Vereinszeitung - 15.698x gelesen Ausgabe 21/13 20.05.2013 Holzwurm Jetzt registrieren

Urlaub und Sex

Leider ist es notwendig den Artikel mir einem Vorwort zu versehen, um fehlgeleiteten Geistern keinen Anlass zu geben sich darüber im Nachhinein zu echauffieren. Und das war es dann auch schon.

Denn hier geht es heute um: Urlaub und Sex.
Zugegeben, jeder versteht darunter etwas anderes, aber warum auch nicht mal die andere Seite verstehen von der man irgendwann mal gedacht hat die würde einen nie betreffen. Genug gesülzt! Jetzt geht’s los mit dem dreitägigen Tagebuch eines anonymen Ehemannes, der ein Ferientagebuch verfasst hat, dem die Redaktion aus Mangel an adäquaten Gegenmaterial schließlich die Veröffentlichung gewährte. Wir wissen natürlich, dass sie anderes gewohnt sind.

Endlich, es ist soweit. Der letzte Arbeitstag erledigt, beim Chef noch schnell den Urlaubsschein unterschrieben, und schon geht es direkt hinein in den Urlaub. Die Kinder sind gepackt, das Auto verladen, die Zigeuner vor dem Haus bestochen, ja niemand anderen einbrechen zu lassen, und ab geht’s an die Ostsee. Hier soll das Eheleben in Schwung, die Beziehung zu den Kindern gestärkt, und der Wille das Ganze fortzusetzen gefestigt werden.

Tag 1, 22:34, TV an

“Schatz”
“Ja, Engel?”
“Hattest du eigentlich mal was mit Mathilde?”
“Wie kommst du denn jetzt darauf?”
“Ach…nur so…”
Stille…
“Scheiße, ich hab hier überhaupt kein Internet!”
“Du und dein blödes Onlinespiel!”
Stille…
Kein Sex

Tag 2, 6:13, Spielkonsole, CD-Player und TV an.

“JETZT IST HIER ABER ENDLICH MAL RUHE VERDAMMTNOCHMALUNDZUGENÄHT”
Verängstigte Kinderaugen, ein Klopfen an der Tür.
“Ja?”
“Sagen sie mal, müssen sie am frühen Morgen schon so herumbrüllen?”
Stille…
Der Rest des Tages verläuft in Harmonie, die sich lediglich darum bemüht ihr Aggressionspotenzial im Zaum zu halten. Urlaub eben.
Kein Sex.

Tag 3, letzter Abend, 21:36, Kerzen an, Rest aus

“Die Kinder waren aber heute schnell müde!”
“Aber du doch hoffentlich nicht?”
“Kicher”
Endlich: SEX


Erkenntnis: Rentner wissen schon warum sie ständig Urlaub machen.
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Credits ja oder ja?

Credit oder non Credit- diss isse Kwestschen?

Fuzzycupdeutschland ist gespalten. Credits- ja, oder unbedingt?
Wer hat sich diesen Mist überhaupt ausgedacht, der hunderte Leute dazu bringt per Onlineüberweisung, Handy, oder wat eben sonst noch gibt, Geld in dieses Spiel zu pumpen? Und überhaupt! Hat uns die Spielberechnung nicht schon immer aufgeregt? Damals war sie beschissen für all die Chancenlosen, und seitdem die plötzlich Tore schießen und nebenbei unsere Lieblingsstars in überfüllte Lazaretts säbeln, schwappt nun die große Frustwelle aus der entgegen gesetzten Richtung. Plötzlich hören all die Helden auf die ohne Credits Pokale sammelten wie Pilzsucher im Januar Violette Röttelritterlinge.

Und dann …

Ein Feind wird erschaffen.
Es ist der nimmersatte Credituser. Dieser böse Snob, der mit seinen finanziellen Ambitionen jedem Nichtcredituser den Spaß nimmt und darob noch gestattet, dass der seine Zeitung kommentieren lässt.

Was aber unterscheidet den Credituser vom Nichtcredituser? Nach etwa zwei Jahren teilen beide zumindest eine gewisse Form von Besessenheit. Nur ist die eine Besessenheit so dreist den Spielspaß freiwillig noch finanziell zu unterstützen, um sich damit fairer Weise den ein oder anderen Vorteil zu erkaufen. Und die, die sich hier kurz mal zu Wort melden nachdem sie eine Kreisligasaison überstanden haben, um spätestens in der Landesliga das Handtuch zu werfen … naja, macht mal.

Wir verstehen euch, liebe Nichtcredituser. Euer Anliegen ist nachvollziehbar. Ihr wollt den Ausfall aller Begünstigungen die man durch Credits vorantreiben kann. Und hier ist meine Lösung! Ab nach England! Dort gibt es keine Credits, selten Jugendspieler und der Transfermarkt ist so armselig wie Lottes Farbfernseherladen zu DDR Zeiten in den frühen achtziger Jahren.

Und nun erwarten wir Credituser nicht weniger als Anteilnahme. Anteilnahme, die ruhig klingen darf wie: “Du arme Sau, wie bedauerlich muss dein Leben sein, dass du für diese Kacke auch noch Geld ausgibst!”

Kippes^^

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Schnurz und Piep und Preisregal

Meister sein …

Nabend liebe mich lesende Fachwelt, Oberwelt, Mittelwelt, Unterwelt, Oberfeldwebel Schwindelig, dem schon allein bei der Erwähnung seines Namens sämtliches Gehirnschmalz aus den Ohren saust um all jene zu ernähren die einfach nur durstig genug sind?

Dingeldüngel

Diese Zeitung hat den beklagenswerten Auftrag ihnen, gelangweilte Leserschaft zu berichten das … blabla, dass die Holzhacker … und so weiter, na … die sind eben Meistääääh geworn . AUS -!

Zeit aufzuhören. Eberswalde? Meister? Nie war Eberswalde berühmter als im FC, nicht mal durch die Schweinegrippe! Eher berüchtigt. Aber darum geht es jetzt nicht.

Soll heißen: Danke liebe Ligakonkurrenten, es war letztlich ja punktgleich, Danke liebe Leser, danke Achim Mentzel, Danke der Volkssolidarität, die dafür sorgt, dass Rentner nur noch dosiert saufen um weniger Verkehrsunfälle in unbewachten Parkanlagen zu verursachen, Danke … danke… danke ….





…und nochmals






Danke ;)



Häh? Ich hör doch nich auf!
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Warum wir einfach nicht aufhören wollen

Hallo Welt,

seit einiger Zeit hat dieses Blatt nicht mehr viel zu sagen. Weede schweigt bereits seit einer Ewigkeit, Holdersen scheint sich zu fragen, ob er die Leute von denen er gelesen wird, nicht lieber persönlich anschreiben sollte, als dass er sich ständig von ungeduldigen KurzmalneMannschaft Gründern den Postsack zukleistern lässt, nur weil er mal wieder Artikel des Tages geworden ist. Den meisten neidischen Spöttern scheint gar nicht bewusst zu sein, mit welch sensibler Hingabe man sich anschließend seinen, nennen wir sie mal vorsichtig: Kritiker?, widmen muss, nur um gewissen perversen Vorlieben zu entgehen. Aber ich schweife ab. Ein wahres Muster an Beständigkeit auf dem Zeitungsmarkt scheint trotz augenblicklich sinkender Bewertungen der unermüdliche Marktführer Honkyschwonky zu sein. Natürlich gerät man als solcher stets und ständig in den Fokus von Interessenten, denen Kurzweiligkeit scheinbar angeboren ist, und die aus einem Stern lediglich schlussfolgern können, dass es womöglich auch irgendwo einen zweiten Stern geben könnte.

Mit Yonder hat sich jemand an die Spitze der Schreiberschaft geschossen, der sogar schon zweimal Meister geworden ist, obwohl Kollegen im Forum beklagen, dass sie trotz einer As von über 9766 noch nie Meister geworden sind. Ein solch öffentlicher Affront kann nur zu einer Revolte gegenüber jenen führen, die ein Ypsilon in der richtigen Reihenfolge lesen können.

Und dann die vielen Ungelesenen. So viele Worte, so wenig Zeit. Und überhaupt! Wie viele Manager lesen überhaupt die Topfnjus? Wer liest die erste Seite? Wozu der Aufwand?

Egal, wir machen weiter und erheitern einen kleinen Teil unserer Umwelt. Vielleicht ist einer von denen ja Arzt und kennt ein Mittel dagegen.
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Ein Holzfäller packt aus

Ein Holzfäller packt aus

Naja, ich spiele hier Fussballcup seit über zwei Jahren. Macht auch irgendwie Spaß und so.
Na gut, mehr tu ich mal fürs erste nicht schreiben tun. Sollen doch die Anderen machen. Hauptsache nich ich, nich! Übrigens find ich die Spülberechtigung voll “LoL”. Hab nämlich mal gegen LR Steinfeld gewonnen. Ansonsten bin ich trotz Ü 7000 AS auch noch nie Meister geworden. Na und! Soll ja Deppen geben, die deswegen das Handtuch schmeißen. Umso besser für mich. Werd ich vielleicht doch mal irgendwann Meister. In diesem Sinne,

Schüsss!
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Der langweiligste Artikel aller Zeiten

Lokales

Sie kennen Eberswalde nicht? Keine Sorge, das macht nichts. Entzweien sie einfach den Stadtnamen und sie bekommen eine ungefähre Ahnung darüber wie schön es hier ist.
Vor einigen Tagen explodierte in der Innenstadt ein Container, in dem laut unbestätigten Informationen ein illegaler Geldkoffer aus dem Jahre 1984 lagerte, den eine ältere Dame dort deponiert hatte. Offiziell hieß es, dass Eberswalde aufgrund dieses Vorkommnisses zu den gefährdeten Orten terroristischer Aktivitäten hinzunummeriert wurde. Mülltonnen anzuzünden sei das eine, erklärte Bürgermeister Brechgrinski auf einer Krisenkundgebung entschlossen, aber an den Grundfesten der Müllentsorgung Hand anzulegen sei ein klarer Verstoß gegen jedes moralisch, bürgerliche Grundverständnis.

Groß Schönebeck

Edelgard H. aus G. ist wieder wohlauf. Die Försterfrau, die beim Lesen einer erotischen Gute Nacht Geschichte von Roald Dahl das Bewusstsein verlor, und anschließend eine Stunde lang unter der Decke des Hauses an einem Rothirschgeweihkronleuchter baumelte, hat es endlich überstanden. Trotz gewaltiger Einstiche durch des Mannes Jagdergebnisse unterhalb der Decke, konnte in einer aufwändigen Operation wenigstens das Gehirn des vermeintlichen Opfers gerettet werden. In einer beunruhigenden Serie von Verbrechen, ist das bereits der siebte Fall der an einem Kronleuchter aus Geweihen endet, die mit Roald Dahl zu tun haben. Analysten empirischer Studien über das Leseverhalten von Frauen ab 50 empfehlen bereits seit Jahren dringend eine Altersbegrenzung bis 49 für Liebesromane. Am besten sei es, so Ingo Scharfschütz aus Mecklenburg Vorpommern, Gründer und Vorsitzender der BOHPD (Bedarfsorientierte Handlungspartei Deutschland), Mädchen in jungen Jahren den Umgang mit Buchstaben, und Jungen den Umgang mit Zahlen zu verbieten. Die entstehenden Ungereimtheiten, so Scharfschütz, sollten eigentlich schon gestern durch die gleichgeschlechtliche Ehe ausgeglichen werden. Alles andere sei im Ergebnis ein äußerst wünschenswerter sozialer Prozess, der es den Protagonisten erlaube, Fragen außerhalb der erlebten Wirklichkeit mit ernsthaftem Interesse zu verfolgen. Dem umstrittenen Vorsitzenden der BOHD wird seitens der HPMAH (Harry Potters Mutter Aufbauhilfe Partei) wiederum vorgeworfen, seine Argumentation entspräche in kleinster Form der gesellschaftlichen Realität. Im Zeitalter von Hörbüchern und Filmen sei das Lesen ein Luxus der nur Papier verschwende. Anklang fand diese Bemerkung der 45 jährigen Sozialpädagogikstudentin Henriette Vielbaumnest bei den GRÜNEN, deren Spitzenkandidatin im Berliner Wahlkampf, Ingo Scharfschütz daraufhin heftig attackierte, indem sie ihm höchst gefährliche, faschistoide Tendenzen vorwarf.

Währenddessen erreicht uns eben die Nachricht, dass es dem kriminalwissenschaftlichen Institut gelungen ist, Kontakt mit Edelgards Gehirn aufzunehmen. In ersten Verlautbahrungen hieß es, die Frau suche ständig nach einem Fisch. Hinweise aus der Bevölkerung, nimmt die Groß Schönebecker Feuerwehr aushilfsweise entgegen.

Kultur und Unterhaltung (mit jugendgerechten Untertiteln)

(ÜfJ: Scheisse und Fann (englisch geschrieben: Fun))

Bestsellerautor bei FC stellt Hosenträgerfrage.
(Hääh, wat fürn Besteller mit Hosenträger am PC?

In stillen Nächten sitzt Herr Holdersen seit Neuestem grübelnd vor Fussballcup und erwehrt sich vor dem Auge des geistigen Betrachters den vielen Freundesanfragen wie mit jemand, der mit einer Fliegenklatsche vor einem Wespennest steht.
(ÜfJ: Holdersen lehnt Freundschaftsanfragen und Freundschaftsspiele ab)

Plötzlich erhellt sich sein Antlitz.
(ÜfJ: LOL)

Ein Gedanke schießt ihm durch den Kopf.
(ÜfJ: Krawumm)

Eine Simu gegen die Holzfäller, oder die Spagacken, Hauptsache ich gewinne den Spaß an diesem Spiel wieder zurück, und von mir aus dürfen die auch gewinnen, aber dieses penetrante Klingeln an der Haustür seit Veröffentlichung meiner Stadiongröße, sollte Grund genug sein sich zu fragen, was man sich dann eben fragen würde, wenn man all die Dinge in Betracht zog die es galt in Frage zu stellen.

(ÜfJ: Ey Alta, lass ma Holdersen ansimun, der lääd dir ein!)

Ein Familiengrabstein der plötzlich Wurzeln schlägt, erkundigt sich lediglich darüber, ob seine Nachkommen auch gut angekommen sind.
(ÜfJ: Deine Mudda)

Wenn du mit vierzig Akne hast, schmiert Mutti dir auch noch die Stullen.
(ÜfJ: Där Aatiekel isso Scheisse Alta, lass dem mal 1 Schdern gem, Alta, der macht sisch nur wischti Alta, lass ma Fresse haun!)


Letzte Meldung

Der vermeintliche Fisch entpuppte sich nach letzten Feuerwehrangaben als Wischmop. Sachdienliche Hinweise bezüglich verhaltensauffälliger Reinigungsgeräte werden nun auch bundesweit von jeder Polizeidienststelle entgegengenommen.


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Offener Brief eines Gestörten…

…der sich nicht traute den Brief direkt an seinen Adressaten zu schicken und ihn stattdessen zu uns sandte, verbunden mit der unbedingten Bitte diesen zu veröffentlichen, sonst würde er sich Höchstselbst und überdies persönlich genug das Leben nehmen.

Warum man solche Bitten nicht an Honkyschwonky schickt bleibt uns persönlich ein Rätsel!



Lieber Wettopa1951,

Heute habe ich dieses Gedicht von Christian Funke in ihrem Artikel gelesen. Danach habe ich mich entschlossen ihr größter Fan zu werden. Also wenn sie mal einen unerwarteten Skiunfall erleiden sollten, und zufällig in meiner Nähe sind, werde ich sie hegen und pflegen, damit auch weiterhin die Werke dieses vollkommen zu Unrecht unterschätzten Künstlers durch ihr geniales Sprachrohr an die breite Öffentlichkeit gelangen. Für den nötigen Schnee sorge ich selbstverständlich auch. Ach, sie fahren gar nicht Ski? Naja, dann vielleicht Synchronschwimmen? Aber nicht aus dem Nichtschwimmerbecken tauchen, Schelmchen! Was soll das heißen, sie waren 1971 deutscher Meister im Turmspringen? Heute ist nicht 1971, Freundchen! Ob ich nicht ganz dicht bin? Was glaubst du denn Mann?!! Sagt dir das Prinzip der Verdauung was?! Fragt mich doch tatsächlich ob ich nicht ganz dicht bin…pfffff
Jaja, da brauchst du gar nicht so zu glotzen! Opa…Wettopa1951! Wer isn in dem Alter schon Opa?! Was isn eigentlich dein Problem, hääää??!!! Und überhaupt, was soll diese ganze Literaturscheiße über Fußball, hääääääääää? Ich soll mich beruhigen? Wird ja immer schöner mit dir, erst so ne Scheiße veröffentlichen und dann mir den Mund verbieten, oder was? Wie bitte? Ach so, das. Ja, das…
Da hat mich son blöder Laster gestreift. Beim zugreifen geht zwar jetzt jede Gitarre kaputt aber ich spiel trotzdem gern. Jaaa, schon seit meiner Kindheit! Die Prothese? Neeiiiin! Warum willst du das eigentlich plötzlich alles wissen, Freundchen??!!! Ich stell hier die Fragen!!! Wie, Christian Funke ist schon seit zwölf Jahren tot und du hast sein einziges Werk veröffentlicht? Was soll das heißen?! Sicher das der keine Geschwister hatte? Warum schreiben jetzt plötzlich alle Gedichte?? Moment, ich kann auch eins:

Pusepumpelpumpenstein
pappenpopelpruselein
schrockenserviceleistung fein
Pusepumps, du bist allein

Pusepumps du Ortsbanause
Schrubbelbrei und Erdbeerbrause
Hast du je daran gedacht
Um 8

Wenn die kleinen Dödel singen
Hymnen die nach Bleischrot klingen
Fortsetzung = Brechreizz mit Doppel “z”

Elend ist Prosa und eh pathetisch…bääääh….

An dieser Stelle endet der Brief des unglückseligen Verfassers. Die Adresse wurde auf fingerdruckabweisendem Briefpapier geschrieben. Die Handschrift des Täters identifizierte die Polizei als die, die sie schon einmal vor 176 Jahren gelesen hatte. Experten zufolge handelt es sich dabei um ein Kompott das noch viel älter als das Wort viel ist. Für Hinweise aus der Bevölkerung benötigen wir daher ihre Ignoranz und ihre Kreditwürdigkeit.

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Ligareport 1188- 1. Spieltag +++++

Wer bitte tituliert (Nein, dass hat nichts mit Titten zu tun!) denn diese Liga mit einer solchen Zahlenkombination?
Etwa ein Stotterer dessen Nachkriegserinnerungen gerade soweit reichen, wie Großvater bei seinen Erzählungen grünen Schleim zu spucken in der Lage ist? Oder etwa noch weiter?
Man will gar nicht darüber nachdenken wohin das alles führen könnte, soll es in diesem Artikel doch tatsächlich endlich mal um die Bundesliga 1188 gehen. AH-A!

Zunächst stellen wir ihnen die wichtigsten Protagonisten im Kampf um Titel, Tore und Taler vor.

Da wäre zunächst der FC Vandango, Nummer 23 der gefürchteten ELO- Rangliste, der gleich am ersten Spieltag gegen Fortschritt Weddewarden, Nummer 29 im unbestechlichen Ranking, ran musste. Im Duell der beiden Serienmeister demontierten die Vandoganer -Kann man das so schreiben?…klingt das nicht zu feminin??…äh…- Christels Truppe von der Post, wie wir vermuten, und machte damit den lauernden Favoriten Hoffnung, nicht der einzige Stolperstein im Laufe der Saison zu bleiben. Diese trafen ebenfalls im direkten Duell aufeinander.
Das Geschwader der ESA-ZECKEN(Elo: 110...tatüüüütaataaaa) hegte allerdings nur für kurze Zeit die Hoffnung auf drei Punkte gegen den hoch gehandelten BTC Lagari-Berlin(Elo: 66...”Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an…”) Nach einer kurzzeitigen Führung liefen sie in der restlichen Spielzeit ständig einem Rückstand hinterher und verloren folgerichtig mit 2:3. Ein herbes Ding wiederum erlaubten sich die Red Bulls aus Bayern, gestartet als Nummer 84 der Elorangliste ausgerechnet gegen die 100% Werderaner, die permanent darum fürchten müssen wieder auf einen vierstelligen Ranglistenplatz abzurutschen. Zwei Punkte Rückstand auf die Spitze am ersten Saisontag, sind für andere ein Punkt Vorsprung auf den Abstieg.
Für das Spiel des Tages sorgten zweifellos Melfios Mannen mit einem 8:0 Sieg über den 1. FC Süderbrarup. Jedoch sind die einstig so erfolgreichen Mannen um Süderbrarup, nach vereinsinternen Angaben von ihrem Erfolgsmanager verlassen worden, und man findet sie stattdessen in Liga 3 4785 wieder.

Die Ergebnisse

ESA-ZECKEN- BTC Lagari-Berlin 2:3
Fortschritt Weddewarden- FC Vandango 0:3
FC Berliner Bauern(Elo: 1015)- Waldsee Kickers(Elo: 178) 0:2
FC Red Bull Bayern(Elo: 84)- 100% Werder(Elo: 920) 0:0
Glubbbb (Elo 746)- RB Stahnsdorf 4:0
SG Dynamo Dresden1953(Elo: 1883)- HH Power(Elo: 208) 0:3
Melfi-Calcio (Elo: 193)- 1. FC Süderbrarup(Elo: 6075*) 8:0
Eiskalt Alaska (Elo: 2974)- VfL Grün-Weiß Hornburg (Elo: 503) 0:4


International


Nachdem die Waschbären 09 (Elo: 1) nicht nur das gestrige Finale des Sommerturniers nicht gewonnen hatten, steckten sie in Bundesliga 1 zum Saisonauftakt auch gleich eine 1:2 Niederlage gegen den Rheydt SV (Elo: 98) ein. Inwieweit wir uns über eine Veränderung der Elorangliste ab 22 Uhr freuen dürfen ist zu diesem Zeitpunkt verständlicherweise noch vollkommen unklar.


NEBENTHEMEN & Arrangements


Politik& Wetter:

Nach wie vor keine aussagekräftigen Prognosen

Handleserei:

Kostengünstig Geld überweisen und mehr über ihre Zukunft erfahren

Arbeitsmarkt:

Wir suchen zurzeit Erzieher und verlässliche Handleser die das “d” noch von einem “f” unterscheiden können.
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Ligen, Laster und Lapalien

Möglicherweise wird uns dieser Artikel eine lukrative FS- Serie kosten…

Lesen sie selbst:

http://forum.fussballcup.de/showthread.php?t=305690&page=9


Ja, ich gebe es zu, ich war der Gegner von Lokomotive Pritzwalk und habe heute 4:1 gewonnen -im Hinspiel hab ich dafür 6:0 verloren, da wird doch mal eine kleine Revanche im kleinen Rahmen gestattet sein- auch wenn ich bei den Simus permanent den Arsch voll kriege…oder????

“Schlawutzke?”
“Schäff?”
“Nun rücken sie schon raus mit der Sprache!”
“Wie meinen, Schäff?”
“Na, wie ist es gelaufen?”
“Sie suchen doch nur nach einen Grund um mich zu kritisieren!”
“Sie machen es einem auch wirklich leicht Schlawutzke, wenn sie auf vereinsinterne Fragen mit wirren Verschwörungstheorien antworten.”
“Wie sie meinen, Schäff.”
“Und?”
“Es war ein Desaster!!!!!”
“Du meine Güte, Schlawutzke, ist alles in Ordnung?”
“Nehmen sie ja die Hände von mir!!!!”
“Herrje noch mal! GERLINDE???”
“SIE HABEN NACH MIR GELÄUTET, SCHÄFF?”
“Wie heißen sie eigentlich mit Vornamen?”
“GERLINDE?!”
“Nicht sie!!!=
“VERZEIHUNG. WAS IST MIT SCHLAWUTKE?”
“Sie haben ein “Z” vergessen!”
“UND SIE HABEN IHREN VORLETZTEN SATZ MIT EINEM “=“ BEENDET!”
“Aber sie haben dieses “Z” noch nie vergessen!”
“UND SIE HABEN NOCH NIE EINEN VORLETZTEN SATZ MIT EINEM “=“ BEENDET!”

Stille…

“Lebt er noch?”
“WENN NICHT, VERGISST ER NUR ZU ATMEN.”
“Und das alles nur wegen eines lausige Ligaspiels? Schlawutzke, mein Vereinsretter, wachen sie um Gottes Willen wieder auf!!”
“SO WIRD DAS NICHT FUNKTIONIEREN!”
“Haben sie einen besseren Vorschlag?”
“ICH WOLLTE NUR ANMERKEN, DASS WENN SIE IHM WEITERHIN DIE LUFTZUFUHR ABSCHNÜREN, DIE LUFT RELATIV WENIG GELEGENHEIT HAT IHRERN BESTIMMUNGSORT ZU ERREICHEN, SCHÄFF!”
“Wollen sie mich etwa über die Qualität meiner Wiederbelebungsmaßnahmen belehren Schwester?”
“NATÜRLICH NICHT SCHÄFF, ABER ES KÖNNTE TATSÄCHLICH HILFREICH SEIN, WENN SIE IHM BEI DER MUND ZU MUND BEATMUNUNG WENIGER WÜRGEN WÜRDEN.”
“Sie haben ja Recht Schwester, aber können sie sich vorstellen wie schwer einem so was fällt? Ich meine, der Mann kennt mich besser als meine eigene Frau…”
“…die schon längst übern Jordan ist…”
“…sehen sie was ich meine?”
“ER IST TATSÄCHLICH ERWACHT. MEINEN RESPEKT, SCHÄFF!”
“Ich hatte eine Vision…”
“Von der wir ganz sicher nichts wissen wollen!”
“ALSO ICH VIELLEICHT SCHON!”
“…in dieser Vision lieben wir alle die Spielberechnung…”
“Verstehen sie jetzt, warum der Mann allein lebt?”
“NICHT MEHR LANGE!!!!!!!!”

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Mahlzeit

“Schäff?”
“Ja, Schlawutzke?”
“Laut neuester Presseinformationen wird der Holzwurm nun wieder ordnungsgemäß zugestellt.”
“Wie schön für das Tier.”
“Schäff?”
“Mja?”
“Der Holzwurm versteht sich in seiner Identität weniger als Tier…”
“Sehr tragisch für ihn.”
“Für uns möglicherweise auch, Schäff.”
“Schlawutzke?”
“Schäff?”
“Ein Holzwurm also?”
“Nicht irgendein Holzwurm, Schäff!”
“Tatsächlich?”
“Ein publizierender Holzwurm Schäff, in seiner Auflage durchaus nicht unbescheiden, allerdings bis vor kurzem von der Welt abgeschnitten.”
“Verstehe, ein begnadeter Schreiber also, der seine literarischen Ergüsse in den Äther des Internets schleudert! Was hat mich das zu interessieren?!”
“Begnadet vielleicht weniger, Schäff, er zitiert unsere Dialoge.”
“Dann verdient er vielmehr unser Mitleid!”
“Schäff?”
“Mal ehrlich Schlawutzke, haben sie sich jemals selbst zugehört? Man kann nur hoffen, dass nicht irgendein Schwachkopf irgendwann die sprechende Zeitung erfindet in der sie interviewt werden!”
-schmoll-
“Sonst noch was Schlawutzke?”
“Fahren sie doch zur Hölle!”
“Wie war das?”
“Sie haben mich schon verstanden!”
“Ich glaube, ich habe mich verhört!”
“Das sollte mich nicht wundern!”
“Schlawutzke!”
“Schäääääff!”
“Gerlinde?”
“SCHÄFF.”
“Schwtzke…”
“NEHMEN SIE BITTE DIE HÄNDE VON SCHÄFFS HALS!”
“Gerlinde?”
“SCHLAWUTZKE!”
“Lassen sie den Mann festnehmen!”
“Würden sie bitte ihren Griff lockern, Schwester?”
“SCHULTZ IST KRANK!”
“Was hat er denn?”
“Vielen Dank, Schwester.”
“BITTESCHÖN, HERR SCHLAWUTZKE. ER LEIDET AN MANGELNDER GESUNDHEIT.”
“Verdammt, diese Krankheit weitet sich allmählich zu einer Epidemie aus!”
“Da haben sie verdammt recht, Schäff!”
“Halten sie die Klappe, Schlawutzke!”
“WIE SOLLEN WIR WEITER VORGEHEN?”
“Ist sein Gehirn noch intakt?”
“ER TRAINIERT ZURZEIT KOPFBALL.”
“Das zerstört jeden irgendwann… früher als ich noch Profiboxer war habe ich mich immer darum bemüht die Doppeldeckung oben zu lassen.”
“Wen interessieren hier ihre belanglosen Geschichtchen, Schlawutzke?! Der SCHULTZ ist krank!”
“Jaja, genau so krank wie dieses verdammte System…”
“SOLL ER ETWAS ANDERES TRAINIEREN?”
“…das war alles mal anders…”
“Halten sie endlich die Klappe Schlawutzke! Wie wäre es mit Ballkontrolle…nein, da wird er ja jedes Mal sofort angegriffen, weil er plötzlich so ballverliebt ist, also trainieren sie Strafraumsicherheit…nein, da werden sie ihm erst recht auflauern….puuuh…ich habs, trainieren sie AGGRO! Lehren sie ihn den bösen Blick, der seine Feinde bereits im Mittelfeld dazu veranlasst das Weite zu suchen!”
“SIND SIE WIRKLICH SICHER SCHÄFF?”
“…und auch die Kinder hatten vielmehr Respekt…”
“Die vierte Stufe für den Trainingsplatz befindet sich doch planmäßig im Ausbau?”
“DAS MÜSSEN SIE SCHLAWUTZKE FRAGEN.”
“…damals hatten wir alle noch Werte…”
“Genau Schlawutzke, und unser heutiger Wert besteht darin, die vierte Trainingsplatzstufe auszubauen. Haben sie das veranlasst?”
“…die Menschen sind so egoistisch geworden…”
“DAS BEDEUTET, ER HAT DEN AUFTRAG WEITERGELEITET.”
“Sie haben wirklich ein Talent als Übersetzerin, Schwester.”
“ICH HABE NOCH GANZ ANDERE TALENTE!”
“Ooooh, davon bin ich überzeugt!” Ein bindfadenstarker Sabberfaden reflektiert fröhlich den von außen eindringenden Sonnenschein. “…in diesem Land möchte ICH nicht begraben sein…”
“Vielleicht ist es an der Zeit Schlawutzke aus seiner Lethargie zu erwecken, Schwester.”
“UND WAS SOLL NUN DER SCHULTZ TRAINIEREN?”
“Hat er schon Fangsicherheit? Bei Fangsicherheit kann man nicht viel falsch machen, merkt im Liveticker eh keiner ob das Tor mit dem Kopf oder der Hand erzielt wurde. Geben sie ihm Fangsicherheit, dann hält er das Tor vielleicht für einen Korb und geht anschließend damit in den Supermarkt. Was fragen sie mich Schwester, ich habe von Fußball soviel Ahnung wie der Umweltminister von Umwelt!”
“ICH DACHTE JA NUR.”
“Hören sie auf in meiner Gegenwart zu denken, Schwester, sonst enden sie noch wie Schlawutzke!”
“…und die Autobahn war eigentlich auch toll…”
“Verstehen sie was ich meine?”
“NEIN!”
“Auch gut!”
“…und ein gigantisches Schaf wird vom Himmel fallen und die Welt retten. Ach ihr Glücklichen!”
“Das wars dann wohl.”
“GUTE NACHT!”











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Edmond- Die Dauerschleife

Langsam humpelte die Gestalt zum Schreibtisch und hockte sich auf den Schäffsessel. “Was ist das letzte woran du dich erinnern kannst bevor du gestern früh erwacht bist”, krächzte die Stimme so eisig, dass Schäff ganz entgegen seiner Gewohnheiten beinahe automatisch antwortete. “Oh, meine Frau hatte Geburtstag, ein scheußliches Fest!” Die Gestalt hob kaum sichtbar den Kopf unter der schwarzen Kapuze. “Du bist Witwer, seit 3 Jahren bereits. Deine Frau ist damals bei einem sehr seltsamen Verkehrsunfall ums Leben gekommen an dem Schlawutzke nicht ganz unbeteiligt war. Natürlich konnte man ihm nichts nachweisen.” Schäff versuchte vorsichtig einen Blick auf das Gesicht seines geheimnisvollen Gastes zu erhaschen. Die schwarze Gestalt drehte sich abrupt zur Seite. “Irgendwann tauchte Gerlinde bei euch auf, was dazu führte, dass sie andernorts vermisst wurde.” Graziös wie eine Gorilladame kurz vor ihrer Entbindung schlich Schäff um seinen Sessel. Die Gestalt vollführte erneut einen sanften Stoss mit dem Fuß und drehte den Sessel diesmal in die andere Richtung. “Die merkwürdigen Ereignisse häuften sich. Deine Mutter wollte plötzlich, dass du Gerlinde heiratest, Schlawutzke verzettelte dich in einen ausgeklügelten Justizskandal, und du landetest schließlich auf Edmonds letzter Hoffnung.” Schäff blieb erstarrt stehen und sah direkt in die schwarze Kapuze hinein ohne ein Gesicht darin zu erkennen, weil es nichts zu erkennen gab. “Würden sie jetzt bitte meinen Sessel freimachen, mir ist schon ganz schwindelig!” Wie von selbst rollte Schäffs Sessel elegant unter seinem Bürotisch, und bot sich einladend dem Hintern seines Herrn und Meisters an. In seinem Sessel fühlte Schäff sich sicher. Erleichtert zündete er eine Zigarre an und blickte skeptisch in das schwarze Loch das von sich behauptete ein Gesicht zu sein. “Wissen sie, ich liebe diesen Sessel. Ich sitze hier schon seit Jahren. Und sie wollen mir erzählen, dass ich je woanders gesessen haben soll?” Der Schatten fuhr unbeeindruckt fort. “Gestern früh bist du erwacht, mit der Erinnerung eines bedeutungslosen Geburtstages in einem noch bedeutungsloseren Leben. Seitdem warst du nicht mehr zu Hause.” Von der schwarzen Gestalt ging eine unheilvolle Stimmung aus. “Jetzt hören sie schon auf damit, meine Frau war wirklich mal in mich verliebt, zugegeben, dass ist lange her, und sie sah damals auch bedeutend schlank..äh, bess…na eben anders aus…” Schäff verstummte durch das plötzliche Auftauchen des Telefonhörers an seinem Ohr, gehalten von einer schwarzen Hand die kaum sichtbare Linien erkennen ließ. “Ruf sie an!” forderte die gesichtslose Stimme in einem Tonfall, der Schäff an seine alte Kindergartentante erinnerte. Immer wenn sie schimpfte roch es im Raum Medizin, wie sie Alkohol zu nennen pflegte, und so hatte er sich frühzeitig im Leben seiner Gesundheit verschrieben. Aber Frau Püwronuk war ihm seitdem im Gedächtnis geblieben. Düüüüüüüü..düüüüüüüüü..düüüüüüüüüüü.. “Sie geht nicht ran.“
“Lokalisiere ihren Herzschrittmacher!”
“Sie wissen von dem Herzschrittmacher?” Schäff konnte nicht umhin sich vor Erstaunen an einer Rauchschwade seiner Zigarre zu verschlucken. “Nun mach schon!” Schäff tippte eilig einige Tasten am Frequenzberater. “Sie ist auf dem Friedhof”, stellte er erstaunt fest. Die dunkle Gestalt nickte zufrieden. “Na und, was beweist das schon, sie wird ihrer Mutter -möge sie bleiben wo sie ist!- einen Besuch abstatten!” Unter der schwarzen Kapuze regte sich ein resignierendes Stöhnen. “Wie viele Frauen in deinem Alter gehen nachts auf allein auf Friedhöfe?” Schäff schüttelte verächtlich den Kopf. “Was spielt das für eine Rolle? Genauso gut könnte man fragen wie viele Mücken man braucht man um einen Menschen blutleer zu saufen!”
“Das ändert nichts an der Tatsache, dass du seit kurzem an Schlafmangel leidest.” Schäff blickte misstrauisch auf. “Haben sie was mit meiner Frau?” Als Schäff litt man praktisch naturgemäß an Schlafmangel, weil man ständig mit dem Gedanken zu Bett ging, das einen irgendwer übers Ohr hauen wollte. Wie ein Schatten schwebte die Gestalt an Schäff vorüber und platzierte sich an der Tür. “Zieh dir was über! Wie es aussieht willst du es auf die harte Tour!”

Schlawutzke saß in seinem Kellerstübchen und grübelte. Seit er denken konnte, hatte gesundes Misstrauen den Weg seines Lebens gesäumt und ihm Türen und Tore geöffnet, und sei es auch nur um möglichst schnell von irgendwo zu verschwinden. Aber in diesem Fall schien alles falsch zu sein. Als Co- Trainer eines Bundesligavereins zu arbeiten war dabei noch das kleinere Übel. Doch warum ausgerechnet Fußball? Hatte er dafür die Musikschule besucht bevor Vater irgendwann meinte: “Ich nehm den Jungen heute mit in den C-Block”, und dabei böse durch seine Zahnlücken grinste. Im C-Block warteten gewöhnlich die Hooligans, denen allmählich der Nachwuchs ausging. Als sie Schlawutzke sahen wurde den Intellektuellen unter ihnen auch schnell klar warum. Andere wiederum fühlten sich eher genötigt ihr Feindbild zu überarbeiten. Vater grinste immer noch böse. Nur wenige Sekunden später bekam Schlawutzke von dem Begriff Geschwindigkeit eine Vorstellung die nur ein Flüchtender teilen konnte. Und Vater grinste.
Als er aus seinem Traum erwachte stand plötzlich Schäff vor ihm, der dazu neigte diesen Ort gewöhnlich mit abschätziger Ignoranz abzustrafen. “Schäff?” Ein kaum sichtbarer Schatten löste sich von der Wand. “Wird Zeit, dass wir uns mal unterhalten!” Der Schatten gab ein bösartiges Kichern von sich.

