegt ohnmächtig am Boden, Schwester Gerlinde baumelt
umgeben von spitzen, metallischen Apparaturen an der Decke und Schlawutzke
bedient Knöpfe an einer Konsole.
„WAS IST MIT IHM, SCHLAWUTZKE?“
„Oh, er hat nur zu viel gearbeitet.“
„WANN HAT IHRE NICHTSNUTZIGE MASCHINE ENDLICH DIE ZÜNDMECHANISMEN ENFERNT?“
„Es sollte in wenigen Stunden soweit sein, Schwester.“
„STUNDEN?!“
„Der, der euch das antat leistete ganze Arbeit, meine Liebe. Wie war noch gleich
sein Name?“
„ICH HÄNGE HIER SEIT TAGEN AN DIESER KETTE NUR WEIL SIE NICHT IN DER LAGE SIND
MIR DEN SCHLÜPFER ZU ENTFERNEN UND SIE FRAGEN MICH NACH DEM NAMEN DES ERBAUERS
MEINER UNTERHOSE? SIE WISSEN DOCH, DASS MAN DEN NAMEN NICHT AUSSPRECHEN
DARF!“
„Verzeihung, ich wollte nicht taktlos sein. Haben sie Hunger?“
„SCHLAAAAAWUTZKE!!!“
„Schlawutzke?“
„Schäff?“
„SCHÄFF?“
„Gerlinde?“
„Geht es ihnen gut, Schäff?“
Schlawutzke erklärte Schäff alles. Vor langer
Zeit als Gerlinde noch in einem Keller eingesperrt, beim finsteren Lord
Alpirsbach lebte, verwettete dieser ihre Unschuld an einen üblen Gesellen aus
Sparta, Ortsteil Attackenkaag, der hierauf sein monströses Meisterwerk an dem
verängstigten kleinen Mädchen vollendete. Viele Jahrhunderte lebte Gerlinde
unter dem Fluch ihres unsterblichen Schlübbers, der sie selbst am Leben erhielt,
unter ihrem neuen Herrn Baron Honky Onkel, bis dieser an einer Überdosis
Ameisenshit schließlich das zeitliches segnete. Gerlinde nutzte die Gunst des
Augenblicks und flüchtete in die Welt. Doch was sie nach 500 Jahren Dunkelheit
sah machte ihr Angst. In einem entlegenen Forst traf sie auf Schlawutzke der
gerade an einen Baum sein Revier markierte. Ihm erzählte sie alles.
„Könnten sie mich bitte mal in Ruhe pissen lassen?!“
Vom Fluch ihres Schlübbers, den Bomben die
hochgehen würden wenn man den Versuch unternähme ihn zu öffnen, von ihrer
Wanderung durch die Jahrhunderte.
„ICH ERWARTE MEINEN ALTEN WIDERSACHER SCHÄFF. DIESES TURNIER IST GENAU DIE FALLE
IN DIE ER TAPPEN SOLL.“
„Das ist der Plan, Schäff.“
„Schlawutzke, dieser Raum hat doch sicher einen Nebenraum der mit diesem durch
eine Tür verbunden ist von dem aus man uns aus diesem Raum nicht hören kann!“
„Äh, ja.“
„Da gehen wir jetzt mal hin!“
„Okay.“
Trappeltrappel
„Hören sie Schlawutzke, ich will diesen Schlübber und danach dieses Turnier zu
Ende bringen! Ist das klar?!“
„Sie sind es…..“
„Natürlich bin ich es!“
„Nein Schäff, sie sind der alte Meister! Gerlinde hatte Recht!“
„Schlawutzke, sind sie jetzt vollkommen irre? Sehe ich aus wie ein Fossil?“
„Sie haben Recht, Schäff. Aber seit dieser Schlübber im Umlauf ist geschehen
seltsame Dinge.“
„Was ist los mit ihnen Schlawutzke? In ihrer Gegenwart passieren ständig
seltsame Dinge!“
„Er wird verhindern wollen, dass ich sein Werk zerstöre, Schäff.“
Stellen sie sich jetzt vor, sie hörten den
ersten Satz aus Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 7 und sie erhalten eine Vorstellung
von Schäffs Gesichtsausdruck.
Demnächst: demnächst?
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Verfasst am : 29.08.2010 17:55
Kommentare: 16
Der Schlübberkult 1
Seit Tagen dröhnen
unheimliche Laute aus den Gewölben der Holzfällerzentrale. Der Beschluss des
Präsidiums unter der Leitung des Vorsitzenden und einzigen Mitgliedes, Schäff,
droht unter den wackligen Füssen der Realität zusammenzubrechen. Die morgige
öffentliche Präsentation des Hauptpreises beim nächsten Holzfällerturnier
scheint ernsthaft in Gefahr zu sein.
„Schäff, es wäre gut wenn sie mir folgen würden.“
„Schlawutzke, ich arbeite gerade an meiner Rede für den Empfang des
Bürgermeisters morgen!“
„Wenn sie mir nicht folgen können sie sich die Rede sparen Schäff.“
Schlawutzke führt Schäff an Orte wo er noch nie…
„Schlawutzke, wo sind wir? Und vor allem wo sind sie? Was war das??“
„Das war ich Schäff. Sie stehen auf meiner Hand. Wir müssen noch weiter
bergab.“
„Noch weiterääääääääääääääääääääääääääääääääää…äää.ää…ä…?!“
„Alles in Ordnung, Schäff?“
„Nein! Wo sind sie?“
„Direkt über ihnen.“
„Autsch!! Gehen sie von meinem Kopf runter!“
„Verzeihung Schäff.“
„Warum haben sie keine Taschenlampe mitgenommen?“
„Wegen der Insekten, Schäff. Hier entlang.“
„Hier entlang? Sie machen mir Spaß, Mann!“
„Wir sind gleich da.“
„Das will ich ihnen auch geraten haben!“
Die zunehmend lauter werdenden Laute werden
lauter. Sie materialisieren sich in einer Form die Schäff nie für möglich
gehalten hatte.
„Schlawutzke, wer sind die Menschen unter den Roben?“
„Das sind Schutzpatrone von Gerlindes Schlübber. Sie werden ihm folgen wohin
auch immer er sie nach dem Turnier führt.“
„Aber was sind das für unmenschliche Laute aus dem Nebenraum?“
„Sie sind des Rätsels Lösung für die Fertigstellung ihrer Rede Schäff.“
„Oh nein, sagen sie mir nicht so was Schlawutzke! Sagen sie mir nicht, dass ich
gegen eine Bestie kämpfen muss um morgen noch meine Rede halten zu können! SAGEN
SIE DAS NICHT, SCHLAWUTZKE!!“
„Wie kommen sie denn auf diese Idee?“
„Nur so ein Gedanke Schlawutzke. Was passiert als nächstes?“
„Sie können Fragen stellen. Das sage ich ihnen wenn das übernächste vorbei
ist.“
„Wenn das übernächste vorbei ist weiß ich auch was das nächste war! Wer gibt da
diese grauenhaften Laute von sich?“
„Meine neueste Erfindung, Schäff.“
„Warum müssen Erfindungen dieser Art eigentlich immer auf geheimnisvolle Weise
in dunklen Kellerräumen offenbart werden. Gewöhnlich sterben bei solchen Sachen
Menschen!“
„Schäff, vielleicht sollten sie weniger Filme aus dem Internet herunterladen und
sich mehr der Realität stellen.“
„Das ausgerechntet sie mir so was sagen!“
Die immer noch permanent lauter werdenden Laute,
die zunehmend lauter werden erhalten ein Gesicht.
„GERLINDE!!!??? WAS TUN SIE DA???“
„Keine Sorge Schäff, sie wird nur repa..operiert.“
„Sie hängt Kopfüber an einem Seil und wird von kreischenden Metallarmen mit
spitzen Klingen bearbeitet!“
„Genau so ist es Schäff.“
Demnächst: demnächst
zum Artikel
Verfasst am : 26.08.2010 19:52
Kommentare: 9
Leydis Nachfolger und wer mich liest ist doof
Ja wer ist eigentlich Lars Leydecker? Sein
ehemaliger Verein, der 1. FC RM Berlin 09 hat ihm auf seinem Profil bereits ein
Denkmal gesetzt. In der Vereinszentrale der Holzfäller hörte man beim 178 en Tor
auf zu zählen. Nun steht der Mann vor seinen letzten Spielzeiten und in der
Vereinszentrale wird man ungeduldig wer seine Nachfolge antreten soll. Im
geheimen Trainingscamp von Schwester Gerlinde, das so geheim ist, dass selbst
alteingesessene Spieler es nicht oder zu spät finden oder selbst gefunden
werden, im schlimmsten aller Fälle als verschollen gelten, dort also reift seit
vielen Saisons eine Frucht, die den Leydi nicht nur ersetzen, sondern ihn
schlichtweg übertreffen soll. Im heutigen Freundschaftsspiel gegen den alten
Mitstreiter aus dem Ruhrpott, dem FC Ruhrpott-Ost, sollte der neue Rohdiamant
mit dem verpflichtenden Namen, SCHULTZ, erstmals getestet werden. Dem Spiel bei
wohnten auch die völlig erstaunten Schäff und Schlawutzke. Und SCHULTZ schlug
gleich 3 Mal beim unterhaltsamen 25:27 gegen den Gast aus dem Ruhrpott zu.
Nach dem Spiel
„Seit wann haben wir denn den im Verein?“
„Er ist uns praktisch in die Wiege gelegt worden. Gerlinde trainiert ihn seit er
17 ist. Jetzt will sie ihn heiraten.“
„Wie die Zeiten sich doch ändern….“
„Wem sagen sie das Schäff. Übrigens hat sie um einen Termin gebeten.“
„Waaaaas??? Wann??!!!“
„Äh, jetzt.“
Schepper
„Oh Schwester Gerlinde, liebreizendstes
Augenlicht unter meinem Vereinshimmel. Und was für ein niedliches…ja was für ein
niedliches…. Schlawutzke? Was ist das?!“
„Oh, das ist SCHULTZ Schäff. Unser neues Talent.“
„Aber es lässt die Zunge baumeln, sabbert mir auf den Teppich und knurrt mich
an!“
„SCHULTZ!“
hechelhechelhechel
„Ich glaube er mag sie Schäff.“
„Dafür wird er auch bezahlt. Was kann er noch so?“
„Er hat rudimentäre Sprachkenntnisse, kann ohne Befehle nicht leben, hält Frauen
für eine Lebensmittelkrankheit und will nur eins. Tore schießen.“
„Kurzum. Der perfekte Idiot!“
„Psssst, sagen sie das nicht in seiner Gegenwart.“
„Schon gut. Wir machen ihn reich und er darf dafür blöd bleiben. Hauptsache er
macht seinen Job. Und nun mal zu dir SCHULTZ! Sitz!“
grrrrrrrrrrrrr
„Seine Manieren sind schauderhaft! Treiben sie ihm das aus!“
Schwester Gerlinde zieht den angeleinten SCHULTZ aus Schäffs Büro.
Ein geöffneter Tafelwein versprüht den Hauch todesnaher Gedanken.
Zwei Gläser werden gefüllt.
„Es ist soweit Schlawutzke, ich
resigniere….gluckgluckgluck“
„Was haben sie denn Schäff?“
„Haben sie eben gepennt? Unser neuer Stürmerstar hält sich für einen Hund!
….gluckgluck“
„Welch ein Glück nicht wahr? Stellen sie sich vor er hielte sich für eine Katze.