“Was schreibst du da eigentlich immer in dein Büchlein rein”, erkundigte sich der geklonte Schützenmeister, dessen Interesse an Buchstaben etwa so groß war wie sein technisches Vermögen Bälle in die vorgesehene Richtung zu schießen. “Ihr werdet schon sehen”, murmelte Steinke verschwörerisch und versteckte eilig das Buch in seinen mit einem Zahlenschloss versehenen Aktenkoffer. Auf dem Platz dirigierte Gerlinde das Training und warf immer wieder einen ungeduldigen Blick in die Richtung aus der sie ihren Co- Trainer erwartete. “FÜNF MINUTEN PAUSE! HAT JEMAND SCHLAWUTZKE GESEHEN?” Das allgemeine Volksgemurmel einigte sich auf ein unschuldig klingendes: “Nein”. Stampfend verließ Gerlinde den Platz. An der Seitenauslinie rückte DM Sebastian an die Stelle des Co- Trainers. “SCHULTZI, kommst du bitte?” Hechelnd sprang SCHULTZ einer Wurst hinterher, die Sebastian an einer Angel befestigt hatte. “Platz!” Der Stürmer folgte artig den Anweisungen und starrte sehnsüchtig auf die Wurst die zwei Meter über ihm an einem Haken baumelte. “Sprich mir nach SCHULTZ: Ich bin eine tödliche Tormaschine!” SCHULTZ blickte irritiert abwechselnd zwischen der Wurst und Sebastian, bis sich sein Gesicht schließlich erhellte. “Ich hab den Größten!” Noch ehe er den Beweis dazu antreten konnte ließ Sebastian die Wurst fallen. “War wohl noch zu schwer”, murmelte er leise während er SCHULTZ nachdenklich beobachtete, der gerade im Begriff war sich am Haken zu verschlucken. “Aus!” schimpfte Sebastian und SCHULTZ gehorchte. “UNS GEHEN ALLMÄHLICH DIE HAKEN AUS”, brummte Gerlinde, die wieder auf dem Platz angekommen war. SCHULTZ schmatzte mit dem Appetit eines Wolfes dem ein Knochen im Hals feststeckte. “WAS MACHT EIGENTLICH DER HEEREN DA MIT DEM SCHÜTZENMEISTER?” Sebastian winkte müde ab. “Oh, er erklärt ihm nur den Unterschied zwischen einem Ball und einer Grasnarbe.”
“UND WARUM DRÜCKT ER IHM DABEI SEINEN KOPF GEGEN DEN TORPFOSTEN?” Sebastian zuckte mit den Schultern. “Keine Ahnung. Vielleicht will er ihm nur erklären, dass ein Torpfosten auch kein Ball ist.” Gerlinde rollte mit den Augen und griff nach ihrer Pfeife. “SCHÜTZE, TRAB MAL AN!” Der Innenverteidiger löste widerwillig seinen Affengriff und ließ den Stürmer ziehen. “Haben sie gesehen, was dieses Arschloch da mit mir angestellt hat?” Gerlinde bedachte ihren chronisch erfolglosen Stürmer mit einem finsteren Blick. In ihren Händen hielt sie eine Melone und einen Kaktus. “WAS VON DIESEN BEIDEN DINGEN IST KEIN BALL?” Schützenmeister schielte angestrengt zu den Pflanzen und versuchte eine Entscheidung zu fällen. Gerlinde beschäftigte sich währenddessen mit IV Lattmann der seinen Defensivaufgaben nur insoweit nachkam, dass er sich an sie erinnerte wenn ein Gegentor fiel. “HÖR MAL ZU LATTE, DU KANNST NICHT STÄNDIG BEI DEN STÜRMERN HERUMHÄNGEN, NUR WEIL DIR GERADE DANACH IST MAL WIEDER EIN TOR ZU SCHIESSEN!” IV Lattmann blickte beschämt auf den Rasen, ungeachtet seiner Trefferquote die man eher den Stürmerkollegen wünschte. Allerdings hatten seine Torerfolge den Nachteil, dass er Minuten benötigte um wieder in den eigenen Strafraum zu kommen. Im ungünstigsten Fall kostete das seine Mannschaft drei Gegentore. “DU GEHST JETZT AM BESTEN ZU FRAU NICHTS IN DEN HÄKELKURS!” Gerlindes Stimme blieb über jeden zweifelnden Gedanken erhaben. Gehorsam begab sich Latte zu Frau Nichts, einer Frau die ihrem Namen alle Ehre machte. Gelegentlich neigte sie zu plötzlichen Kreischattacken um allen Anderen, vor allem aber sich selbst zu vergegenwärtigen, dass ihre Anwesenheit noch Teil der Realität war. Nebenbei leitete Frau Nichts auch den Strickkurs für durchgefallene Ex- Jugendspieler. Und so fürchtete jeder der jungen Holzfäller irgendwann mal einen Termin bei einem der gefürchteten nadelfakultativen Kurse von Frau Nichts antreten zu müssen. Tatsächlich hatte Gelinde überhaupt nicht vor auf ihren talentierten IV zu verzichten, zumal es auf dieser Position keine wirklichen Alternativen gab. Aber Frau Nichts Strickkurse waren berühmt dafür dem Offensivdrang frühreifer Rentner in eine altersgerechte Realität zu verwandeln. Jeder der etwas auf sich hielt vermied auch nur die Erwähnung von Frau Nichts. SCHULTZ verdaute inzwischen zufrieden den Angelhaken und wartete auf die nächste Ballstafette aus dem Mittelfeld. Am Spielfeldrand beantwortete Ersatzkeeper Pfister geduldig die Fragen einiger Journalisten. “Macht es sie eigentlich glücklich seit 10 Jahren auf der Ersatzbank zu sitzen?” Gerlinde hatte inzwischen den Kaktus und die Melone auf eine Bank gelegt um dem Journalisten schmerzvolle Erfahrungen zu ersparen und überließ Schützenmeister seinen Recherchen. Irgendetwas an der Melone schien Schütze verdächtig aber auch der Kaktus bereitete ihm Unbehagen. Schließlich entschied er sich für die Melone. “Das ist ein Ball”, rief er fröhlich und demonstrierte mit der Beweiskraft eines Schusses seine These. Gerlinde deutete augenrollend auf IV Heeren der sich wütend dem Stürmer näherte. “Zugegeben, zweifellos ein Ball von sehr niederer Qualität”, druckste Schütze und machte sich vorsorglich aus dem Staub. “Ihre Spieler glauben, dass eine Wassermelone ein Ball ist?” fragte der Journalist fassungslos. “SIE SOLLTEN IN DER NÄHE DER SPIELER VERMEIDEN SOLCHE FRAGEN ZU STELLEN. UND ZU IHRER FRAGE: NUR EINER!”
“Aaaaah.”
“DIE ANDEREN FALLEN ÖFTER AUF DEN ALTEN KÜRBISTRICK HEREIN.”
Es wurde ruhiger auf dem Platz. Ein Punktspiel rückte heran, und das gegen Meisterschaftsanwärter BTC Lagari-Berlin. Das konnte nur Haue geben.
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Edmond- jetzt erst recht

Flügelflitzer Schützenmeister war zum wiederholten mal ins Abseits gerannt nur weil Bunya, dieser selbstgefällige Halbasiat aus dem nichteuropäischen Mittelwesten, zu sehr in die Pille verliebt war, während Stürmer SCHULTZ in der Fankurve unbedingt darauf bestand den Größten zu haben.
“SCHULTZ, du verlauster Pavian! FREISTOSS!” Mit dieser Botschaft wies ihn die Mannschaft gelegentlich darauf hin, dass seine Pflichten ihn hin und wieder dazu nötigten lästige Freistösse zu schießen. Wenn der brutale Innenverteidiger Heeren wegen zu groben Foulspiels ausfiel, musste SCHULTZ auch noch die Ecken schießen und möglichst zeitnahe beim Eintreffen der Flanke vom Eckpunkt zum Einköpfen bereit stehen. Als Gegenleistung, und weil das alles meisten sehr gut klappte, durfte er den Rest der Spielzeit, wo keine Ecken oder Freistösse gefragt waren, am Spielfeldrand seine Sprachkenntnisse auffrischen.
Kopfballtore galten im Verein als heilig. Sie ersparten den Spielern längerfristige Gedankengänge. Lediglich bei den Abwehrspielern war man sich in der Schäffetage nicht einig. Einige forderten Kopfballtraining als Hauptskill, andere wiederum plädierten für bessere Schulbildung und Helme. Davon waren die Protagonisten der ersten Reihe nur insoweit betroffen, dass sie nichts von all den Dingen wussten, die mit Helmen zu tun hatten. “Dieses Arschloch steht schon wieder mit heruntergelassener Hose am Fanblock”, schrie Schützenmeister der sich so eben heldenhaft und ganz ohne Ball durch den gegnerischen Strafraum geschlängelt hatte. “Warum versucht eigentlich keiner dich zu faulen, hast du wieder einen fahren lassen?” rief Bunya verzweifelt, während Doppler auf der rechten Seite gelangweilt mit dem Ball jonglierte und damit drei Gegenspieler auf sich zog. Noch bevor Schützenmeister antworten konnte ertönte ein Schrei: TOOOOOR! DM Banecki hatte sich klammheimlich in die Nähe der Mittellinie gewagt und eine Windböe ausgenutzt um einen tollkühnen Schussversuch zu starten, der sich Sekunden später tatsächlich im gegnerischen Tor wiederfand. Gönnerhaft verschwand er wieder in seinem defensiven Mittelfeld, zeigte Doppler anerkennend den Daumen, und vermerkte mit einem Edding ein weiteres Kreuz auf seinem Helm. “Diese Weicheier”, schimpfte Hintermeier, der gerade erst in den Kader gerutscht war und voller Stolz die großen Drei im Sturm bewunderte. “Sei nicht so hastig”, mahnte ausgerechnet der geklonte Doppler auf der RM Position vor ihm, den er insgeheim so schnell wie möglich aus dem Weg haben wollte. Blöderweise hatte ihm Trainerin Gerlinde verschärftes Passtraining verordnet. Das konnte im schlimmsten Fall bedeuten: Zwangsaufenthalt im defensiven Mittelfeld.
“ER IST EIN GUTER JUNGE!”
“Was glauben sie wie oft ich diesen Satz zu hören bekam als ich jung war!?” brummte Co- Trainer Schlawutzke und wies unterschwellig darauf hin was ihn sein neuer Job konnte. Gerlinde gab ihm mit einem strafenden Blick zu verstehen, was sie von überflüssigen Gequatsche während der Arbeitszeit hielt. Auf dem Platz lief im selben Augenblick ein Konter, den Torwartlegende Felix Brand entschärfte, ohne dabei ernsthaft jemanden zu verletzen. Die meisten gegnerischen Stürmer zogen es ohnehin vor jeden körperlichen Kontakt mit dem bulligen Torhüter zu vermeiden, der im Verdacht stand vor seiner Torwartkariere Krankenpfleger einer psychiatrischen Einrichtung gewesen zu sein. Nicht wenige unterstellten ihm eine noch immer vorhandene Affinität zu seinem alten Job. Ähnliches galt auch für DM Sebastian, der jeden den er zufällig foulte danach gleich ein tiefenpsychologisches Gespräch anbot. Außerdem neigte er in Krisensituationen dazu, seine erlernten Kennenlernspiele und Aggressionsinterventionstheorien testen zu wollen. Lediglich der altgediente Steinke auf der nahezu verwaisten linken Mittelfeldposition erinnerte im Verein noch an Fußball. Inzwischen hatte Ex-Jugendspielerperle, IV Lattmann sein erstes Tor erzielt. In jeder anderen Mannschaft ein Grund zur Freude. “Was machst du Idiot denn hier vorne?” schimpfte Schützenmeister, der als nächstes vor dem einschussbereiten Lattmann den Ball bekommen hätte. “Ich dachte, äh, weil da hinten is ja bis auf Felix niemand”, stotterte Lattmann und beobachtete dabei panisch wie die Offensivkolonne schnaufend auf ihn zu rollte. “Mach das du in deinen Strafraum kommst!” Eine plötzlich veränderte Realität gebot ihren Füssen Einhalt. Claudius “die Faust” Heeren hatte sich an die Seite des jungen Verteidigers gestellt. Zwischen Abwehrspielern und Stürmern existierte eine schon traditionelle Feindschaft. “Du hättest doch sowieso wieder daneben geschossen”, brummte Heeren und spuckte herablassend auf den Rasen. “Hey, wollt ihr bitte nicht so viel streiten? Vielleicht ist es euch noch nicht aufgefallen, aber der Schiedsrichter wartet darauf, dass er anpfeifen kann!” Sebastian deutete auf den Schiedsrichter der mahnend auf seine Uhr zeigte. “In der zweiten Halbzeit bleibst du gefälligst hinten”, trat Schützenmeister noch einmal nach, bevor die Spieler ihre Positionen bezogen. “Leg dich nicht mit diesen Idioten an”, brummte Heeren verständnisvoll und fixierte mit wild funkelnden Augen den gegnerischen Stürmer. Es stand 3:0 im Turnierspiel gegen Blau-Weiss Abbingwehr, einem Bundesligisten im 900 er ELO- Rangbereich, und er hatte noch nicht mal eine Ermahnung bekommen. Wahrscheinlich hatte Schäff mal wieder den Schiedsrichter bestochen. Anders war kaum zu erklären, dass es trotz vermehrter Knochenbrüche beim Gegner nicht mal ein “Dudu” gab. Steinke hielt sich grinsend zurück. Er arbeitete ohnehin heimlich an einer Geschichte, die den vielsagenden Titel: “Wie ich diesen Verein einst in den Arsch getreten haben tun werde”, trug. “Los Jungs, noch einmal alles geben”, blökte Schlawutzke von der Seitenauslinie und klang dabei so, als würde er beim Wetterdienst für die kommenden Tage gleichmäßigen Landregen voraussagen. In der 75. Minute verließen selbst die hartgesottenen Hooligans das Spiel. Heute war einfach nichts zu machen. Die Blöcke waren übersäht mit alte Damen die gehört hatten, dass es im Stadien Frischfleisch gab, und die nun versuchten verführerisch mit ihren Handtaschen zu wedeln. “Würden sie bitte damit aufhören”, forderte Bierstand 24 Geschäftsführer Grützke eine ältere Dame auf mit ihrer Handtasche an seinem Tresen Propeller zu spielen. Mittlerweile hatte es bereits das dritte Glas erwischt für das keiner zahlen wollte. Die Alte hielt inne und musterte den Wirt aus zusammengekniffenen Augen. “Tut mir leid Kleiner, du bist nicht mein Typ! Solltest mal weniger fressen!” Dann entdeckte sie ihre Schwester in einer Traube um den frisch umgezogenen Stephane Banecki. “Ausziehen, ausziehen”, forderte die Menge, während Banecki geduldig, charmant seine Autogramme verteilte. “Die werden auch immer älter”, knurrte er zu Steinke an dessen Autogrammtisch sich lediglich ein paar Spatzen eingefunden hatten die er mit Brotkrumen fütterte. “Dem würde ich gern mal unter die Hose greifen!” kreischte eine ältere Dame. Banecki reduzierte die Autogramme auf seinen Nachnamen, später auf seinen Spitznamen, noch später auf planloses aber kurzweiliges Gekritzel. Irgendwie war für die jungen Leute Fußball einfach nicht mehr interessant, seit die Alten ihre Leidenschaft dafür entdeckt hatten. Und die immer häufiger fernbleibenden Hooligans interessierten sich plötzlich mehr für Dameneishockey und ihre Familien. Die neue Liga bot allenfalls Anlass zur Sorge, nachdem Sümmnich und Lahm den Verein verlassen hatten.
Schäff lief ungeduldig in seinem Büro umher. Er erwartete einen Mann der sich selbst nur “Der Maulwurf” nannte und behauptete ihn zu kennen. Eine in schwarz gekleidete Gestalt betrat lautlos den Raum. “Kennen sie Edmonds letzte Hoffnung?” Schäff konnte nicht umhin sich auf kindliche Weise zu erschrecken. “Es ist noch nicht vorbei”, krächzte die Stimme leise und hinterließ einen weiteren unliebsamen Schauer in Schäffs wackligen Knien.


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Edmonds letzte Hoffnung- Der große Knall

Nein, das ist nicht die Fortsetzung, vielmehr deren unrühmliches Ende welches zumindest von zwei Hobbyautoren eine lange Zeit mit viel Hingabe zelebriert und gelesen wurde. Selbstverständlich entschuldigen wir uns herzlich bei all den Millionen anderen die wir mit unserem Stuss zu Tode gelangweilt haben, lehnen aber jede Verantwortung für das Ableben alter Witwen denen die folgsamen Töchter unsere literarischen Verfehlungen zugemutet haben, kategorisch ab. Doch nun ist Schluss damit! Wir hören auf. Die Koproduktion Sklilatti- Schofel ist beendet. Und dieser Dialog, aufgezeichnet mit einem Schweizer Präzisionsgerät, ist der Beweis.

Ich hab einfach keine Lust mehr auf diesen Mist!
Ich auch nicht.
Ich meine, wo soll das enden, wir verrennen uns in undurchschaubaren Zeitlinien, erzählen bescheuerte Geschichten, und das in einem Fußballmanagerspiel!
Vollkommen richtig.
Wir sollten endlich wieder über Dinge schreiben, die ALLE interessieren!
Genau, zum Beispiel wie Honky sich das Lesen angewöhnt hat.
Das interessiert doch keine Sau! ….wie denn?
Russische Buchstabensuppe.
Blindenschrift?
Rasierpinsel!
Hmm, ich glaube wir kommen nicht weiter.
Wie wäre es mit Atomkraft?
Ich bitte sie!
In welchem Fanblock stehen eigentlich die Grünen?
Die sitzen auf Bänken in der VIP- Lounge weil ihnen die Sessel zu schmal geworden sind.
Verstehe, auch ein blödes Thema.


-destruktive Schweigsamkeit-
-plötzlich-

ICH HABS!
…?
LIEBE!
Sachlich, philosophisch oder hormonell?
Ich dachte da eher an Romantik, wir haben vielleicht auch weibliche Leser.
Leserinnen!
Hätte ich vielleicht weibliche Leserinnen sagen sollen?
Sie müssen nicht gleich zickig werden, schließlich war das mit der Romantik ihre Idee!
So wie sie das Wort aussprechen, Verzeihung, auskotzen, kann einem der Sinn danach wirklich vergehen.
Na also, wenn er ihnen jetzt schon vergeht, warum wollen sie dann damit auch noch unsere letzten Abonnenten vergraulen?
Pfff!
Und worüber schreiben wir nun?
Wir haben für heute schon genug geschrieben!
Na wenn sie meinen!
Ja!

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Edmonds letzte Hoffnung- Koproduktion mit A.S.

Ein Schuss hallte durch die Nacht. Dann noch einer, schließlich noch einer, gefolgt von einem weiteren. Stille. Dann ein lautes Fluchen. „Du abgehalfterter, Grünzeugvertilgender Nichtsnutz!“ Eine schwere Hand landete gewohnheitsrechtlich auf Gotos deformiertem Kopf. Stöckelschuhe trommelten wie bei einem unkoordinierten Stepptanz über den Asphalt. „Mist!“ Aus der Ferne ertönte eine Polizeisirene. „Ich hab was gefunden, Boss!“ Boss beäugte angewidert einen Stöckelschuh, den ihm Goto direkt unter die Nase hielt. „Mach das weg, du Idiot!“ Beleidigt verstaute Goto den Fund in seiner Stofftragetasche mit dem Hirschmotiv. „Kennen sie nicht das Märchen von Aschenbrödel und den sieben Geißlein?“ Boss fummelte umständlich an einem selbstgebauten Flammenwerfer herum. „Märchen, pfffff. Schon mal was von Zeugen gehört?“ Goto bemühte sich das Ergebnis des physischen Akts der Liebe mit der Verfolgung von Sklilatti und Maulwurf in Einklang zu bringen. „Verstehe, sie denken schon an die Nachkommen der Flüchtigen und welche Scherereien sie uns machen könnten“, nickte er verstehend. Boss bedachte Goto mit einem Blick dem selbst die sie umhüllende Dunkelheit Mühe hatte standzuhalten. „Sag mal Goto, seit wann machst du das eigentlich schon, ich meine Leute umbringen und so?“ Goto dachte einen Augenblick nach und zählte seine Finger. „Seit 12 Tagen, Boss“, antwortete er fröhlich. Die Polizeisirenen entfernten sich. Ihre Scheinwerfer nagelten ein verdächtig aussehendes Paar wie ein Wandbild an einer Mauer fest. „Verdammt Maulwurf, was machen wir denn jetzt“, stammelte Sklilatti, während er umständlich versuchte seinen unbeschuhten Fuß zu verbergen um möglichst unscheinbar zu wirken. „Nur die Ruhe Alfonso, ich werde sie einfach über den Haufen schießen.“
„Na dann ist ja gut…SIE WERDEN WAAAAS!“ Die beiden Polizisten griffen erschrocken nach ihren Waffen. „Legen sie die Hände auf den Boden und rühren sie sich nicht!“
„Und womit zum Geier soll ich sie später wieder aufheben, sie Genie?“
„Keine Ahnung wer sie gerade sind, Maulwurf, aber sie machen das wirklich phantastisch“, zischte Sklilatti von der Seite. „Nehmen sie einfach den Rest des Körpers mit auf den Boden“, befahl eine nicht ganz unbekannte Stimme. Sklilatti hob ungläubig sein Haupt und starrte fassungslos in die Scheinwerfer des Streifenwagens. „Javert?“
„Hätten sie nicht gedacht mich jemals wiederzusehen, nicht wahr?“
„Ich kann sie ja gar nicht sehen, ihre Scheinwerfer blenden und Maulwurf eröffnete mir jüngst erst, dass er blind ist. Aber wie kommen sie denn hier her?“
„Das ist eine lange Geschichte. Am besten sie folgen mir zum Wagen, dort wartet jemand der einige Fragen an sie hat.“
„Ich weiß nicht, ob das wirklich eine so gute Idee ist, Maulwurf steckt womöglich gerade in einer seiner gefährlichen Rollen!“ Javert überlegte, als plötzlich der Wagen erzitterte und eine mächtige Gestalt die Scheinwerfer verdunkelte. „EINSTEIGEN!“ Maulwurfs Kopf bewegte sich wie an einer Leine gezogen langsam nach oben. „Gerlinde?“
„ICH WEISS WER DU WIRKLICH BIST, ALSO MACH KEINE ZICKEN UND STEIG IN DEN WAGEN!“ Widerstandslos kroch Maulwurf untertänig in das Auto, verfolgt von Sklilattis fassungslosen Blicken. Javert geleitete Sklilatti höflich grinsend zum Beifahrersitz. „ZUM GEFÄNGNIS, JAVERT! WENN ER SCHON IN KEINER KNEIPE ZU FINDEN IST, DANN DORT!“ „Yepp, Schwester!“

„Sagen sie Schrepke, hatten sie je in ihrem Leben mal einen friedlichen Moment, ich meine einen, wo sie nichts mit hauen, schlagen, prügeln zu tun hatten?“
„Herr Schrepke.“
„Wie meinen?“
„Herr Schrepke!“
„Also gut, von mir aus auch gern HERR SCHREPKE!“
„Klingt doch gleich viel schöner! Was war noch mal ihre Frage?“
„Vergessen sie es!“
Stille.
„Nanu, wasn diß?“ Erfolglos versuchte Schäff einen Blick durch die Gitterstäbe zu erhaschen als auch er hörte, dass sich Schritte näherten. „Was denn, jetzt schon? Hätten die sich mit meiner Hinrichtung nicht wenigstens Zeit lassen können bis ich an ihrem langweiligen Gefasel verstorben wäre?“ Schrepke warf Schäff einen Blick zu der ihn zweifellos an die Welt des Schmerzes erinnern sollte. „Nun reden sie schon, HERR SCHREPKE, wer tanzt da an?“
„Es ist eine fette Frau, und sie lässt die Erde erzittern“, stotterte Schrepke und versuchte sich unauffällig zu entfernen. „SIE BLEIBEN WO SIE SIND!“ donnerte eine gewaltige Stimme durch den Zellentrakt und ließ Schrepke zu einem salutierenden Hampelmann werden. „UNTERSCHREIBEN SIE DAS, DANN IST ES OFFIZIELL! UND ICH BIN NICHT FETT SONDERN KRÄFTIG, HABEN WIR UNS VERSTANDEN?“
„Selbstverständlich Gnädigste!“
„WAS GLOTZEN SIE DENN SO, ÖFFNEN SIE DIE TÜR UND BITTEN SIE DEN HERRN AUS DER ZELLE!“
„Nun ja, es ist nur…“
„WAS!?“
„Naja, der Mann ist immerhin zum Tode verurteilt…?“
„JAVERT!“
„Also Herr Schrepke, was sie da eben unterschrieben haben war nur die Quittierung, dass der Begnadigte und zu Unrecht verurteilte Häftling tatsächlich entlassen wurde, auf das er sich endlich um den durch seine Haft entstandenen, widerrechtlichen Schaden kümmern kann, der allein durch seine Abwesenheit nicht unermessliche Ausmaße angenommen hat. Ich möchte sie ungern mit den Einzelheiten langweilen, zumal wir dadurch auch nur unnötig Zeit verlieren, also schließen sie endlich diese verdammte Tür auf und lassen sie den Mann frei!“

Schrepke blickte traurig in die leere Zelle. Jetzt war niemand mehr da mit dem er sich unterhalten konnte. Alle anderen waren sowieso doof und hörten einem nie richtig zu. Aber jetzt wo Schäff nicht mehr da war fehlte ihm die intellektuelle Stimulierung. Er beschloss ihm zu folgen. Aber bevor er das tat widmete er sich einem brennenderen Ziel. Grübelnd studierte er die Quittungskopie von Schäffs Begnadigung und bemerkte nicht, dass ihm seine Ablösung bereits begann den gemütlichen Sessel streitig zu machen, ohne sich darüber zu wundern, dass die Zelle leer war. „Wollen sie hier noch lange sitzen Schrepke?“ Schrepke zuckte erschrocken zusammen und heftete das Formular an die Pinnwand. „Isn das?“ erkundigte sich der Neuankömmling. „Ach nur die Entlassungsbeglaubigung von Schäff.“
„Tatsächlich?“
„Na was denken sie denn, sie Idiot!?“ Der Ablöseposten bedachte Schrepke mit einem spöttischen Grinsen. „Also ich würde es für eine Garantieurkunde einer Waschmaschine aus den späten 80- ern halten“, antwortete er und grinste selbstgefällig in die leere Zelle. Schrepke wandte seinen Kopf zunächst erstarrt zur Pinnwand und anschließend in die leere Zelle. Wieder ein Job den er los war, nur weil er in der Schule lieber Mädchenröcke angezündet hatte anstatt Buchstaben zu lernen. „Schon eine Idee welchen Job sie als nächstes versauen?“ rief ihm sein Ex- Kollege noch schadenfroh hinterher, während er schweigend aus dem Zellentrakt schlich.

„Na so ein Zufall, wenn das mal nicht mein alter Freund Schrepke ist“, begrüßte ihn bierbäuchiger Kerl, in dessen Begleitung sich ein Mann befand der ihn stark an Reinhold Messner erinnerte. Vielleicht war es auch nur der Name.
„Na Schrepke, erkennen sie ihren alten Boss nicht mehr? Sie haben damals die Seiten gewechselt, wollten seriös werden, Arbeit, Frau, Kinder und so, wissen sie noch? Was solls, ich hab ihnen verziehen, sie können wieder bei mir einsteigen.“
„Sie sehen verändert aus“, lallte Schrepke abwesend, während der rätselhafte Messi, also der, der wie Reinhold aussah, auf ihn wie eine bewusstseinserweiternde Substanz wirkte. „Doktor Einsteins Werk, ein hervorragender Frisör, allerdings auf recht merkwürdige Art verschwunden.“
„Aha“, stöhnte Schrepke bevor sich sein Leib zu seinen Füßen gesellte und hart auf dem Kopfsteinpflaster aufschlug.

Ja und nu?
Zu lesen im

KK 1890 - Der Kurier

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Edmonds letzte Hoffnung- Koproduktion mit A.S.

„Ich könnte ihnen jetzt erklären, dass es relativ egal ist an welcher Stelle sie ihr Gesicht tragen, denn sie werden bei jedem der ihnen begegnet binnen kürzester Zeit ohnehin den Eindruck eines miesen, hinterhältigen Cretins hinterlassen!“
„Goto, erschieß den Mann, dieses endlose Geseiere geht mir auf die Nüsse!“
„Aber, äh Boss, der Mann wird unsere Welt verändern, er hat die Relativitätstheorie erfunden!“ Boss bedachte Goto mit einem abfälligen Blick. „Hätte er das Klopapier erfunden, würde ich vielleicht ein Auge zudrücken. Also jetzt gib dem Mann verdammtnochmal endlich die Kugel!“ Goto schaute Dr. Einstein traurig an. „Aber Boss, er sieht so spaßverdrossen aus!“ Eine flache Hand landete klatschend auf seinem Hinterkopf. „In deiner Gegenwart sieht jeder traurig aus, Schwachkopf! Und nun tu bitte worum ich dich gebeten habe und gib dem Herrn Doktor seinen Gnadenschuss damit ihm wohler wird!“ Zu Einsteins ungesunden Teint gesellte sich ein humorloses Grün. „Sie machen mir Spaß! Gewalt ist wahrscheinlich ihre einzige Lösung nicht wahr? Wahrscheinlich haben sie sich schon als Kind nur zu gern mit Anderen geprügelt, mit 12 Zigaretten geraucht und mit 13 angefangen zu kiffen…“
Stille.
„Das wurde aber auch Zeit, dass sie den geknebelt haben Boss! Waren sie mit dem etwa in einer Klasse?“ Boss blickte finster in Gotos Richtung. „Hatte ich nicht irgendwas von erschießen gesagt?!“
„Der Abzug hat irgendwie geklemmt“, behauptete Goto. „Zeigen sie mal her!“

„Diese letzte Zeitreise hat ein Fiasko hinterlassen! Wie anders wäre es wohl möglich sich mit jedem Schritt in eine neue Raumzeit zu bewegen?“
„Ich schlage vor, dass wir einfach stehenbleiben!“
„Und dann?“ Sklilattis Gesichtsfalten bemühten den Eindruck einer erneuten Magenverstimmung. „Dann stehen wir.“
„Ich werde ganz gewiss nicht stehenbleiben, ich nicht! Ich will wieder nach Hause, oder von mir aus auch zurück zu dieser bekloppten Insel, als sie noch keine verrückten Ideen über Zeitreisen hatten…“
„Ich bin blind, wissen sie?“
„Bitte?“
„Ja, also ich bin wirklich blind!“
„Häh?“
„Sind sie etwa taub?“
„Natürlich nicht! Ich frage mich lediglich, was sie mir eigentlich damit sagen wollen!“
„Möglicherweise sind mir bei der Konstruktion der Zeitmaschine einige Fehler unterlaufen die letztlich dazu führten, dass wir uns jetzt in diesem Dilemma befinden.“ Sklilatti kam nicht umhin echte Anteilnahme zu verspüren. „Dann lassen sie mich bei ihrer künftigen Arbeit ihre Augen sein! Ich halte sie seit der Erfindung des Hopfensafts für die größte wissenschaftliche Errungenschaft!“
„Ich arbeite ungern mit Zynikern zusammen“, bemerkte Maulwurf skeptisch. „Aber nur stehenbleiben kann doch nicht der einzige Weg sein uns hier wieder herauszubringen!“
„Ich kann mich beim stehenbleiben aber besser konzentrieren!“
„Mhm.“

„Sie haben ihn getötet, Boss!“
„Unsinn, ich habe auf den Kronleuchter gezielt!“
„Ja, aber der hat ihn erschlagen!“
„Wer hätte auch ahnen können, dass sich das verdammte Ding gleich aus seiner Verankerung löst!“
„Sie haben den Erfinder der Relativitätstheorie erscho…äh, erschlagen!“
„Wer hat denn hier behauptet, dass der Abzug klemmt!“
„Als ob sie mich je ernst genommen hätten“, erwiderte Goto kleinlaut. „Zumindest stimmt hier irgendetwas nicht! Ist ihnen mal aufgefallen, dass sich seit unserem Eintreffen hier ständig die Umgebung verändert?“
„Der Doktor scheint auch verschwunden zu sein!“
„Und es gibt in diesem Raum keinen Kronleuchter?“
„Was passiert hier???“

2011, das Jahr vor dem Jahr des Jahres für den das Jahr hinter dem Jahr erneut Geburtstag feierte und damit den Jahreszyklus so derartig durcheinanderbrachte, dass sich die Jahre erstmals in ihrer Geschichte wissentlich miteinander vermischten, um sich besser vermehren zu können. Fortan war es jedem Lebewesen gestattet sich diverser Zeitformen zu bedienen um der eigenen Realität entfliehen zu können, was zur Folge hatte, dass andere Realitäten entstanden, die dem ohnehin schon vorhandenen Chaos den nötigen Schuss gewaltbereiter Anarchie beimengten. Offensichtlich hatten sich die Menschen entschlossen in gefährlichen Zeiten zu leben.

So, Bruder Alfonso! Du bist wieder dran ;)

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Edmonds letzte Hoffnung- Koproduktion mit A.S.


...die Fortsetzung...