Dann müssten wir ständig seine Launen ertragen.“
„Oder für einen Hahn, dann würden wir jeden Morgen pünktlich aufstehen… Ach
hören sie schon auf Schlawutzke! Demnächst stellen sie noch Betonpfeiler als
Abwehrspieler ein nur weil die nicht soviel reden. Wo soll das hinführen?“
„Verstehe, sie halten uns also für etwas weltfremd?“
„Und das ist noch gerlinde ausgedrückt!“
„Gerlinde?“
„Sie wissen was ich meine!“
„Aber Schäff, schauen sie sich um. Schauen sie nach Spagackenkaak, schauen sie
zu Schorsch Chancentod, schauen sie zu King Bully, zum SKC Münchberg, zu Essen
01, zum 1.FC Joker Pankow Berlin 09 der nach wie vor nur anonym schreiben darf
und nicht abonnierbar ist, zu Ballschubser Vogtland, Görlitzer Fussballclub
Rauschwalde, den Sitting Bull Bullenkuhlen, den Schluft-Schlösschen Kickers
United 09 , natürlich die Nichtraucher und alle anderen die ich vergessen
habe.“
„Häääh?“
„Lesen sie Schäff, einfach nur lesen.“
Ausschreibung:
Sie glauben,
sie schreiben gute Artikel, werden aber nicht gelesen? Werden sie unser Protege!
Schicken sie uns ihre Artikel damit wir uns mit fremden Federn schmücken können.
Und zwar genau mit ihren.
Mal im Ernst. Wer glaubt einen unterhaltsamen Zeitungsartikel gefunden zu haben
kann im Kommentarteil gern seinen Tipp abgeben. Der beste Artikel erscheint
demnächst in diesem Blatt unter Hinzuziehung des Verfassers und dessen
Einverständnis.
Gerlindes Schlübber sucht noch immer nach Abnehmern.
Genaueres unter Vereinsprofil.
Beste Grüße
zum Artikel
Verfasst am : 30.07.2010 18:00
Kommentare: 5
Willkommen in der Realität
Seit Tagen schweigt
Schlawutzke. Apathisch tappt er durch die Katakomben der Holzfäller. Kein Wort
verlässt dabei seinen Mund, kein Augenaufschlag lässt eine emotionale Regung
erkennen, starr blickt er scheinbar ferngesteuert in Richtungen die nichts
vermuten lassen, jedenfalls nicht wenn man nicht Schlawutzke heißt. Selbst die
von allen Ängsten und Hüfthaltern dieser Welt befreite Schwester Gerlinde macht
einen großen Bogen um den zweiten Mann des Vereins und Schäff hat mehr mit einem
Furunkel in der Aftergegend zu kämpfen, als dass ihn fremde Nöte beschäftigen
könnten. Als Schlawutzke in einem Anfall von Geisteskrankheit nebenher locker 19
Millionen für ein Turnier verschrotet vergisst Schäff seinen Grundsatz
konfliktscheuen Handelns.
„Was ist los mit ihnen Schlawutzke? Wollen sie mich ruinieren? …Bekacktes
Furunkel!“
„Ist ihnen jemals in den Sinn gekommen, dass sie überhaupt kein Furunkel
haben?“
„Scheisse nein! Es juckt wie verrückt und die Salbe vom Gärtner macht alles nur
noch schlimmer.“
„Und einen Gärtner gibt es auch nicht, Schäff.“
„Sicher Schlawutzke! Und wir arbeiten selbstverständlich auch nicht für diesen
Holzfällerverein!“
„Ausgezeichnet Schäff.“
„Sagen sie mal, drehen sie jetzt völlig durch?!“
„Ganz im Gegenteil Schäff. Denn jetzt in diesem Augenblick beobachtet er uns.
Ich habe geträumt ich wohnte im inneren einer alten Schatulle die ich hin und
wieder verlassen dürfte um genau hierher zu gelangen. Tatsächlich aber wohne ich
in einer Gehirnschatulle während ich jetzt träume. Hin und wieder wache ich
unter einem gepolsterten neuartigen Stirnadernschoner aus edlem Fichtenholz auf
und lutsche am Daumen.“
„Ach und deswegen geben sie also 19 Millionen Sesterzen für ein Turnier
aus?!“
„Verstehen sie nicht Schäff. Was auch immer ich tue und auch sie, alles was uns
widerfährt wird gelenkt von einem einzigen Hirn.“
„Großartig! Vielleicht sollte ich ihren Lenker und Denker unserer Geschicke
darum anbetteln, dass mein Furunkel verschwindet!“
„Es wäre einen Versuch wert.“
„Sie haben hier doch hoffentlich keine Kamera versteckt!“
„Nun versuchen sie es schon Schäff.“
„Öhm…lieber ääh…na du eben…ich wäre, mit Verlaub, gern mein Dings…äh…na du weißt
schon wieder los. Wenn das gehen würde?“
„Und?“
„Es ist weg! Hahaha, es ist weg! Wie haben sie das gemacht, wie ist das
geschehen, wer, was……“
20 Sekunden später….
„Aua, Mist, da isses wieder!“
Stimme: „Verarscht!“
Demnächst:
Gerlindes
Baumwollschlübber Turnier. Irgendwann im September. Vielleicht am 11.
Reservierungen an gedankenlosen Manager gerichtet machen nur mit Strohhut
Sinn.
zum Artikel
Verfasst am : 24.07.2010 14:58
Kommentare: 3
Hüfthalter, Handschellen und Gedöns
Eberswalder Gedöns
Eberswalde. Eine Stadt lebt in Angst. Weil! Gerlinde läuft seit heute ohne
Hüfthalter durch ihre Wahlheimat. Schon nahmen Spagackenfans dies zum Anlass den
hiesigen Güterbahnhof, den sie irrtümlich für die Eberswalder Vereinszentrale
hielten, in ein Häufchen Schutt und Asche zu verwandeln.
Grund: Der 1.FC Spagackenkaak ergatterte statt des erhofften Hüfthalters nur ein
paar läppische Euronen mit denen man künftig Honkyschwonkys Whirlpoolreiniger
davon abhalten will im Stadion Akkordeon zu spielen. Tatsächlich bemächtigten
sich die Bierbauchberserker des holden Stückes. Den Sitting Bulls aus
Bullenkuhlen wird’s wurscht sein, wiesen sie doch sämtliche anderen
Turnierteilnehmer in die Schranken. Genaueres über den Turnierverlauf erlesen
sie in Honkyschwonkys Tagesbericht.
Wirtschaft:
Für den Bau des neuen Güterbahnhofs Eberswalde, so der der Bürgermeister aus
Prenzlau, müsse ausschließlich der Verein aufkommen der die Hauptschuld an dem
Zustandekommen der Kraterlandschaft trüge. Der beheimatete Verein hätte immerhin
auch die Mittel gehabt ein so kostspieliges Turnier zu finanzieren.
Verkehr:
Durch die vorübergehende Einstellung des Zugverkehrs zwischen Angermünde und
Bernau bitten wir alle zugereisten Besucher sich morgen um 11 zur
Pinguinfütterung im Eberswalder Zoo einzufinden. Von dort aus befördern sie
Droschken zum Werbellinsee von dem aus sie zwar auch nicht näher an ihr Ziel
gelangen aber das Bier in der ehemaligen Pionierrepublik galt schon zu DDR
Zeiten unter den 13 Jährigen als echte Herausforderung. Einer soll es im Jahr
1983 sogar geschafft haben 15 halbe Liter zu verdrücken ohne zwischendurch
pinkeln zu müssen.
Um 21 Uhr wird dann der Forstweg nach Eichhorst für sie geöffnet von dem aus sie
die Busse nach Groß Schönebeck nutzen können um mit der Heidekrautbahn nach
Berlin zu fahren. Bitte führen sie bei der Benutzung des Forstweges folgende
Gegenstände mit sich.
-Handschellen
-ein Diktiergerät
-500 Euro in kleinen Scheinen
-eine unangeleinte Katze
-4 Lakritzbällchen
-100 Meter Stacheldraht
-einen Quittungsblock
-eine Schwebegondel
Verhaltensregeln im Wald:
Hin und wieder kann es passieren, dass ihnen Waldbewohner begegnen. Daher ist es
wichtig die Regeln der Einheimischen genau zu kennen um eventuellen Tendenzen
einer sich entwickelnden Gewaltspirale wirksam entgegentreten zu können.
-Das zermalmen von Schnecken ahnden die Bewohner mit 25 Mückenstichen.
-Das erdrücken einer Mücke hat zur Folge, dass sie sich vor Spinnennetzen nicht
mehr retten können.
-Die Zerstörung eines Spinnennetzes nehmen Wildschweine zum Anlass
psychodelische Grunzlaute von sich zu geben.
-Der Tritt in einen Ameisenhaufen wird ihnen durch Stiche der überaus seltenen,
nachtaktiven Faltenhornisse vergellt. Die Folgen sind insbesondere für in der
Modebranche tätige Damen fatal.
-Unaufgeforderte Unterhaltungen mit Bäumen sind streng verboten!
Sollten sie all diese Dinge berücksichtigen, steht einer reibungslosen Heimreise
nichts mehr im Weg. Wir bedanken uns nochmals für ihre rege Teilnahme und
wünschen ihnen alles Gute zum nächsten Geburtstag.
zum Artikel
Verfasst am : 17.07.2010 18:20
Kommentare: 5
Das Geheimnis des Hüfthalters…
…ist schon lange kein Geheimnis mehr wenn man weiß
was dieser zu halten hat ohne etwas versprochen zu haben. Doch was steckt
wirklich hinter all dem? Warum begeben sich begnadete Schreiberlinge freiwillig
in Gerlindes Fänge? Hat der schnöde Mammon tatsächlich eine so berauschende
Wirkung? Zitieren wir Meister Yoda an dieser Stelle: „Leichter, verführerischer
sie ist, die dunkle Seite.“
Sieben auf einen Streich, sagte auch schon das tapfere Schneiderlein, ein
ungesühnter Amokläufer der im Vergleich zum schwarzen Mann einen sehr guten Ruf
genießt. Das Schwert ist oft mächtiger als die Sense wenn auch nicht ganz so
effektiv wie ein Rasierapparat.
Was also läuft da ab?
Antworten finden wir wie immer hinter
verschlossenen Türen.
„Hehehehehehehehehe!“
„Ihre Lache ist ja nicht zum aushalten!“
„Wenn sie wüssten Schäff! Hihi!“
„Was soll ich schon wissen, ich bin ja nur der Chef hier!“
„Seien sie froh.“
„Natürlich Schlawutzke. UND NUN REDEN SIE VERDAMMTNOCHMALUNDZUGENÄHT!!“
„Sie haben alle zugesagt Schäff.“
„Wer hat was zugesagt?