„Wer sind eigentlich die drei Verrückten da hinten“, brummte Schrepke. „Suchst du schon wieder Streit?“ Schrepke warf dem Wirt einen abfälligen Blick zu. „Mach mir lieber noch ein Bier, Azlan!“ Azlan bediente kopfschüttelnd den Zapfhahn und beobachtete währenddessen den sich in einen seiner berühmten Wutausbrüche hineinsteigernden Althooligan Schrepke, der gerade eine weitere Niederlage seiner Holzfäller in der Regionalliga zu verarbeiten gedachte. „Ist dir mal aufgefallen, dass einer von denen ein Kleid trägt?!“
„Dass du das nach 8 Bier noch erkennen kannst“, wunderte sich Azlan, darum bemüht seinen Erfahrungen mit Trunkenbolden wie Schrepke möglicht wenig Einfluss in der Art seiner Antworten zu überlassen. „Die nehm ich heut noch auseinander!!!“ zischte Schrepke mit der wilden Entschlossenheit eines vom Gerechtigkeitswahn befallenen Alkoholikers. Nach seiner Überzeugung, die er sich in jahrelangem praktischen Training angeeignet hatte, gehörten ausschließlich Frauen und Schotten in Kleider, und von den Schotten lediglich auch nur solche, die gepflegt in den Dudelsack blasen konnten. „Hauptsache, du vergisst nicht wieder deine Biere zu bezahlen“, appellierte Azlan an den noch vorhandenen Teil Schrepkes Gehirns dem der Alkohol bisher am wenigsten zugesetzt hatte. „Isch bin doch kein Schnorrer“, erarbeitete sich Azlans Bemerkung genau die Windung in dessen Synapsen, die sie zu erreichen suchte. „Isch hab genug Geld, was schuld ich dir, ich zahl alles auf einmal!“
„74,50“, antwortete der Wirt unbeeindruckt. „Morgen kriegste es“, gelobte Schrepke feierlich, nachdem er erfolglos seine Taschen durchwühlt hatte und deutete anschließend vorwurfsvoll auf sein leeres Bierglas. „Das macht dann 76.“ Es war ohnehin ein Wunder, dass Azlan noch nicht pleite war, so oft wie er diesen Satz schon zu hören bekam. Böse Zungen behaupteten sogar er würde mit illegalen Sachen handeln, zumal Südländer, wenn sie sich schon entschlossen ein Geschäft zu eröffnen in dem Alkohol ausgeschenkt wurde, ganz sicher auch nicht davor zurückschreckten, Dinge zu verkaufen die offiziell verboten waren. Um zu testen ob dieses Vorurteil auch außerhalb von Berlin funktionierte, hatte er es sich doch tatsächlich gewagt, mitten im Zentrum eberswalderscher Rechtsradikalität einen Dönerladen mit Kneipenbetrieb zu eröffnen. Fortan hatte die Farbe braun einen völlig neuen Charakter. Es gab hellbraun, dunkelbraun, kirschbraun und die, die Bier braun.
In der dunklen Ecke wurde unterdessen heftig getuschelt. Irgendetwas hatte die Horde offensichtlich aufgeschreckt. „Und wenn ich es euch doch sage, das ist der Zellenmeister Schrepke vor fünf Jahren. Ich glaube, er hat uns wiedererkannt!“
„Was reden sie denn da für einen Blödsinn Falonso! Wir sind hier vor fünf Jahren, da wusste noch keiner von uns am Tisch, dass es Edmonds letzte Hoffnung überhaupt gibt!“ Unauffällig sah er zum Tresen an dem Schrepke sich wippend an seinem Bier festhielt und Sklilatti feindselige Blicke zuwarf. „Vielleicht liegt es an ihren behaarten Beinen“, mutmaßte Schäff, und sein Gesicht verriet, dass er mit großer Wahrscheinlichkeit darüber nachdachte, ob er vielleicht seinen Rasierapparat dabei hatte. „Wagen sie es ja nicht!“ Plötzlich erhellte sich Schäffs Gesicht. „Keine Sorge, ich drohe ihm Stadionverbot an wenn er es wagt ihnen zu nahe zu rücken.“
„Sie wollen ihm mit Stadionverbot kommen? Leonardo, mach die Zeitmaschine klar, Schäff hat sie nicht mehr alle!“
„Nun warten sie mal, ich kenne den Mann! Wir sind hier in meiner Heimatstadt als ich noch Schäff war. Vertrauen sie mir, den Mann können wir gebrauchen. Hey Schrepke! Schieb doch mal deinen schmalen Hintern zu uns!“ Torkelnd setzte Schrepke seinen massigen Körper in Bewegung. „Sind sie von allen guten Geistern verlassen, sie Idiot? Der wird mir das Hirn aus der Kopfhaut quetschen! Wo sagten sie haben sie den Rasierer?“
„Nun bleiben sie mal ganz unruhig Aflonso, sie werden sehen, der frisst mir glatt aus der Hand!“ Sklilatti bekreuzigte sich, derweil das Beben verursacht durch Schreppkes schleppend, torkeligen Gang immer näher kam. Noch bevor Schrepke etwas sagen konnte sprang Schäff plötzlich auf und umarmte ihn wie einen Bruder den er schon seit Ewigkeiten nicht gesehen hatte. Schrepke sprang angewidert zur Seite und versuchte Schäff im Fallen einen wütenden Schwinger zu verpassen, bevor er wie ein Käfer auf dem Rücken landete. „So Schrepke, und nun komm mal wieder zu dir, ich bins Schäff, dein geldgeiler Neffe, der deinen Verein leitet!“
„Sie sind sein Neffe“, platzte es aus Sklilatti entsetzt heraus. „Sie wissen ja wie das so ist mit den Verwandten…“
„Himmel, ja! Erinnern sie mich bloß nicht an meinen Großvater Sergio! Hat unser ganzes Familienvermögen verprasst und arbeitet jetzt angeblich in einem polnischen Dorf als Schrankenwärter!“
„Keine Sorge, ich hatte nicht vor sie an irgendwelche belanglosen Familiengeschichten zu erinnern…“ Ein wilder Schwinger unterbrach die Unterhaltung. „So Junge, jetzt sind wir quitt!“ Langsam drehte Schrepke den Kopf, bis seine fischigen Augen Alfonso im Visier hatten. „Und nun zu dir Freundchen!“
„Hilfe“, hauchte Sklilatti. Schlaf umfing ihn, der erst unterbrochen wurde durch das leise Surren der Zeitmaschine. Ungläubig richtete er den Blick in seine Umgebung bevor er dessen gewahr wurde was mit ihr nicht stimmte. „Ist das jetzt gut oder schlecht?“ Ein mit seinen Armen affenähnlich wedelnder, älterer Herr tänzelte aufgeregt um ihn herum und starrte ihn mit weitaufgerissenen Augen an, wie einen begriffsstutzigen Fünftklässler der statt Mathe zu büffeln lieber in der Nase bohrte. Dann vergrub das aufgeregte Etwas seine langfingrigen Hände im Gesicht, formte sich rücklings zu einer Banane und sank währenddessen verzweifelt auf die Knie, bevor es Sklilatti entsetzt anstarrte. „Nein, dass ist nicht gut Marty, wir haben die Zeitlinie mit unserem Herumgepfusche durcheinandergebracht und befinden uns jetzt auf dem Weg zu diesem Punkt!“ Entschlossen zeigte der lebende Beweis von Altersvitalität auf ein Pult, das eigens dafür konstruiert worden zu sein schien, um jeden der davor stand in den Wahnsinn zu treiben. Überall blinkten Lichter, verschiedenste Pfeif und Pieptöne wie aus einem Urwald zirpten wild durcheinander und ständig flackerte ein Rundumlicht das einem noch den letzten Nerv raubte. „Was zum Geier ist das? Meine Güte wie rede ich denn? Doc Emmet Brown???“
„Verstehst du denn nicht Marty, als du in deinem Eifer Schäff zu retten zufällig in die falsche Richtung gerannt bist und versehentlich hier in der Zeitmaschine der grünblauen Knopf gedrückt hast, hat sich der automatische Rettungsassistent eingeschaltet!“
„Der automatische Rettungsassistent?“
„Ich hatte ihn eingebaut, falls wir zu oft in die Geschichte eingreifen und vielleicht Dinge in Gang setzen die später für irreparable Schäden sorgen“, grübelte Doc laut vor sich her, während Sklilatti böse Dinge zu ahnen begann. „Was hat es denn mit dem Rettungsassistenten auf sich?“ fragte er vorsichtig, und wie ein Schnappmesser schnellte Docs Kopf nach oben. „Das, mein lieber Marty bedeutet, dass wir uns auf unserer letzten Zeitreise befinden, aus der es unweigerlich kein Zurück mehr gibt!“ Docs Gesichtszüge versteinerten sich zu einer irre, grinsenden Fratze, bei der man trotzdem nicht umhin kam sie zu mögen. „Aber sie können das verdammte Ding doch reparieren!? Oder etwa nicht? Können sie nicht einfach eine neue bauen?“ Sklilattis verzweifelter Ruf prallte gegen das wissende, milde Lächeln eines Mannes der nichts für unmöglich hielt und dennoch zu scheitern drohte. „Ich fürchte nicht Marty. Das schulde ich schließlich auch meiner Ehre als Wissenschaftler. Wenn ein Wissenschaftler wie ich mit seiner Erfindung mehr Schaden als Nutzen verursacht, sollte er sich schon aus moralischen Gründen lieber zur Ruhe setzen.“ Sklilatti witterte eine Möglichkeit. „Ach was, und sie als Wissenschaftler geben jetzt einfach auf? Haben sie mir nicht erst neulich von Dschül Wern erzählt, diesem Entdecker und so?“
„Er hieß Jule Verne, und natürlich denke ich darüber nach wie wir aus diesem Schlamassel wieder herauskommen, ohne dass ich vielleicht als Ketzer im Mittelalter verbrannt werde“, endete Doc Emmet Brown düster und fing einen hoffnungsvollen Gedanken auf. „Wir müssen nur einen Weg finden, um genau an der Stelle der Zeit zu landen wo wir Schäff verlassen haben, ohne dabei eine weitere Zeitschleife zu riskieren…“
„Na das kann doch für einen wie sie nicht so schwer sein, Doc!“ Doc bemühte zweifelnd seine Hände. „Wenn meine Berechnungen richtig sind landen wir im Jahre 999 im heutigen Braunschweig, kurz vor Entstehung der Kohlmarktsiedlung. Das wird kein Spaziergang, Marty.“
„Aber wenn sie es schaffen Doc, könnten sie uns vielleicht eine Stunde später zurück in die Kneipe beamen? Dann ist dieser Schrepke vielleicht auch weg?“ Doc warf Sklilatti einen missbilligenden Blick zu. „Selbst wenn wir es schaffen Marty, von der punktgenauen Zeitgleichheit hängt unsere Zukunft ab! Wir können es uns nicht leisten ein weiteres Zeitloch zu erschaffen, in dem wir in einer anderen Realität plötzlich so großen Schaden anrichten, dass auch unsere Realität davon betroffen ist!“
„Sie sind der Doc, Doc.“
Vergangenheit wurde Gegenwart. Die Landung in der Kohlmarktsiedlung hätte zu keinem ungünstigeren Zeitpunkt stattfinden können. Es wurde gerade eine öffentliche Hinrichtung bekanntgegeben.

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Edmonds letzte Hoffnung- Koproduktion mit A.S.

Heute: mit historischen Filmmaterial

Seit Tagen kurvte die Ghost -ausgerechnet Schäff war auf die glorreiche Idee gekommen den Kahn so zu nennen- auf hoher See bei gleichbleibenden, subtropischen Klima einem sehr genauen Ziel entgegen. „Hey, Schäff“, brüllte einer der beiden noch verbliebenen Ruderer. „Wäre es vielleicht möglich, dass sich einer von uns auf die andere Seite des Schiffes an die Riemen schmeißt? Dann würden wir nicht vielleicht die ganze Zeit im Kreis fahren!“ Schäff unterbrach augenblicklich die Diskussion mit Skilatti und Maulwurf, in der zuvor leidenschaftlich unter anderem um die Zweckmäßigkeit eines Aufenthaltes auf Pornonia und einer Sache die Skilatti schon seit Wochen unter den Nägeln brannte debattiert wurde, und widmete sich der neuhinzugekommenen Information von Nummer 2. Sich Namen zu merken gehörte zweifellos zu den Stärken anderer, weswegen er kurzerhand ein von ihm ausgeklügeltes Nummerierungssystem für seine insgesamt 8 Besatzungsmitglieder in Kraft gesetzt hatte. „Haben sie etwa nautische Kenntnisse, Nummer 7?“ Der Ruderer verzog missbilligend seine Augenbrauen. „Ich bin Nummer 2 Schäff. Nummer 7 ist letzte Woche aus dem Mastkorb gefallen!“
„Erinnern sie mich bloß nicht daran, mir ist jetzt noch schlecht“, stöhnte Skilatti, dessen Gesicht anzusehen war, dass er augenblicklich sehr lebhafte Erinnerungen an diesen Vorfall im Kopf hatte. „Naja, sie scheinen ganz brauchbar zu sein, Nummer 5. Ich befördere sie hiermit zum Steuermann, und fortan werden sie mir Sir angeredet!“
„Aber ich habe keine Ahnung von Navigation, ich war früher Violinist eines sehr berühmten Orchesters!“ erklärte der unfreiwillige Emporkömmling ungehalten. „Ich könnte ihm eine Geige zurechtnagen“, freute sich Maulwurf und hechelte dabei wie ein vom Paarungswahn betroffener Pudelrüde. Schäff musterte seinen neuen Steuermann mit einem durchdringenden Blick. „Sollte ihnen einfallen meinen Befehl zu ignorieren, möchte ich sie nur mit der Tatsache vertraut machen, dass es mir möglich ist, eine rohe Kartoffel mit der bloßen Faust zu zerdrücken!“

http://www.youtube.com/watch?v=hyZv1aPKk_I

Dann wandte er sich verärgert Skilatti zu. „Sie haben es mir absichtlich verschwiegen, nur um mich vor der Besatzung bloßzustellen!“
„Sie hätten einfach mal ihre Augen aufmachen können. Woher soll ich wissen, was sie offensichtlich nicht sehen können!“ entgegnete Skilatti pikiert. „Sie hätten mir einen Hinweis geben können!“
„Ihnen etwas mitzuteilen hat allenfalls den Wert sich danach jedes Mal wie ein bournoutgeschädigter Prediger zu fühlen“, erklärte Skilatti in gemäßigt pädagogischer Lautstärke. „Aber es ist mir wirklich nie aufgefallen“, verteidigte sich Schäff beinahe verzweifelt, während Maulwurf fasziniert aufs offene Meer starrte und irgendetwas ausbrütete, dass, wie die Besatzung hoffte, nichts mit Musikinstrumenten zu tun hatte. „Papperlapapp“, schnaufte Skilatti aufgebracht, derweil er weiter den Versuch unternahm mit einem alten Haizahn seine Initialen in Lebensgröße auf den Deckboden zu schnitzen. „Ich gebe mir ab heute wirklich Mühe es nicht mehr zu vergessen!“ behauptete Schäff. „Ach hören sie doch auf, dass versprechen sie mir schon seit Tagen!“
„Ehrlich?“
„Ja…“
„Tut mir leid.“
„Ehrlich?“
„Ja.“
„Tu…“

Stille

„Ist es wirklich nur wegen des „l‘s“?“
„Wenn man bei ihnen ein „f“ wegließe, kämen sie einem Schaf verdächtig nahe. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihnen das gefallen würde!“ erwiderte Sklilatti streng. „Kann ich sie nicht einfach mit ihrem Vornamen anreden?“ Sklilatti blickte misstrauisch auf. „Da ist aber auch ein „l“ drin!“
„Damit komme ich klar Lafonso“, strahlte Schäff und Sklilatti erinnerte sich daran, warum manche Dinge, vor Schäff ausgesprochen, wenig Sinn ergaben. Ein thematischer Wechsel war unvermeidlich. „Was ist eigentlich mit Maulwurf los?“
„Wahrscheinlich Identitätskrise“, murmelte Schäff gelangweilt und starrte Löcher in die Luft. Je länger er darüber nachdachte, umso absurder schien ihm der Gedanke jemals etwas mit Fußball zu tun gehabt zu haben. Sollte doch Schlawutzke sich weiter mit diesem blöden Verein herumärgern. Und überhaupt! Eberswalde! Zu jeder Jahreszeit ein Fluch der Einöde, das soziale Gewissen strahlender Fettleibigkeit im gebirgigen Har(t)z von Gerlindes Schlübber, die ultimative Chartshow neurotisch geplagter Jungnazis, eine Suppe die scheinbar nie weniger wird auf dem Teller. Und dann beobachtete er seinen alten Zellennachbarn, der gerade wieder selbstoffenbarend an der Reling stand und Delphine fütterte. Irgendwann würden sich ihre Wege zweifellos trennen was schon daran lag, dass Schäff die Schnauze gestrichen voll hatte von Delphinflosse al dente mit grüngräulichen Resten, denen der Chlorreiniger nichts anhaben konnte.

Javert erwachte mit dem üblen Gefühl am Abend zuvor eine große Dummheit begangen zu haben. Dieses Gefühl entlud sich in Form hämmernder Kopfschmerzen. In letzter Zeit häuften sich diese Vorfälle allerdings in alarmierenden Maße. Es wurde Zeit einer Krankheit dieses Phänomen aufzuhalsen um nicht ständig als Dummkopf vor dem Spiegel zu stehen. Noch ehe er sich fragen konnte wo und warum er ausgerechnet dort gelandet war wo er nie gedacht hätte jemals hingelangen zu müssen, dröhnte die bassige Stimme Gerlindes an seine Gehörgangsenden. „ICH KENNE SIE!“ Javert hob erschöpft den Kopf, sich noch eben damit beschäftigend, wie sehr er Spiegel hasste, und betrachtete argwöhnisch dieses kolossale Stück Frau, das mit einem Kerzenhalter und einer Zitrone vor ihm stand. „Ich nehme an, die Zitrone ist gegen meine Kopfschmerzen? Steht die Frage, wie sie das wissen konnten?“ Der Kerzenhalter lieferte die Antwort. „EIGENTLICH IST DER FÜR IHRE KOPFSCHMERZEN. DIE ZITRONE IST FÜR DEN TEQUILA DEN ICH NACH IHREM ABLEBEN ZU TRINKEN GEDENKE.“ Wenigstens wären dann die Kopfschmerzen endlich weg, dachte Javert bitter, während er angestrengt darüber nachdachte wie er an der raumfüllenden Gerlinde schadlos vorbeikam. „VERSUCHEN SIE ES GAR NICHT ERST!“ Javert gab auf. „Würden sie mir wenigstens erklären warum?“ fragte er in einem letzten verzweifelten Versuch seine Kopfschmerzen behalten zu dürfen. „SIE HABEN GESTERN EINEN VERTRAG UNTERZEICHNET, SCHÄFF ZU FINDEN!“ Der Kommissar witterte die Möglichkeit einer Möglichkeit. „Natürlich, er ist ein verurteilter Straftäter der seine Strafe noch nicht abgesessen hat!“
„UND IHN AUS DEM WEG ZU SCHAFFEN!“ ergänzte Gerlinde unbeeindruckt. „DAS DUPLIKAT DIESES VERTRAGES FINDEN SIE UNTER IHREM KOPFKISSEN.“ Eilig griff Javert unter sein Kissen und las die Passage: „…auf gar keinen Fall lebendig…“ Am unteren Rand des fragwürdigen Dokuments befand sich seine krakelige Unterschrift. „Was muss ich tun, damit sie mir meine Kopfschmerzen lassen?“
„KEINE SORGE, KOPFSCHMERZEN DIESER ART VERGEHEN NOCH BEVOR SIE ,PIEP‘ SAGEN KÖNNEN!“
„Hören sie Gerlinde, was soll denn dieser Unsinn! Mich jetzt zu erschlagen schafft doch ihr Problem nicht aus der Welt! Dann schickt Schlawutzke eben einen anderen der ihren Schäff, von dem ich gar nicht begreifen kann, dass sie ihn wiederhaben wollen, ins Jenseits befördert. Ich hingegen habe überhaupt gar kein Interesse irgendjemanden zu töten, wenngleich der Gedanke an meinen undankbaren, vermögenden Sohn…Schwester? Warum liegen sie auf dem Teppich?“ Gerlinde musterte analytisch ihre Umgebung. „ICH LIEGE AUF EINEM TEPPICH“, stellte sie schließlich erstaunt fest. „Auf einem sehr gemütlichen Teppich, wie ich vermute“, bemerkte Javert fasziniert. „OH JA, ICH BIN AUCH SCHON AUF STEINHARTEN BETON AUFGEWACHT.“ berichtete Gerlinde stolz. „Sie sollten das dringend mal untersuchen lassen“, sagte Javert besorgt. „WARUM?“
„Vielleicht um zu erfahren, wie sich so etwas künftig vermeiden lässt.“
„GRAVIMETRISCHE VERÄNDERUNGEN AUF DIESEM PLANETEN ZU VERMEIDEN DÜRFTE DIE MÖGLICHKEITEN JEDES ARZTES ÜBERSTEIGEN.“ Javert blickte überrascht auf. „Was macht eine Frau mit ihren Fähigkeiten in einer so öden Stadt?“
„IHRE ARBEIT! WO WAREN WIR GERADE STEHENGEBLIEBEN?“
„Sie wollten mir den Schädel einschlagen.“
„MÖGLICHERWEISE HABE ICH MEINE MEINUNG GEÄNDERT. IRGENDWER SPIELT MIT DER ZEIT HERUM!“
„Jetzt übertreiben sie aber!“
„ICH MUSSTE MIR SEIT EINER STUNDE NICHT MEHR DIE BEINE RASIEREN.“
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Umfrage Betaversion

Aus tiefer Verpflichtung unseren Lesern gegenüber veranstalten wir heute eine Umfrage die sich dem schlichten Thema widmet:

Betaversion, ja oder nein?


Nutzen sie den den Kommentarteil und verhelfen sie diesem Blatt mit ihrer Wertung in die Topfnjus. Gern auch ESG, Hauptsache Wertung und so. Werden sie Teil eines interaktiven Chatruhms, dem hier sich Luft zu verschaffen die Möglichkeit besteht. Weisen sie gern auch auf ihre eigene Zeitung hin und erleben sie anschließend wie infernale Bauernweisheiten vom Himmel regnen. Schön wäre es, wenn sie sich nebenbei als Nutzer der Betaversion äußern würden. Nicht, dass ich ihnen irgendwas vorschreiben will, aber ein roter Faden im Laufe der Diskussion käme dann tatsächlich so etwas wie einer Thematik gleich.

Also:

Betaversion, ja oder nein?



Denn hier nimmt sie sowieso keiner ernst!
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Edmonds letzte Hoffnung- Koproduktion mit A.S.

Die Insel Terra Inkognita

„Das ist nicht Terra Gonokokknita, das ist Terra Inkognita“, ereiferte sich Skilatti als er etwas ihm bekanntes zu erkennen glaubte. „Das eine dunkle Insel ist, wir lieber machen großen Bogen um sie“, warnte Maulwurf eindringlich, obgleich er nicht in dem Verdacht stand sehr gesprächig zu sein, dienten seine Talente doch vorrangig praktisch zu bewältigenden Lebensumständen, bei denen zum diskutieren gewöhnlich wenig Zeit blieb. „Halt die Schnauze Maulwurf, hier ist männliche Intelligenz gefragt! Also Skilatti, was sollte uns davon abhalten dieses Eiland zu betreten?“ erkundigte sich Schäff unsicher. „Ich werde nicht darüber reden, sie machen ja ohnehin wonach ihnen gerade der Kopf steht!“
„Na gut, dann segeln wir eben daran vorbei und verzichten darauf unsere Trinkwasserreserven aufzufrischen. Aber kommen sie mir bloß nicht später damit, dass sie Durst haben! Sie scheinen sich ja hier bestens auszukennen!“ Skilatti warf Schäff einen vernichtenden Blick zu. „Ich weiß nur, dass sich alles verändern wird, wenn wir diese Insel betreten!“ Schäff rümpfte kurz verächtlich die Nase und richtete anschließend fasziniert seinen Blick auf das wie ein großer, bunter, voller Teller im unendlichen Ozean schwimmende Stück Eiland. Die Hoffnung einen Verbündeten für sein streitbares Vorhaben zu finden richtete sich an Maulwurf. „Wasser Maulwurf, gut gegen Durst, du verstehen?“ Maulwurf begutachtete Schäffs Versuche Kontakt mit ihm aufzunehmen mit einer immer misstrauischer werdenden Mine. „Rreden sie gefälligst deutsch mit mir!“ Skilatti entfiel ein schwerer Seufzer. Jetzt brauchte Schäff nur noch etwas von Eroberungen zu faseln, und schon hatte er Maulwurf auf seiner Seite.

„Sprechende Fische?! Wie kommen sie denn nur auf solch einen Blödsinn und vor allem so mir nichts dir nichts in mein Büro?“ Der hagere Neuankömmling marschierte unbeeindruckt zum Aquarium. „Wer von euch war bei dem Massaker auf Hutabs Schiff dabei?“ Sieben Sprotten hoben bereitwillig ihren linken Vorderflossen, derweil zwei Stichlinge kopfschüttelnd zum Aquariumboden schwammen und mit einem alten Saugwels über den Einfluss von CO2 in einer Schwimmblase diskutierten, und welche Folgeschäden für das Gehirn dabei entstehen könnten. Seit einiger Zeit schienen sich die Sprotten über ihre Daseinsform hinaus sehr für das Landleben zu interessieren, was für die meisten nur von kurzer Dauer war. „Das erklärt also meine Anwesenheit hier“, murmelte der ungepflegte Fremde ehe er sich wieder den Sprotten zuwandte. „Was habt ihr gesehen?“ Nach einer kurzen Beratungspause, entschieden die Sprotten, dass Sulfatsucher Y3 die Verhandlungen, mit der gebirgigen Gesichtsfaltenlandschaft, die wie eine dunkle Wolke über der Wasseroberfläche herabhing, führen sollte. „Du erinnerst dich daran, dass Käptn Hutab dich warnte einen Schirm aufzuspannen“, erkundigte sich Sulfatsucher Y3. „Ja…“, flüsterte Javert leise und wartete geduldig auf die Weiterführung der Ereignisse. „Nun, dann kannst du dich sicher noch an den Moment erinnern, als sich plötzlich der Himmel verdunkelte, du geistesabwesend in die Luft starrtest und keinen Regenschirm aufgespannt hattest.“ Javert folgte andächtig der Sprottengeschichte. „Ja! Aber alles was danach kam, wie ich zu den beiden Flüchtigen ins Boot geriet, und später wieder weg…ist mir ein Rätsel.“ Sulfatsucher Y3 nickte verständnisvoll. Das viele Gerede der Zweibeiner drückte ihm auf die Schwimmblase. „Nun denn, anschließend ergoss sich ein Fliegengewitter über dich, oder anders: Millionenschwärme von Fliegen hatten sich genau in diesem Augenblick dazu entschlossen ihre Notdurft zu verrichten. Du wurdest daraufhin bewusstlos ins Meer geschleudert und triebst auf Edmonds letzte Hoffnung zu, dass kurz vor deinem Eintreffen Opfer einer wissenschaftlichen Explosion wurde, die dich wiederum geradewegs zu Skilatti und Schäff ins Boot schleuderte.“ Die Sprotte ließ Javert Zeit, seine Sinne zu ordnen aber nicht genug Zeit um weitere CO2 Blasen zu einer Entladung kommen zu lassen. „Auf Transus wurdest du gegrillt, was deine neue Gesichtsbräune erklärt, als plötzlich ein irrer Surfer über die Insel ruckelte und dich schließlich in der Oder absetzte. In Frankfurt halfst du als pflichtbewusster Bürger indem du der hiesigen Polizei Nummernschilder falsch geparkter Autos mit der Aufschrift: „Ich bin ein Falschparker“, schicktest, woraufhin man dich nach zwei Wochen aus der Stadt jagte. Anschließend fand man dich besoffen in einem Zugabteil in Eberswalde. Ich nehme an, den Rest der Geschichte kennst du.“ Javert starrte in die versteinerten Gesichter von Schlawutzke und Schwester Gerlinde. „Mein Gott, sie sehen furchtbar aus! Gerlinde, holen sie ein paar vernünftige Sachen aus dem Schrank und kochen sie einen Tee, oder besser einen Grog, und wenn sie schon dabei sind für mich auch gleich einen!“ Schlawutzke geleitete den schlotternden Javert zu seinem Neuschäffsessel. „Sie müssen mir alles erzählen Javert! Wir haben möglicherweise durchaus ähnliche Interessen, wenn sie verstehen was ich meine.“
„Edmonds letzte Hoffnung war meine letzte Hoffnung, nicht das Los meiner Vorfahren teilen zu müssen, indem ich als viertklassiger Dorfgendarm in irgendeinem Loch meine Zeit absitze. Ich hatte das perfekte Gefängnis gebaut, etwas das mich unsterblich machen, und mir ein schönes Leben bescheren sollte. Ein Konstrukt, wie es genialer nicht hätte sein können! Und plötzlich finde ich mich mitten im Ozean auf einer Nussschale mit diesen drei psychopatischen Behelfsgangstern wieder, die meinen Traum mit ihrem dilletantischen Ausbruch einfach so zerstörten, und muss mir das zu allem Überfluss auch noch von einer Sprotte erzählen lassen, die allein durch meine Insel erst das sprechen lernte! Wenn das nicht eine Ironie ist die Schmerzen bereitet, verstehe ich ganz sicher nichts mehr von Humor.“ Schlawutzke goss dem Gast eine eigens zur Zungenlockerung erfundene Mischung namens porters green in sein Glas. „Ich hasse diese Typen, die niemals einen Fuß aus meinen Gefängnis gesetzt hätten, wäre es nicht zu dieser blöden Explosion gekommen!“ fuhr Javert etwas angeheiterter fort. „Irndwann kriggschse…“ Vor dem wie weggetretenen Javert entfaltete sich ein großes weißes Blatt und Schlawutzkes bleierne Stimme bohrte sich wie ein böser Traum in die kargen Reste seines noch vorhandenen Bewusstseins. „Wenn sie hier nur noch unterschreiben wollen.“

„Die beste Insel, die ich je erlebte, haahaaa!“ brüllte Schäff außer sich vor Entzücken, während er glücklich ein volles Glas Bier zum Munde führte. Skilatti nuckelte gelangweilt an seinem Alster, derweil Maulwurf vorübergehend in die Rolle des Henry Chinaski schlüpfte und einen Scotch nach dem anderen verdrückte. „Verdammt Skilatti, seien sie nicht so miesepetrig, hier bekommt man Geld dafür je mehr Drinks man bestellt! Das ist das Paradies!“ Schäffs gläserne Augen machten Skilatti Angst. „Haben sie schon mal daran gedacht, was sie hier mit all dem Geld anstellen wollen?“ verkündete er bitter. „Natürlich Skilatti, wir verdienen uns durch saufen ein Vermögen und holen uns damit unsere Vereine zurück! Denken sie ich will hier ewig bleiben?“ Der alte Zellennachbar blinzelte ihn matt an. „Haben sie schon mal versucht hier etwas zu bestellen, dass keinen Alkohol enthält? Oder mal eine Stunde Pause zu machen? Und dann diese ganzen animierten Saufspielchen mit den Extragewinnen, die zu jeder vollen Stunde veranstaltet werden! Und es sind immer exakt 37 Leute anwesend, obwohl trotzdem andauernd neue Gesichter auftauchen!“ Schäff ließ andächtig sein Bier sinken und beobachtete die Gäste. Skilatti hatte nicht gelogen. Bisher hatte er seine Aufmerksamkeit eher seinen Bierbestellungen und den Trinkspielchen gewidmet. „Ich glaube wenn Maulwurf so weiter macht, sehen wir ihn bald nicht wieder.“ Skilatti deutete auf Chinaski der nach einem vielversprechenden Sturz vom Barhocker schließlich den Boden küsste. „Ohne ihn geht gar nichts, wir müssen ihn wieder fit bekommen!“
„In einer Kneipe? Sie sind mir ein Scherzkeks!“ Schäff starrte entsetzt auf die Uhr. „Machen sie sich um mich keine Sorgen“, stöhnte Chinaski und bestellte auf halber Höhe des Tresens einen Burbon. „Wenn einer das Saufen gewöhnt ist, dann er“, winkte Skilatti ab. „Wie viel Geld haben sie schon eingenommen?“
„276 Sesterzen in Alster!“
„Du lieber Himmel, selbst ich bin erst bei 788! Was ist der teuerste Drink hier?“ Der Wirt nahm neugierig Witterung auf. „Sie wollen wirklich einen porters green bestellen?“
„porters green?“ Schäff konnte sich nicht helfen, aber irgendwie kam ihm der Name dieses Getränks bekannt vor. „1500 für jeden den sie überstehen.“
„Chinaski!?“ Maulwurfs Gesicht verließ schwebend das Burbonglas. „Du sollst dich nicht bereichern am Elend fremden Fleisches“, verkündete es mit einer Inbrunst, die den eben noch murmelnden Saal gänzlich zum Schweigen brachte. „Ähm, gib mir endlich diesen verdammten porters green du geschwätziger Saftsshaker. Und wenn du ein bisschen Mumm in den Knochen hast, du Abbild eines Blütentreibenden Zahnputzbechers, dann gießt du dir gefälligst auch einen ein und wagst den Tanz mit Henry Chinaski!“ Der Saal tobte. Die Wettquoten lagen 1:16 gegen Chinaski.

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Info: Schreibergilde betreff: Neueinsteiger

Information an die Schreibergilde

Wir haben zwei neue Mannen im Boot. Ich dachte, dass sollten sie wissen. Sie haben sich ordentlich beworben und sind nun aufgenommen im Kreis der Schreibergilde. Nicht das dieses Blatt damit angeben will, oh doch!

FC Pirmasens Tränager: Kamelefant-3000
Knochenkotzer 1890 Tränager: Alfonso-Sklilatti
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sind nach neuestem Erkenntnisstand und Rücksprache mit einem Kollegen, der gerade im Dauerkoma seine Umwelt neu erlebt, beglaubigt, bestätigt und bestempelt.

Vielen Dank für ihre Anteilnahme
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Edmonds letzte Hoffnung- Koproduktion mit A.S.


Flucht von Transus
“Wir müssen hier so schnell wie möglich verschwinden”, zischte Schäff in einem unbeobachteten Moment. “Wiewo waf wenn?” entgegnete Skilatti mit vollem Mund, der sich mühte auch den Rest der Banane in seiner Mundhöhle zu bearbeiten. “Ist ihnen mal aufgefallen, dass Javert seit drei Tagen verschwunden ist?” Skilatti schluckte aufgeregt am letzten Stück seiner Banane. “Der wird mir ganz gewiss nicht fehlen! Immerhin wollte er uns auf kürzestem Weg wieder zurück in eine Zelle verfrachten!” Eine transuanische Schönheit servierte lächelnd einen weiteren Cocktail. Als sie verschwunden war begann Schäff von neuem. “Ist ihnen schon mal aufgefallen, dass wir seit einer Woche nur gefüttert werden?” Skilattis Gesicht hellte sich auf. “Oh ja, dass muss hier zweifellos das Paradies sein”, erwiderte er mit einem glücklichen Lächeln und machte sich über einen phantasievoll gestalteten Eisbecher her. Schäff beobachtete augenrollend wie sein alter Zellengenosse sich kurz darauf ein weiteres Brathähnchen in den Mund stopfte. “Das hat auch nur 7 Tage gehalten”, kommentierte er finster und betrachtete misstrauisch die lächelnden Schönheiten die sich einige Meter entfernt daran erfreuten wie Skilatti ihre Nahrungsvorräte verspeiste. “Na warten sie mal ab was passiert wenn ich unsere liebreizenden Gönnerinnen nach einer Möglichkeit frage die Insel zu verlassen”, orakelte Schäff düster und erntete einen verständnislosen Blick. “Warum sollten sie das tun? Wir hätten es weitaus schlimmer treffen können!”
“Als sie diesen Satz das letzte mal von sich gaben fanden wir uns kurze Zeit später mit leeren Mägen auf einer Jolle mitten im Ozean wieder”, erinnerte Schäff seinen Mitreisenden an die vergangenen sich schier überschlagenden Ereignisse. Plötzlich geriet Bewegung in die wie zu einem Spalier aufgereihten Transuanerinnen. Irgendetwas außerhalb des Sichtfeldes von Skilatti und Schäff erweckte offensichtlich ihre Aufmerksamkeit, dass interessanter war als den Schiffbrüchigen wohlwollend beim speisen zuzuschauen. Unmittelbar darauf ertönte ein ohrenbetäubender Schrei, gefolgt von einer Art Explosion, die aus den Tiefen des Erdreiches zu kommen schien. Panisch stoben die Insulanerinnen in alle Richtungen auseinander und hinterließen einen Krater aus dem sich eine wüste Gestalt erhob. Schäff klappte die Kinnlade herunter als er erkannte wen er da sah. “Ist nicht wahr oder?”

Im weitentfernten Eberswalde hatte sich derweil die Botschaft von der Explosion des Gefängnistrakts auf Edmonds letzter Hoffnung wie ein Flächenbrand ausgebreitet. Und nun war es ausgerechnet an Schwester Gerlinde, Neuschäff Schlawutzke diese Nachricht zu überbringen. “ALTSCHÄFF SCHÄFF IST TOT.” Schlawutzke hob ungläubig den Kopf. Seitdem seine Holzfäller in irgendeiner weiteren Bundesliga im Mittelfeld herumdümpelten, das Stürmerduo SchützenSCHULTZ dem defensiven Mittelfeld die karge Torausbeute überließ, die Presse ihn mit der Sorgfalt eines von Mücken zerstochenen Dorfköters bedachte, war dies die erste gute Nachricht nach gefühlten 12 Jahren Amtsinhaberschaft. Doch wie die meisten Schäffse, vermutete er hinter jeder noch so verdächtig gut erscheinenden Neuigkeit irgendeine Bosheit, die ihm die Stimmung nachhaltig vergällte. Dann schien er über etwas nachzudenken, was er immer tat wenn er den Fischen in seinem Aquarium mit den Augen folgte und dabei auch den Rest seines Körpers in Anspruch nahm. “Wissen sie, die da drinnen”, Schlawutzke deutete auf die Fische. “Also die da drinnen erzählen mir etwas ganz anderes!” Gerlindes Körper bebte, wozu bereits die kleinste Erschütterung ausreichte. In diesem Falle waren es die strategisch zu einem ungünstigen Zeitpunkt stattfindende Bewegungen ihrer Pupillen. “WAS SAGEN SIE DENN SO?” bemühte sich Gerlinde um den Versuch von Anteilnahme. “Haaa! Das ist es ja! Sie dürften überhaupt nicht reden!” Schlawutzkes irrer Blick überwältigte Gerlinde mit einem Gefühl das sie lange Jahre nicht empfunden hatte. Nie im Leben hätte sie erwartet in Gegenwart eines Hänflings wie Schlawutzke ein Gefühl wie Angst kennenzulernen. “UND WAS BEDEUTET DIE HANDGRANATE IN IHRER RECHTEN HAND?”
“Damit will ich diese verdammten Viecher zum reden bringen! Ich glaube nämlich die belügen mich…” Mit einem Satz sprang Schlawutzke vor das Aquarium und hielt drohend die Handgranate darüber. “Jetzt redet endlich ihr schwimmenden Schuppenflechten!” Und dann geschah etwas, dass selbst Gerlinde vorher nicht im Traum zu wagen geglaubt hätte. Eine unscheinbare Sprotte glitt in Richtung Wasseroberfläche. “Jetzt hör mal du primitiver Nichtschwimmer! Wie oft sollen wir dir es eigentlich noch sagen! Die Sardine da unten hat von deinem ständigen Geschwätz und Gefrage eine CO2 Vergiftung im unteren Schwimmblasenbereich. Und mir geht’s ehrlich gesagt auch ganz schön zum Kotzen. Dein Schäff lebt, ein Hai hats mir erzählt bevor ihn so ein kauziger Wellenreiter mit seinem Surfbrett überfahren hat. Anschließend fand ich mich in diesem abscheulichen Netz wieder und zwei widerborstige Landpaddler berieten über meine Zukunft, ob ich als Konserve oder doch lieber in einem Zoo wie diesen zu landen hätte. Sonst noch was? Können wir das Granatenspiel dann jetzt endlich beenden?!” Wenn es einer Sprotte je gegeben war jemanden vorwurfsvoll anzustarren, so gab diese Situation zweifellos den Anlass sich ernsthaft mit dieser Thematik auseinanderzusetzen. Schlawutzke ließ geschlagen die Granate sinken und sackte benommen in seinen Sessel. “WAS, WENN DIE SPROTTE RECHT HAT?”
“Na endlich glaubt mir mal einer”, blubberte es erleichtert aus dem Aquarium. “ICH BIN EIN MÄDCHEN!”
“OH, Verzeihung gnä…Ähm…Fräulein…hust…gluckgluck” WAR DAS JETZT EBEN SARKASMUS, überlegte sie und dachte an jemanden in ihrer Vergangenheit der sie an ihre Mutter erinnerte. Es war an einem Frühlingstag, sie und ihre Mutter waren gerade in einem traumhaften Park unterwegs als dieser Riesenköter urplötzlich auftauchte und diesen Riesenhaufen hinterließ, den sie in ihrer Neugier sofort erkunden wollte. Aber Mutter hatte nur gerufen: “Geh da weg, Gerlinde!” Nur war es da bereits zu spät, sie mit einer vollen Breitseite in den Hundehafen geflogen, den sie nun zur Verschönerung ihres Gesichts mit sich herumtrug, derweil sie mit der Kraft einer dreijährigen Nervensäge schrie wie am Spieß, als wolle sie klagenden Lautes die Botschaft an die Welt richten: “ICH BIN LIEBER HÄSSLICH ALS DAS ICH STINKE!” Doch Mutter hatte nur geantwortet: “Hast du ganz toll gemacht, Kind!” Noch am selben Abend hatte Gerlinde neue Eltern. “Alles in Ordnung, Schwester? Oder soll ich lieber die Schwester rufen!” Schlawutzkes subtiler Sinn für Humor geriet zunehmend mehr auf einsame Pfade. “ES GEHT MIR GUT! ABER ICH LASSE MICH NICHT VON EINEM FISCH BELEIDIGEN! WO IST DIE GRANATE!”
“Gerlinde, nehmen sie ihre Finger von mir…du lieber Himmel, wer sind sie denn?” In der Tür stand eine ausgemergelte, zerfetzte Gestalt, die dummerweise ausgerechnet in dem Augenblick den Raum betrat, als Gerlinde sich anschickte ihre schweren Hände um Schlawutzkes schmalen Hals zu legen, in dem Bemühen der Handgranate habhaft zu werden. “HUCH, ICH BIN WOHL IRGENDWIE GESTOLPERT!”
“Überlassen sie das Stolpern gefälligst leichteren Leuten! Und wer sind sie?”
“Sie haben nicht zufällig sprechende Fische im Aquarium?” murmelte der unheimliche Neuankömmling finster.