„Na das Turnier, wissen sie nicht mehr?“
„Wir machen ein Turnier?“
„Genau genommen war es Schwester Gerlindes Idee.“
„Tatsächlich?“
„Oh ja!“
„Und?“
„Ja?“
„So langsam vermute ich, dass sie sich in meiner Anwesenheit absichtlich dumm
stellen!“
„Vielen Dank.“
„Wie kommt Schwester Gerlinde eigentlich dazu ihren Hüfthalter als Preis
einzusetzen?“
„Ich fürchte unsere liebe Gerlinde sucht einen Mann.“
„Ich dachte sie hat schon unseren Leidi?“
„Das stimmt. Allerdings ist der zu sehr mit Tore schießen beschäftigt. Jetzt
sucht sie jemanden der zu ihrem Trainingserfolg und in ihren Hüfthalter
passt.“
„Mhm, zeigen sie doch mal die Teilnehmerliste.“
Bierbauchberserker
Lokomotive Weede
Dresdner Bulls
1.FC Spagackenkaak
Schluft-Schlösschen Kickers United 09
Sitting Bull Bullenkuhlen
Nichtraucher
„Du meine Güte! Die sind doch nicht etwa alle freiwillig hier oder?“
„Nun ja, sie wissen noch nichts. Sie glauben tatsächlich es ginge hier um Geld
Schäff.“
„Aber warum die Nichtraucher? Die werden doch von einer Frau trainiert.“
„Oh ja…..“ glibberiger Sabber rinnt Schlawutzke
aus seiner Wortformulierungsöffnung
„Ich verstehe. Und die Anderen?“
„Schorsch Chancentod soll hier mit der unangenehmen Wahrheit konfrontiert
werden, dass Gerlinde durchaus kein Mythos ist.“
„Was ist mit dem selbsternannten Dalai Vuvuzela?“
„Gerlindes Affinität zu gekrönten Häuptern ist nicht neu. Sie meint so könne man
auch das Geld für den Frisör sparen.“
„Aha! Und die Dresdner Bulls?“
„Erinnern sie sich an den Inspektor der schon seit Wochen versucht uns den Mord
an ihrer Ex- Frau zuzuschieben?“
„Sagen sie bloß?“
„Oh ja. Mit dem Preisgeld war er leicht gefügig zu machen. Mittlerweile sucht
die Polizei nach dem KFZ- Mechaniker der dem Auto den TÜV gegeben hat.“
„Das ist ja großartig! Und HonkySchwonky? Der Mann dealt mit Ameisenshit!“
„Genau!“
„Aha! LikeAhorse, was ist mit dem?“
„Der ist jung und knusprig!“
„Is ja widerlich. Wäre noch Holdersen.“
„Oh, der war leicht zu kriegen. Wir mussten lediglich die Anwesenheit des Dalai
Vuvuzela erwähnen. Ich glaube Gerlinde kommt!“
„Das wollen wir nicht hoffen!“
grob die Töne treffend schwebt Gerlinde singend ins Büro
„ICH MÖCHTE NOCHMAL ZWANZIG SEIN UND SO VERLIIIIEBT WIE DAMAAAALS.“
Schlawutzke und Schäff halten sich kichernd die
Hände vor ihren Mündern.
„Schwester, in ihrer Achselhöhle klemmt ein Honkyschwonky.“
Gerlinde blickt überrascht in die erwähnte
Richtung und lacht derweil sie dem Knuddelduddelhonkyschwonky die Kopfhaut
massiert.
„IST ER NICHT SÜSS! ICH WILL IHN BEHALTEN!“
„Sie haben doch nicht etwa was von dem Ameisenshit genommen?“
Die Sirene geht. Ein untrügliches Zeichen
dafür, dass einer der Turnierteilnehmer aktiv an seiner Flucht
arbeitet.
Fortsetzung folgt
zum Artikel
Verfasst am : 04.07.2010 14:17
Kommentare: 7
Der Plan des Schlawutzke
Nach den jüngsten
Ereignissen war Schlawutzke oft allein. Aber auch Schäff mied ihn. Und so ersann
er einen Plan, wie er sich all seiner Probleme entledigen konnte. Ausgerechnet
ein Leser dieses Blattes, welches er selbst nur benutzte um das Geld für
Toilettenpapier einzusparen, brachte ihn auf eine perfide Idee. Heimlich schlich
er in Schäffgattins Wohnung und sah sich nach Möglichkeiten um. Im Badezimmer
entdeckte er sofort den Klassiker. Der Kassettenrecorder am Wannenrand neben den
Kerzen. Er ging in die Küche. Alles lag an seinem Platz. Dann wieder zurück ins
Bad, schnurstracks auf das Medizinschränkchen zu.
Die Antwort aller weiblichen Probleme.
Schlawutzke war am nächsten Morgen nicht sonderlich überrascht, dass Schäff ihn
zu sich beorderte. Schäff war nicht allein. In seinem Sessel saß ein
Polizeibeamter und paffte eine seiner Zigarren. Als er Schlawutzke sah beugte er
sich gönnerhaft nach vorn, musterte ihn kurz abschätzend und psalmte weiter.
Schäff beugte sich zu Schlawutzke und flüsterte.
„So geht das schon den ganzen Vormittag. Meine Ex- Frau hatte gestern Abend
einen Autounfall. Offenbar war jemand bei ihr bevor sie sich in den Wagen
setzte. Es standen drei leere Weinflaschen sowie 2 Gläser auf dem Tisch. Ich
habe ihm nun erzählt, dass wir zusammen in der Kneipe waren. Wenn sie das bitte
bestätigen würden?“
„Sagten sie Ex- Frau?“
„Sind sie taub?“
„Nein. Allerdings erschweren mir die Frequenzen ihres Gastes das zuhören.“
„Ja, er ist wirklich sehr gewöhnungsbedürftig.“ Der Beamte mischte sich ein.
„Aaalso Herr Schlawurske, in welcher Kneipe waren sie denn mit ihrem Chef
gestern Abend bis zu welcher Zeit?“
„Es waren sehr viele. Weit mehr als ich mich erinnern kann. Es war 3 Uhr als
Schäff mich nach Hause trug.“
„Woher wissen sie, dass es genau nachts um drei war?“
„Weil die Turmuhr schlug während ich kotzen musste und Schäff mir beim übergeben
behilflich war.“
„Merkwürdig, ihr Schäff hat diese Übergebensgeschichte gar nicht erwähnt.“
„Sind sie verheiratet?“
„Natürlich nicht, ich bin Beamter! Was soll diese Frage!“
„Schönen Tag noch!“
„Sie hören von mir! Ich habe sie beobachtet! Schönen Tag noch!“ Der Beamte verkroch sich aus dem Raum und Schäff gebot
Schlawutzke sich zu setzen.
„Zigarre?“
„Vielleicht später.“
„Schlawutzke, sie sind ein Riesenrindvieh aber ich liebe sie dafür! Nur warum
meine Ex- Frau? Gut sie hinterlässt mir ihre Villa auf Gran Canaria und etwa 10
Millionen Sesterzen. Aber Schlawutzke sie Hund! Woher konnten sie das wissen?“
„Ex- Frau? Das bedeutet ihre Frau lebt noch?“
„Selbstverständlich lebt sie noch. Aber mit den 10 Millionen kann ich ihr den
Verein abkaufen. Sie wollten doch nicht etwa?“
„Es ging um unsere Existenz!“
„Nun gut. Aber die Frau die sie versehentlich aus dem Verkehr gezogen haben ist
meine Ex- Frau. Meine Angetraute die sich scheiden lassen will ist der Grund
warum meine Ex- Frau sich von mir trennte. Und nun trennt sich der Grund meiner
Trennung von meiner Ex- Frau von mir…“
„Das sind Frauen Schäff. Ihre Macht ist weit größer als wir annehmen!“
„Ja klar Schlawutzke. Eine Sache noch. Es heißt, sie hätten einen blinden
Innenverteidiger gekauft?“
„Oh ja, man sagt ihm nach er könne den Ball noch eher riechen als der
Gegenspieler ihn sehen kann. Nur stumme Gegenstände bereiten ihm Sorgen.“
„Wie meinen sie das?“
„Unsere Scoutspieler locken ihn jedes Mal gegen den Torpfosten. Seitdem besteht
er darauf mit einem Stahlhelm zu trainieren.“
„Ausgezeichnet!“
„Leider nicht. Wir haben aufgrund der zahlreichen Kopfballduelle, bei denen er
sich sehr aktiv beteiligt, ständig Platzwunden zu verarzten. Unsere Gegner
halten uns mittlerweile für Zombies. Ach übrigens, planen sie demnächst eine
neue Hochzeit?“
„Ooooh, ich habe da kürzlich ein sehr talentiertes Frauenzimmer zu unserem
Turnier eingeladen!“
„Sie meinen Smoky? Wie ich hörte ist sie eine Bache?“
„Schlawutzke! Wann werden sie endlich begreifen, dass der wahre Wert eines jeden
Lebens in seiner Weiterverwertbarkeit liegt!“
„Wenn sie mich zum Wildschweinbraten einladen.“
Demnächst: Teuflische Pläne bei Gerlindes
Hüfthalterturnier
zum Artikel
Verfasst am : 11.06.2010 17:41
Kommentare: 6
Krise
Krisen braucht das Land. Insbesondere wenn
Langeweile sich einzuschleichen droht. Doch das gute ist: Krisen kann man
künstlich erschaffen. Lesen sie selbst.
Schlawutzke wird unter fadenscheinigen
Begründungen ins Schäffbüro eskortiert. Als er Schäff sieht traut er seinen
Augen nicht. Schäff flennt.
„Watn datn?“
„Ja Schlawutzke, sie auch noch! Macht mich ruhig alle fertig….schrckkkks!“
„Gibt’s Ärger Schäff? Soll ich dem Gärtner wieder einen dieser Sonderaufträge in
einem roten Couvert mitgeben?“
„Schnzzz….“ Zwei Feuerbälle aus Schäffs
eingefallenem Gesicht starren Schlawutzke mit dem Charme eines Massenmörders an.
Er winkt ihn zu sich heran. Schlawutzke sinkt willenlos in den Drehstuhlund und
rollt wie an einer Leine gezogen auf ihn zu.
„Es ist meine Frau, Schlawutzke.“
„Ach?“
„Ja ja, tun sie nur so interessiert weiter!“ Schäff untersetzt seine Bemerkung mit einem bösen
Lachen. Es ist ein Lachen bei dem man weiß, dass jede Antwort ein Fehler ist.
Selbst Schweigen wird als Fehler interpretiert. Schlawutzke beginnt zu ahnen,
dass weit mehr dahinter steckt.
„Inwieweit betrifft das uns Schäff?“ Schäffs
Gesicht hellt sich auf. Er lehnt sich entspannt zurück.
„Na bitte Schlawutzke! Sie haben ja doch was gelernt bei mir! Kurzum: Die Alte
will die Scheidung! Im Falle der Rechtsgültigkeit bekäme sie den Verein.“
„Pfffffffffffff!“
„Ja ja, lachen sie nur Schlawutzke. Hatte ich bereits erwähnt, dass sie selbigen
verkaufen will und stattdessen ein soziales Projekt für altersgerechtes Wohnen
mit dem Erlös plant? Jaahaahaa, da staunen se, was Schlawutzke? Dann werden sie
und ich nach unseren gemeinsamen Ausflügen zum Arbeitsamt nur noch am Stammtisch
über die guten alten Zeiten in der zweiten Bundesliga reden können!“
„A..a…aber Schäff! Das wäre ja furchtbar!“
„Sie sagen es Schlawutzke, sie sagen es! Wollen sie einen Schnaps?“
„Wir müssen etwas dagegen unternehmen!“
„Sind sie von Sinnen Schlawutzke? Was sich da in 30 Jahren angestaut haben muss
können wir doch nicht in 5 Minuten wieder rückgängig machen! Kommen se! Trinken
se einen mit! Von mir aus auf den besoffenen Gärtner!“
„Wir werden sie wieder in sie verliebt machen Schäff!“
„Schlawutzke! Ihre Anteilnahme in allen Ehren…“ weiter kommt er nicht.
„SCHNAUZE SCHÄFF!“ Jetzt ist es Schäff der Angst
hat. Schlawutzke beendet das Thema.
„Warum liegt Schwester Gerlinde neben dem Aquarium und hält die Arme gegen die
Decke?“ Schlawutzkes Visage hat wieder genau den
gleichen debilen Ausdruck wie Schäff es gewohnt ist. Zögernd antwortet
er.
„Oh, das ist nur der Versuch einer neuen Trainingsmethode für einäugige
Außenverteidiger.“
„Planen wir denn einen zu kaufen?“
„Nein. Aber wir wollen für den Fall aller Fälle gerüstet sein.“ Es herrscht wieder Dienstatmosphäre. Die Uhr gongt zum
zwölften Mal. Fünf Minuten zu spät.