“Maulwurf, du alter Haudegen, wie schön, dass du wieder unter uns weilst”, freute sich Schäff. Skilatti lag mosernd am Bug des trefflichen Dreimasters, den Maulwurf in kürzester Zeit, Kraft seiner Zähne zusammengezimmert hatte. Und das er nebenbei noch die schwerbewaffneten Transuanerinnen nur mit seinem linken Fuß abgewehrt hatte, während er das Schiff zusammenzimmerte und dabei gleichzeitig die Nahrungsvorräte an Bord schaffte, ließ ihn in Schäffs Gunst fast zu einem Helden werden. “Was haben sie denn Skilatti, wir sind die Kannibalen los, haben ein Segelschiff, um das uns selbst Honkyschwonky beneiden würde, jede Menge Vorräte an Bord und eine Besatzung die uns alle Arbeit abnimmt.” Zufrieden sah er zu wie die gefangenen Insulanerinnen ihre Arbeit verrichteten, während er faul in der Sonne lag und neue Pläne schmiedete. “Sie haben anscheinend vergessen, dass ich schnell seekrank werde!” erwiderte Skilatti
“Dann übergeben sie sich gefälligst ins Meer! Möglich das einige Delphine die uns schon seit Tagen folgen davon komatisiert werden. So könnten wir unsere Nahrungsvorräte aufbessern.”
“Sie wollen doch nicht ernsthaft Delphine essen?”
“Na hören sie mal! Wenn sie sich ins Meer erbrechen, was meinen sie wohl wie viele von denen hinter uns das überleben? Und das wollen sie den Haien überlassen?”
“Haben wir nicht auch vegetarische Gerichte an Bord? Ich meine wir könnten vielleicht nach vitaminreichen Algen fischen und daraus Köfte Ekmek machen?”
“Großartige Idee! Und was machen wir aus unseren neuen Arbeitern? Es war schon schwer genug sie an anderes Fleisch außer das von Menschen zu gewöhnen. Sie jetzt auch noch zu Vegetariern zu machen könnte irreparable Schäden in ihnen nach sich ziehen!”
“Sie machen sich doch nicht ernsthaft Sorgen um deren Psyche?”
“Nein, aber um unsere! Oder wollen sie in Zukunft jeden Morgen aufwachen ohne zu wissen ob ihnen möglicherweise ein Bein oder ein Finger fehlt?” Skilatti entschloss sich sofort ins Meer zu brechen. Es gab scheinbar weit schlimmeres auf der Welt als Delphine zu verspeisen, die blöderweise nicht zu den Fischen gehörten und daher nicht verstanden, was die kichernden Fische um sie schon längst wussten.



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Edmonds letzte Hoffnung- Koproduktion mit A.S.


...und hier die Fortsetzung...

“Nie im Leben war das Elvis Jackson!”
“Natürlich nicht! Genaugenommen nennen sie ihn hier den Maulwurf, weil er andauernd Tunnel gräbt, die ihn und andere in seiner Nähe in ungewollte Schwierigkeiten bringen. Erst vor einem Monat soll er eine Metallwand so lange mit seinen Zähnen bearbeitet haben, bis diese gerostet ist.” In Schäffs gefangenen Schädel manifestierte sich ein Gedanke mit der Geschwindigkeit einer im Wachstumsprozess befindlichen Tannennadel. “Kann er rudern?”
“Warten sie. Hey Maulwurf, Schäff würde gern wissen wollen ob du auch rudern kannst?” brüllte Skilatti den Gang herunter an Schäffs Ohren vorbei. “Nennen sie mich nicht so! Mein Name ist Heinrich aus England, sie wissen schon, der mit den vielen Frauen und so!”
“Er sagt, er ist jetzt Heinrich der…”
“Ja, ich habs verstanden, er hat die Zelle neben mir”, erwiderte Schäff gereizt während der durch das Geschrei verursachte Kopfschmerz vergeblich nach einem Ausgang suchte. 3 Wochen ohne auch nur ein Wort gehört zu haben ließen die jetzige Situation einem Jahrmarktstreiben gleichen. Schäff entschloss sich zu seiner Art von Diplomatie. “Hören sie Heinrich, wenn sie uns hier rausrudern, zeige ich ihnen einen Ort wo jede Menge Frauen herumlaufen!” Synaptische Aktivitäten hüllten den Zellengang in gespannte Schweigsamkeit. “Sie wollen uns hier herausrudern? Und womit wenn ich fragen darf?”
“Na mit einem Boot, Skilatti, was dachten sie denn!”
“Behandeln sie mich bitte nicht wie ihren Schlawutzke, ich führe auch einen erfolgreichen Fußballverein”, entgegnete Skilatti beleidigt. “Tatsächlich?” Das Schweigen nahm die fühlbare Form einer bedrückenden Wahrnehmungswolke bestehend aus konzentrierter Realität an. Lediglich Schäffs Zellennachbar schien davon nicht betroffen zu sein. “Einverstanden!”
“Schon mal daran gedacht was passiert wenn wir kein Boot finden, oder nur ein Boot wo die Ruder fehlen, oder nur Ruder, wo das Boot fehlt, oder wo beides fehlt, sowohl Boot als auch Ruder?”
“Natürlich Skilatti, dafür haben wir doch jetzt Heinrich! Er wird einfach ein paar Bäume zerbeißen und daraus ein seetüchtiges Boot basteln!” erwiderte Schäff fröhlich. “Vielleicht sollte ich sie darauf hinweisen, dass Edmonds letzte Hoffnung bis auf einige subtropische Sträucher, nahezu vegetationlos ist.” Plötzlich meldete sich Heinrich wieder zu Wort. “Für Moses kein Problem. Können Wasser teilen wie teure Eiscreme mit gierigen Kind! Haie kein Problem! Haie wie Kinder!”
“Moses?”
“Oh, er mag es nicht sich auf nur eine Identität festlegen zu lassen, nur weil einige Leute behaupten seinen wahren Namen zu kennen”, erklärte Skilatti. “Zumindest hat er gute Zähne. Haben sie nicht einen Plan?”
“Nun ja, wir könnten hier bleiben, regelmäßige Mahlzeiten genießen und nie wieder arbeiten. Ich finde, wir hätten es weit schlimmer treffen können. Was war das für ein Geräusch?”
“Mein Gott sind sie hässlich!”
“Wie meinen?”
“Moses! Er hat sich gerade eben durch die Wand in meine Zelle gefressen. Jedenfalls ein Teil von ihm. Leider handelt es sich dabei vermutlich um sein Gesicht.”
“Bei leichtem Stein gräbt er auch manchmal mit den Füßen.”
“Erstaunlich wie sehr sich beides doch ähneln kann”, wunderte sich Schäff, der immer noch rätselte, welcher Teil von Moses ihm gerade diesen visuellen Streich spielte. Plötzlich bröckelte das Gestein und zum Vorschein kam eine nur mit Lendenschurz bekleidete Gestalt, die sich augenblicklich darum mühte, ihren Bart aus dem scharfkantigen Gestein zu entheddern und darüber hinaus so derartig hager war, dass ein Blick kaum genügte um sie wahrzunehmen. “Wie war das mit den Frauen?”

Oberzellenmeister Schrepke war in heller Aufregung. Ausgerechnet heute, einen Tag nach dem erneuten Ausbruchsversuch von Maulwurf kündigte sich hoher Besuch an. Kommissar Javerts Inspektionen störten nicht nur das von den Wächtern liebgewonnene Ritual des Kartenspiels, sondern waren zumeist auch von Dauer, da der akribische Kommissar dazu neigte, nächtelang in irgendeiner Zelle zu hocken um so die Art der Fluchtgedanken jener, die ihn vor längerer Zeit einen wertvollen Job in der Staatsverwaltung gekostet hatten, nachvollziehen zu können, und die es überdies gewagt hatten erfolgreich einem seiner Gefängnisse zu entkommen. Seitdem arbeitete er an der Patentierung seiner Idee des ausbruchssicheren Gefängnisses, die den Häftlingen jedweden Gedanken an Freiheit bereits im Ansatz vergällen sollte. Vor kurzem war dem scharfsinnigen Kommissar ein Hinweis zu Ohren gekommen, dass ein im Labor auf Edmonds letzter Hoffnung hergestelltes Serum den grenzüberschreitenden Nebeneffekt auslöste, dass Fische plötzlich sprechen konnten. Aber stutzig wurde er erst als er eine geheimnisvolle Botschaft erhielt, die ihn in Form eines liebevoll gestrickten Transparents aus einer Heringsdose mit der Aufschrift: “Hilfe!”, beim Frühstück in die Augen stach, und ihn veranlasste die Ermittlungen aufzunehmen. Auf seiner Schiffsreise begegnete er Käptn Hutab der ihm wirre Geschichten über sprechende Haie und umherhüpfende Honkyschwonkys erzählte. Aber immerhin war der alte Hutab auch schon 160 Jahre alt, was man ihm nicht ansah wenn man es vorzog lediglich sein Holzbein zu betrachten. Dennoch wusste Javert aus Erfahrung, dass selbst an den wirrsten Geschichten immer auch ein Scheibchen Wahrheit klebte. “Setzen sie sich lieber eine Kapuze auf Kommisario, wir in gefährliche Gewässer segeln”, waren die letzten Worte die Javert hörte, bevor seine Realität in die bizarre Welt einer Ohnmacht verfiel.
Javert erblickte aus dem Nebel kürzlich erwachter Augen schemenhaft drei zwielichtige Gestalten die sich über seine mögliche Zukunft unterhielten. Eine fremde vierte Stimme, die aus dem Wasser zu kommen schien hatte dabei ziemlich genaue Vorstellungen über den künftigen Aufenthaltsort seiner Beine. “Dann kann er euch wenigstens nicht mehr hinterherlaufen!” Ein bedrohliches Schmatzen das lediglich durch eine nicht sehr vertrauenswürdige Bootswand getrennt blieb, erinnerte Javert schmerzvoll an den Wert seiner morgendlichen Waldläufe. “Freie Passage, wenn ihr seine Beine bekommt? Was wollen 100 Haie mit zwei Beinen? Warum werdet ihr nicht einfach Vegetarier? Äh Moses, würdest du so nett sein noch einmal das Meer für uns zu teilen?”
“Wie hast du mich eben genannt, du krummnasiger Waldarrbeiterrr? Mein Name ist A…”
“Nicht schon wieder die Adolfnummer”, stöhnte jemand, dessen Stimme Javert, Skilatti zuordnete. “Zwei Beine sind besser als keine und ihr habt freie Fahrt”, zischte der Hai bedrohlich und im selben Moment spürte Javert zwei entschlossene Augenpaare auf sich ruhen. “Haben sie Erfahrungen in Amputationen?”
“Nun ja, ich habe mal eine Arztserie gesehen.”
“Ausgezeichnet Skilatti, dann ich bediene so lange das Segel.”
“Warum lassen wir das nicht Adolf machen?” Schäff schüttelte augenrollend den Kopf. “Wollen sie wirklich dafür verantwortlich sein wenn Adolf im Eifer des Gefechts plötzlich zu Siegmund Freud mutiert? Wer bitte würde dann für uns rudern?” Skilatti bedachte Schäff mit einem missbilligenden Blick. “Das so was wie sie mal Schäff eines Bundesligavereins war entbehrt wirklich jeder Grundlage gesunder Vergangenheitsbewältigung!”
“Lassen sie gefälligst meine Mutter aus dem Spiel!”
“Hören sie, ich heiße vielleicht wie ein berüchtigter Mafiosi, aber das gibt ihnen noch lange nicht das Recht von mir zu verlangen von einem Schiffbrüchigen, der sich zugegebenermaßen nichts sehnlicher wünscht als uns wieder in irgendeinen ausbruchssicheren Tower mit gutem Essen zu verfrachten, die Beine mit einer stumpfen Gabel abzusägen!”
“Sörrferrr auf seitwärts!” Aus der Ferne näherte sich ein wellenreitendes Dallidulliduuuurufendes Etwas und kam rasch näher. “Das ist Honkyschwonky, man sagt ihm nach er erlebt die Zeit rückwärts”, verabschiedete sich der Hai mit einem entschlossenen Flossenschlag. Keine Sekunde später, waren sowohl der Hai, Honkyschwonky, als auch Adolf- Moses- Heinrich- Maulwurf- ??? verschwunden. “Haben sie an Nahrungsvorräte gedacht?” Javerts Worte lösten eine Kettenreaktion panischer Zustände auf dem kleinen Boot aus die sich in zwei gierigen Augenpaaren wiederfanden und ihn hungrig musterten. “Es wäre einigermaßen taktvoll von ihnen, wenn sie erst nach meinem Ableben versuchen würden meinen linken Fuß abzusägen. Und außerdem hat von ihnen sicher niemand an Streichhölzer gedacht!” Schäff hielt erschrocken inne. “Keine Sorge, ich wollte nur ihre Beine rasieren. Ihre Beinhaare stören meine Versuche das Boot zu navigieren. Sie versperren einfach zu sehr die Sicht.”
“Sie müssen meinen Kollegen entschuldigen, Kommissario, er ist in vielerlei Hinsicht, ja wie soll ich sagen, erschreckend zweckmäßig.”
“Gehört dazu auch, mich bei lebendigen Leib aufzufressen?” erkundigte sich Javert misstrauisch. Mit leichter Brise segelte das Boot weiter seinem ungewissen Schicksal entgegen, gefüllt mit den leeren Mägen dreier hungriger Männer, denen überdies noch ihr wertvollster Ruderer abhanden gekommen war. Dieser verdammte Honkyschwonky…






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Edmonds letzte Hoffnung- Koproduktion mit A.S.

“Sie werrrden zu 107 Jahren Aufenthalt auf Grrrroßonkel Edmonds letzter Hoffnung verurrrrteilt! Das Urrrrteil bleibt bis zu seinerrrr endgültigen Vollstrrrreckung unantastbarrrr!”

Seit Tagen grollten die donnernden Worte des Richter in Schäffs Schädel. Und nun saß er hier, hinter einem vergitterten Fenster, auf einer einsamen Insel, umschwärmt von gezüchteten Haien die nur darauf warteten, dass einer der wenigen Insassen den wahnwitzigen Versuch einer Flucht unternehmen würde. An den düsteren Felswänden seiner neuen Behausung klebten noch einige Finger- und Fußnägelreste, und Zähne jener, die sich vor seiner Ankunft versuchen wollten lieber mit den Haien anzufreunden, als in ihrer Zelle zu bleiben. Zwei an den Wänden aufgetäfelte Leichen in seiner Zelle sprachen zudem dafür, dass die Wächter nur selten Zeit fanden den hygienischen Aspekt ihrer Arbeit auszufüllen. Wenigstens eignete sich die Kleidung der Verstorbenen als Toilettenpapier. Doch als Schäff eines Tages der vermeintliche Stoff ausging, entschied er sich zur Rebellion. “Hiiilffeeee!”
“Dasse hatte doche keine Ssinne”, drang plötzlich eine leise aber in ihrer Wirkung bestrebte, vorwurfsvoll klingende Stimme, mit schlechtem italienischen Akzent an sein Ohr. Schäff hob überrascht den Kopf. Seit Wochen hatte er zwar keinen menschlichen Laut, außer seinen eigenen den Körperöffnungen geschuldeten Geräuschen mehr vernommen, aber das ausgerechnet ein Vorbote der Familie seinen Zellenblock teilte grenzte am Gipfel der Geschmacklosigkeit. “Dere Zzimmersservizze isse immer schlechte hier”, setzte der vermeintliche Italiener fort. “Wie lange mussten sie eigentlich für diesen schlechten Akzent üben?” Kurze Stille. “Jaja, ist ja schon gut. Was ich eigentlich sagen wollte: Geschrei bewirkt hier lediglich, dass die Ratten aufmerksam werden. Die denken dann immer, es stirbt gerade jemand.” Ein unterdrückter Schrei. “Ratten???”
“Sie brauchen nicht flüstern, nur Geschrei lockt sie an.”
“äächhhhhhh…”
“Ist alles in Ordnung?”
“hhhhhhhch!!!”
“Ach das, ja, das kenn ich. Bei mir liegt auch eine Leiche. Immerhin lässt sich seine Kleidung als Toilettenpapier verwenden.”
“Sie sind also gar kein Italiener!”
“Bitte verraten sie es niemandem. Das könnte meinen Ruf ruinieren” Ein verächtlicher Grunzlaut erklang. “Wem sollte ich das hier schon verraten!” Stille. "Warrumee… Verzeihung, die Macht der Gewohnheit. Warum sind sie eigentlich hier?”
“Finanzamt, und sie?”
“Meine Güte, das ist hart. Mir wirft man lediglich einen Mord vor.”
“Sie Glücklicher!” Schritte näherten sich. “Oh, wie es aussieht bekommen wir heute sogar etwas zu essen”, frohlockte Schäffs Zellennachbar und klapperte mit dem Besteck gegen seine Zellentür. “Schnauze Skilatti, sonst kannst du gern wieder die Fliegenreste von der Wand fressen”, meldete sich die brummige Stimme des Wachhabenden aus dem Gang und schob Schäff einen Teller Suppe unter die Tür durch. “Da ist kein Löffel drin”, maulte Schäff. “Du hattest erst letzte Woche einen”, brummte die Wache und schlurfte weiter. Aus der Ferne hörte Schäff Skilattis aufgebrachte Stimme. “Hey, ich hatte Pasta ohne Fleisch bestellt! Wann begreift ihr hirnlosen Zellentürbewacher endlich, dass ich Vegetarier bin? Und dann noch dieser spanische Weißwein! Einfach geschmacklos! Ist das da etwa eine Erdbeere im Glas? Ihr wisst doch, dass ich eine Allergie gegen jede Art von Obst habe!” Der Wachhabende verdoppelte seine Anstrengungen das Ende des Zellenganges zu erreichen. Auf der Zwischenebene des verwaisten Mittelblocks warteten die zudem Kollegen mit den Karten. “Sie haben eine Obstallergie?” Skilatti druckste verlegen. “Es lag an meiner Mutter”, tönte es schließlich aus seinem Zellenblock. “Und sie sind tatsächlich Skilatti, DER Skilatti, Sergio?” Stille. “Nein, ich bin Alfonso…”
Die Wachen auf der Zwischenebene schreckten auf. “Was war das”, erkundigte sich der schwerhörige Eugen als ihm plötzlich ein Stein von der Decke auf seine wie eine Kartoffel geformte Nase regnete. “Sicher nur ein neues Experiment im Labor”, vermutete Schrepke, der noch vor kurzem Alterspräsident eines angesagten Eberswalder Hooliganfanclubs war und sich nun für ein seriöses Berufsleben entschieden hatte. Der dritte im Bunde war Schlunzke, der sich den Künstlernamen Heugabel von und zu Ludwig gegeben hatte, ein junger Heißsporn der hoffte durch die Stellung auf Edmonds letzter Hoffnung, irgendwann als zeitgenössischer Dichter menschlichen Elends ernst genommen zu werden. Sein Erfahrungsschatz stützte sich dabei auf ein tragisches Kindheitstrauma, als er beobachten musste, wie sich ein später auf seinem Teller befindlicher Hahn, kopflos an seiner Schuhsohle festkrallte. “Das ist das Ende! Wo ist der Schreibblock?”
“Meinst du den, wo drauf steht wie viel Geld du mir schuldest?”
“Warum regnet es plötzlich Steine auf meinem Kopf?” erkundigte sich Eugen. “Das ist die Apokalypse”, sang Heugabel und griff nach seiner Harfe. “Ab in den Bunker”, befahl Schrepke, während er sich umständlich einen alten Wehrmachtshelm über die Nase stülpte und dabei gegen Heugabels Harfe stieß. Das Instrument gab einen kreischenden Ton von sich. “Du hast meine Akkordfolge unterbrochen”, schwadronierte Heugabel aufgebracht. “Ich glaube es ist lauter geworden”, unterbrach der schwerhörige Eugen unfreiwillig den Anflug eines Streits. “Das Tooodesuhuuuufer naaahet!” Felsbrocken begannen sich von den Wänden zu lösen und drei Männer folgten gehorsam ihrem Selbsterhaltungstrieb in den Bunker.

“IRGENDWIE VERMISSE ICH LEYDI UND SCHÄFF, SCHÄFF SCHLAWUTZKE.”
“Es heißt NEUSCHÄFF Schlawutzke, NEUSCHÄFF, verstanden Schwester?!”
“SIE SIND EIN SO HERZLOSER MENSCH GEWORDEN.”
“Was soll’s! Hat der Verein etwa darunter gelitten? Wir wurden Dritter irgendeiner Bundesliga, und das unter MEINER Führung! Auf Edmonds letzter Hoffnung ist doch alles in Ordnung, oder?”
“NATÜRLICH NEUSCHÄFF SCHLAWUTZKE. ALLERDINGS BESCHWEREN SICH DIE HAIE ÜBER DIE ZWECKMÄSSIGKEIT IHRES AUFENTHALTS.”
“Tatsächlich, Schwester? Haben wir nicht irgendwelche überflüssigen Jugend- oder Scoutspieler für solche Zwecke zur Verfügung?”
“SCHÄFF -ALSO ALTSCHÄFF- WAR DER MEINUNG WIR KÖNNTEN SIE MÖGLICHERWEISE AN GESCHÄFTSTÜCHTIGE DRITTLIGISTEN VERKAUFEN.”
“Dieser alte Fuchs!”
“WIE MEINEN SIE DAS, NEUSCHÄFF SCHLAWUTZKE?” Schlawutzke schien über irgendetwas nachzudenken. “Haben wir noch anderes überflüssiges Personal?”
“HÖCHSTENS DEN PFÖRTNER DER DIE SCHRANKE BEDIENT.”
“Warum ist dieser Mann überflüssig?”
“SEINE ENKELTOCHTER HAT IHM ZU SEINEM 92 STEN GEBUIRTSTAG EIN NINTENDO DS GESCHENKT. SEITDEM VERSUCHT ER STÄNDIG MIT DER SCHRANKE DIE VORBEIFAHRENDEN AUTOS ZU ERSCHLAGEN.”
“Warum verdammt noch mal hindert ihn niemand daran? Wir haben doch einen gut ausgebildeten Wachschutz!”
“ER DROHT JEDEN ZU ERSCHIESSEN, DER ES WAGT SICH SEINEM BUNKER ZU NÄHERN.” Schlawutzke stöhnte auf. “Ich erwarte morgen den Bürgermeister zum Lunch, und es wäre mir lieb wenn er und seine Frau nicht aus der Laune eines Rentners, der das Leben plötzlich für ein Videospiel hält, in einem Stück dieses Gebäude betreten und auch wieder verlassen können, Schwester Gerlinde!”
“UM SICHER ZU GEHEN EMPFEHLE ICH DRINGEND DEN BÜRGERMEISTER UM 7:32 ZU EMPFANGEN UND UM 8:47 ZU ENTLASSEN.”
“Na hören sie mal, ich kann dem Bürgermeister doch nicht vorschreiben wann er zu erscheinen und wieder zu verschwinden hat! Und warum ausgerechnet diese unmöglichen Zeiten?”
“UM DIESE ZEIT GEHT DER ALTE SERGIO IMMER AUF DIE TOILETTE UND LIEST TEXTARME BIOGRAFIEN VON JUNGEN UNBEKLEIDETEN FRAUEN.”
Schlawutzkes plötzlich erscheinendes Grienen hätte jeden Dentisten freiwillig dazu gebracht die Branche zu wechseln. Dennoch hatte es auf Gerlinde eine beunruhigende Wirkung. Einem Mann dem es gelang auf so widerwärtige Art zu grinsen waren sicher noch weit schäbigere Dinge zuzutrauen als es der Zustand seiner Zähne vermuten ließ. “In unserem Schmierenblatt ist doch jetzt eine Kommentarfunktion, nicht wahr Schwester Gerlinde?”
“SIE HAT UNS FÜNFZEHN CREDITS GEKOSTET, NEUSCHÄFF SCHLAWUTZKE”, entgegnete Gerlinde mit dem Nachdruck einer Hausfrau die schon seit Jahren versucht ihrem Ehemann sein gelegentliches Bier ins Gewissen zu reden. Schlawutzkes Grinsen wich einer Grimasse die gar nicht erst den Versuch unternahm sich zu verstellen. “Geben sie eine Stellenanzeige auf, Schwester. Eine Stellenanzeige die darauf hinweist, dass wir junge, wenig bekleidete und belastbare Damen für Animationszwecke benötigen”, ordnete Schlawutzke an und erntete einen missbilligenden Blick. “DAS IST WIDERLICH!” Schlawutzke blickte erstaunt auf. “Das ist Politik Gerlinde. Niemand erwartet von ihr Moral.”
“GRUMMELGRUMMEL”
“Und fügen sie in der Anzeige hinzu, dass eine Nahkampfausbildung von Vorteil wäre.”
“GRUMMELGRUMMEL”
“Und sorgen sie dafür, dass die Haie um Edmonds letzter Hoffnung ihren Appetit nicht verlieren! Ich habe da so ein ungutes Gefühl.”
“UND NEBENBEI LEITE ICH SELBSTVERSTÄNDLICH NOCH DAS TRAINING UND SORGE DAFÜR, DASS DIE TOILETTEN GEREINIGT WERDEN”, kommentierte Gerlinde augenrollend ihre künftigen Aufgaben. “Gut, dass sie die Toiletten erwähnen. Die Gattin des Bürgermeisters legt großen Wert auf einen sauberen Sanitärbereich.” erwiderte Schlawutzke der in Ironie nur eine andere Form von Pflichterfüllung erkannte. Immerhin etwas, dass er von Schäff gelernt hatte…

In eigener Sache:
Ich bin sehr neidisch…Jaja, sehr neidisch…. Die Spagacken haben es, Bruder Alfonso Skilatti hat es…und ich…?…mir bleibt nur der Neid, der mich nach drei Flaschen Kaluha mit Schuss zu der Frage bringt: Wwiiee ham diedasschaffentun??? Dieses Zeitungslogo? Ausgerechnet jetzt wo ich eins habe, dass mit der sicherlich gut gemeinten Penetranz eines Elefantenbullen versucht eine Ente zu schwängern. Und ja, ich habe extra 15 Credits dafür geopfert, den Computer dreimal zu Brei geschlagen und wieder zusammengeklebt, formatiert, zementiert, korrigiert, meinen Kopfinhalt nebst Schädeldecke 27 mal gegen die Wände meiner Zimmerwand geknallt und letztlich sogar Luzifer höchst selbst heraufbeschworen, der nichts besseres zu tun hatte, als mit mir ein ordinäres Wettsaufen zu veranstalten, auf das ich mich mit diesem Artikel vollends zur Galionsfigur moderner Verblödung mache. Oder zumindest in den Bereich der Top- Ten komme. Sachdienliche Hinweise sind im Kommentarteil gern erlaubt, ich schicke auch das Bild mit und erspare mir die Einfachheit einer möglichen Antwort mit der Freude darüber, dass ich mir nicht länger darüber Gedanken machen muss, wenn das Logo endlich da ist wo es hingehört.

Nutzen sie die Kommentarfunktion, denn dies ist ein Hilferuf. Stumpfsinn jedweder Art im Kommentarteil wird nur deshalb geduldet, damit der geneigte Leser wenigstens einen weiteren Grund hat dieses Blatt auch weiterhin im Abo zu behalten.


Kleinanzeigenteil:

Anzeige 1:
So Alfonso, die Fortsetzung der Story gebührt nun ganz dir. Neueinsteiger gern willkommen.

Anzeige 2:
“ÄH, WIR SUCHEN FÜR SERGIO JUNGE SCHAUSPIELER FÜR EINE ART IMPROVISATIONSTHEATER. EINZIGE BEDINGUNG: WEIBLICH.”
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1:02-917

Schlagzeilen

-Schlawutzke neuer Schäff bei den Holzfällern

-Holzfäller erstmals in der Vereinsgeschichte 3. irgendeiner Bundesliga

-Holdersens Bullen vom Vorstand zum Simulationspartner Nummer 1 mit Auszeichnung gewählt


Guten Abend, meine Damen und Herren,
während eines Polizeieinsatzes im Kellerarchiv des Vereins Holzfälsssss…na sie wissen schon, machten die Beamten einen grausigen Fund. In dem als Trainingsraum getarnten Experimentierlabor entdeckte die Polizei zahlreiche Akten über den Verbleib altersgemäß entsorgter Spieler der vergangenen 10 Spielzeiten. So wurde unter anderem geklärt wie es dazu kam, das niemand der Fans oder Verantwortlichen jemals Fragen darüber stellte, warum der früher chronisch erfolglose Lars Leydecker nach der operativen Entfernung seiner Nase plötzlich zum gefeierten Star der Mannschaft wurde. Der inzwischen festgenommene ehemalige Schäff dazu:
“Lars ist beim Fallen früher mit seiner Nase minutenlang in der Erde stecken geblieben. Wir haben ihm die Entscheidung selbst überlassen.”
Gab es weitere Eingriffe dieser Art an Teilen der Mannschaft?
“Ähm…naja…gestern nach dem 0:5 Debakel gegen Vandango, also die haben auch mit unfairen Mitteln gespielt und so…hatten lauter leicht bekleidete Mädchen im Gästeblock…naja, was soll ich sagen, die steckten alle 30 Sekunden im Boden fest…”
Wollen sie damit sagen sie haben ihrer gesamten Mannschaft die Nasen wegoperiert?

Weiter Einzelheiten in den Spätnachrichten.

Holzfäller erstmals in der Vereinsgeschichte 3. irgendeiner Bundesliga

Am vorletzten Spieltag, nach einem mitreißenden 4:3 beim FC Marcello, begleitet von ungewöhnlichen Tenortönen beim Trällern der Holzfällerhymne zur Feier vom Dreier, steht man in Eberswalde dem letztem Spiel als solchem gelassen entgegen, derweil das Umfeld von bösartigen Gerüchteschleiern in Form gefühlter Realität vernebelt wird. Böse Zungen behaupten bisweilen, dass die plötzlich so lieblich singenden Holzfäller nur verkappte Greepeaceaktivisten wären, die lieber Fußball spielen lernen würden, als dass sie jemals einen Baum fällten. Ob die derzeitige Stimmungslage der Mannschaft etwas mit den Entdeckungen in den Gewölben der Vereinszentrale zu tun hat ist bis dahin noch unklar.

Holdersens Bullen vom Vorstand zum Simulationspartner Nummer 1 mit Auszeichnung gewählt

Den Sitting Bull Bullenkuhlen, unter Trainager Holderen, wurde kurz nach notariell beglaubigter Amtsbestätigung von Schäff Schlawutzke der erstmalig verliehen Titel: Simulant des Jahres verliehen. Dazu ein Entstehungsbericht, aufgezeichnet von einer versteckten Kamera eines berüchtigten Spaßsenders aus Mecklenburg Vorpommern.

Schlawutzke sitzt auf Schäff seinem Sessel. Doch sein Gesicht ist nicht glücklich, obwohl er jetzt Schäff ist. Immerhin fängt das auch mit “Sch” an. Aber dennoch suchen seine Hände verzweifelt in dem Gestrüpp aus Kopfhaar nach der ultimativen Antwort auf die Frage: Wie ist ein Schäff so drauf? Plötzlich erhellt sich sein Gesicht, prüfend hebt er den Kopf und dann…
“Was soll ich jetzt machen, Schäff?”
Sie haben mich auflaufen lassen
“Ich bin jetzt Schäff!”
Lausig
“Sie müssen auf mich hören!” Schlawutzke posiert drohend vor dem Spiegelschrank.
Armselig
“Pah!” Schlawutzke sackt zurück in seinen Sessel und vergreift sich an Schäffs vorletzten Schnapsreserven.
Hey, die waren nur für besondere Anlässe
“Genau!” Schlawutzke betrachtet zufrieden die leere Flasche.
Saufen wie ein Schäff können sie jedenfalls schon, soviel steht fest
“Hörn ssie auf mir ssu drohn, ssie sind gar nisch hier!”
Ein Kopf knallt auf denen Bürotisch. Eine Beule im Wachstum entfernt den Kopf wieder einige Zentimeter von der Tischplatte. Stunden geruhsamen Schlafes vergehen. “SCHÄFF, HOLDERSEN WILL SCHON WIEDER SIMULIEREN!” Schlawutzke stöhnt kurz. “Geben sie ihm einen Pokal…einen Poka…autsch…Pok…chrrrrrchrrrr”
“IN DIESEM VEREIN WIRD SICH WOHL NIE ETWAS ÄNDERN.”
Kopfschüttelnd verlässt Schwester Gerlinde das Büro.

Demnächst:
Arbeitsmarkt: Gesucht werden fähige Eunuchen für den Einsatz bei Geldübergaben, Sprengstoffattentaten und der Überwachung gelangweilter Ehefrauen. Die Tätigkeit wird in Minuten vergütet und ist nicht vererbbar.

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Traue nie einer Salami...denn sie hat meistens Recht

Und wieder treibt uns Literaturpapst Bruktorius der Waagerechte, ehemals langjähriger Kriegsberichterstatter aus der Schweiz, mit seinen wirren Artikeln um Pokale, die man nicht mal essen kann, in die Welt der blutenden Finger, auf das wir uns witzige Artikel aus eben jenen saugen mögen, die so witzig sind, das selbst Pater Noster aus der Brüllmirnichtsoinsgesicht- Kirche seinen vom Messdiener mit Urin gestreckten Kakao für eine Delikatesse hält. Der Messdiener konnte den Pater schon seit geraumer Zeit nicht besonders leiden, aber das ist eine andere Geschichte, die hier nicht her gehört, womit wir wieder auf den Zwist verbreitenden Bruktorius den Waagerechten zurückkommen.
Und mal ehrlich. Kaum flüstert Gottliteraturkaiserkönig und 1. Schwede von drüben, Bruktorius der Waagerechte etwas von Wettbewerb, geht das große Stänkern los! Hauptsache witzig. Witzig! Pfff! Dabei geht es hier um ernste Dinge. Zum Beispiel die Spielberechnung und vielleicht auch ein wenig um Pater Nosters Organresistenz. Bleibt die Frage, welche Rolle spielt Schäff Schlawutzke im letzten Artikel der Stiftung Wadentest? Wie dem auch sei. Der Holzwurm sieht sich in seiner Form als Unterhaltungsorgan -ohne Urinprobleme- in die Pflicht genommen ab sofort witzig zu sein. Nur woran erkennt man einen guten Witz?

1. Ein guter Witz überlebt nicht nur die Menschheit, sondern auch das Universum, so wie wir es heute noch nicht kennen
2. Ein guter Witz wird nur selten verstanden, und jenen die ihn doch verstehen ist eher nach Flucht als zum Lachen zumute
3. Ein guter Witz benötigt weder gesprochene noch geschriebene Worte…Mist!
4. …hahahaha…
5. Eine Pointe ist nicht verwandt mit einem aus der Landwirtschaft bekannten Vogel der unter sexuellen Identitätsschwankungen leidet
6. Über einen guten Witz lacht man oft erst Jahrzehnte später
7.


Berücksichtigt man diese sieben Witzfaktoren, ist es praktisch unmöglich, dass es irgendeinem FC-Schreiber bereits gelungen ist etwas Witziges zu schreiben, und das zum jetzigen Zeitpunkt auch als witzig verstanden werden kann. Was also verleitet unseren Peitschenschwingenden Trophäenverteiler Bruktorius dazu von uns solche Dinge zu verlangen, derweil Herr Skilatti nach seinen pompösen Topfnjuserfolgen plötzlich die Schreibblockade ereilt und Herr Honkyschwonky ein Geburtstagsturnier ausschreibt, ohne in Erwägung zu ziehen, sein Geburtsdatum so zu verändern, dass wir alle eine Chance bekommen seinen Safe plündern zu können. Und dann unsa frl. Reinlich! Die gute Seele hat es ganz sicher am meisten erwischt, wird sie doch von diesem arroganten Schnösel in Bezug auf die mögliche Preisvergabe schon zum zweiten Mal gemobbt. Wehe wenn Alice Schwarzer hinter diesem Nick steckt und Herrn Bruktorius dem Waagerechten demnächst den Zeitungskrieg erklärt… Dann wird FC zur Singlebörse verkommen, und unter der Rubrik Transfermarkt finden wir Dinge zu lesen wie: (B) ST: Unanständiger 580 er Einlocher, 29 Jahre, billig bis in die Kreisliga abzugeben.
Man kann in diesem Zusammenhang die Dunkelziffer der Frauen, die all das in abwartender Stille beobachten um nur auf den richtigen Augenblick zu warten, und zwar dem, wenn Alice aus dem Wiewawunderland zur Attacke worauf auch immer bläst, nur erahnen. Aber vielleicht bereitet Bruktorius d.W. auch eine Geschenkattacke in Form eines missratenen Pudels vor, in der Hoffnung, dass Alice irgendwie mit den Jacob Sisters verwandt ist.

Letztlich bleibt zu sagen, dass egal was einen dazu treibt aus einer Toilette zu trinken, dennoch nichts mit dem Gefühl vergleichbar ist, wenn einem eine Salami mit multilateralen Bindungsängsten erklären will, wie man sich morgens die Zähne zu putzen hat.

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radio day

Merkwürdig gekleidete Gestalten schlurfen mitten in der Nacht durch die Katakomben der Holzfällerzentrale, darum bemüht den Schein der Unauffälligkeit zu wahren, wie ein Schwarm ausgehungerter Tigerhaie die sich versehentlich an einem Strand verirren. „Autsch!“ Mehrere aus Blech hergestellte Gegenstände stellen unfreiwilligen Kontakt mit dem steinigen Boden her. „Verdammter Idiot“, entrüstet sich eine krächzende Stimme, worauf ein Schmerzschrei die Begegnung mit einem Türpfosten begleitet und unmittelbar darauf ächzend antwortet: „Ich glaube wir sind da.“ Unsichtbares Schweigen vermischt sich mit zunehmender Ratlosigkeit. „Schäff, sind sie noch da?“
„Halten sie die Klappe Schlawutzke, ich muss nachdenken!“ Plötzlich nähert sich ein aufgeregt flackernder Lichtstrahl aus der oberen Etage. „Verdammt!“ Hastige Schritte vollführen kurzzeitig blindwütige Tänze gegen Mauern und Türen. „Verdammt, Schlawutzke, wo ist die Tür von der sie eben erzählt haben?“
„Ähm hier, Schäff!“ Das wilde Fuchteln seiner Arme erbringt zumindest den Erfolg der Lokalisierung der Windverhältnisse. „Arrrrrghh!“
„Verzeihung Schäff!“
„Würden sie so gütig sein und ihren Daumen aus meinem rechten Nasenloch entfernen?“
„Woher wissen sie, dass es mein Daumen ist?“
„Weil ihr rechter Zeh gerade in meinem linken Ohr steckt!“
„Aber das ist nicht mein Zeh?“ Unheilvolle Stille begleitet die wie Stunden vergehenden Sekunden. „Was auch immer es ist, Schlawutzke, entfernen sie es!“
„Dazu könnten wir…“
„Nein Schlawutzke, ich habe es ihnen gesagt!“
„Aber wir könnten sie wirklich…“
„Schlawutzke!“
„Bitte, wie sie wollen, ich mache die Taschenlampe nicht an!“ Plötzlich drängt sich ein Lichtstrahl unter die Türschwelle. Eilige Schritte entfernen sich aus dem Diesseits entfernt wahrgenommener akustischer Intervalle und geraten erst ins Stocken, als sie dem bedrohlichen Licht abermals zeitweise erfolgreich entkommen sind. „Das war knapp“, stöhnt eine Stimme, die gewohnt ist längere Strecken normalerweise auf Rädern zu verbringen. „Es war übrigens wirklich nicht mein Zeh“, korrigiert Schlawutzke das vermeintliche Erfolgserlebnis und wirft Schäff einen sich rechtfertigenden Blick zu, dem der Erfolg ihn auch zu erreichen etwa so gewiss ist, wie einem Amokfahrer der Aufenthalt an der nächsten Tankstelle. „Sind wir hier sicher“, erkundigt sich eine Stimme die in Verzweiflung eine nicht zu behandelnde Krankheit vermutet. „Vor wem flüchten wir eigentlich?“ Lichtlose Stille ruht sich selbstzufrieden in der Dunkelheit aus. „Wer sagt denn, dass wir vor irgendjemandem flüchten?“
„Irgendjemand macht sich zumindest gerade am Sicherungskasten zu schaffen.“
„Woher wissen sie das?“
„Ich kann die Farbe ihres Mantels erkennen!“
Stille.
„Sagen sie Schlawutzke, haben sie hier irgendwo ein Radio versteckt?“ Eilig kramt Schlawutzke ein altes Kofferradio aus seinem Labortisch, dessen Umgebung durch mehrere Stahltüren gesichert ist, und hält es Schäff demütig unters Kinn. Schäffs zittriges Haupt mustert misstrauisch die Umgebung ehe es sich dem Tonträger widmet. Das Ersuchen seiner Finger Kontakt zur kognitiven Umgebung seines Gehirns herzustellen um einen Sender einzufangen, endet in dem verzweifelten Versuch, das Radio mittels einer wütenden Wurfbewegung gegen eine Stahltür zum Laufen zu bringen. „Sie haben nicht zufällig auch ein Radio hier unten das funktioniert, ohne dass man vorher bergeweise Bedienungsanleitungen lesen muss?“ entlädt sich ein belehrender Vorwurf an Schlawutzke. „Hier sind übrigens die Batterien für das Gerät, Schäff.“ Zwei aus unterschiedlichen Gründen entsetzte Augenpaare fokussieren das gerade zu Bruch gegangene Empfangsgerät. „Was ist mit einem Radiowecker? Leute wie sie schlafen doch ständig im Dienst!“
„Biddäää?“
„Haben sie oder haben sie nicht?!“
„Nur das was sie gerade gegen die Tür zu werfen gedachten, Schäff.“
„Es ist mir aus der Hand gefallen, das haben sie doch wohl auch so gesehen Schlawutzke?!“
„Natürlich, Schäff, ich habe mich nur ein wenig unvor… unbeholfen ausgedrückt.“
„So etwas passiert ihnen in letzter Zeit recht häufig, Schlawutzke“ bemerkt Schäff mit dem Humor eines Zuchthahns kurz vor seiner Schlachtung. „Ihnen unterlaufen wohl nie Fehler“, murmelt Schlawutzke vor sich her während Schäff umständlich versucht die Batterien in die übriggebliebenen Einzelteile des Radios einzubauen. „Verdammt Schlawutzke, reden sie nicht, sondern helfen sie mir lieber!“ Kopfschüttelnd nähert sich Schlawutzke seinem Arbeitgeber. „Das ist doch sinnlos, Schäff.“
„Drücken sie mal hier gegen…nicht so fest, mit Gefühl…und jetzt halten sie mit der anderen Hand den Stellknopf gegen die Feder und passen sie auf, dass sie nicht aus ihrer Verankerung springt…“ Plonk! „Verdammt Schlawutzke!“
„Das hat doch keinen Sinn Schäff.“ Plötzlich regt sich tatsächlich etwas. „Seien sie still Schlawutzke, das sind die Nachrichten weswegen wir hier sind!“ Unter der Rubrik der Gähner des Tages erreichte uns aus Eberswalde folgende Nachricht. Mit überwältigender Mehrheit wurde heute bei den Holzfällern Schlawutzke zum neuen Vereinsschäff gewählt. Die in seiner Abwesenheit durchgeführte Wahl bedeutet zugleich die Arbeitslosigkeit für den bisherigen Amtsinhaber, von dem seit heute Mittag jede Spur fehlt. Auch vom neuen Vereinsboss gab es bis dato keine Stellungnahme. Er wird ebenfalls vermisst…
„Schäff?“
„Schlawutzke!“
„Schääfff??“
„Schlllaaawwutzzzzkeee!!“

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Prompösium, Prompösium

Äh…guten Abend. Wir melden uns hier mit folgender Botschaft. Wir haben niemanden entführt oder so, aber nur deswegen weil wir glauben, dass uns das Geld fehlt um eine Entführung erfolgreich finanzieren zu können. Das Geld müsste man sich zunächst durch kleinere Überfälle, die immer auch die Gefahr bergen, dass man dabei erwischt wird, heranholen. Nicht zu vergessen, die schiesswütigen Querulanten, die einem unvorteilhaft im Wege stehen, während man selbst an einem eher unblutigen Geschäftsabschluss interessiert ist. Das ist dann also auch nichts. Also wie schnell an Geld kommen?

Vermisstenanzeigen: Vermisst wird derzeit eine Gruppe zutiefst neurotisch geprägter Menschen, die ihre Weltherrschaftspläne nur deswegen nicht umsetzen kann, weil es ihnen permanent am nötigen Kleingeld mangelt.

Neues aus dem Diagnostikzentrum paranormalem Verhaltens im Verwicklungszustand mit sekundären Essstörungen.

Einer nicht näher autorisierten Studie zufolge werden 37,67 % aller Männer erst dann schwul, wenn sie ihre erste Hochzeitsnacht erleben oder Zeuge der daraus resultierenden Geburt ihres Samens werden. 55,78 % der Männer gaben an bei der Geburt ihres ersten Kindes arbeitsmäßig verhindert gewesen zu sein, während 2,36 % der Befragten behaupteten, sie wären zu jener Zeit in Stasihaft gewesen. Den restlichen 4,19 % konnten wir bis heute nicht habhaft werden. Entsprechende Haftbefehle sind bereits beantragt.

Der Holzwurm, offizielles Pendant des Vereins, stellt hiermit das neue Vereinswappen des eben nicht genannten Vereins vor. Harsche Kritik darüber wurde bereits aus dem Lager der popeligen Verwandtschaft des 1. FC RM Berlin laut. Doch wir entgegnen voller Stolz:
DAS IST UNSER WAPPEN!
Gerlinde?
„JA!“
Alles klar…
„ES IST ZEIT DIE REDE AN DAS VOLK ZU RICHTEN.“
„Weswegen?“
„WEGEN DER MENGE.“
„Menge? Ich zähle drei Leute, Schatz!“
„UND SIE SIND UNGEDULDIG.“
„Vielleicht kommen noch mehr?“
„DER BÜRGERMEISTER UND DER PRESSECHEF SCHAUEN BEREITS AUF DIE UHR!“
„Aber eine Rede vor drei Leuten?“
„MACH SCHON, ODER SOLL ICH MUTTI ANRUFEN?“

„Sehr verehrte Teilzeitmitarbeiter und Förderer des Vereins GibmirdieFlinteeheichsiefinde. Es erfüllt uns mit besonderem Stolz, sie so zahlreich hier auflaufen zu sehen, wo sie doch sicher weit besseres zu tun hätten als einer Wappensentkleidung teilhaftig zu werden.“
„Schäff, in ihrer Rede stehen aber ganz andere Sachen!“
„Darüber hinaus möchte sich unser ruhmreicher Verein mit ganzer Kraft für die Fortsetzung des geistigen Dialoges zwischen unseren Völkern einsetzen, sei es auch um multilateralen Interessen vorzubeugen.“
„Schäff, sie verlesen gerade die politische Schmähschrift eines verfolgten Kabarettisten!“
„Schlawutzke, was zum Teufel machen sie denn hier?“
„Ich versuche sie an weiteren Dummheiten zu hindern, Schäff!“ Schäff starrt ungläubig aus dem Fenster. „Ist das dort etwa der Bürgermeister mit seiner verhaltensgestörten Frau?“
„Schäff, es wäre besser…“
„Und dieser lackaffige Pseudoberichterstatter daneben! Sieht doch jeder Idiot, dass der was mit der Frau vom Alten hat!“
„Schäff, ich glaube…“

Verwirrung

„Da läuft doch nichts mit dir und diesem Schmierenkomödianten?“
„Natürlich nicht, Schatz! Der verdient nicht mal die Hälfte von dem was du nach Hause bringst!“
„Woher weißt du denn das?“
„Das stand in deinen Büchern!“
„Aha.“
„Agathe?“
„Pssssst!“
„Wie kannst du mir nur so in den Rücken fallen!“
„Hast du was gesagt Schatz?“
„Nein Schatz, ich hatte nur dieses Hüstchen?“
„Ist denn dein Hüstchen immer noch nicht besser geworden?“ Sorgenvoll umklammert der Bürgermeister seine Frau, die in bemühten Handzeichen versucht, dem beleidigten Redakteur mitzuteilen, dass weitere verbale Auseinandersetzungen dieser Art unerwünscht sind. Doch was macht der? „Du liebst mich nicht mehr“, schreit er mit der Weltgewandtheit eines pensionierten Hausmeisters nach seiner siebzehnten Ehe laut heraus. Schlawutzke schließt resigniert das Redeportal. Wieder keine Holzfällerschlagzeile, die es taugt gelesen zu werden. Stattdessen nur Wadenbeißen im Fleisch der Zitadelle der Macht.
Was es sonst noch gab?


Topfnjus- Holzwurmempfehlung!
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Zahlen, bitte!

Zwei Tage sind seit dem letzten Artikel vergangen. Wohlgemerkt, zwei Holzfällertage. Aber was will uns das schon sagen, wenn rechnen zu einem Sekundarprodukt verkommen ist, welches lediglich noch in Beziehungsgesprächen stattfindet und so völlig ohne Zahlen auskommt. Wer sich das doch in Zahlen vorstellen möchte partizipiere bitte folgende Gleichung: 1+1= 24%
Ich höre schon die Gnome flüstern: Was schreibt der denn da für eine Schei.., sofort ein Stern geben!
Dabei heißt es: Einen Stern geben, liebe Freunde, nur einen! Mehr als 3 Sterne dürfen in diesem Spiel eh nur Creditspieler geben, weil jeder Stern, jenseits des dritten Sterns, 2 Credits kostet. Das macht dann zusammen 5. Und diese Note bekommen ohnehin nur die schlechten und faulen Schüler. Das ist wie mit den faulen Eiern, die verträgt man auch nur bis zu einem gewissen Grad, ehe sich Dinge abspielen, denen man leidlich mehr Intimsphäre wünscht. Womit wir wieder bei den Frauen wären, die ihre missgebügelten Leibchen nur allzu gern den durch Männer heraufbeschworenen Stimmungsschwankungen ankreiden. Ärger dieser Art, den man am leichtesten im Bereich der rationalen Zahlen errechnen kann ergäbe dann folgende Gleichung. A-B=K
An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass man zumindest in der Lage sein sollte, das Alphabet in der richtigen Reihenfolge rückwärts aufzusagen. Ich höre schon wieder die Intellektuellen: Und in welcher Sprache, höhö?
Womit wir auch schon wieder bei den Frauen wären. Mutti war da, hat laut geschimpft, Schäff enterbt und einen Stapel Zeitungen auf seinem Schreibtisch liegen lassen. Klolektüre und Reiseberichte von Kamelelefanten. Nach eingehendem Studium der Allerweltlektüre, verlassen 11 aneinandergereihte Buchstaben zunächst seinen Mund, dann durch das Schlüsselloch den langen Gang hinunter Richtung Fahrstuhl, den Fahrstuhl beim Aussteigen, die Treppe in den Keller, und verharren vor einer Extremingbleitür, die zufällig gerade geöffnet wird von einem Mann der sie geradewegs ins Ohr serviert bekommt. W_E_C_U_S_A_Z_H_T_L_K
Was sich hier geflüstert wie die dunkle Sprache von Mordor liest, ist lediglich dem Durcheinander zu verdanken, dass die Buchstaben während ihrer Fahrstuhlfahrt in den Keller durch ihre neuerworbene Platzangst erleiden mussten, weshalb sie die eigentliche Botschaft Schäffs, die anderswo noch verstümmelter ankam, nicht mehr wortgetreu wiederzugeben in der Lage waren. Der Mann blickt verständnislos auf seine Eieruhr, die er heute schon drei Mal gewendet hat, was ein untrüglicher Hinweis dafür ist, dass er eigentlich bereits in der Kneipe sein Feierabendbier trinkt. Aber nöö, da gibt’s ja diesen Zwangscholeriker in der 4. Etage, der einem auch das versaut. Na hoffentlich geht der Fahrstuhl nicht, dann habe ich wenigstens genug Zeit mich in Rage zu reden, falls dieses Arschloch von Schäff mir wieder Überstunden aufbrummen will, denkt sich der Mann, von dem mittlerweile klar ist, dass er die empfangenen Buchstaben in kürzester Zeit in die richtige Reihenfolge gebracht hat um zu wissen, dass sie ihr Ziel nicht verfehlt haben. Natürlich funktioniert der Fahrstuhl, allerdings nur bis zur Zweieinhalb, dann macht es „schrmpfff“, Lichter flackern und weichen schließlich in freudiger Ankunft auf das allzeit beliebte Wort, welches einfach kommen muss wenn alles schiefgeht was ohnehin nie geplant war: „SCHEISSE!“
In der vierten Etage geht nach 2 Stunden ebenfalls das Licht aus, Schäff ist sicher, dass sein Untergebener ihn sehr wohl gehört und daher absichtlich sabotiert hat und vermerkt das mit einem Vermerk in seinem Vermerkheft bevor er sein Büro verlässt. Verärgert hämmert er auf dem Fahrstuhlknopf herum, bis er sich zu dem kraft- und pfundraubenden Treppenpfad begibt, den ab einer gewissen Zeit niemand gern allein betritt. Zu viele düstere Geschichten ranken sich darum. Leute sollen hier verschwunden sein ohne Blut hinterlassen zu haben oder zumindest einen Ausweis, Autoreifen versperrten einem plötzlich den Weg, talentlose Musiker spielten Gitarre. Auf der Hälfte seines Weges hört Schäff plötzlich ein zahnloses Wimmern, das ihn an seine Ex- Frau erinnert, und wie der Wind saust er die Treppen hinab, dem unsagbar Bösen gerade noch so entkommen, direkt in die Arme von Schwester Gerlinde. Er staunt nicht schlecht, als er das verteufelte Weib plötzlich vor sich sieht, die ihm demütig die Tür öffnet. „haLLO scHäff, icH HOfFE sie HATTEN eiNeN ErFOLgrEiCHeN taG?“ Gönnerisch betrachtet er seine Angestellte, die noch nichts von ihrer bevorstehenden Vermählung mit ihm zu ahnen scheint, beinahe etwas zu gönnerisch, ja geradezu lüstern –Momentmal, tropft dem alten Sack etwa der Zahn? „Gerlinde“, staunt er. „Ihr HATTEN, war fast schon wie in den alten Zeiten“, freut er sich. „Aber das „sie“..?“ Er schüttelt unzufrieden mit dem Kopf, in Gedanken die Enterbung seiner Mutter, die er nur durch eine Heirat mit Gerlinde wieder rückgängig machen kann. „Na, die Dinge gehen ja voran mit ihnen! Ham se Durst?“ Gerlinde nimmt die Einladung verlegen an und ahnt nicht, dass Schäff nur deshalb hinter ihr her läuft um ihren Hintern besser beobachten zu können. Denn dort ragen eine Rolle Klopapier und ein Kamelelefant hervor, die Gerlinde unvorsichtigerweise in ihrem Gürtel trägt. „Wo ist eigentlich Schlawutzke“, fragt er wie jemand der die Antwort nur deshalb abwartet um nicht als unhöflich abgestempelt zu werden.

Schlawutzke hat derweil andere Sorgen als Zeitungen zu lesen. Er sitzt in einem Fahrstuhl der unfähig ist Wünsche zu erfüllen, weil er dafür einfach nicht konstruiert wurde. Wenigstens funktioniert die Fahrstuhlmusik. Nur wirkt das im Dauermodus abgespielte Album: „the deliverance of the fall“, von Dekadent irgendwie weit weniger beruhigend, als es die Situation für einen klaustrophobisch veranlagten Menschen erfordert. „Lass uns Bäume zählen….“, flüstert ihm eine seltsam vertraute Stimme schließlich unheilvoll in den Schlaf…
„hüüüüüü“, heult Schlawutzke und beginnt imaginäre Bäume zu zählen denen der Fahrstuhl im eigentlichen Sinne niemals Einlass gewähren würde. Und sei es aus Transportgründen.

Demnächst:
- Reime: Warum sich im deutschen Zar auf war reimt (oder Zaren auf Waren)
- Toiletten: Warum Sex in öffentlichen Toiletten zahllose Phantasien anregt, Sex mit Klofrauen aber nicht
- Wadenbeißer: Warum plötzlich ganz viele Leute den BrukTerminator lesen müssen, sollen, dürfen…uuuuuuuuurrrrrrrrrrrrrgh

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Zahlen, Zoten und Zitate

Endlose Fußballcupwochen ohne Gerlinde sind bereits ins Land gezogen. Die Moral der Truppe ist am Boden, Leydilars steuert seiner letzten Saison mit der Ernennung zum Kapitän entgegen, SCHULTZ darf endlich in die Startelf, Schlawutzke und Schäff gehen sich konsequent aus dem Weg, bis plötzlich dieser verhängnisvolle Anruf kommt…

Außerhalb von Eberswalde tobt der Zeitungskrieg, angezettelt vom ehrgeizigen TraiNager Brukteriaforever, der in einer seiner nächsten Ausgaben den besten Schreiber ermitteln wird, obgleich Honkyschwonky, nach eigenen Bekunden, seinen „allabeschissensten Artikel“ noch gar nicht geschrieben hat. Wenn das mal nicht nach einem strengen Kompott riecht!

Würdevoll besoffen gehen derweil die Turniertage um die goldene Salami zu Ende. Mehr davon erfahren sie im Müncheberger Kicker.
Still ist es geworden um weitere Hochburgen der Schreibergilde, wenn man mal von den beiden Alten absieht die in Pankow das Wachhaus hüten. Aber sowohl Bullenkuhlen, nach der letzten Silvestersondersendung sicher noch an der Nachbereitung arbeitend, als auch Weede, einstige Hochburgen der Schreibkunst, verharren seit FußballcupMOONAAATEEEN in Stille.
Und diese unheimliche Stille resultiert nicht zuletzt aus der Erkenntnis der Schweigsamkeit geschriebener Worte. Aber wir schweifen ab. Ging es heute schon um Fußball?
Mit Spannung verfolgt die Redaktion derzeit die Diskussion zur Lage der Nation, die sich einzig um die Frage zu drehen scheint: Wird Jochen Schreckbauer weiterhin als Torwart bei den Alten Herren des Vereins United Wittstock unter Vertrag bleiben? Natürlich würde so etwas nicht wirklich jemanden interessieren, wenn der alte Jochen nicht zufällig die Schiedsrichterpfeife der Zukunft erfunden hätte. Sie brauchen gar nicht versuchen das zu googeln, diese Erfindung ist so geheim, wie etwa das bereits vor vierundzwanzig Jahren erfundene Auto, das nicht nur niemals nicht kaputt geht, sondern die natürlichen Ressourcen seiner Umwelt für seine Fortbewegung während der Fahrt nutzt. Jochen Schreckbauers Erfindung war den Funktionären jedoch so derartig revolutionär, dass die Einführung der neuen Schreckbauerpfeife nicht vor dem Jahr 2035 erwartet wird. Dabei ist ihre Funktionalität, über die wir erst in 24 Jahren berichten dürfen, durchaus zeitgemäß. Jochen befindet sich derzeit in Untersuchungshaft, während ein Expertenteam aus Neuropsychopharmadoktoren, die Zweckmäßigkeit von Jochens Genialität, in Zusammenhang mit Megalomanie untersucht. Es ist davon auszugehen, dass die Herren schnell erfolgreich sein werden, und dann liegt es an Jochen ob er sein Team weiterhin unterstützen will, oder ob er sich weigert diese eine kleine Unterschrift zu leisten.

Schäff hat vor nichts Angst. Vor gar nichts. Denn er weiß, er hat nichts zu befürchten. Und wenn sich ihm doch eine Gefahr stellt, steht er da wie Harmonika am Bahnhof, wo diese drei Deppen schon auf ihn warten, und zieht seinen Revolver. Am liebsten mag er die Szene in der er zu Fränk sagen darf: „Spiel mir das Lied vom Tod“, nachdem er ihn erschossen hat. Doch auch Achill hatte eine Ferse. Und Schäff hat gleich zwei davon. Was für ein merkwürdiger Kerl das wohl war, denkt er sich, und versucht umständlich auf seinem rechten Knie zu hüpfen, an dem er eine seiner missratenen Fersen vermutet.
„Schäff?“ Es ist Schlawutzke, dem er seit Gerlindes Trennung aus dem Weg geht, diesem schmierigen Vereinsmaskottchen, das nur in seinen Sessel will. „Was wollen sie“, fragt er, während er sich erfolglos an den Blättern eines Gummibaums festhält und bei diesem Versuch auf einer gerade vorbeispazierenden Schildkröte landet. „Ein Anruf, Schäff! Ich werd dann mal wieder!“ Schwups, ist das Aas verschwunden, und Schäff lässt sich von der Schildkröte bis zum Telefon tragen. „Vereinspräsident Schäff, sie wünschen“, fragt er gelangweilt und kalibriert die Gegengewichte der Schrankuhr neu, zu der ihn die Schildkröte geistesgegenwärtig hingetragen hat. „HIER IST DEINE MUTTER!“ Schäff steht kerzengerade vor seinem Wandspiegel und starrt in das entsetzte Gesicht eines bösen Jungen, den man gerade beim googeln von Pornoseiten erwischt hat. „Mutti“ flötet er unschuldig, obwohl er weiß, dass die Dinge schlecht stehen wenn Mutti anruft. „ICH WERDE DICH BESUCHEN!“ –klack-
Kein wann, kein warum, kein wie, kein Wunder… Sind das nicht Schritte im Flur? Geht da nicht eben die Türklinke? Hört diesmal Schäff die ihm so vertrauten Worte: „Spiel mir das Lied von Mutti!“ Schon steht sie im Raum und enttarnt auf mütterliche Weise seine noch eben vorhandenen Fluchtgedanken.
„DU BRAUCHST DICH NICHT ZU VERSTECKEN, SOHN!“ Untertänig kriecht der Gerufene aus der Wanduhr hervor, bemüht die Art seiner Entschuldigung nicht als Floskel zu verpacken. „Mutti, ich dachte…“
„SOHN, WENN DU JE GETAN HÄTTEST WORAN DU GEDACHT HAST, WÄRST DU HEUTE NICHT PRÄSIDENT EINES BUNDESLIGAVEREINS, SONDERN FLASCHENABFÜLLER IN EINER LIMONADENFABRIK!“
„Dann hätte ich mir wenigstens nicht das saufen angewöhnt“, versprüht Schäff den Hauch von Widerstand. „WIRST DU WOHL STILL SEIN, WENN MUTTI MIT DIR REDET?!“
„ Ja Mutti.“
„ICH HABE DIR JEMANDEN MITGEBRACHT DEM DU UNENDLICHES LEID ANGETAN HAST, MEIN SOHN! GERLINDE, TRITT VOR!“ Schwester Gelinde, zart und zerbrechlich wie eine Rose in eisgrauer Winternacht, schlurft hinter Muttis Rücken in Schäffs Sichtfeld. Sie ist noch abgemagerter als er sie zurückgelassen hat. „DU WIRST SIE AUFNEHMEN UND FÜTTERN, SOHN! UND DANN WIRD DEINES VATERS ERBE NICHT UMSONST GEWESEN SEIN!“
„Du hast doch Papa in die Wüste geschickt“, moniert Sohn in dem Irrglauben eines Muttigerechten Arguments. In diesem Moment stürmt Schlawutzke euphorisiert in den Raum. „Schäff, seit bekannt ist, dass Gerlinde wieder kommt, trainiert die Truppe wie verrückt, gewinnt jedes Spiel, also bis zur zweiten Liga, und kann kaum das erste Training erwarten!“ Schäff fühlt sich hintergangen. Alle außer ihm haben es anscheinend schon gewusst. Mutti hält ein. „IN EINER WOCHE HAT MEINE KÜNFTIGE SCHWIEGERTOCHTER MINDESTENS 30 KILO ZUGENOMMEN! UND DANN WIRD SIE SICH AUCH WIEDER SO ANHÖREN, WIE MAN ES VON IHR GEWOHNT IST, UND NICHT WIE JETZT!“ Zärtlich wendet sie sich Gerlinde zu. „SAG MAL PIEP, SCHATZ.“
„piep…“ Vorwurfsvoll blickt Mutti in des Sohnes Richtung. „SIEHST DU, WAS DU IHR ANGETAN HAST? MEIN SOHN! ICH SCHÄME MICH FÜR DICH!“
„Schwiegertochter?“
„DENK AN DEINEN VATER! DU HAST 48 STUNDEN!“ Mutti geht. Schäff überlegt und schickt Gerlinde, ohne sie dabei anzusehen für zwei Tage zum Dauerfressen in die Kantine. Dann sieht er Schlawutzke, den für ihn eigentlichen Verursacher allen Übels, finster an. „Ich konnte nichts dafür“, versucht dieser sich zu rechtfertigen, während die Schildkröte mit Schäff auf ihrem Rücken ungnädig in seine Richtung rast. „Sie werden meiner zukünftigen Frau in den nächsten 48 Stunden beim Essen Gesellschaft leisten, verstanden!“ Schäff hat gesprochen. Er fühlt sich ein wenig wie Cheyenne kurz bevor er abnippelt, ohne an Claudia Cardinale rangekommen zu sein. Nur ist Gerlinde eben nicht Claudia, Vater in der Wüste und Mutti in zwei Tagen wieder da. Und die vergehen gewöhnlich schneller als ein Liveticker in Fussiländ.

Demnächst:

- Rotznasen im Stadion! Warum immer mehr Kinder ihre Väter ins Stadion mitnehmen.
- Winkeladvokaten! Warum Dreiecksberechnungen an der 90 Grad Hürde scheitern.
- Allgemeines! Warum Disteln während ihres Wachstums einfach nicht auf ihre Umgebung achten.



Ist irgendwem eigentlich schon mal aufegefallen, dass im Demnächst- Teil demnächst nie das kommt was demnächst angekündigt wird?
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Fear and loathing in Eberswalde

5 Uhr nachmittags, eine Stunde vor Spielanpfiff, und Gerlinde geht ihren Weg. Sie hat seit ihrem Aufenthalt in Spagackenkaag gute 120 Kilo abgenommen, und lebt nun mit dem Fluch der Schönheit, dass keiner sie im Verein mehr ernst nimmt, erst recht nicht die Spieler, die seit dem jedes Spiel so gut versaubeuteln wie sie nur können.
18:08 Uhr
Es wird an ihrem Trainerstuhl gerüttelt, was bei näherer Betrachtung etwas seltsam anmutet, wenn man zwei erwachsenen Männern dabei zusieht, wie sie versuchen, vier einbetonierte Trainerstuhlbeine zu zerbeißen. Nebenher versuchen Leydecker und Co einen Blick in Gerlindes Duschkabine zu erhaschen, und versäumen dabei das zweite Gegentor zu beobachten.
18:12
Die Ereignisse überschlagen sich, als ein uniformierter Würdenträger Einsicht in das beinahe leere Stadion nimmt.
„Öhem!“, räuspert sich das Gesetz streng, während Schlawutzke gerade im Begriff ist die Erfolgsmeldung eines Beißabdrucks, in dem von ihm bearbeiteten Stuhlbein zu vermelden. „Was machen sie denn da?“ Schlawutzke und Schäff reißen beinahe gleichzeitig ihre Köpfe hoch. „Oh, wir beten nur diesen Trainerstuhl an, damit er uns beim nächsten Mal mehr Glück bringt!“ Schäff ist stolz auf Schlawutzke, was selten genug vorkommt, aber ein solcher Mist wäre ihm als Ausrede ganz sicher nie in den Sinn gekommen. „Wir machen aber jetzt hier Feierabend, meine Herren. Wenn sie dann so langsam ihre Gebete beenden würden?“ Keinen Zweifel, der Uniformträger hält uns für bescheuert, denkt Schäff und wirft Schlawutzke einen finsteren Blick zu. „Hören sie mal, ich habe hier etwas Wertvolles verloren, ist ein altes Erbstück! Sie werden ja wohl noch fünf Minuten Zeit haben?!“ versucht Schäff die Situation zu retten. Der Uniformträger mustert ihn misstrauisch. „Sie haben noch drei Minuten!“ Dann verschwindet er und beobachtet aus sicherer Entfernung das Treiben der beiden Männer. „Sie Rindvieh, einen Stuhl anbeten! Wie kommen sie nur auf einen solchen Unsinn? Und jetzt nehmen sie endlich das Stuhlbein aus ihrem Gebiss, der ist schon misstrauisch genug!“
„Haben sie ihr Erbstück schon gefunden, Schäff?“
„Manchmal fehlen mir wirklich die Worte, Schlawutzke. Am besten sie suchen da drüben weiter, da gibt’s auch keine Stuhlbeine!“
„Okay Schäff, wann sind die drei Minuten eigentlich um?“
„Jetzt Schlawutzke! Und nun geben sie noch rasch Pfötchen und sagen, Danke sehr, zum lieben Onkel!“ Draußen wartet bereits Gerlinde, umringt von einer sabbernden Schar Holzfäller, die ständig irgendwelche Gegenstände fallenlassen, nur um so häufig wie möglich mit dem Gesicht in den Sand zu springen. Ein markerschütternder Schrei lässt die Meute auseinanderplatzen, als wäre aus Gerlinde eine detonierte Handgranate geworden. Doch da steht sie, heulend, ein Bild der Trauer, derweil sie die Insassen des Mannschaftsbusses eindeutig beäugen, und nebenher die Fenster mit ihren Zungen bearbeiten. „Tja Gerlinde, sie sind raus!“ erklärt Schäff diplomatisch und überreicht ihr als Abschiedsgeschenk eine Schachtel Pralinen. „Wenn sie wieder Zigarre rauchend, mit ihrer schmierigen Schürze und den Lockenwicklern, und natürlich 100 Kilo mehr auf ihren Rippen, mindestens(!), vor mir stehen, dann dürfen sie gern wieder vorsprechen! Aber für Prinzessinnen hab ich leider keinen Job!“ Dann steigen die Männer ein. Gerlinde sieht traurig zu, wie die Rücklichter des Mannschaftsbusses immer kleiner werden, bis sie ganz in der Dunkelheit verschwinden.
Meine Fresse, ist das traurig. Das ist so traurig! Himmel, ist das traurig. Da geht einem irgendwie das Herz auf. So ähnlich wie in dem Seniorenheim unweit der Redaktion. Es trägt den Namen: „Offenes Herz“ Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Aber ich stelle mir das jedes Mal beim Vorbeigehen bildlich vor, mit den ganzen Ärzten, Skalpellen und Grillgeräten und so.

Guten Abend.

Demnächst:
- Warum ein im Präsens gesprochenes Verb später irgendwie blöd klingt
- Warum Wanderfalken keine Gehhilfe brauchen, aber trotzdem keine Termine einhalten
- Wie man Strickleitern das ständige Rumgehänge erfolgreich austherapieren kann

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Gertrud ist kein Baum

Weihnachten kann zuweilen ein grausames Fest sein. Insbesondere dann, wenn man es mit Schlawutzke und Schäff verbringen muss, die man in der Hoffnung mit der Aussicht auf Besseres, wohlwissend erst kürzlich verlassen hatte, um sich schließlich doch darüber gewahr zu werden: Das musste ja so kommen.

„Gerlinde, haben sie etwa abgenommen?“
„Ssie ssehen einffach bezzzzaubernd aussss!“
„Schlawutzke, behalten sie ihre Flüssigkeiten im Mund!“
„AB HEUTE ÜBERNEHME ICH WIEDER DAS KOMMANDO!“
„Selbstverständlich Schwester.“
„DIESER HONKYSCHWONKY IST EIN VERRÜCKTER!“
„Natürlich Schwester.“
„WEISS NICHT MAL, WAS EIN SCHOFEL IST!“
„Ja, woher auch, Schwester?“
„ICH HÄTTE VERMUTET VON IHNEN, SCHÄFF!“
„Nie im Leben, Gerlinde!“
„NENNEN SIE MICH SCHWESTER, ICH HABE MICH VERÄNDERT!“

Die seit der Heiligsprechung, durch einen vermeintlich Untoten versaute Holzfällermannschaft, reagierte in eingeübt, kollektiver Gelassenheit auf Gerlindes Rückkehr, mit dem offensichtlichen Bewusstsein, dass einem nichts egaler als die Zukunft sein könnte. Wer von denen ahnte wohl auch, dass er irgendwann in einem billigen Vorstadtzirkus als drittklassiger Preisboxer angestellt sein würde? Am wenigsten Lars Leydecker, der es gewohnt war Tore am Fließband zu produzieren. Und würde allein dieser Spieler nach Absolvierung seiner Spielzeit, den ihm zustehenden Satz ALG erhalten, hätte Eberswalde vermutlich seinen Status als Weltstadt endgültig ablegen können. Also wie jemanden loswerden, der schon allein aus individueller Unkenntnis, den Status eines Helden erreicht hat? „Wir könnten ihm verbieten die Freistöße und Elfmeter zu schießen und ihm anschließend vorwerfen, dass er keine Tore mehr schießt.“
„Glauben sie wirklich, dass er deswegen auf seine Abfindung verzichtet? Ich kann nur hoffen, dass er genug gespart hat, um uns für immer aus den Augen zu bleiben!“
„Ich glaube, er ist immer noch sehr verliebt in Schwester Gerlinde, Schäff.“
„Mist! Wird im Verein zufällig irgendwo eine Stelle frei?“
„Unser Pförtner ist vorgestern gestorben.“
„Doch nicht hoffentlich im Dienst?“
„Ich bin sicher, er gab sich alle Mühe, Schäff.“
„Was meinen sie, Schlawutzke, könnte sich der Leidi mit einem Job als Pförtner anfreunden?“
„Er wäre sicher der teuerste Pförtner der Stadt, Schäff.“
„Regeln sie das, Schlawutzke, und sorgen sie dafür, dass Gerlinde wieder zunimmt! Sie sieht ja aus wie Dustin Hofmann in „Der zweite Hai.“
„Sie meinen sicher Charles Bronson in „Es war einmal in Amerika“?“
„Nein, eigentlich meinte ich Rolf Herricht in „Karbid und Sauerampfer“.“
„Den hab ich auch gesehen, aber war das nicht die Karusseit?“
„SCHLAWUTZKE!“
„Gerlinde füttern, ist schon klar, Schäff.“
„UND?“
„Leidi zum Pförtner machen.“
„Sehr gut Schlawutzke, und?“
„Ähm?“
„Na an die Arbeit, Schlawutzke, was stehen sie hier noch herum?“

Schlawutzke betrat entschlossen das Schwesternzimmer. Gerlinde hatte sich tatsächlich verändert. Lächelnd las sie die Zeilen, der ihr scheinbar so Verwandten Olga aus Weede und trug sich erneut mit Fluchtgedanken.

Demnächst: Gerlinde- eine Frau geht ihren Weg um 5

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Schlagzeilen

Eberswalde.

Holzfälleraufwind jäh gestoppt+++DVD, jetzt auch in blau+++Bürgermeister Brechgrinski weiht nichtgenehmigte Klärgrube im Armenviertel der Stadt ein+++Torussia enthüllt Männerwünsche in der Nachbarschaft bei Alfonso-Sklilatti+++Bullenkuhlen als erster aus dem Kreis der Schreibergilde deutscher Meister??+++Das bittere Ende einer Halbzeit

Holzfälleraufwind jäh gestoppt

Trotz der 1:2 Niederlage beim Meisterschaftsfavoriten Nummer 1, EFC Ostfrisia Emden, herrschte bei den vier mitgereisten Eberswalder Fans aus der Altherrenriege ausgelassene Fröhlichkeit. Nicht von ungefähr, hatten die Frost und Schnee gewohnten Waldarbeiter dem Favoriten immerhin das erste Gegentor der Saison beschert, und das trotz nur zweier Torchancen. Für die kampfeslustigen Rentner war dieses Ergebnis allerdings eher zweitrangig, derweil sie sich nach dem Spiel ausgelassen an einem Parkscheinautomaten vergriffen, woraufhin sie vorübernehmend in Gewahrsam genommen wurden.


DVD, jetzt auch in blau

Nach dem überraschenden Torerfolg in Emden, besuchte der DVD die Mannschaft. Doch erscheint uns die weihrauchgeschwängerte Beschreibung der Szenerie wenig sinnvoll, was sicher jeder nachvollziehen kann, der ähnliches schon mitansehen, oder gar miterleben musste.


Bürgermeister Brechgrinski weiht nichtgenehmigte Klärgrube im Armenviertel der Stadt ein

„Hier stinkts“, erdreistete sich ein Rentner des Viertels, der sicher als letzter in dem Verdacht stand, Gerüche wahrnehmen zu können. Stattdessen war er selbst in der Vergangenheit oft das Opfer maßgeblicher Anschuldigungen nasaler Beschwerden. Doch hier und heute witterte er die Möglichkeit rechtfertigenden Handelns, indem er jene, die sich sonst über ihn beschwerten, darauf hinweisen konnte, dass es auch andere Orte gab an denen es offensichtlich zu Geruchsbelästigungen kam. Zu seiner Erschütterung schienen die Leute das überhaupt nicht wahrzunehmen. „Sehet, der Bürgermeister ist hier“, und „Lasst uns ihn mit Steinen bewerfen“, waren plötzlich in Mode geratene Wortschöpfungen, die jedwede vorher vorhandene Geruchsbelästigung mit einem Mal erstickten.
Die Einweihung einer 5x7 Kubikkilometer großen Klärgrube verabschiedete der Bürgermeister schließlich mit den Worten: „Ich muss dann mal“.