„Oh, es ist soweit! Schwester Gerlinde, bitten sie unseren Patienten ins
Zimmer!“ Gerlinde öffnet die Tür und
Außenverteidiger Phillip Lahm betritt den Raum. Dann wendet er sich
vertrauensvoll an Schlawutzke.
„Wir haben ihm mit seinem Einverständnis ein Auge wegoperiert um Gerlindes neue
Trainingsmethode besser testen zu können.“ Dann
nickt er Phillip freundlich zu.
„Steht ihnen gut die Augenklappe! Aber nun ab huschhusch zum Training!“ Gerlinde geht ab, Phillip geht ab, die Flasche geht
leer, Schlawutzke geht ab. Ihm graut vor dem Gedanken mit Schäff an einem
Stammtisch sitzen zu müssen. Aber was wenn Schäff plötzlich auf die Idee käme
ihm aus Forschungsgründen sein Gehirn wegoperieren zu lassen. Ein furchtbarer
Gedanke lässt ihn erschaudern. Was wenn er es schon getan hat…
Demnächst:
Der Plan des
Schlawutzke.
zum Artikel
Verfasst am : 10.06.2010 17:35
Kommentare: 7
Neue Gesichter, neue Gebäude
Lesen sie
selbst
„SCHLAWUTZKE!!!“
„Schäff? Warum so aufgeregt?“
„Schlawutzke! Wie ich eben informiert wurde haben sie den Bau einer
Stierkampfarena in Auftrag gegeben. Was zum Geier soll denn dieser Unsinn?“
„Ach das. Ja, wir haben von der Stadt den Auftrag erhalten den allgemein in
Fußballstadien einhergehenden Trends Rechnung zu tragen.“
„Was denn für Trends Schlawutzke? Wollten wir nicht erst das Stadiondach
ausbauen?“
„Sie kennen ja Politiker. Denen ist die Sicherheit lieber als ein kaputtes
Stadiondach.“
„Und was hat das mit dem Bau einer Stierkampfarena zu tun?“
„Oh, in diese Arena werden künftig ganz besondere Fangruppen geschleust. Somit
entlasten wir den Steuerzahler.“
„Ihr gesellschaftliches Engagement in allen Ehren Schlawutzke. Aber mir
erschließt sich da irgendwie überhaupt kein Zusammenhang!“
„Haben sie noch nie etwas von Hooligans gehört?“
„Sie meinen diese von der Fremdenlegion ausgemusterten Hobbyschläger? Ist das
nicht eher ein Fall für Schwester Gerlinde?“
„Genau genommen war es sogar ihre Idee.“
„Hätte ich mir ja beinahe denken können. Und was ist nun mit diesen
Hooligans?“
„Die stellen künftig kein Problem mehr dar.“
„Und warum nicht?“
„Wir haben sie für eine Idee begeistert.“
„Sie haben doch nicht etwa neues Sicherheitspersonal eingestellt?“
„Sie arbeiten weit unter Tarif und lieben es sich auch ohne Grund zu prügeln.
Und wir kassieren die Einnahmen aus den Kämpfen die nach den Spielen in der
Stierkampfarena stattfinden.“
„Aha! Und warum haben wir trotzdem nie Geld in der Vereinskasse?“
„Ihre Frau war der Meinung wir sollten unbedingt diesen quirligen
Außenverteidiger kaufen. Sie ist ganz vernarrt in den Bengel.“
„Hab ich in diesem Scheissverein überhaupt noch was zu sagen?!!!“
„Natürlich Schäff! Sie sind der Schäff!“
Schäffs sind immer einsam. Denn sie müssen
Schäff sein. Und obwohl sie das Wissen um das Geläster um sie herum nicht
wirklich bereichert, macht genau das sie zu dem was sie sind. Schäffs eben, mit
allem was dazu gehört. Von nüscht ne Ahnung aber überall mitquatschen.
Frage der Woche: Was waren Schäffs
eigentlich vor ihrer Geburt?
zum Artikel
Verfasst am : 28.05.2010 17:36
Kommentare: 3
In memory of Wodkawalter
Frieden herrscht in
den Baracken der Holzfäller. Friedlich vor sich her kriechender Frieden, der mit
steigenden Temperaturen wie ein schweißgetränktes T-Shirt am Körper klebt.
Schäff hasst Frieden. Schlawutzke weiß das. Schäff weiß aber auch, dass
Schlawutzke weiß, was Schäff weiß.
Lesen sie selbst.
„Na Schlawutzke! Alles grün in unserem Verein?“
„Arrrgh, wie haben sie mich denn hier gefunden?“
„Wenn ich ihnen das sagen würde, müsste ich sie beim nächsten mal wieder
woanders suchen. Also Schlawutzke, wie stehen die Aktien?“
„Oooch, alles fein. Wir steigen nicht auf, wir steigen nicht ab, wir schweben
völlig sorglos in der Masse des Mittellfeldes.“
„Haben sie getrunken?“
„Der Gärtner war hier.“
„Was hat das jetzt mit dem Gärtner zu tun?“
„Er nennt es rituelles Trinken.“
„Schlawutzke, sie machen mich wirr mit ihrem Gequatsche!“
„Nun ja, er hatte vor zwei Monaten einen Autounfall mit einem Baum.“
„Aha! Und dann hat er aufgehört zu trinken oder was?!!“
„Oh nein, er hat wieder angefangen. Er sagte, er würde nie wieder nüchtern Auto
fahren wenn nicht einmal Bäume sich an die Verkehrsregeln hielten. Ich trinke
deshalb aus Solidarität immer einen mit ihm mit.“
„Wissen sie Schlawutzke. Manchmal machen sie mir Angst. Weswegen war ich noch
mal hier?“
„Oh, ich glaube das hatten wir schon geklärt.“
„Natürlich! Und, weitermachen Schlawutzke, immer schön weitermachen!“
Derweil bei Leidi und Gerlinde. Das einst so heißblütige Liebespaar hat den
bitteren Alltag des Alterns begriffen. Längst schon weiß man was der andere
denkt, noch bevor der es ausspricht. Die nonverbale Kommunikation des
schweigenden sich Angiftens hat Besitz vom Paar ergriffen und nur selten kommt
es zu zärtlichen Gesprächen wie diesen.