Torussia enthüllt Männerwünsche in der Nachbarschaft bei Alfonso-Sklilatti


Der Aufenthalt von unsa frl. reinlich, derzeit in unmittelbarer Nachbarschaft einquartiert, hinderte sie dennoch nicht daran, uns nicht nur nicht zu besuchen, sondern auch interessante Enthüllungen in Alfonso-Sklilattis infamen, mafiös eingeordneten Blatt zu enthüllen. Die Einzelheiten erlesen sie im Sonntagsinterview bei Alfonso-Sklilatti.


Bullenkuhlen als erster aus dem Kreis der Schreibergilde deutscher Meister??


Die Chancen stehen gut. Der Erfinder des Schwelgomats, des de, und Verfasser vielerlei erfolgreicher Artikel in diesem Spiel, kann vielleicht schon in der nächsten Saison um seine erste deutsche Meisterschaft spielen. Und das als Mitglied der Schreibergilde! Aber auch Octavius77, in letzter Zeit mehr als schreibfaul, gilt durchaus als hoffnungsvoller Kandidat, demnächst einen Artikel verfassen zu können indem es heißt: „Jahaaa, wir haben es geschafft!“ Und dann der eigene Bruder. 1. FC RM Berlin 09. Und das noch in der eigenen Liga. Dazu später.


Das bittere Ende einer Halbzeit

Ein Tor geschossen gegen den unumstrittenen Ligameister. Und heute eins kassiert, ohne eines geschossen zu haben gegen Dynamo Strom. Ein Fest für Schäff der, außerhalb von sich selbst, niemanden als religiöse Ikone duldet. Ausgenommen Gerlinde…

„Entlassen sie ihn, Schlawutzke, jetzt haben wir endlich einen Grund!“
„HIER WIRD NIEMAND ENTLASSEN.“
„Gerlinde, ich dachte sie wären auf der Pressekonferenz?“
„ICH NEHME AN, SIE DENKEN JETZT ANDERS.“
„Wo ist Schlawutzke?“
„AUF DER PRESSEKONFERENZ.“
„Gott bewahre!“
„SIE WOLLEN DEN DVD LOSWERDEN!“
„Na hören sie mal!“
„STREITEN SIE ES NICHT AB!“
„Gerlinde, es gibt manchmal Dinge, die ein Schäff entscheiden muss, wenn sich andere Dinge nicht in die Richtung bewegen, die nötig sind.“
„DANN WERDE ICH AUCH GEHEN!“
„Nun beruhigen sie sich doch. Und überhaupt, wo wollen sie denn hin?“
„ICH WILL ZU MEINEM SCHLÜBBER!“
„Der DVD kann ihnen nicht helfen, Gerlinde.“
„ABER ER HAT ES VERSPROCHEN!“
„Wie viele Männer haben ihnen in ihrem Leben schon etwas versprochen?“
„ZWEI.“
„Und wie viele von denen haben ihr Versprechen gehalten?“
„MACHEN SIE JETZT AUF FRAUENVERSTEHER ODER WAS?“
„Ich will sie nur darauf hinweisen, dass sie es bei uns gut haben.“
„ABER MEIN SCHLÜBBER KRATZT!“
„Tatsächlich? Wo denn?“
„AM HALS. JEDESMAL WENN ICH DEN HERD BEDIENE HINTERLASSEN SEINE KRATZSPUREN EKELHAFTE STRIEMEN!“
„Und deswegen wollen sie uns verlassen?“
„SIE SIND EIN MANN, SIE MÜSSEN OFFENBAHR SO REDEN.“
„Gerlinde…“
„NEIN, ICH WERDE GEHEN!“
„Bittäääää!!“
„ICH WÜNSCHE IHNEN NOCH ALLES GUTE, SCHLAWUTZKE WIRD SIE ÜBER DEN TAG RETTEN…AUCH ÜBER DEN NÄCHSTEN.“
„Geeeeerlindäääää“


Fort war sie. Sie hinterließ Schäff in der nagenden Ungewissheit ungereimter Dinge, die er selbst heraufbeschworen hatte. Schäff sein erforderte Opfer. Und er begann sich zu erinnern. Spagacken zur Simu herausfordern, dachte er bitter. Doch schon nach zwei Minuten wurde auch dieses Angebot abgelehnt. „Dann leckt mich doch am Arsch“, brüllte er in ungefragte Mikrofone die plötzlich sein Antlitz umlagerten. „Schäff, sie werden am Telefon verlangt.“ Und das war auch gut so.

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Der DVD- Kult

Gerüchte wurden laut über einen Schatten im Osten, ein namenloses Grauen…

„Schmierentheater wurden wir genannt, mein Schaaatzssss!“
„HALT DIE FRESSE UND ISS DEINEN PUDDING!“
„Nur deinetwegen bin ich nach Eberswalde gekommen, Gerlinde.“
„ICH HATTE BEFÜRCHTET, DASS DU SO WAS SAGEN WÜRDEST.“
„Und habe ich dem Verein bisher nicht nur Siege und einen dritten Platz beschert?“
„WILLST DU JETZT ERNSTHAFT ÜBER MEINE TRAININGSMETHODEN DISKUTIEREN?“
„Oh göttliche Kassandra…“
„GERLINDE!“
„Der Honkyschwonky wird sicher keine Ruhe geben.“
„WAS GEHT MICH DAS AN!“
„Aber ich liebe dich!“
„DIE MÜNCHEBERGER KLONFABRIK BEDARF EINER DRINGENDEN REVISION.“

Irgendwo anders.

„Es ist ein Gegentor gefallen, Schlawutzke.“
„Na hören sie mal Schäff, wir kämpfen immerhin um die Bronzemedaille!“
„Und warum verlieren wir seit der Ankunft des Dallidulli andauernd gegen die Spagacken?“
„Er nennt sich nach der Verleihung des VON übrigens nur noch DVD, Schäff.“
„Lenken sie nicht vom Thema ab!“
„Es ist ein Fluch der seine Echtheit bezeugt, Schäff.“
„Schlawutzke, sie stehen kurz davor entweder entlassen zu werden oder an Gerlindes Trainingsprogramm teilnehmen zu dürfen!“
„Nicht das Trainingsprogramm, Schäff.“
„Sie jämmerlicher Jammerlappen! Es gab mal Zeiten, in denen sie wer weiß was dafür gegeben hätten, nur um in der Nähe von Schwester Gerlinde zu sein!“
„Ich weiß!“
„Sie wollten sie sogar heiraten!“
„Ich weiß.“
„Und ein Haus bauen!“
„Ich weiß.“
„Und ihre Mutter kennenlernen!“
„Arrrghhhh!“
„Wie meinen?“
„Verzeihung Schäff.“
„Der DVD ist ganz sicher auch auf ihrem Mist gewachsen!“
„Ich weiß…äh, ich meine, nein!“
„Nein?“
„Nein Schäff, ich dachte, das wäre ihre Idee?“
„Meine Idee?“
„Äh, ja Schäff?“
„SCHLAWUTZKE!“
„Schäff?“
„Verdammtnochmalundzugenäht!“
„Daran dachte ich auch gerade, Schäff.“
„Wir müssen ihn wieder loswerden, Schlawutzke!“
„Aber wie sollen wir das anstellen Schäff? Er infiltriert mittlerweile sogar politische Ebenen.“
„Dann schalten sie die politischen Ebenen aus!“
„Bei allem Respekt, Schäff!“
„Trainingsprogramm?“
„Aber wir werden danach nie wieder um einen Meistertitel spielen können, Schäff!“
„Was interessiert mich die Meisterschaft, Schlawutzke, wenn einzig der DVD dafür die Lorbeeren einheimst, und wir im Schatten diesen Grauens trotzdem alle Spiele gegen die Spagacken verlieren!“
„Sie nehmen das ganz schön persönlich, was Schäff?“
„Schlawutzke, bisher nehme ich einzig ihre wenig kooperierende Arbeitsweise persönlich!“

Wehret den Anfängen.

„MEIN SCHLÜBBER KRATZT“
„Es wäre mir eine Ehre, dich zurück zu deinem Originalschlübber zu geleiten.“
„DU KENNST DEN AUFENTHALTSORT, MEINES SCHLÜBBERS?“
„Oh Liebste, oh wunderbarste Frau der Welt, ich kenne jeden erdenkbaren Ort der Erde, wenn er dich nur glücklich macht!“
„ICH WILL NUR MEINEN SCHLÜBBER!“
„King Bully ist übrigens auch schon ganz scharf darauf!“
„SOLLTE ICH MEINEN, DASS DEINE LIEBE ZU GEKRÖNTEN HÄUPTERN, DEINEM WUNSCH MIR MEINEN SCHLÜBBER ZU BESORGEN IRGENDWIE IM WEGE STEHT?“
„Ich geh mit dir wohin du willst…“
„ACH?“
„…auch bis an Ende dieser Welt…“
„GIB MIR DIE FERNBEDIENUNG!“

…so, ich hab keine Lust mehr noch weitere, der Sache unzweckmäßige Bemerkungen, über dieses Eberswalder Schmierentheater abzugeben. Offensichtlich benebelt der DVD nicht nur die Gehirne Einzelner, sondern einzelne vermögen auch mittlerweile der Ansicht zu widersprechen, weit weniger vereinzelt vorzukommen, als es im Einzelnen der Fall zu sein scheint. Und das sich dieser Artikel klammheimlich am Thema Fußball vorbeimogelt, ist nur für diejenigen eine Frechheit, die wirklich keine anderen Hobbys haben. Dabei bricht man sich hier höchstens den Zeigefinger, wenn die Tastatur aus ungenannten Gründen häufiger malträtiert wird, als es ihrem Zweck dient.
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Hier tickt der Holzwurm- auch in ihrem Gebälk

Derweil man in Spagackenkaag noch immer über die rätselhaften Umstände des verstorbenen Dallidulli bei seiner Begegnung mit einer Kommodowarane nachdenkt, verdichten sich die Gerüchte, dass der Dalldulli weder tot noch verletzt ist. In Eberswalde, so heißt es, erfreue sich der gute Mann bester Gesundheit, versehen mit dem neuen Aufgabenfeld die religiösen Ströme des Vereins zu vereinen unter Hinzuziehung diverser Hilfsmittel, die da aus mehr oder minder reißfesten Material bestehen. Bleibt folgende Frage: Wen hat Adular Zech am Grab des Dallidulli so herzerweichend besungen?

Doch von vorn. Schon vor einigen Tagen hatte der Dallidulli seine Abreise aus Spagackenkaag, aus Gründen, die er uns ganz sicher noch zu einem späteren Zeitpunkt enthüllen wird, geplant und sich mit einem alten Waldschamanen, nahe der spagackischen Grenze zu diesem verschwörerischen Gespräch zusammengetroffen.
„Schäff weiß Bescheid?“
(absichtlich verstellte Stimme): „Du totmachen, isch sagen Schäff.“

Die Überreste dieses Gesprächs wurden uns von einem stadtbekannten Eberswalder Denunzianten in Form eines Diktiergeräts persönlich vorbeigebracht, was nur bedeuten kann, dass dies lediglich die Spitze des Eisberges ist, womit wir auch schon beim Wetter wären. Was? Eilmeldung? Moment.
Wie wir in diesem Augenblick erfahren ist der Dallidulli soeben offiziell im Stadion aufgetaucht… Wir geben weiter an den Berichterstatter vor Ort.

Frenetisches Feiern, meine Damen und Herren, auf den Dallidulli wurden gerade einmal 27 Attentate versucht, es gibt mehrere Schwerverletzte, sowie zwei Frauen in den Wehen, so was hat dieses Kaff seit den Puhdys im letzten Sommer nicht mehr erlebt, schon Attentat 32…haha, ja liebe Zentrale, zurück zu euch…

Wir haben derweil Herrn Brechgrinski, den Bürgermeister im Studio. Guten Abend, Herr Bürgermeister.
Guten Abend.
Was halten sie davon?
Der Herr Dallidulli ist schon jetzt ein belebenes Element auf dem Eberswalder Arbeitsmarkt und ich kann nur immer wieder betonen: Herzlich willkommen!
Belebenes Element auf dem Arbeitsmarkt?
Mein lieber junger Freund, wir beschäftigen seit heute Mittag, wo bekannt wurde welch würdevollen Bürger unsere Stadt künftig beherbergt, etwa das Dreifache an Personalschutz! Nicht zu reden von dem Personal das wir einstellen mussten um über unseren neuen Gefängnisse zu wachen.
Neue Gefängnisse?
Wir haben im praktischen Eilverfahren…also ich habe beschlossen 50 Prozent der Kindergärten zu Gefängnissen zu machen. Die Hälfte der Insassen haben wir gleich dabehalten!
Sie haben Kinder…?
Das ist ein neuentwickeltes Präventivverfahren zur Vermeidung von Jugendkriminalität.
Aber wer soll dieses aufgeblähte Personal denn bezahlen?
Unsere Quoten bei Gewinnspielen sind mittlerweile astronomisch hoch, keine Sorge, bei uns verhungert keiner.
Aber sie reden gerade von neoliberalem Faschismus, Herr Bürgermeister.
Und sie haben gerade den letzten Satz in dieser Sendung geredet! Bringt ihn weg. Und jetzt ich,……..blablabla…Prozent…blabla…Marktanteile…blabla

Störsender X

„Herr Dallidulli, darf ich vorstellen, Schwester Gerlinde.“
„Herr Dallidulli, so wurde ich meiner alten Heimat nie genannt…“
„Wohl schon wieder Heimweh, was?“
„Das ist übrigens Schlawutzke, naja, sie kennen sich ja noch.“
„Der ewig Erfolglose wird er bei uns genannt.“
„Ich werd dir gleich!“
„SCHLAWUTZKE!“
„Was?!“
„Putzen sie sich ihre Nase. Das sieht jedes Mal zum Fürchten aus wenn sie wütend werden! Am besten sie machen das irgendwo, wo man sie nicht sehen kann!“
„Ich geh ja schon!“
„Setzen sie sich doch Herr Dalli VON Dulli!“
„Sie meinen, ich bin jetzt ein echter VON?“
„Selbstverständlich! Das ist natürlich nichts im Vergleich zu ihrer Seligsprechung in Spagackenkaag.“
„Oh das…nun wenn meine alten Landsleute erfahren, dass ich jetzt für Eberswalde arbeite und das auch noch lebendig, werden sie ihre Meinung sehr rasch rückgängig machen.“
„Nun sehen sie mal nach vorn! Die Truppe hat dank ihnen eine ganz neue Moral. Nach dem heutigen Punktspiel wissen wir, ob es schon gewirkt hat!“
„Und was wenn es nicht gewirkt hat?“
„Dann bekommen sie vielleicht doch bald Heimweh!“
„Das VON hat nicht wirklich eine Bedeutung, oder?“
Schäff grinste, mit dem Champagnerglas zum pröstlichen Ritual ansetzend, dem Dallidulli diabolisch zu, was ganz sicher so viel bedeutete wie: Stell die Frage in die dunkelste Ecke des Raumes und wisse, dass sie der Katze dort als Toilette dient. Anstoß in zwei Minuten.

Die Folgen des ersten Spiels…0:1…der erste Sieg in Folge…DalliVONDulli schlägt ein wie eine Bombe…5:0 hätten wir gewonnen wenn der nicht gewesen wäre, mutmaßt eine ungehörte Minderheit…vorübergehende Festnahmen…DalliVONDulli unter Erfolgszwang…Schäffs Tochter datet mit unbekanntem Fremdling aus Müncheberg…

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Liveticker-TV

Langeweile

20:03 in Kapländ und es passiert überhaupt nichts. Selbst Honkyschwonky schreibt keine Artikel, belässt es stattdessen bei einer Ankündigung, die es uns gestatten soll zu lesen, wie es ihm nachher so geht. Auf Simulationen reagiert der feine Herr auch nur als befände man sich in der Warteschleife irgendeiner 0900 Nummer. Beinahe, als hätten sich meine Spieler 3 Tage nicht gewaschen. Na und! Oh, er hat angenommen. Es steht schon 1:1 für mich! Lässt einen erst stundenlang warten und schießt auch noch ein Tor! Wo gibsn so was! Huch! Die VfB AH Allstars simulieren mich an und haben schon nach 10 Minuten die erste gelbe Karte gefressen! Hähä, das habt ihr nun davon. Mist! Jetzt haben die doch tatsächlich ein Tor geschossen! So viel Bier verträgt doch kein Mensch, bei der zu erwartenden Masse die erbrochen werden möchte. Dabei hat der nen viel schwächeren Torwart als iche! Bestimmt gedopt, klarer Fall! Mit dir spiel ich nochmal ne Simu duuuu!!! Haaaa, Ausgleich und wer? Klar, Leydi, wer sonst. Zum Glück hab ich dem noch n Jahr mehr aufgebrummt, diesem kleinen Racker. Wer danach die Tore von diesen krummbeinigen Versagern schießen soll, keine Ahnung. Baaaah, 2:1 gegen die VfB AH Allstars. Schon wieder Leydi! Der macht mir Angst. Ich versuch gar nicht erst ihn auszuwechseln. Dafür trifft er gegen die Spagacken nicht und das beim Stand von 3:3! Frage mich, was dieses Rindvieh von DM sich überhaupt erdreistet im gegnerischen Strafraum aufzutauchen und Tore zu schießen! Was solls, Ende gut alles gut, Leydi schießt das 4:3. Endstand. Aber was sollen diese drei Gegentore? Schlawutzke, sagen sie doch auch mal was! Wie is eigentlich das andere Spiel ausgegangen? Egal, wahrscheinlich 5:0 gewonnen. Spannend, so ein Simuabend. Mal sehen wer noch so simut. Und was der Honky wohl als Selbstoffenbahrung in seinem nächsten Artikel plant? Hoffentlich nicht wieder diese end- und buchstabenlosen Artikel die sich dann im Postfach stauen. Oh neee, der Bierbauchberserjker hat grad nen Artikel verfasst in dem er auf unser desaströses Abschneiden bei seinem Abkackpokal hinweist. Na und?! Dafür kann ich aus einer Kartoffel einen Panzer kneten! Jetzt reichts aber auch langsam wieder! Mein Bruder trifft morgen im Punktspiel auf mich. Ich glaub, ich zieh die Aggro vorsichtshalber Mal auf 90. Bei der Verwandtschaft kannste nicht vorsichtig genug sein. Im Liveticker kann ich sie immer noch auf 100 schieben, weil der hat morgen Töpfer-AG!

Liveticker-TV

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LRS- lallen, rülpsen, schreien

Die Gazette Holzwurm freut sich, den 11 tausendsten Leser zu begrüßen, der hiermit den Wanderpokal, „11 tausendster Leser vom Holzwurm“, erhält. Sollte allerdings wieder ein 11 tausendster Leser gefunden werden, muss der augenblickliche Preisinhaber seinen Preis an den anderen 11 tausendsten Leser abgeben, was sich fortsetzt, falls es danach wieder einen 11 tausendsten Leser geben sollte. Unser heutiger 11 tausendster Leser muss förmlich auf diesen Augenblick gewartet haben, oder er hat uns einfach nur 11 tausendmal angeklickt, weil er wusste, dass jeder 11 tausendste Leser dieses Blattes, einen Preis in Form eines Wanderpokal erhält.
Jedenfalls machte er wie folgt auf sich aufmerksam:

Anönymer Preisträger: kriegsch´n preis jetz?
Redaktion: Nööööö.
Anönymer Preisträger: Mennoooooh!


Natürlich haben wir den Leser nicht darüber aufgeklärt, dass er tatsächlich einen Preis erhält.

Und hier unsere Preisfrage was den anönymen Preisträger betrifft.
Wer ist der 11 tausendste Leser dieses Blattes?

A- Schorsch Chancentod, berüchtigt dafür, mit seinem S.P.O.N.K., den Teil einer Weltverschwörung zu kreieren, der hier im Fußballkapländ beginnend, bereits innerhalb von 2744 Jahren erste Früchte tragen soll?
B- MarkK- plötzlich wieder auferstandener Jungjournalist, der an runden Tischen sitzt, und die Revolution mit ausgeborgten Umlauten plant um dem ESG an sich zu beweisen: Ja, es gibt Buchstaben und wenn man sie aneinander reiht ergeben sie manchmal Worte…uswusw
C- Honkyschwonky, dessen Kopf rätselhafter Weise mit ihm Gespräche führt, obwohl er sich an einem völlig anderen Ort aufhält, ungeachtet der Tatsache, dass leere Hälse in ihrer Geschichte eher Schwierigkeiten hatten sich zu artikulieren, insbesondere wenn es um Frauen ging.
D- King Bully, der nur noch heimlich mit liest und demzufolge genau wusste, wann der Zeitpunkt der Richtige ist, um Herr dieser Trophäe zu werden.
E- Smoky23, die in ihren Cocktailpartys nur unrasierten Frauen den Einlass gewährt, um anschließend jene öffentlich abzustrafen, die ein Damenbart beim Küssen stört?
F- Jemand völlig anderes?

Ihre Antwort schreiben sie bitte, auch gern mit einer Begründung, in den für nur 7 Tage geöffneten Kommentarteil unseres Blattes. Die möglichen Preisträger mögen sich bitte nur äußern um für die nötige Verwirrung zu sorgen.

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Frauen, Männer, Fußball…Hygiene?

„Schäff…Schäff, wir haben da ein, na ich will nicht sagen Problem, aber…es ist eine Katastrophe!“
„Jaja, wie lief das Spiel heute?“
„Welches meinen sie, wir hatten drei.“
„Na das Endspiel um die goldene Currywurst!“
„Wir hatten kein Spiel, in dem es um eine goldene Currywurst ging, Schäff.“
„Natürlich nicht!“
„Verzeihung, Schäff.“
„Jaja, schon gut! Wie oft hat der neue Stürmer getroffen?“
„Na sie können Fragen stellen, Schäff!“
„Wie oft, Schlawutzke?“
„Er übt noch.“
„Schön! Sind wir schon Meister?“
„Hääääh?“
„Reingefallen Schlawutzke, hähä!“
„Also wissen sie, Schäff, sie haben manchmal eine komische Art von Humor!“
„Ist das nicht auch der Sinn von Humor?!“
„Wir haben übrigens 3:0 verloren.“
„Und was ist daran so witzig, Schlawutzke?“
„Na hören sie mal, wir haben nicht eine gelbe Karte kassiert, und das gegen den vermutlichen Meister!“
„Verstehe, und wie viele Rote?“
„Die Abteilung für statistische Unwahrscheinlichkeiten arbeitet noch an der Auswertung, Schäff.“
„Kann man das nicht während des Spiels zählen lassen?“
„Das würde unsere gesamte Statistik durcheinander bringen, Schäff!“
„Na ich dachte ja nur, da steht einer am Spielfeldrand und zählt vielleicht mit, wie oft der Schiedsrichter in die Tasche greift und eine Karte zieht!“
„Schäff, wenn das wirklich so einfach wäre, könnte man jeden beliebigen Balljungen mit einer solchen Aufgabe betrauen. Hier aber geht es um Präzision.“
„Wollen sie mich verscheißern!?“
„So etwas würde mir nie…“
„Jaja, schon gut Schlawutzke, ich bin nur etwas mies gelaunt. Setzen sie sich.“ Schlawutzke setzte sich.
„Die Sache mit den Insekten…also mit denen, die ich am Fenster erschlagen habe…die haben sie doch niemandem erzählt…oder?“
„Natürlich nicht, Schäff!“
„Natürlich nicht, Schäff.“
„Schäff?“
„Und warum bekomme ich dann seit Tagen Anrufe von Tierschutzorganisationen, die mir mit Prozessen wegen Tierquälerei drohen?“
„Gerlinde?“
„Gerlinde frisst Spanferkel, selbst wenn sie noch nicht mal am Spieß hängen! Die können wir wohl ausschließen. Waren sie nicht mal Vegetarier?“
„Oh, das habe ich mir abgewöhnt seit sie mich während der Feierlichkeiten ihrer zweiten Hochzeit zu einem Regenwurmimbiss einluden, Schäff.“
„Naja schon gut Schlawutzke, aber wir müssen herausfinden, wo die undichte Stelle ist! Verstanden?“
„Selbstverständlich, Schäff.“
„Und was ist nun mit ihrer Katastrophe von der sie mir erzählen wollten?“
„Die Kantine wird geschlossen, Schäff!“
„Wie bitte?“
„Frau Schnullebullebinichnich von der Stadtverwaltung war der Meinung, dass es uns dort an Hygiene mangelt, Schäff.“
„Wer ist verantwortlich für den Laden?“
„Schnitzelfred. Er bestreitet alles.“
„Organisieren sie ein Mittagessen mit Frau Schnullebullebinichnich und sorgen sie dafür, dass Schnitzelfred es künftig unterlässt seine Zehennägel während der Essensausgabe zu reinigen!“
„Jawohl, Schäff.“
„Sonst noch was?“
„Da wäre noch…“
„Gut! Also nichts! Na dann halten sie den Verein mal weiter auf Trab, Schlawutzke, nur keine Müdigkeit vorschützen!“
„Natürlich nicht, Schäff…“

Schlawutzke geht ab, Schäff greift nach dem Telefon und drückt die Sterntaste. „Ist ja einfach“, murmelt er ohne den Sinn seiner Worte nachvollziehen zu wollen. „Bin ich da bei Frau Schnullebullebinichnich? Hier spricht dein Ex- Mann, wir haben da so ein kleines Hygieneproblem.“ Eine weibliche Stimme antwortet: „Ja! Das war der Grund unserer Scheidung!“

Nie im Leben hätte Schäff geglaubt, dass Frauen so derartig nachtragend sein könnten.

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Neuigkeiten aus Holzfalludistan

Derweil in unmittelbarer Nachbarschaft ein Krieg droht, in Spagackenkaag sicher demnächst der Ausnahmezustand verhängt wird, man in Weede einer Schreibblockade analytischen Beistand wünscht und in Alpirsbach munter Alpirsbach geschlürft und Dostojewski im russischen Original gelesen wird, sehen Schäff und Schlawutzke finsteren Zeiten entgegen, denn, aha, der Leidilars steht kurz vor seiner letzten Saison.
Das alles wäre ja auch überhaupt nicht schlimm, wenn der Leidi sich nur das Tore schießen abgewöhnen würde, deren Ausmaße derzeit für tabellarische Diskrepanzen sorgen, die dem Begriff Realität völlig neue Züge verleihen. Apropos Realität:


„Schlaaaaawuuuutzkäääää!“ Schäffs Schrei bemühte sich darum, jeden erdenklichen Schlupfwinkel seiner Katakomben zu erreichen. „HAAAA! Was treiben die denn hinter dem Vorhang?“
„Haben sie sich mal die Fenster angesehen, Schäff?“
„Schon mal darüber nachgedacht, dass dahinter eine kalkulierte Absicht steckt?“
„Sie haben 328 Fliegen an dieser Fensterscheibe erschlagen, Schäff.“
„Wie lange lungern sie hier eigentlich schon herum?“
„Ich habe mich einfach noch nicht getraut es ihnen zu sagen, Schäff. 2 Tage.“
„Ach, und stattdessen haben sie tote Fliegen gezählt, oder was?“
„Man kann gar nicht damit aufhören wenn man erst angefangen hat.“
„Ich hoffe, sie haben auch die Mücken gezählt!“
„Ich war gerade bei 178, als mich ihr Krächz…Ruf aufschreckte.“
„Na dann erzählen sie mal, Schlawutzke, warum habe ich sie wohl gerufen?“
„Dann wissen sie es bereits?“
„Natürlich!“
„Und wie lautet ihre Entscheidung?“
„Wir werden den VW- Dienstwagen in ein sympathisches himmelblau umspritzen!“
„Bittääää?“
„Wollen sie etwa weiter dieses aggressive Rot behalten?“
„Äh, nein?“
„Na bitte! Dann veranlassen sie das! Sonst noch was?“
„Nur das übliche Schäff, Gerlinde ist in den neuen Stürmer verknallt, der die Begegnung mit einem gegnerischen Tor offensichtlich für ein satanisches Ritual hält, SCHULTZ bellt den neuen Stürmer an und verlangt Einlass auf dem Transfermarkt, naja und der Leidi…der Leidi also…also der Leidi…“
„Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa?“
„Ja, also der Leidi feiert nächste Woche seinen 50 ten.“
„Ja und? Haben wir eine Einladung bekommen? Müssen wir etwa teure Geschenke kaufen, oder so was in der Art?“
„Oh nein, das organisiert Gerlinde…es ist nur…er würde nach der nächsten Saison gern in den Ruhestand gehen.“
„Aha, er verlangt also mehr Geld!!!“
„Häääää?“
„Nun tun sie doch nicht so scheinheilig, Schlawutzke! Sie müssen wirklich noch einiges über dieses knochenharte Geschäft lernen, wenn sie mich mal beerben wollen.“
„Er wird 50, Schäff.“
„Soll das eine Anspielung auf mein Alter sein?“
„Nur wenn sie gern mit ihm tauschen würden, Schäff.“
„Na also! Und wo liegt nun das Problem?“
„Schäff, der Mann kann nicht mehr! Er hat bereits drei Herzschrittmacher, vier ausgewechselte Knieprothesen, sowie ein neues Hirn. Ein Eichhörnchen stellte sich freundlicherweise als Spender zur Verfügung.“
„Ich nehme an, der Eingriff erfolgte nicht ganz freiwillig?“
„Es gibt Dinge, von denen ein Schäff wissen sollte, dass er sie nicht wissen will, Schäff.“
„Und warum belästigen sie mich dann noch länger, wenn sie mir ohnehin nicht sagen wollen, was ich angeblich nicht wissen will?“
„Ich wollte nur sichergehen, Schäff.“
„Sonst noch was?“
„Wir haben da möglicherweise ein kleines Problem, mit einer gesellschaftlich ausgegrenzten Randgruppe, Schäff.“
„Will ich das auch nicht wissen? Ich frage lieber vorher.“
„Nein. Aber ich sage es ihnen trotzdem.“
„Wundervoll!“
„In unserem Stadion rennt bei jedem Heimspiel eine gefährliche Bande Hooligans herum, die Werner nach jedem Spiel am Zapfhahn Überstunden machen lässt.“
„So lange sie zahlen, ist das nicht mein Problem!“
„Das ist ja das Problem, sie zahlen immer nur die Hälfte. Es handelt sich um eine Art von moderner Erpressung.“
„Was reden sie denn da für einen Schwachsinn? Schmeißen sie die Kerle raus!“
„Das geht nicht. Einer von ihnen hat alle 50000 Dauerkarten von uns aufgekauft. Er könnte uns verklagen.“
„Ach deshalb höre ich immer nur den Gästeblock.“
„Oh oh, und ich höre Schwester Gerlinde.“
„Nicht schon wieder!“
….
„IST JEMAND HIER?“

Schlawutzke zählte Mücke 179, war sich aber nicht mehr sicher, bei welcher Mücke er angefangen hatte. „Das sind nie im Leben nur 328 Fliegen“, flüsterte Schäff verärgert, wagte es aber nicht eine weitere Fliege zu erschlagen, die sich daran zu ergötzen schien, dass zwei erwachsene Männer hinter einem Vorhang Zuflucht vor einer…Gerlinde suchten.

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Irrtum ausgeschlossen

Da ja heute der Tag der Journalisten, mit zwangsneurotischen Vorstellungen zu sein scheint, darf ein Holzfällerartikel natürlich nicht fehlen.
Daher haben wir beschlossen, in respektvoller Huldigung derer, die es tatsächlich wagen ihre „bekackten“ Artikel mehr als einmal gegenzulesen, einen Artikel zu verfassen, der sich um das Phänomen des Ein- Sterne- Gebers, kurz, ESG, ich weiß, dass klingt bescheuert aber…äh…wir reden hier von…
So!
Beginnen wir chronologisch. ESG’s unterlaufen hin und wieder diverse Irrtümer.

Der erste Irrtum:

Wenn ich einen Artikel mit einem Stern bewerte, schade ich dem Artikel…und…der taucht dann trotzdem in den Topfnjus auf und manchmal, oh Graus, wird er sogar noch tagelang Artikel des Tages???? Hilfe!!!

Hier die Antwort:

Lieber ESG,
um effektiv an deiner Methode zu arbeiten, ist es zunächst nötig, die Abonnenten der von dir verhassten Zeitung davon zu überzeugen, dass sie nur Müll lesen. Zuvor musst du natürlich herausfinden welche bornierten Arschlöcher diesen Zeitungen ständig 5 Sterne geben. Das warum hat dich nicht zu interessieren, wenn du nur deinen Überzeugungen folgst.

Aber was, wenn ich eine Armee von ESG aufstelle, dann könnt ihr mit euren Artikeln einpacken!

Das werden wir dann auch tun… ;)

Gute Nacht


Ich melde mich hiermit offiziell beim Bierbauchberserkeralpirsbachpokalwettsaufen am 30.11. an und gelobe öffentlich meine beschissenste Mannschaft dorthin zu schicken die ich habe. Leider ist das auch gleichzeitig meine beste.

Mit vorzüglichen Grüßen,
Schofel

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Das Forum- spannend wie eine vierte Halbzeit

Unter der Rubrik, Forum aktuell, bieten wir heute unseren Lesern diesen interessanten Leckerbissen.

Thema: Hilfe, meine Spieler laufen aus.

Lesen sie selbst indem sie dem Link folgen.

http://forum.fussballcup.de/showthread.php?t=248528

Äh, nein, wir finden das überhaupt nicht witzig!!
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Hools 2

Wenn Hooligans älter werden, bleiben oft nur die Erinnerungen an bessere Tage. Gemeint sind der ehemalige Dorfschullehrer Gustav (86), lautstärkeresistent aber bei jedem Flüstern mit mindestens drei Ohren dabei, Schrepke (81) Ex- Metallarbeiter, später Pförtner und bis zu seiner Pensionierung Leiter der Winterdienststelle „Früher Frühling“, Paul (87), erfolgloser Autor mehrere ungelesener Bücher und Reimschriften, Verfasser des Pamphlets: „Einsam aber erfolgreich“, gelegentlicher Gast in den Hoffnungsthaler Anstalten zu Lobetal, sowie Erwin (79), Wendegewinner, vierfacher Vater dreier verschiedener Mütter, verheiratet mit einem 22 jährigen Modell aus Brasilien.
Nach dem desaströsen, nie stattgefundenen Handgemenge während des Pankowspiels, trafen die Alten in Dutschkes Gedenkbar zu einer Krisensitzung zusammen. Erwin hatte wie üblich nur große Scheine dabei, die hierzulande kaum jemand wechseln konnte. Zudem hatte er sich angewöhnt Sachen zu tragen, die darauf schließen lassen konnten, dass der arme Kerl Zeit seines Lebens nur gehungert hatte. Er gab praktisch nie Geld aus, weil jeder der ihn sah sich genötigt fühlte ihm Lebensmittel zuzustecken. Zur Tarnung, wenn er mal wieder vor dem Einkaufszentrum herumlungerte, ließ er sich jedes Mal von einem Streifenwagen abholen, dessen Fahrer er monatlich großzügig entlohnte. Schrepke hatte nicht viel übrig für den reichen Schnösel und Paul sah in diesem Disput eher den künstlerischen Charme zweier Holzköpfe, den er demnächst in einem Verlag zu veröffentlichen gedachte. Gustav interessierte sich eigentlich überhaupt nicht für Fußball, er mochte gutes Essen und eine billige Aussicht, die er auch von seinem Rollstuhl aus erreichen konnte. Außerdem fummelte er ständig an seinem Hörgerät herum, kam aber mit dem nachstellen meistens drei bis vier Sätze zu spät. Er hatte sich daher angewöhnt nur noch von den Lippen abzulesen, was jedes flüstern in seiner Nähe überflüssig machte. Am meisten Kopfzerbrechen bereitete Gustav auf seine alten Tage die Abseitsfalle. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit hörte man im Stadion von ihm den Satz: „War das jetzt abseits?“ Gustav musste meistens geschoben werden. Keiner wusste, warum Paul diese Aufgabe freiwillig übernommen hatte.
„Wir sind eine Schande für die gesamte Hooliganszene“, eröffnete Schrepke die Sitzung.
„Wer hat sich denn mitten auf der Verfolgungsjagd von seiner Ollen anrufen lassen?“
„Pah! Und wer hat dir 3 Stunden nach Abpfiff von Werner noch stockbesoffen nach Hause jetragen, häää!“ Das hatte gesessen. „Det eine Tor…det war doch aber abseits, oder?“ Alle Anderen: „Schnauze Justav!“
„Menno.“
„Fakt ist, wenn selbst die Alten aus Pankow uns schon auslachen, wat soll`n da der Rest der Lija denken, oder die Andern?“
„Wir könnten einmal in der Woche in ein Fitnesscenter gehen?“
„Macke, waaa? Nüscht öffentlichet! Die Bullen haben ihre Flossen überall. Und außerdem, wie sieht`n dit aus? Vier alte Jonnys unter lauter halbnackte Weiber? Nee, dit machen wa uf unsere Art!“
„Glaubst du wirklich, die Bullen interessieren sich noch für unsere Aktivitäten?“
„Erwin, wir können det jern draußen weiterbesprechen, wenn dir det lieber is! Du jehst mir den janzen Tach schon uffn Zeija!“
„Hihi, Eena haut Luftlöcher und der Andere stolpert mit`m Kopp in seine Magengrube. Tollet Training!“
„Paul, det is jetzt wirklich nich die Zeit! Okay Schrepke! Wann und wo?“
„Also wenn ich das richtig verstanden habe, ist Abseits wenn jemand dichter am Tor steht als jemand von den Anderen, oder?“ Alle Anderen: „JUSTAAAaaaAAAFFFF!“
„Wissta wat? Ihr könnt mich mal! Ick hau jetz ab!“
„Jussiiiiii…Jussileini….Justl…“
„WAT!“
„So ähnlich war richtisch mit Abseits.“
„Ääährlisch Schrepke?“
„Ja, Jussi, warst nahe dran, janz ääährlisch.“

Ein dunkler Mann hatte genug gesehen und gehört. Wie ein Schatten erhob er sich aus seinem Sitz und hinterließ ein üppiges Trinkgeld auf dem Tresen. Nur der Windzug, den die ins Schloss gefallene Tür hinterlassen hatte, der kaum spürbar noch den Raum durchzog, erinnerte an den gesichtslosen Gast. „30 Euro für ein Bier“, staunte der Wirt und blickte in Richtung Tür. „Rechnung“, tönte es aus der Rentnerecke. Wie üblich wurde nur die Hälfte bezahlt. Das sicherte Dutschke Junior, geborener Kröschke, das Wiedererscheinen der Alten. Nie im Leben hätte er geglaubt, dass es auf der Welt einen Ort geben könnte, wo die Leute nicht auf Pump lebten.

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6 Alte und ein Halleluja

Wenn die dienstältesten Hooligans der Welt aufeinander treffen, und sei es auch nur zu Simulationszwecken, dann ist was los auf den Bänken in Holzfalludistan. Sicher kennen sie die “zwei Alten” vom 1.FC Joker Pankow Berlin 09. Kennen sie nicht? Geistern hier hin und wieder in den Topflappennjus umher, saufen Bier bis zum Abwinken und vermitteln eher nicht den Anschein als befänden sie sich im heiratswilligen Alter. Heute begleiteten die Herrschaften ihren 1.FC nach Eberswalde wo man auf die Unsagbar Alten des Waldes traf. Nur waren jene zu viert…

“Erwin, mach die Schlachringe klar!”
“Wieso, du bist dran mit Bierholen, Schrepke!”
“Er hat jesacht du sollst deine Schuhe zu binden, Erwin!”
“Öhm, hat dit Spiel schon anjefangen?”
Alle anderen: “Schnauze, Justav!”
“Ihr Rindviecher, ick hab jesacht…”
“Warte mal Schrepke, siehste da drüben..im Pankowblock… die beeden Alten?”
“Deswejen will ick ja ooch von Erwin die Schlachringe ham, Paul!”
Alle anderen außer Gustav: “Aaaaaaah!”
“Hatta jetroffen?”
Alle anderen: “Schnauze, Justav!”

Im Gästeblock

Einer: Sehn so die Einheimischen aus?
Anderer: Wen meinst`n, die Klapperjestelle die grad uff uns zu rennen?

-kurze Pause-

Einer: Wat meinst`n, wann sind die bei uns anjekommen?
Anderer: Zwee Bier schaffen wa noch. Aber dann könnten wa unsan Zuch verpassen.

Im C-Klasse 12 Sicherheitsblock
“Schrepke ick brauch ne Pause!”
“Biste behämmert Erwin, wir sind grad mal zwee Meter jeloofen!”
“Wat soviel schon? Keen Wunda, det ick nich mehr kann. Männas ihr müsst ohne mir kämpfen.”
“Blödet Weichei, jedetmal det selbe!"

47,89 cm weiter

“Schrepke?”
“Wat is denn Paul?”
“Justav hats erwischt!”
“Wat? Scheisse!! Justav, wat is alter Krieger?”
“Ick kollabier?”
“Du kriegst jetzt kein Bier, du musst durchhalten Jussi!”
“Schrepke!”
“Wat is denn nu noch!”
“Die Bullen kommen, wir müssen uns beeilen!”
“Loof mal vor, ick krich grad n Anruf von meine Ollen.”

Unterwegs lief Paul gegen einen Tresen.
“Na Paulchen, wie imma?”
“Heute hätten wa se fast jekricht Werner, ick schwöre…”

Das alles hat selbstverständlich nichts mit Fußball zu tun, wie Chefinspektor C.P., gesprochen SssiiiPiiieeeh, kürzlich völlig zurecht monierte.
Und nicht zu Unrecht gehören solche Artikel auch mit einem Stern abgestraft, ich meine mal ehrlich, wer liest denn diesen Müll. Wir schlagen den Herrn Inspektor somit für die Reich Ranicki Ehrenmedaille vor, auf dass er dem Nonsens weiterhin tapfer auf der Spur bleibt, Amen und Schluss.
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Warum immer mehr Hunde rauchen

„Schlawutzke?“
„Ja Schäff?“
„In welcher Liga spielen wir gerade?“
„In der ersten, Schäff.“
„Soso. Und? Macht es uns Spaß dort zu spielen?“
Schlawutzke verharrte in der Position eines Mannes, der wusste, dass unschöne Dinge auf ihn zukamen. „Wir sind zumindest nicht abgestiegen.“
„Nicht!“
„Nein.“
„Noch nicht?“
„Möglicherweise?“
„Soso.“
„Dummdidumm.“
„Gibt es da etwas, dass sie mir sagen wollen?“
„Äh, nööö?“
„Schlawutzke!“
„Schäff?“
„Ja!“
„Nichts.“
„Soso!“
„Öhm.“
„Ja?“
„Unser Stürmer hat sich verletzt.“
„Wie ist so etwas in der Sommerpause möglich?“
„Haben sie mal aus dem Fenster geschaut?“
„Schlawutzke?“
„Wir haben Oktober.“
„Ja und?“
„Ich finde eine Sommerpause im Oktober irgendwie pietätlos.“
„Natürlich Schlawutzke! Und was ist nun mit dem Stürmer, wie hieß er doch gleich?“
„Schultz, Schäff.“
„Also was ist nun mit diesem Schultz?“
„Er hat sich während der Massage in einer von Gerlindes Waden verbissen.“
„Das passiert schon mal! Wo genau liegt das Problem?“
„Gerlinde ist daraufhin in Ohnmacht gefallen.“
„Lassen sie mich raten! Es ereignete sich ein ungeplanter Aufprall mit irreparablen Folgen.“
„Nein, der Strom fiel aus. Schultz ist jedoch die Abwesenheit von Licht nicht gewöhnt. So führte eins zum anderen.“
„Über das andere hatten wir nicht schon zufällig gesprochen?“
„Nein Schäff.“
„Na dann?“
„Es ist schwer zu erklären, Schäff.“
„Machen sie das eigentlich mit Absicht, Schlawutzke?“
„Schäff?“
„Na, mich permanent so hinhalten als bezahlte ich sie dafür, dass sie mir Informationen wie ein Marktschreier ohne Akzent feilbieten, für die ich dumm genug bin einen übermäßigen Preis zu zahlen, der sich in Form eines großzügigen Gehalts auf ihrem Konto wieder findet?“

Gerlinde poltert außer sich in Schäffs Büro.

„DIESER PYROMAN HAT ÜBERALL FEUER GELEGT. ER WAR DER MEINUNG, ES WÄRE ZU DUNKEL.“
„Hat ihn denn noch niemand über das Prinzip der Nacht aufgeklärt`“
„NEIN SCHÄFF, DA SCHLIEF ER GEWÖHNLICH IMMER.“
„Und warum ist er jetzt wach?“
„WIR FEIERN HEUTE JUBILÄUM.“
„Ich dachte sie wären mit Leydi…?“
„Schäff, wir sollten jetzt langsam die Feuerwehr holen.“
„Die kommt doch sowieso immer zu spät!“
„ABER IHRE STATUR?“
„Ich habe eine Statur?“
„Die hatten sie bei unserem Aufstieg in Auftrag gegeben. Sie wurde ordnungsgemäß in der Feindfankurve platziert.“
„ICH FÜRCHTE SIE HAT DURCH DEN BRAND BEREITS IHR HAARTEIL EINGEBÜSST.“
„Wo ist dieser Schultz?“
„WELCHE ROLLE SPIELT DAS. UNSER STADION BRENNT.“
„Die Bestimmung seines Aufenthaltes wäre zumindest eine Möglichkeit Dinge dieser Art künftig zu vermeiden!“
„Ich hätte da eine Idee.“
„Schlawutzke?“
„Wir müssen einfach den Ort aufsuchen wo das Feuer am hellsten ist.“
„DAS WÄRE VOR IHER BÜROTÜR, SCHÄFF.“
„Schultz?!“
„Wuff?“
„Wenn es dir möglich wäre weniger Feuer zu legen, könnten wir wieder für künstliches Licht sorgen!“
„Wuff!“
„Hat er mich verstanden?“
„ER REAGIERT NUR AUF EINFACHE BEFEHLE, SCHÄFF.“
„Zum Beispiel?“
„MACH DAS FEUER AUS, DU IDIOT! MANCHMAL REAGIERT ER AUCH AUF: SITZ.“
„Sitz!“
„Was soll das bringen Schäff?“
„Wenn er sitzt kann er nicht an Orte gelangen wo es seiner Ansicht nach zu dunkel ist, Schlawutzke!“
„Was ist jetzt mit der Feuerwehr?“
„Rufen sie sie!“

In letzter Zeit gewöhnen sich unzweckmäßig viele Hunde überflüssigerweise das rauchen an. Das wäre an sich nicht weiter verwerflich wenn sie weniger Schaden dabei anrichten würden. Aber das ist ganz sicher wieder eine andere Geschichte.

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Vorwärts immer- rückwärts nimmer!

„Vorwärts immer- rückwärts nimmer!“ lautet seit neuestem die Devise (kommt einem auch irgendwie nicht ganz unbekannt vor; war das nicht der der mal ein ganzes Land…na lassen wir das) im bald wieder verschneiten oder auch überfluteten Eberswalde, derweil man den Fortgang der Dinge, mit ganz viel Spielgeld aufm Konto, eher skeptisch beobachtet weil einem eine gefährliche Mafia auf die Schliche gekommen ist. Nur kann man diese Mafia leider nicht so einfach bei der Polizei anzeigen, dafür ist eben diese viel zu gewieft, bedient sie sich doch derer Mittel.

Lesen sie selbst.

„Mutter hat geschrieben!“ Schlawutzke wusste genau wer mit Mutter gemeint war, schwieg aber erhaben versucht den Eindruck zu erwecken, dass ihm diese Information eigentlich scheissegal war. „Hmmm.“ Schäff ignorierte das gespielte Interesse. „Wir sind im Eimer Schlawutzke! Die machen eine Betriebsprüfung. Dauer 3 Jahre! Was sagen sie nun?“ Schlawutzke fiel es schwer dazu etwas zu sagen. Er würde auch woanders eine Stelle finden wenn Schäff die Fälle davonschwammen. „Naja`“ antwortete er in der Hoffnung gleich wieder gehen zu dürfen. Und dann begann das nur allzu verhasste Klagelied, dass einige Schäffs so auszumachen schien wenn man sie mit zu wenig Lob bedachte. „Was ist das für ein Land Schlawutzke wo Leute ihr Gehalt aus unserer Tasche beziehen und dafür nichts anderes tun als zu überprüfen ob wir ordentlich arbeiten. Das ist ja beinahe so als würde man seinen eigenen Henker bezahlen!“
„Der SCHULTZ ist übrigens krank.“
„Was hat er denn?“
„Er hat sich vor zwei Wochen mit einem Rotweiler angefreundet. Seitdem attestieren ihm die Ärzte eine seltene Geschlechtskrankheit. Sie nennen es Hundebrucellose. Er meinte, es wäre nichts gewesen.“
„Ist ja widerlich!“
„Morgen soll er noch mal zum Arzt!“
„Jaja, kümmern sie sich darum, ist ja nicht zum aushalten!“
„Die Sache mit dem Kaninchen ist ja zum Glück aus der Welt.“
„SCHLAWUTZKE!!!“
„Schäff?“
„SCHNAUZE!“ Ein seltener Vorgang spielte sich während dieses Gesprächs zusätzlich ab. Gerlinde hatte unbemerkt das Büro betreten. „HUST!“
„Ggeerrlliinnddee?“ sang es fast zeitgleich aus Schäffs und Schlawutzkes Kehlen. „MORGEN HABEN WIR EIN WICHTIGES SPIEL! DIE SPAGACKEN KOMMEN!“
„Seit wann haben wir denn die in der Liga?“
„Nicht in der Liga Schäff.“
„IN HOLDERSENS KEVIN SCHLOTTER GEDÄCHTNISPOKAL!“
„Na und, was soll mich das jetzt kümmern? Dann sind da eben ein paar Spagacken, die sind sowieso überall, vornehmlich in den Toppnjus aber ich habe hier einen Betrieb zu führen verdammtnochmalundzuge…“
„SCHÄFF?“
„Lassen sie nur Schwester, der wacht gleich wieder auf.“
„UND WAS WENN NICHT?“
„Dann wird er zumindest keinen Gedanken mehr daran verschwenden wie es wäre wenn genau das eintreten würde.“
„ICH GEH DANN MAL ZUM TRAINING.“
„Und ich geh jetzt mit Mutter einen trinken.“

Ein neuer Erstligist zu sein ist wie Kreisligaspiele zu verlieren wenn man nur 5 Leute zur Verfügung hat die allesamt einen betriebsfinanzierten Mercedes fahren wollen. Es scheint einfach keinen Sinn zu machen. Oma Gerda würde vermutlich sagen: „Mathe ist wie das Einmaleins beim kacken. Was man nicht abwischt bleibt kleben und kann auf unvorteilhafte Weise das Paarungsritual an einem Nacktbadestrand beeinflussen. Oder anders: Einer weniger muss nicht zwingend später wirklich einer mehr gewesen sein.“

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Flucht aus Spagackenkaak


„BETRÜGER!“
„SCHWINDLER!“
„INSOLVENZVERWALTER!“
„HÄÄÄH??????“
„Ich meine ja nur.“
„Wo sind sie hin die elenden Betrüger?“ Einige Straßenecken weiter. „ hechelhechel..Sehen sie Schäff…hechel, jetzt ist alles wieder wie es sein sollte…hechel!“
„Ich glaube wir haben sie abgehängt…chrchr“
„Wir müssen zum Bahnhof!“
„Ich fahre doch nicht mit dem Zug!“
„Unsere Kutsche wurde wegen des Verdachts auf Tierquälerei beschlagnahmt, Schäff! Irgendjemand von der hiesigen „Rettet –die- Wale- Initiative“ ist uns auf die Schliche gekommen.“
„Sie hatten doch nicht etwa den Esel mit der Holzprothese eingespannt?!“
„Keiner der anderen kann es mit ihm an Geschwindigkeit aufnehmen!“
„Verdammte Umweltschützer!“
„Eigentlich wurde unser Gefährt wegen Gerlinde aus dem Verkehr gezogen, Schäff. Man hielt es für Tierquälerei ihr die Bewegungslosigkeit des Sitzens anzutun.“
„Und deshalb beschlagnahmt man eine Kutsche?“
„Mein Verdacht ist, dass hier eine gewisse Fleischknappheit besteht. Die Leute ernähren sich auffällig vegetarisch“
„Wie kann man sich denn auffällig vegetarisch ernähren?“
„Sehen sie den Mann dahinten unter der Laterne?“
„Ja.“
„Noch vor 5 Sekunden stand eine Frau neben ihm!“
„Na und?“
„Was glauben sie woran er gerade kaut?“
„Verdammt, ich höre Schritte! Wie weit ist es denn noch?“
„Wir sind gleich da. Bitte kleben sie sich diesen künstlichen Bart an. Ich habe einen Plan der nicht schief gehen kann!“
„Wen wollen sie denn damit täuschen Schlawutzke?“
„Vertrauen sie ihrem Schlawutzke, Schäff.“ Am Bahnhof wartete bereits Schwester Gerlinde. Neben ihrem Strohhut unter dem sie ein T- Shirt mit einem Nichtrauchersymbol trug, wucherte unten herum ein aus Naturbast gefertigter Minirock der die Blicke der Passanten wenigstens von ihrem Gesicht ablenkte. „Wie sehen sie denn aus?“
„SEIEN SIE STILL, ICH BIN JETZT SMOKY23 UND SIE SIND MEINE BEIDEN ABTRÜNNIGEN NICHTRAUCHER DIE ICH AUS SPAGACKENKAAK ABHOLE.“
„Ist das ihr Plan, Schlawutzke??!!“ Wenn Verzweiflung jemals die Absicht gehabt hätte sich namentlich zu erwähnen wäre ihre Wahl ganz sicher auf Schäff gefallen. Doch bis zur Grenze blieb die Fahrt ereignislos wenn man mal davon absah, dass Schlawutzke bei dem Versuch einen Schokoriegel zu öffnen zwei Fingernägel und einen Zahn verlor. Endlich war die Grenze erreicht. Die Schritte der Beamten näherten sich dem Abteil der Flüchtenden. „Sie kommen, Schlawutzke, dass geht nie und nimmer gut, wir werden alle sterben oder noch schlimmeres!“
„Pssst, lassen sie am besten nur mich und Gerlinde sprechen!“
Beamter: „Guten Tag. Bevor sie Spagackistan verlassen haben wir noch einige Fragen an sie.
1. Welche Personen haben sie hier besucht und wie viele davon waren unter 50 Jahre alt?
2. Wie oft haben sie eine Ampel bei rot überquert oder erst im letzten Moment realisiert, dass die Ampel bereits auf rot geschaltet war?
3. Wie oft haben sie unerlaubt Fleisch verspeist oder waren Zeuge wenn jemand selbiges getan hat?
4. Wann haben sie ihre Mutter das letzte Mal besucht und wie viel Geld hat sie ihnen bei ihrem Abschied heimlich in die Tasche geschmuggelt?
5. Wo waren sie am 23. Oktober 1987 um 15 Uhr?
6. Worin besteht der Unterschied zwischen einer geschälten Zwiebel und einer erdrosselten Spitzmaus?
7. Warum tragen sie falsche Bärte?“
„War das alles?“
„Beiliegend füllen sie bitte folgenden 35 Seiten umfassenden Fragebogen zu unserer Zufriedenheit aus!“
„INSPEKTOR! HONKYSCHWOKY HÖCHSTSELBST SICHERTE MIR ZU, DASS DIE NICHTRAUCHER, DEREN PRÄSIDENTIN ICH BIN, OHNE UMSCHWEIFE NACH HAUSE KOMMEN!“ Die Beamten wurden unsicher. „Sie sind Smoky23?“
„HABEN SIE IRGENDWELCHE ZWEIFEL?!“
„Äh, nein…prust…Smoky23…pfffff….haahahahahaaaa…sie können passieren….hihihi…schnrch…schönen Tag noch….pffff… jaja, der alte Honkyschwonky…hohohoho“

Eberswalde wartete nicht. Aber es jagte sie nicht fort. Es wollte sie auch nicht unbedingt behalten. Es tat einfach nichts. Es war ein gutes Heim. Hier war jeder schön der aussah wie der andere. Lediglich Mücken galten als hässlich obwohl sie sich unereinander auch sehr ähnlich waren. Besonders in ihren Gewohnheiten. Und so hätte alles auch friedlich, unbeschwingt weiterlaufen können wenn nicht ein Fax in Schäffs Büro die Dinge erneut ins Rollen gebracht hätte. „Schlawutzke! Raten sie, wer sich zu unserem Turnier angemeldet hat? Ich sage nur: RÜCKWÄRTS!“

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Fluch der Schönheit

In den heiligen Regionen der ersten Bundesliga angekommen, bei jedem Spiel zur Selbstschlachtung ladend, egal ob hauswärts oder im Eimer, dabei lächelnd die ein oder andere rote Karte mitnehmen (bald haben wir ein Skatspiel zusammen), tummeln sich Schlawutzke und Schäff vornehmlich bei Turnieren herum, an deren Eingängen noch keine Fahndungsfotos von ihnen aushängen.

„Oooch, ist det scheen hier!“ lallte Schäff, der die Schönheit seiner Umgebung vor allem in der Vielfältigkeit ihrer Biersorten maß. „Ich weiß nicht Schäff, irgendetwas stimmt hier nicht.“
„Was sie aber auch immer zu meckern haben. Is doch scheen hier in Schbagaggengaaggg!“ Plötzlich zerrte Schlawutzke Schäff in eine Nebengasse. „Ist ihnen mal aufgefallen, dass hier alle Leute rückwärts sprechen?“
„Verdammt Schlawutzke, ich hab mir gerade meine Hose mit Bier bekleckert!“
„Aber nicht nur das!“
„Was?“
„Die Leute reden nicht nur rückwärts, sie schreiben und bewegen sich auch so!“
„Das sieht ja aus als ob ich mir in die Hosen…!“
„Aber noch viel merkwürdiger ist, dass sie sich bei Unterhaltungen immer mit ihren Rücken anreden!“
„Wo issn Gerlinde, ich brauch ne neue Hose!“
„Schäff, wir sollten hier so schnell wie möglich verschwinden!!“
„Wieso denn? Is doch scheen hier!“
„Ja eben! Normalerweise werden wir mit allen Mitteln daran gehindert eine Stadt zu betreten. Erinnern sie sich nur an die Hunde vor einem Monat!“
„Der eine hat immer noch meinen rechten Daumen. Ich merke das jedes Mal wenn ich mein Feuerzeug anmachen will!“
„Sehen sie!“
„Aber was wollen sie damit sagen?“
„Wann haben sie das letzte Mal ein Bier bezahlt?“
„Na hören sie mal!“
„Da haben sie es Schäff! Während sie normalerweise nach der geprellten Zeche von wütenden Wirten verfolgt werden die ihnen ans Leder wollen, verfolgen sie die Leute hier höchstens um ihnen noch ein weiteres Bier anzubieten!“
zufällig auftauchender Passant: „Oooh…ich bin überwältigt euch hier zu treffen Meister! Ein bescheidenes Bier von einem Unwürdigen als Geschenk und Ehrerbietung gefällig?“
„Wer fragt gibt nicht gern! Her mit dem Zeug! Und nun verschwinden sie!“
zufällig zurechtgewiesener Passant: „Natürlich, mein Meister.“
Zufälliger Passant geht rücklings ab.
„Ja gut. Aber rückwärts reden die Leute jedenfalls nicht. Ob sie sich wohl rückwärts vermehren, hihi?“

Eine bewaffnete Einheit des Stadtschutzes unterbrach das Gespräch.

Anführer: „Sind sie Schäff?“
Schäff: „Ja?“
Anführer: „Sie müssen uns unbedingt zum Dallidulli begleiten!“
Schäff: „Warum laufen sie rückwärts?“
Anführer: „Damit wir immer sehen was hinter uns passiert.“
Schäff: „Aber sie reden vorwärts!“
Anführer: „Ich verstehe nicht ganz! Würden sie bitte einsteigen!“

Schlawutzke war verzweifelt. Auch an Gerlinde war kein herankommen mehr seit sie sich für den Dallidulli in aufreizenden Posen mit seiner Unterwäsche präsentieren durfte. Was aber wollte der Dallidulli von seinem Schäff? Hatte die ganze Sache vielleicht etwas mit dem Verschwinden des Honkyschwonky zu tun? Und warum wurden Schäff und er überhaupt erst zu einer Schönheitskonkurrenz geladen? Gewöhnlich lud man zu einem solchen Ereignis nicht unbedingt Leute ein die Haarwaschmittel nur deshalb mieden, weil man das Schädelgewächs so Kopfhautschonender zu recht kämmen konnte. Aber nichts deutete darauf hin, dass mit dem morgigen Ende der Spagackener Schönheitskonkurrenz auch der Aufenthalt von Schlawutzke, Schäff und Gerlinde endete. Schlawutzke spürte, dass sich die Schlinge um seinen Hals enger ziehen würde wenn er nicht handelte. Und er handelte. Lediglich die Hunde welche ihm seit seiner Ankunft sabbernd hinterherliefen wurde der Zutritt in die Bar verwehrt. „White russian!“ Aus der finstersten Ecke der Bar kam jemand auf ihn zu. Warum müssen finstere Gestalten eigentlich immer aus noch finstereren Ecken einer Bar auf einen zukommen obwohl man nur was trinken will, dachte er. „GUTEN ABEND!“

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Ach? Nee! Wat? Doch! Nana! ..??

„Realität ist etwas Grauenhaftes!“ Zukunft wusste wovon sie sprach. Sie verriet es nur niemandem. Und selbst wenn sie jemandem begegnete dem sie es hätte verraten wollen, lief sie Gefahr in ihrem Gegenüber eher selten ein Gefühl von Freude auszulösen. Ihr noch nicht geborener Ruf stand in keinem Verhältnis zur augenblicklichen Realität. Und schon gar nicht zu dem Wissen deren Fluch sie seit Anbeginn der Zeit mit sich trug. Eines Tages fand sie einen geeigneten Schlafplatz um einige Jahrhunderte zu überdauern. Ihr Schlaf hatte allerdings fatale Folgen. Alles was sich dabei in ihrer unmittelbaren Umgebung befand war zu einem Leben in der ewigen Gegenwart verdammt. Oder anders. Es war ihm nicht gestattet zu altern.
Zukunft hatte sich in entsprechendes Gefäß sofort verliebt. Ein Bieraromatisiertes Kleidungsstück, welches nur selten um die Aufmerksamkeit künftiger Ereignisse bettelte, schien der ideale Aufenthaltsort zu sein um von sich selbst nichts mehr wissen zu müssen. Gerlinde hatte besagtes Kleidungsstück in den Wirren ihrer Flucht aus einem Alpirsbacher Keller um ihre Hüften geschwungen und seitdem nie wieder abgelegt. Die permanent stattfindende Gegenwart störte ihr Zeitverständnis insbesondere dann wenn sie merkte, dass sie sich dreimal am Tag rasieren musste.
Eines Tage als Zukunft kurz erwachte durchlebte Gerlinde einen Zeitschock der sie binnen Sekunden um 378 Jahre altern und zunehmen ließ. Dann sah sie sich um, sah Schlawutzke, sah Schäff, sah ihren Schwabbelbauch, bestellte sich ein Alpirsbacher, goss damit den Hund, lachte, weinte, kratzte, schrie, erwachte…
„ICH KOMME VON FRÜHER?“
„Mhja, da war ich auch mal..“ sinnierte Schlawutzke während er unauffällig versuchte den Popel an seinem rechten Zeigefinger möglichst breitflächig an Schäffs Bürotischunterseite abzuschmieren.
„ICH MEINE ES ERNST!“
„Sie haben nur verdammtes Glück und etwas bei sich das uns alle interessieren sollte!“ Für Schäff galten Verhaltensregeln vorrangig dann wenn er seinem Spiegel begegnete. „UND WAS SOLLTE DAS SEIN?“
„Die Zukunft!“
„BELZEBUB!“
„Häääää..?“
„Sie finden Seife und Lappen in der Kammer, Schlawutzke! Damit können sie auch den Rest ihrer Popellandschaft unter meinem Bürotisch entfernen, die sie dort hinterlassen haben. Ich kann ja kaum noch meine Knie heben! …Und nun zu ihnen Schwester!“
„WER SIND SIE!“
„Jemand der weiß warum sie ihre Unterhose tragen!“

Es ist an dieser Stelle müßig die Dinge fortzusetzen. Denn ungeplante Zukunft findet in jedem Schlübber statt der mehr als drei Tage an seinem Besitzer überdauert. Ich höre schon den Chor der Kreolen: „Iiiiihhhh!!!“ Dann höre ich den Chor der Wale: „Always look on the …“
Die erwachende Prinzessin an ihrem Prinzen: „Das poppen mit mir wird dir schon noch vergehen wenn du mich lange genug gemästet hast!“ Der Chor der Kreolen…ja, dass hatten wir schon.

Aktuelles:
Turnierstart: 2.10.
Passwort: Ist ein Rätsel das im Turnier steckt

Viel Spaß beim knobeln.



Einer hats schon 20:00, 19.09.2010
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Im Schatten des Schlübbers

Die Nacht in der Zelle blieb es still. Unbemerkt hatte sich Honkyschwonky wie auch immer aus dem Staub gemacht, in Hinterlassenschaft eines Zettels dessen Inhalt Schäff ohne Brille nicht entziffern konnte. Was den Ärzten viel mehr Sorge bereitete war allerdings, dass Schäff keinen Bissen zu sich nahm.

Arzt 1+: Das ist ein völlig destruktives und inakzeptables Abwehrverhalten deren Ursprung ganz sicher nicht ausschließlich in seiner Kindheit begraben liegt!
Arzt 2: Ich denke eher es liegt eine sexuelle Störung, hervorgebracht durch eine Dezentrierung des zerebralen Kortex die wiederum ausgelöst wurde während einer unvorteilhaften Begegnung mit einer Dame, vor.
Arzt 3: Alles Nonsens! Der Mann verweigert die Nahrung weil er Vegetarier ist!
Arzt 1+-4 außer 3: PROLET!
Arzt 1+: Verpassen sie ihm ein paar Neuroleptika und flössen sie ihm die Nahrung von mir aus rektal ein!
Arzt 2: Wir können eine Störung nicht einfach bekämpfen indem wir sie zur moralischen Verliererin gegen eine neue Störung machen.
Arzt 1+-4 außer 2: WALDORFSCHÜLER!
Arzt 3: Wir könnten ihm eine Spargelsuppe anbieten, er ist ohnehin ganz schön fett.

Doktor 1: (gerade hinzugekommen) Haben sie schon diesen Zettel gelesen der ihm von dem zweiten Insassen, der übrigens spurlos verschwunden ist, hinterlassen wurde? Darin steht womöglich die Erklärung seiner Nahrungsverweigerung!
Arzt 1+-4: Aaaah! Nein!
Doktor 1: Dachte ich’s mir doch!
Schwester 1: Herr Doktor, sie müssen dringend ins Konferenzzimmer. Da wartet ein wichtiger Kunde auf sie!
Doktor 1: Der Kunde?
Schwester 1: Ich glaube schon.
Doktor 1: Nun gut Schwester. Meine Herren, ich hinterlasse ihnen dieses Schriftstück des Entflohenen um weitere Theorien anzustellen. Sie entschuldigen mich.

Arzt 1+-4: Was steht da, lass mich, nee mich, nee mich….uswuswuswusw

Irgendwo im Haus ganz woanders.

Doktor 1: Sieh an, Schlawutzke! Haben sie mitgebracht worum ich sie gebeten habe?
Schlawutzke: Wollen sie mich verarschen? Ich dachte sie hätten ihn längst!
Doktor 1: Was sie mir da untergejubelt haben war nicht mehr als eine Fälschung. Oder haben sie ernsthaft geglaubt ich würde auf eine ihrer getigerten Unterhosen hereinfallen?
Schlawutzke: Seien sie doch still! Viel schlimmer ist, dass sie den zweiten Insassen entkommen haben lassen! Wie konnte so etwas nur passieren? Ich habe ihnen doch verboten sich einzumischen!
Doktor 1: Von ihnen lasse ich mir schon lange nichts mehr verbieten! Sie haben wohl vergessen wer das Gutachten über die Todesursache von Schäffs holder Gattin unterschrieben und beglaubigt hat!
Schlawutzke: Sie Schwein!
Doktor 1: Oh bitte. Verschonen sie mich mit ihrer abtrünnigen Nachbarschaft!
Schlawutzke: Also gut, was wollen sie?
Doktor 1: Schlawutzke, benötigen sie Gedächtnistraining in meiner kleinen Einrichtung? Ich will diesen Schlübber und danach Lebensurlaub in einer ungarischen Berghütte!
Schlawutzke: Aber in Ungarn gibt es keine Berge.
Doktor 1: Natürlich nicht, sie Rindvieh!
Schlawutzke: Um das zu erreichen was sie wollen müssen sie Schäff freilassen.
Doktor 1: Auf gar keinen Fall!
Schlawutzke: Wenn sie es nicht tun dürfen sie wegen ihrer Inkompetenz weiterhin gern Binden tragen!
Doktor 1: Sie meinen Inkontinenz. Also gut, ich lasse ihn frei. Ihr Schäff verweigert übrigens jede Art von Nahrungsaufnahme.
Schlawutzke: Tatsächlich.
Schwester 1: Ich habe mir erlaubt seinen zu Knebel entfernen. Er frisst jetzt wie ein Scheunendrescher.
Schlawutzke: Sie haben ihn geknebelt?
Doktor 1: Er redete einfach zu viel!
Schlawutzke: Wenn die Sache hier vorbei ist müssen sie mir unbedingt verraten wie sie das bewerkstelligt haben.


Liebe Leser,

sie haben zweifellos das Spagackenblatt gelesen! Haben sie nicht? Was verfolgt sie dann wenn sie es tatsächlich bis ans Ende dieser Zeilen geschafft haben? Ohne die Hinzuziehung der spagackischen Presseberichte kann es ihnen unmöglich gewesen sein die über ihnen stehenden Schriftzeichen zu deuten. Außer sie sind genial. Dagegen ist prinzipiell nichts einzuwenden. Einwände sind ohnehin nur Vorwände um nicht hinter Wände blicken zu müssen an denen man sich andernfalls die Gesichtshaut ruinieren würde.
Bevor sie aber den Gedanken an die eigene Genialität vollkommen verworfen haben möchten wir sie noch mit einer kleinen Mathematikaufgabe belästigen. Rechnen sie alle Zahlen des Textes, inklusive der davor oder dahinter gesetzten Zeichen zusammen und erkennen die daraus folgende Liedkomposition.

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Ehre, Geld und Unterbuxn

Im Kampf um Geld, Ehre und Unterbuxn geht es seit gestern stet zur Sache.


Monstersieg der Bullenkuhlen!

Im Stile eines kommenden deutschen Meisters fertigten die Bullenkuhlen den ambitionierten SKC Münchberg mit 9:0 ab. Die Müncheberger werden es verschmerzen warf ihnen doch, während des gesamten Spiels, Gerlinde immer wieder verliebte Blicke zu.


Zitterspiel der Nichtraucher

Im Spiel gegen Essen 01 unterstrichen die kometenhaft aufgestiegenen Nichtraucher wie blank die Nerven derzeit an der Ostsee liegen. Nach unmittelbaren Aufstiegen in die zweite Bundesliga konnten sie nur mit Mühe die ersten 3 Punkte in diesem Turnier erspielen. In der Liga läuft es für den Zweitligisten, vorsichtig optimistisch ausgedrückt, beschissen. Die Essener, angereist mit ihrer Vereinstipse welche sich seit der Entblößung des Schlübbers immer öfter in Schlawutzkes Nähe blicken lässt, spielen nun mit dem Gedanken eine von Gerlindes Socken wenigstens als Trostpreis mit nach Hause nehmen zu können.


Keine Überraschung bei RittyCitty

Ein weiterer Favorit erledigte auch am zweiten Spieltag souverän seine Hausaufgaben. Das 4:0 gegen RittyCitty sicherte der RB Stahnsdorf den vorübergehenden zweiten Tabellenplatz. Seit der Bezirksliga sind die Stahnsdorfer dem Schorfheider Bergvölkchen immer um eine Nasenlänge voraus. Folglich haben sie bereits einen Masterplan zum Erreichen der nullten Liga vor den Holzfällern im Gepäck.


Duell der Topp-Newspiraten

„Marleen, einer von uns beiden muss nun gehen…“ trällerte Schäff nach dem Spiel vor Honkyschwonkys selbstmitgebrachten Thron, vor dem er wie ein Strauß mit einer Gehbehinderung hin und her stolzierte. „Nääänääänänäänäääää!“ antwortete der Vater des Nonsens, zeigte Eselsohren und regnete mit seiner Zunge auf Schäff herab. Dieser entblößte darauf seine Sitzmuskulatur (na ja….??!!) und entfachte einen gewaltigen Sturm in die Höhe des Honky. Nur wenig später redete man auf die Beiden beruhigend ein, verpasste ihnen das entsprechende Kleidungsstück der Selbstliebe und sperrte sie in einen gepolsterten Raum.


Tabelle

1 Sitting Bull Bullenkuhlen 2 12 : 0 6
2 RB Stahnsdorf 2 9 : 0 6
3 Holzfäller SV Eberswalde 09 2 4 : 0 6
4 1.FC Spagackenkaak 2 5 : 2 3
5 Nichtraucher 2 1 : 3 3
6 Essen 01 2 0 : 6 0
7 RittyCity 2 0 : 9 0
8 SKC Münchberg 2 0 : 11 0


So siehts also aus nach zwei Spieltagen. Der Vierkampf der Bundesligisten findet morgen die erste Königsetappe vor sich. So was wie die Alpen bei der Tour de France oder beim Zehnkampf das paraolympische Sackhüpfen. Da werden Honkys Spagacken es mit Stahnsdorfer Filigranfussballern zu tun bekommen und die Holzfäller werden zum Bullenkuhlentrainingsprogramm geladen. Smoky23 kann bei Papaspagetti wahrscheinlich schon allein wegen ihrer weiblichen Reize punkten. Im Alter soll sich allerdings angeblich die Reizsensibilität sensibilisieren. Am meisten Spannung verspricht jedoch das Spiel der Müncheberger gegen die Essener. Weil…ist eben so!

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Der Schlübberkult- Das Finale 2 (mit Original FC-Cup Kommentaren)


Die Präsentation

Aus der Vielfalt gelesener Kommentare zum letzten Artikel ergaben sich einige noch zu klärende Fragen die selbstverständlich nur zu weiteren Verirrungen führen sollten um nebenbei einen völlig an den Haaren herbeigezogenen Verdachtsmoment zu erhärten.

Lesen sie selbst

Journalist 1: Wenn das Gerlindes Schlübber sein soll will ich auf der Stelle tot umfallen.
Schlawutzke: Wäre es ihnen genehm auch erst dann tot umzufallen wenn ihre Kollegen den Raum verlassen haben?
Holdersen: Ich hab doch gesagt der Noll hat den Schlübber!
HonkySchwonky: Ash schlûebbg durbatulûk,
ash schlûebbg gimbatul,
ash schlûebbg thrakatulûk
agh burzum-ishi gerlinmpatul...

Journalist 2: Ich kann mir nicht helfen..hicks…aber je mehr ich trinke, desto voller wird mein Glas…hicks…
Schlawutzke: Das liegt nur an der Größe der Gläser.

Smoky23 : Hmmmm.....also nur vorab: Ich habe den Schlübber nicht! Aber glaubst du ernsthaft ich könnte Schlawutzkes Unterbuxe nicht von Gerlindes Wolldingens unterscheiden?
MarkK : Wir haben den Schlübber nicht,aber egal wer ihn hat,Münchberg will und wird ihn sich holen,dafür werden wir sogar den Schlübbersnüffler einsetzen wenns sein muss! Basta!
Schäff: Aber hier ist doch der Schlübber!
Journalist1: Ich hab das ganz genau überprüft!
SCHULTZ: Wuff
HonkySchwonky: Ash schlûebbg durbatulûk,
ash schlûebbg gimbatul,
ash schlûebbg thrakatulûk
agh burzum-ishi gerlinmpatul...