Lesen sie selbst.
„ICH HABE EINEN LEBENSVERTRAG BEI DEM VEREIN FÜR DICH AUSGEHANDELT!“
„Meinst du wirklich, dass das so clever ist?“
„FÜR MICH SCHON!“
„Darf man erfahren warum?“
„ICH BEKOMME DEIN GEHALT NACH DEINEM TOD ZUSÄTZLICH AUSGEZAHLT.“
Ein Nachruf für Wodka- Walter.
Es gab ihn gleich zweimal.
zum Artikel
Verfasst am : 21.05.2010 17:25
Kommentare: 7
Holzwurm-TV
Schäff verrät Anfängertipps
Der Bau der TV- Station sorgt für Unruhe in den
Hallen der Holzfäller. Aufdringliche nach Skandalen lechzende Journalisten
umlagern wie Ameisen das Gebäude.
„Also ich habe nur 2 gezählt Schäff.“
„Schlawutzke wann lernen sie es endlich! Das ist wie damals in der DDR. Da wurde
auch ständig der Plan übererfüllt obwohl kein Werkzeug da war.“
„Aaaaaah!“
Schon begannen sich die ersten Spieler zu
schminken und merkwürdige Namen zu geben. Bis schließlich ausgerechnet Schwester
Gerlinde den Streit der Spieler beendete und für die nächsten Trainingseinheiten
absolutes Rauchverbot gebot. Sie selbst, so sie selbst, werde es sich nicht
nehmen lassen das Training Zigarrenpaffend zu begleiten. Natürlich vorrangig
unter pädagogischem Aspekt.
Zitat Gerlinde: „WENN DIE JUNGS
MICH SEHEN, SEHEN SIE ETWAS, DASS 20 JAHRE SPÄTER NEBEN IHNEN AUF DER COUCH
SITZEN KÖNNTE.“
Auch Schlawutzke konnten wir zu einem kurzem
Statement bewegen als Schäff mal nicht wie ein siamesischer Zwilling an ihm dran
hing.
Holzwurm-TV: „Bedeutet eigenes
Versagen für sie in diesem Verein tätig zu sein?“
"-schredder-"
Kurz darauf besuchten wir Schäff. Zum Glück gab
es einen rollstuhlgerechten Fahrstuhl. Schäff war sichtlich nicht auf uns
vorbereitet. Er war besoffen. Sicher auch aus pädagogischen Aspekten.
„Wer hier middspiel mus wirdschawten…gut den Wirt schaffen
mussa…hehe…grchgrchgrch..“
Die Botschaft dieses ersten Fernsehintermezzos
bei den Holzfällern liegt wahrscheinlich in seiner Einfachheit begraben. Sie hat
einfach keine.
Demnächst:
Warum Waldarbeiter ihre Frauen mehr fürchten
als den Wetterbericht.
Geld verdienen leicht gemacht! Der Job des Jahres 2011!
Warum jeder gute Hellseher mindestens so tun muss als sei er
blind.
zum Artikel
Verfasst am : 16.05.2010 21:28
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Der Mythos Lars Leydecker
Schäff ist
langweilig. Gelangweilte Schäffs neigen zu unkontrollierbaren Handlungen. Man
muss praktisch ständig vor ihnen auf der Hut sein. Beinahe scheint es, als
wollten sie einem beim nichts tun erwischen um sich ihrer Selbstvorwürfe zu
entledigen. Und im nächsten Augenblick laden sie dich zu einem Feierabendbier
ein um deine Trinkgewohnheiten zu studieren. Jedenfalls dachte das
Schlawutzke.
„Was machen sie denn da Schlawutzke?“
„Oh, Schäff, sie hier? Nun, ich trainiere meine Gehirnzellen.“
„Sie spielen Solitaire Schlawutzke. Wie wollen sie damit etwas trainieren, dass
allenfalls in ihren Träumen vorkommt?“
„Sagen sie das nicht Schäff. Sehen sie hier, den König schiebe ich jetzt ins
freie Feld und schon kommen allen anderen hinterher. Und wenn das As im Ärmel
schon in der Loge sitzt, zieht es sofort die untätigen Niedrigzahlen nach
oben.“
„Schlawutzke kommen sie zur Sache, ich kann auch Solitaire spielen!“
„Ganz einfach Schäff. Sie sind in unserem Verein der König der alle anderen
zieht.“
„Aha! Und warum stehe ich da völlig allein herum in ihrem albernen Spiel?“
„Oh, die Damen die ihnen eigentlich folgen sollen werden gerade von zwei Buben
blockiert.“
„Verschweigen sie mir schon wieder was?“
„Tatsächlich verschweigt uns die aktuelle Torjägerliste was Schäff. Unser Leidi
hat bereits dreimal getroffen, müsste also sehr weit oben stehen.“
„Ja und?“
„Steht er aber nicht!“
„Wo steht er dann?“
„Augenblicklich beleidigt unter der Dusche.“
„Rufen sie beim Hausmeister an. Der soll sofort das warme Wasser abstellen!“
Demnächst:
A-C-Klasse
Mädchen Turnier mit aktueller Gewinnbeteiligung am Eberswalder Würstchen
Dauerfresswettstreit um die goldene Krone der Walnuss.
Wie King Bully so schnell die Gebärdensprache erlernte.
Warum grölende Bauern mit Heugabeln hinter einem selten bedeuten, dass sich
preiswerte Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe
befinden.
geändert nach Smokys Kommentar die noch
"kreischende" statt "grölende" Bauern las.
zum Artikel
Verfasst am : 14.05.2010 20:16
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