MadMane72 : Immer mit der Ruhe. Hätt von meiner Urgroßmutter noch ein paar Schlübber. Wennst alle bunt vermischt gibts genug Schlübber für alle und keinem fällts auf.
Schlawutzke: Das glauben aber auch nur sie.
bestbayern : so gut hab die abonniert die Zeitung.
Schlawutzke: Na großartig! Wegen ihnen müssen wir jetzt einen Zeitungsjungen einstellen der bis nach Bayern fährt!
Duke Arvid : Lol , hätte mich beim Kaffeetrinken .fast verschluckt vor lauter Lachen , oder war das der gesuchete Schluebber ???!!!
Schlawutzke: Sie sollten weniger Kaffe trinken.
RundUndEckig : Ein Schlübber auf Abwegen und dazu dann nen Tigerslip von Schlawutzke. Etwas verwirrend diese Schiesserverwechseldichichhabihnnicht Story. Ich ähhh hab ihn übrigens auch nicht und eigentlich will ich den auch nicht oder doch? Grübel Grübel....
Schäff: Woher weiß der Mann was sie für Unterwäsche tragen, Schlawutzke??!!
King Bully: Sehen Sie nächste Woche:

FÜR EINE HANDVOLL SCHLÜBBER!

Mit Cindy aus Marzahn in der Rolle von Gerlindes linkem Unterschenkel! IN 3D!!!

Schäff: Haben sie etwa die Filmrechte veruntreut?
Killerkarl: Schlübber hin - Schlübber her, einmal längs und wieder quer....tralalalalaaaa
Schlawutzke: …ja, das waren noch Zeiten damals bei der Armee.
Honkyschwonky : Ash schlûebbg durbatulûk,
ash schlûebbg gimbatul,
ash schlûebbg thrakatulûk
agh burzum-ishi gerlinmpatul...

Schäff: Soo, die Pressekonferenz ist beendet!

Der Raum leert sich. Er hinterlässt die quälende Ungewissheit über den Aufenthalt eines Kleidungsstücks für das viele Männer gern viel Geld bezahlen würden. Merkwürdig nur, dass ausgerechnet Smoky23 sich an diesem Firlefanz beteiligt. Oder ist sie tatsächlich die lang gesuchte Mutter aller Schlübber oder um es mit Honkschwonkys Worten zu sagen:
„Ash schlûebbg durbatulûk,
ash schlûebbg gimbatul,
ash schlûebbg thrakatulûk
agh burzum-ishi gerlinmpatul...“ ?


..
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Der Schlübberkult 3- Das Finale Teil 1

Irgendjemand hat sich den aberwitzigen Irrglauben einfallen lassen der die Zahl 3 betrifft. Die heilige Dreifaltigkeit, das Dreirad, Drei Engel für Charlie, die Dreiecksbeziehung, die berühmten drei Wünsche wenn zufällig eine gute Fee vorbeikommt, die im Musikunterricht so verhasste Triangel.
Seit uns das Fernseh- und Kinomonstrum fest in seiner Mangel hat, verfolgen uns Trilogien aller Art. Erinnert sei an Kinofilme wie „Der Pate“, „Zurück in die Zukunft“, „Der Herr der Ringe“, „Fear and loathing in Las Vergas“, „Der zweite Weltkrieg“.
Diese Seuche macht auch vor diesem interaktiven Spiel nicht halt. Einem Spiel, das man mit Ernsthaftigkeit betreiben muss! Da bleibt keine Zeit für Nonsens, schwachsinnige Artikel oder die Suche nach Gleichgesinnten! Was wir lesen wollen sind spannende Fußballberichte aus noch spannenderen Ligen! Wir sind hier schließlich alle Individuen die eben nur zufällig alle das gleiche machen! Und ja, ich war auch schon früher dagegen! Aber ich schweife ab.

In den Katakomben 2

„Schlawutzke, haben sie das auch gehört?“
„Es kam aus dem Experimentierlabor!“


wusch

„Schwester Gerlinde, bitte bedecken sie sich!“
„ICH HATTE NOCH KEINE ZEIT.“
„Wo ist der Schlübber?“
„ER HAT IHN!“
„Das ist unmöglich!“
„Schlawutzke, sie hören nicht zu! Er hat ihn! Wie erklären wir das nur den Turnierteilnehmern?“
„AM BESTEN SIE VERFASSEN EINEN SCHWACHSINNIGEN ARTIKEL UND GEWÄHREN DEN INSASSEN PSYCHATRISCHER ANSTALTEN INTERNETZUGANG!“
„Sagen sie, haben sie wirklich nur dieses Ahornblatt gefunden um sich zu bedecken?“
„Äh Schäff, die Pressekonferenz beginnt in 25 Minuten.“
„DER BIKINI ERFÜLLTE SEINEN ZWECK NOCH WENIGER.“
„Das ist ärgerlich, der war sicher teuer.“
„Schäff?“
„Was wollen sie Schlawutzke!?“
„Die Pressekonferenz!“
„Verdammt! Schlawutzke, ziehen sie ihre Unterhose aus!“
„Bittäää?“
„Nun machen sie schon!“
„Ich glaube nicht, dass das funktionieren wird Schäff.“
„Vertrauen sie mir Schlawutzke. Außer Gerlinde wird nur ein Manager die Fälschung erkennen. Und der wird den Teufel tun was zu sagen. Es sei denn?“
„Ja?“
„ES SEI DENN ER HAT DEN SCHLÜBBER NICHT!“


dängdängdängdäääääng

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Der Schlübberkult 2

Vorkenntnisse aus dem ersten Teil unbedingt erforderlich.

In den Katakomben. Schäff liegt ohnmächtig am Boden, Schwester Gerlinde baumelt umgeben von spitzen, metallischen Apparaturen an der Decke und Schlawutzke bedient Knöpfe an einer Konsole.


„WAS IST MIT IHM, SCHLAWUTZKE?“
„Oh, er hat nur zu viel gearbeitet.“
„WANN HAT IHRE NICHTSNUTZIGE MASCHINE ENDLICH DIE ZÜNDMECHANISMEN ENFERNT?“
„Es sollte in wenigen Stunden soweit sein, Schwester.“
„STUNDEN?!“
„Der, der euch das antat leistete ganze Arbeit, meine Liebe. Wie war noch gleich sein Name?“
„ICH HÄNGE HIER SEIT TAGEN AN DIESER KETTE NUR WEIL SIE NICHT IN DER LAGE SIND MIR DEN SCHLÜPFER ZU ENTFERNEN UND SIE FRAGEN MICH NACH DEM NAMEN DES ERBAUERS MEINER UNTERHOSE? SIE WISSEN DOCH, DASS MAN DEN NAMEN NICHT AUSSPRECHEN DARF!“
„Verzeihung, ich wollte nicht taktlos sein. Haben sie Hunger?“
„SCHLAAAAAWUTZKE!!!“
„Schlawutzke?“
„Schäff?“
„SCHÄFF?“
„Gerlinde?“
„Geht es ihnen gut, Schäff?“

Schlawutzke erklärte Schäff alles. Vor langer Zeit als Gerlinde noch in einem Keller eingesperrt, beim finsteren Lord Alpirsbach lebte, verwettete dieser ihre Unschuld an einen üblen Gesellen aus Sparta, Ortsteil Attackenkaag, der hierauf sein monströses Meisterwerk an dem verängstigten kleinen Mädchen vollendete. Viele Jahrhunderte lebte Gerlinde unter dem Fluch ihres unsterblichen Schlübbers, der sie selbst am Leben erhielt, unter ihrem neuen Herrn Baron Honky Onkel, bis dieser an einer Überdosis Ameisenshit schließlich das zeitliches segnete. Gerlinde nutzte die Gunst des Augenblicks und flüchtete in die Welt. Doch was sie nach 500 Jahren Dunkelheit sah machte ihr Angst. In einem entlegenen Forst traf sie auf Schlawutzke der gerade an einen Baum sein Revier markierte. Ihm erzählte sie alles.

„Könnten sie mich bitte mal in Ruhe pissen lassen?!“

Vom Fluch ihres Schlübbers, den Bomben die hochgehen würden wenn man den Versuch unternähme ihn zu öffnen, von ihrer Wanderung durch die Jahrhunderte.

„ICH ERWARTE MEINEN ALTEN WIDERSACHER SCHÄFF. DIESES TURNIER IST GENAU DIE FALLE IN DIE ER TAPPEN SOLL.“
„Das ist der Plan, Schäff.“
„Schlawutzke, dieser Raum hat doch sicher einen Nebenraum der mit diesem durch eine Tür verbunden ist von dem aus man uns aus diesem Raum nicht hören kann!“
„Äh, ja.“
„Da gehen wir jetzt mal hin!“
„Okay.“

Trappeltrappel

„Hören sie Schlawutzke, ich will diesen Schlübber und danach dieses Turnier zu Ende bringen! Ist das klar?!“
„Sie sind es…..“
„Natürlich bin ich es!“
„Nein Schäff, sie sind der alte Meister! Gerlinde hatte Recht!“
„Schlawutzke, sind sie jetzt vollkommen irre? Sehe ich aus wie ein Fossil?“
„Sie haben Recht, Schäff. Aber seit dieser Schlübber im Umlauf ist geschehen seltsame Dinge.“
„Was ist los mit ihnen Schlawutzke? In ihrer Gegenwart passieren ständig seltsame Dinge!“
„Er wird verhindern wollen, dass ich sein Werk zerstöre, Schäff.“

Stellen sie sich jetzt vor, sie hörten den ersten Satz aus Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 7 und sie erhalten eine Vorstellung von Schäffs Gesichtsausdruck.

Demnächst: demnächst?

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Der Schlübberkult 1

Seit Tagen dröhnen unheimliche Laute aus den Gewölben der Holzfällerzentrale. Der Beschluss des Präsidiums unter der Leitung des Vorsitzenden und einzigen Mitgliedes, Schäff, droht unter den wackligen Füssen der Realität zusammenzubrechen. Die morgige öffentliche Präsentation des Hauptpreises beim nächsten Holzfällerturnier scheint ernsthaft in Gefahr zu sein.

„Schäff, es wäre gut wenn sie mir folgen würden.“
„Schlawutzke, ich arbeite gerade an meiner Rede für den Empfang des Bürgermeisters morgen!“
„Wenn sie mir nicht folgen können sie sich die Rede sparen Schäff.“

Schlawutzke führt Schäff an Orte wo er noch nie…


„Schlawutzke, wo sind wir? Und vor allem wo sind sie? Was war das??“
„Das war ich Schäff. Sie stehen auf meiner Hand. Wir müssen noch weiter bergab.“
„Noch weiterääääääääääääääääääääääääääääääääää…äää.ää…ä…?!“
„Alles in Ordnung, Schäff?“
„Nein! Wo sind sie?“
„Direkt über ihnen.“
„Autsch!! Gehen sie von meinem Kopf runter!“
„Verzeihung Schäff.“
„Warum haben sie keine Taschenlampe mitgenommen?“
„Wegen der Insekten, Schäff. Hier entlang.“
„Hier entlang? Sie machen mir Spaß, Mann!“
„Wir sind gleich da.“
„Das will ich ihnen auch geraten haben!“

Die zunehmend lauter werdenden Laute werden lauter. Sie materialisieren sich in einer Form die Schäff nie für möglich gehalten hatte.

„Schlawutzke, wer sind die Menschen unter den Roben?“
„Das sind Schutzpatrone von Gerlindes Schlübber. Sie werden ihm folgen wohin auch immer er sie nach dem Turnier führt.“
„Aber was sind das für unmenschliche Laute aus dem Nebenraum?“
„Sie sind des Rätsels Lösung für die Fertigstellung ihrer Rede Schäff.“
„Oh nein, sagen sie mir nicht so was Schlawutzke! Sagen sie mir nicht, dass ich gegen eine Bestie kämpfen muss um morgen noch meine Rede halten zu können! SAGEN SIE DAS NICHT, SCHLAWUTZKE!!“
„Wie kommen sie denn auf diese Idee?“
„Nur so ein Gedanke Schlawutzke. Was passiert als nächstes?“
„Sie können Fragen stellen. Das sage ich ihnen wenn das übernächste vorbei ist.“
„Wenn das übernächste vorbei ist weiß ich auch was das nächste war! Wer gibt da diese grauenhaften Laute von sich?“
„Meine neueste Erfindung, Schäff.“
„Warum müssen Erfindungen dieser Art eigentlich immer auf geheimnisvolle Weise in dunklen Kellerräumen offenbart werden. Gewöhnlich sterben bei solchen Sachen Menschen!“
„Schäff, vielleicht sollten sie weniger Filme aus dem Internet herunterladen und sich mehr der Realität stellen.“
„Das ausgerechntet sie mir so was sagen!“

Die immer noch permanent lauter werdenden Laute, die zunehmend lauter werden erhalten ein Gesicht.

„GERLINDE!!!??? WAS TUN SIE DA???“
„Keine Sorge Schäff, sie wird nur repa..operiert.“
„Sie hängt Kopfüber an einem Seil und wird von kreischenden Metallarmen mit spitzen Klingen bearbeitet!“
„Genau so ist es Schäff.“


Demnächst: demnächst

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Leydis Nachfolger und wer mich liest ist doof

Ja wer ist eigentlich Lars Leydecker? Sein ehemaliger Verein, der 1. FC RM Berlin 09 hat ihm auf seinem Profil bereits ein Denkmal gesetzt. In der Vereinszentrale der Holzfäller hörte man beim 178 en Tor auf zu zählen. Nun steht der Mann vor seinen letzten Spielzeiten und in der Vereinszentrale wird man ungeduldig wer seine Nachfolge antreten soll. Im geheimen Trainingscamp von Schwester Gerlinde, das so geheim ist, dass selbst alteingesessene Spieler es nicht oder zu spät finden oder selbst gefunden werden, im schlimmsten aller Fälle als verschollen gelten, dort also reift seit vielen Saisons eine Frucht, die den Leydi nicht nur ersetzen, sondern ihn schlichtweg übertreffen soll. Im heutigen Freundschaftsspiel gegen den alten Mitstreiter aus dem Ruhrpott, dem FC Ruhrpott-Ost, sollte der neue Rohdiamant mit dem verpflichtenden Namen, SCHULTZ, erstmals getestet werden. Dem Spiel bei wohnten auch die völlig erstaunten Schäff und Schlawutzke. Und SCHULTZ schlug gleich 3 Mal beim unterhaltsamen 25:27 gegen den Gast aus dem Ruhrpott zu.

Nach dem Spiel

„Seit wann haben wir denn den im Verein?“
„Er ist uns praktisch in die Wiege gelegt worden. Gerlinde trainiert ihn seit er 17 ist. Jetzt will sie ihn heiraten.“
„Wie die Zeiten sich doch ändern….“
„Wem sagen sie das Schäff. Übrigens hat sie um einen Termin gebeten.“
„Waaaaas??? Wann??!!!“
„Äh, jetzt.“


Schepper

„Oh Schwester Gerlinde, liebreizendstes Augenlicht unter meinem Vereinshimmel. Und was für ein niedliches…ja was für ein niedliches…. Schlawutzke? Was ist das?!“
„Oh, das ist SCHULTZ Schäff. Unser neues Talent.“
„Aber es lässt die Zunge baumeln, sabbert mir auf den Teppich und knurrt mich an!“
„SCHULTZ!“
hechelhechelhechel
„Ich glaube er mag sie Schäff.“
„Dafür wird er auch bezahlt. Was kann er noch so?“
„Er hat rudimentäre Sprachkenntnisse, kann ohne Befehle nicht leben, hält Frauen für eine Lebensmittelkrankheit und will nur eins. Tore schießen.“
„Kurzum. Der perfekte Idiot!“
„Psssst, sagen sie das nicht in seiner Gegenwart.“
„Schon gut. Wir machen ihn reich und er darf dafür blöd bleiben. Hauptsache er macht seinen Job. Und nun mal zu dir SCHULTZ! Sitz!“
grrrrrrrrrrrrr
„Seine Manieren sind schauderhaft! Treiben sie ihm das aus!“


Schwester Gerlinde zieht den angeleinten SCHULTZ aus Schäffs Büro.
Ein geöffneter Tafelwein versprüht den Hauch todesnaher Gedanken.
Zwei Gläser werden gefüllt.

„Es ist soweit Schlawutzke, ich resigniere….gluckgluckgluck“
„Was haben sie denn Schäff?“
„Haben sie eben gepennt? Unser neuer Stürmerstar hält sich für einen Hund! ….gluckgluck“
„Welch ein Glück nicht wahr? Stellen sie sich vor er hielte sich für eine Katze. Dann müssten wir ständig seine Launen ertragen.“
„Oder für einen Hahn, dann würden wir jeden Morgen pünktlich aufstehen… Ach hören sie schon auf Schlawutzke! Demnächst stellen sie noch Betonpfeiler als Abwehrspieler ein nur weil die nicht soviel reden. Wo soll das hinführen?“
„Verstehe, sie halten uns also für etwas weltfremd?“
„Und das ist noch gerlinde ausgedrückt!“
„Gerlinde?“
„Sie wissen was ich meine!“
„Aber Schäff, schauen sie sich um. Schauen sie nach Spagackenkaak, schauen sie zu Schorsch Chancentod, schauen sie zu King Bully, zum SKC Münchberg, zu Essen 01, zum 1.FC Joker Pankow Berlin 09 der nach wie vor nur anonym schreiben darf und nicht abonnierbar ist, zu Ballschubser Vogtland, Görlitzer Fussballclub Rauschwalde, den Sitting Bull Bullenkuhlen, den Schluft-Schlösschen Kickers United 09 , natürlich die Nichtraucher und alle anderen die ich vergessen habe.“
„Häääh?“
„Lesen sie Schäff, einfach nur lesen.“



Ausschreibung:

Sie glauben, sie schreiben gute Artikel, werden aber nicht gelesen? Werden sie unser Protege! Schicken sie uns ihre Artikel damit wir uns mit fremden Federn schmücken können. Und zwar genau mit ihren.
Mal im Ernst. Wer glaubt einen unterhaltsamen Zeitungsartikel gefunden zu haben kann im Kommentarteil gern seinen Tipp abgeben. Der beste Artikel erscheint demnächst in diesem Blatt unter Hinzuziehung des Verfassers und dessen Einverständnis.


Gerlindes Schlübber sucht noch immer nach Abnehmern.

Genaueres unter Vereinsprofil.

Beste Grüße
zum Artikel

Willkommen in der Realität

Seit Tagen schweigt Schlawutzke. Apathisch tappt er durch die Katakomben der Holzfäller. Kein Wort verlässt dabei seinen Mund, kein Augenaufschlag lässt eine emotionale Regung erkennen, starr blickt er scheinbar ferngesteuert in Richtungen die nichts vermuten lassen, jedenfalls nicht wenn man nicht Schlawutzke heißt. Selbst die von allen Ängsten und Hüfthaltern dieser Welt befreite Schwester Gerlinde macht einen großen Bogen um den zweiten Mann des Vereins und Schäff hat mehr mit einem Furunkel in der Aftergegend zu kämpfen, als dass ihn fremde Nöte beschäftigen könnten. Als Schlawutzke in einem Anfall von Geisteskrankheit nebenher locker 19 Millionen für ein Turnier verschrotet vergisst Schäff seinen Grundsatz konfliktscheuen Handelns.

„Was ist los mit ihnen Schlawutzke? Wollen sie mich ruinieren? …Bekacktes Furunkel!“
„Ist ihnen jemals in den Sinn gekommen, dass sie überhaupt kein Furunkel haben?“
„Scheisse nein! Es juckt wie verrückt und die Salbe vom Gärtner macht alles nur noch schlimmer.“
„Und einen Gärtner gibt es auch nicht, Schäff.“
„Sicher Schlawutzke! Und wir arbeiten selbstverständlich auch nicht für diesen Holzfällerverein!“
„Ausgezeichnet Schäff.“
„Sagen sie mal, drehen sie jetzt völlig durch?!“
„Ganz im Gegenteil Schäff. Denn jetzt in diesem Augenblick beobachtet er uns. Ich habe geträumt ich wohnte im inneren einer alten Schatulle die ich hin und wieder verlassen dürfte um genau hierher zu gelangen. Tatsächlich aber wohne ich in einer Gehirnschatulle während ich jetzt träume. Hin und wieder wache ich unter einem gepolsterten neuartigen Stirnadernschoner aus edlem Fichtenholz auf und lutsche am Daumen.“
„Ach und deswegen geben sie also 19 Millionen Sesterzen für ein Turnier aus?!“
„Verstehen sie nicht Schäff. Was auch immer ich tue und auch sie, alles was uns widerfährt wird gelenkt von einem einzigen Hirn.“
„Großartig! Vielleicht sollte ich ihren Lenker und Denker unserer Geschicke darum anbetteln, dass mein Furunkel verschwindet!“
„Es wäre einen Versuch wert.“
„Sie haben hier doch hoffentlich keine Kamera versteckt!“
„Nun versuchen sie es schon Schäff.“
„Öhm…lieber ääh…na du eben…ich wäre, mit Verlaub, gern mein Dings…äh…na du weißt schon wieder los. Wenn das gehen würde?“
„Und?“
„Es ist weg! Hahaha, es ist weg! Wie haben sie das gemacht, wie ist das geschehen, wer, was……“

20 Sekunden später….

„Aua, Mist, da isses wieder!“

Stimme: „Verarscht!“

Demnächst:
Gerlindes Baumwollschlübber Turnier. Irgendwann im September. Vielleicht am 11. Reservierungen an gedankenlosen Manager gerichtet machen nur mit Strohhut Sinn.

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Hüfthalter, Handschellen und Gedöns

Eberswalder Gedöns

Eberswalde. Eine Stadt lebt in Angst. Weil! Gerlinde läuft seit heute ohne Hüfthalter durch ihre Wahlheimat. Schon nahmen Spagackenfans dies zum Anlass den hiesigen Güterbahnhof, den sie irrtümlich für die Eberswalder Vereinszentrale hielten, in ein Häufchen Schutt und Asche zu verwandeln.
Grund: Der 1.FC Spagackenkaak ergatterte statt des erhofften Hüfthalters nur ein paar läppische Euronen mit denen man künftig Honkyschwonkys Whirlpoolreiniger davon abhalten will im Stadion Akkordeon zu spielen. Tatsächlich bemächtigten sich die Bierbauchberserker des holden Stückes. Den Sitting Bulls aus Bullenkuhlen wird’s wurscht sein, wiesen sie doch sämtliche anderen Turnierteilnehmer in die Schranken. Genaueres über den Turnierverlauf erlesen sie in Honkyschwonkys Tagesbericht.

Wirtschaft:
Für den Bau des neuen Güterbahnhofs Eberswalde, so der der Bürgermeister aus Prenzlau, müsse ausschließlich der Verein aufkommen der die Hauptschuld an dem Zustandekommen der Kraterlandschaft trüge. Der beheimatete Verein hätte immerhin auch die Mittel gehabt ein so kostspieliges Turnier zu finanzieren.

Verkehr:
Durch die vorübergehende Einstellung des Zugverkehrs zwischen Angermünde und Bernau bitten wir alle zugereisten Besucher sich morgen um 11 zur Pinguinfütterung im Eberswalder Zoo einzufinden. Von dort aus befördern sie Droschken zum Werbellinsee von dem aus sie zwar auch nicht näher an ihr Ziel gelangen aber das Bier in der ehemaligen Pionierrepublik galt schon zu DDR Zeiten unter den 13 Jährigen als echte Herausforderung. Einer soll es im Jahr 1983 sogar geschafft haben 15 halbe Liter zu verdrücken ohne zwischendurch pinkeln zu müssen.
Um 21 Uhr wird dann der Forstweg nach Eichhorst für sie geöffnet von dem aus sie die Busse nach Groß Schönebeck nutzen können um mit der Heidekrautbahn nach Berlin zu fahren. Bitte führen sie bei der Benutzung des Forstweges folgende Gegenstände mit sich.
-Handschellen
-ein Diktiergerät
-500 Euro in kleinen Scheinen
-eine unangeleinte Katze
-4 Lakritzbällchen
-100 Meter Stacheldraht
-einen Quittungsblock
-eine Schwebegondel

Verhaltensregeln im Wald:

Hin und wieder kann es passieren, dass ihnen Waldbewohner begegnen. Daher ist es wichtig die Regeln der Einheimischen genau zu kennen um eventuellen Tendenzen einer sich entwickelnden Gewaltspirale wirksam entgegentreten zu können.
-Das zermalmen von Schnecken ahnden die Bewohner mit 25 Mückenstichen.
-Das erdrücken einer Mücke hat zur Folge, dass sie sich vor Spinnennetzen nicht mehr retten können.
-Die Zerstörung eines Spinnennetzes nehmen Wildschweine zum Anlass psychodelische Grunzlaute von sich zu geben.
-Der Tritt in einen Ameisenhaufen wird ihnen durch Stiche der überaus seltenen, nachtaktiven Faltenhornisse vergellt. Die Folgen sind insbesondere für in der Modebranche tätige Damen fatal.
-Unaufgeforderte Unterhaltungen mit Bäumen sind streng verboten!

Sollten sie all diese Dinge berücksichtigen, steht einer reibungslosen Heimreise nichts mehr im Weg. Wir bedanken uns nochmals für ihre rege Teilnahme und wünschen ihnen alles Gute zum nächsten Geburtstag.

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Das Geheimnis des Hüfthalters…

…ist schon lange kein Geheimnis mehr wenn man weiß was dieser zu halten hat ohne etwas versprochen zu haben. Doch was steckt wirklich hinter all dem? Warum begeben sich begnadete Schreiberlinge freiwillig in Gerlindes Fänge? Hat der schnöde Mammon tatsächlich eine so berauschende Wirkung? Zitieren wir Meister Yoda an dieser Stelle: „Leichter, verführerischer sie ist, die dunkle Seite.“
Sieben auf einen Streich, sagte auch schon das tapfere Schneiderlein, ein ungesühnter Amokläufer der im Vergleich zum schwarzen Mann einen sehr guten Ruf genießt. Das Schwert ist oft mächtiger als die Sense wenn auch nicht ganz so effektiv wie ein Rasierapparat.
Was also läuft da ab?

Antworten finden wir wie immer hinter verschlossenen Türen.

„Hehehehehehehehehe!“
„Ihre Lache ist ja nicht zum aushalten!“
„Wenn sie wüssten Schäff! Hihi!“
„Was soll ich schon wissen, ich bin ja nur der Chef hier!“
„Seien sie froh.“
„Natürlich Schlawutzke. UND NUN REDEN SIE VERDAMMTNOCHMALUNDZUGENÄHT!!“
„Sie haben alle zugesagt Schäff.“
„Wer hat was zugesagt?
„Na das Turnier, wissen sie nicht mehr?“
„Wir machen ein Turnier?“
„Genau genommen war es Schwester Gerlindes Idee.“
„Tatsächlich?“
„Oh ja!“
„Und?“
„Ja?“
„So langsam vermute ich, dass sie sich in meiner Anwesenheit absichtlich dumm stellen!“
„Vielen Dank.“
„Wie kommt Schwester Gerlinde eigentlich dazu ihren Hüfthalter als Preis einzusetzen?“
„Ich fürchte unsere liebe Gerlinde sucht einen Mann.“
„Ich dachte sie hat schon unseren Leidi?“
„Das stimmt. Allerdings ist der zu sehr mit Tore schießen beschäftigt. Jetzt sucht sie jemanden der zu ihrem Trainingserfolg und in ihren Hüfthalter passt.“
„Mhm, zeigen sie doch mal die Teilnehmerliste.“

Bierbauchberserker
Lokomotive Weede
Dresdner Bulls
1.FC Spagackenkaak
Schluft-Schlösschen Kickers United 09
Sitting Bull Bullenkuhlen
Nichtraucher


„Du meine Güte! Die sind doch nicht etwa alle freiwillig hier oder?“
„Nun ja, sie wissen noch nichts. Sie glauben tatsächlich es ginge hier um Geld Schäff.“
„Aber warum die Nichtraucher? Die werden doch von einer Frau trainiert.“
„Oh ja…..“ glibberiger Sabber rinnt Schlawutzke aus seiner Wortformulierungsöffnung
„Ich verstehe. Und die Anderen?“
„Schorsch Chancentod soll hier mit der unangenehmen Wahrheit konfrontiert werden, dass Gerlinde durchaus kein Mythos ist.“
„Was ist mit dem selbsternannten Dalai Vuvuzela?“
„Gerlindes Affinität zu gekrönten Häuptern ist nicht neu. Sie meint so könne man auch das Geld für den Frisör sparen.“
„Aha! Und die Dresdner Bulls?“
„Erinnern sie sich an den Inspektor der schon seit Wochen versucht uns den Mord an ihrer Ex- Frau zuzuschieben?“
„Sagen sie bloß?“
„Oh ja. Mit dem Preisgeld war er leicht gefügig zu machen. Mittlerweile sucht die Polizei nach dem KFZ- Mechaniker der dem Auto den TÜV gegeben hat.“
„Das ist ja großartig! Und HonkySchwonky? Der Mann dealt mit Ameisenshit!“
„Genau!“
„Aha! LikeAhorse, was ist mit dem?“
„Der ist jung und knusprig!“
„Is ja widerlich. Wäre noch Holdersen.“
„Oh, der war leicht zu kriegen. Wir mussten lediglich die Anwesenheit des Dalai Vuvuzela erwähnen. Ich glaube Gerlinde kommt!“
„Das wollen wir nicht hoffen!“

grob die Töne treffend schwebt Gerlinde singend ins Büro


„ICH MÖCHTE NOCHMAL ZWANZIG SEIN UND SO VERLIIIIEBT WIE DAMAAAALS.“

Schlawutzke und Schäff halten sich kichernd die Hände vor ihren Mündern.

„Schwester, in ihrer Achselhöhle klemmt ein Honkyschwonky.“

Gerlinde blickt überrascht in die erwähnte Richtung und lacht derweil sie dem Knuddelduddelhonkyschwonky die Kopfhaut massiert.

„IST ER NICHT SÜSS! ICH WILL IHN BEHALTEN!“
„Sie haben doch nicht etwa was von dem Ameisenshit genommen?“

Die Sirene geht. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass einer der Turnierteilnehmer aktiv an seiner Flucht arbeitet.


Fortsetzung folgt
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Der Plan des Schlawutzke

Nach den jüngsten Ereignissen war Schlawutzke oft allein. Aber auch Schäff mied ihn. Und so ersann er einen Plan, wie er sich all seiner Probleme entledigen konnte. Ausgerechnet ein Leser dieses Blattes, welches er selbst nur benutzte um das Geld für Toilettenpapier einzusparen, brachte ihn auf eine perfide Idee. Heimlich schlich er in Schäffgattins Wohnung und sah sich nach Möglichkeiten um. Im Badezimmer entdeckte er sofort den Klassiker. Der Kassettenrecorder am Wannenrand neben den Kerzen. Er ging in die Küche. Alles lag an seinem Platz. Dann wieder zurück ins Bad, schnurstracks auf das Medizinschränkchen zu.
Die Antwort aller weiblichen Probleme.

Schlawutzke war am nächsten Morgen nicht sonderlich überrascht, dass Schäff ihn zu sich beorderte. Schäff war nicht allein. In seinem Sessel saß ein Polizeibeamter und paffte eine seiner Zigarren. Als er Schlawutzke sah beugte er sich gönnerhaft nach vorn, musterte ihn kurz abschätzend und psalmte weiter. Schäff beugte sich zu Schlawutzke und flüsterte.

„So geht das schon den ganzen Vormittag. Meine Ex- Frau hatte gestern Abend einen Autounfall. Offenbar war jemand bei ihr bevor sie sich in den Wagen setzte. Es standen drei leere Weinflaschen sowie 2 Gläser auf dem Tisch. Ich habe ihm nun erzählt, dass wir zusammen in der Kneipe waren. Wenn sie das bitte bestätigen würden?“
„Sagten sie Ex- Frau?“
„Sind sie taub?“
„Nein. Allerdings erschweren mir die Frequenzen ihres Gastes das zuhören.“
„Ja, er ist wirklich sehr gewöhnungsbedürftig.“ Der Beamte mischte sich ein.
„Aaalso Herr Schlawurske, in welcher Kneipe waren sie denn mit ihrem Chef gestern Abend bis zu welcher Zeit?“
„Es waren sehr viele. Weit mehr als ich mich erinnern kann. Es war 3 Uhr als Schäff mich nach Hause trug.“
„Woher wissen sie, dass es genau nachts um drei war?“
„Weil die Turmuhr schlug während ich kotzen musste und Schäff mir beim übergeben behilflich war.“
„Merkwürdig, ihr Schäff hat diese Übergebensgeschichte gar nicht erwähnt.“
„Sind sie verheiratet?“
„Natürlich nicht, ich bin Beamter! Was soll diese Frage!“
„Schönen Tag noch!“
„Sie hören von mir! Ich habe sie beobachtet! Schönen Tag noch!“ Der Beamte verkroch sich aus dem Raum und Schäff gebot Schlawutzke sich zu setzen.
„Zigarre?“
„Vielleicht später.“
„Schlawutzke, sie sind ein Riesenrindvieh aber ich liebe sie dafür! Nur warum meine Ex- Frau? Gut sie hinterlässt mir ihre Villa auf Gran Canaria und etwa 10 Millionen Sesterzen. Aber Schlawutzke sie Hund! Woher konnten sie das wissen?“
„Ex- Frau? Das bedeutet ihre Frau lebt noch?“
„Selbstverständlich lebt sie noch. Aber mit den 10 Millionen kann ich ihr den Verein abkaufen. Sie wollten doch nicht etwa?“
„Es ging um unsere Existenz!“
„Nun gut. Aber die Frau die sie versehentlich aus dem Verkehr gezogen haben ist meine Ex- Frau. Meine Angetraute die sich scheiden lassen will ist der Grund warum meine Ex- Frau sich von mir trennte. Und nun trennt sich der Grund meiner Trennung von meiner Ex- Frau von mir…“
„Das sind Frauen Schäff. Ihre Macht ist weit größer als wir annehmen!“
„Ja klar Schlawutzke. Eine Sache noch. Es heißt, sie hätten einen blinden Innenverteidiger gekauft?“
„Oh ja, man sagt ihm nach er könne den Ball noch eher riechen als der Gegenspieler ihn sehen kann. Nur stumme Gegenstände bereiten ihm Sorgen.“
„Wie meinen sie das?“
„Unsere Scoutspieler locken ihn jedes Mal gegen den Torpfosten. Seitdem besteht er darauf mit einem Stahlhelm zu trainieren.“
„Ausgezeichnet!“
„Leider nicht. Wir haben aufgrund der zahlreichen Kopfballduelle, bei denen er sich sehr aktiv beteiligt, ständig Platzwunden zu verarzten. Unsere Gegner halten uns mittlerweile für Zombies. Ach übrigens, planen sie demnächst eine neue Hochzeit?“
„Ooooh, ich habe da kürzlich ein sehr talentiertes Frauenzimmer zu unserem Turnier eingeladen!“
„Sie meinen Smoky? Wie ich hörte ist sie eine Bache?“
„Schlawutzke! Wann werden sie endlich begreifen, dass der wahre Wert eines jeden Lebens in seiner Weiterverwertbarkeit liegt!“
„Wenn sie mich zum Wildschweinbraten einladen.“

Demnächst: Teuflische Pläne bei Gerlindes Hüfthalterturnier
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Krise

Krisen braucht das Land. Insbesondere wenn Langeweile sich einzuschleichen droht. Doch das gute ist: Krisen kann man künstlich erschaffen. Lesen sie selbst.

Schlawutzke wird unter fadenscheinigen Begründungen ins Schäffbüro eskortiert. Als er Schäff sieht traut er seinen Augen nicht. Schäff flennt.

„Watn datn?“
„Ja Schlawutzke, sie auch noch! Macht mich ruhig alle fertig….schrckkkks!“
„Gibt’s Ärger Schäff? Soll ich dem Gärtner wieder einen dieser Sonderaufträge in einem roten Couvert mitgeben?“
„Schnzzz….“ Zwei Feuerbälle aus Schäffs eingefallenem Gesicht starren Schlawutzke mit dem Charme eines Massenmörders an. Er winkt ihn zu sich heran. Schlawutzke sinkt willenlos in den Drehstuhlund und rollt wie an einer Leine gezogen auf ihn zu.
„Es ist meine Frau, Schlawutzke.“
„Ach?“
„Ja ja, tun sie nur so interessiert weiter!“ Schäff untersetzt seine Bemerkung mit einem bösen Lachen. Es ist ein Lachen bei dem man weiß, dass jede Antwort ein Fehler ist. Selbst Schweigen wird als Fehler interpretiert. Schlawutzke beginnt zu ahnen, dass weit mehr dahinter steckt.
„Inwieweit betrifft das uns Schäff?“ Schäffs Gesicht hellt sich auf. Er lehnt sich entspannt zurück.
„Na bitte Schlawutzke! Sie haben ja doch was gelernt bei mir! Kurzum: Die Alte will die Scheidung! Im Falle der Rechtsgültigkeit bekäme sie den Verein.“
„Pfffffffffffff!“
„Ja ja, lachen sie nur Schlawutzke. Hatte ich bereits erwähnt, dass sie selbigen verkaufen will und stattdessen ein soziales Projekt für altersgerechtes Wohnen mit dem Erlös plant? Jaahaahaa, da staunen se, was Schlawutzke? Dann werden sie und ich nach unseren gemeinsamen Ausflügen zum Arbeitsamt nur noch am Stammtisch über die guten alten Zeiten in der zweiten Bundesliga reden können!“
„A..a…aber Schäff! Das wäre ja furchtbar!“
„Sie sagen es Schlawutzke, sie sagen es! Wollen sie einen Schnaps?“
„Wir müssen etwas dagegen unternehmen!“
„Sind sie von Sinnen Schlawutzke? Was sich da in 30 Jahren angestaut haben muss können wir doch nicht in 5 Minuten wieder rückgängig machen! Kommen se! Trinken se einen mit! Von mir aus auf den besoffenen Gärtner!“
„Wir werden sie wieder in sie verliebt machen Schäff!“
„Schlawutzke! Ihre Anteilnahme in allen Ehren…“ weiter kommt er nicht.
„SCHNAUZE SCHÄFF!“ Jetzt ist es Schäff der Angst hat. Schlawutzke beendet das Thema.
„Warum liegt Schwester Gerlinde neben dem Aquarium und hält die Arme gegen die Decke?“ Schlawutzkes Visage hat wieder genau den gleichen debilen Ausdruck wie Schäff es gewohnt ist. Zögernd antwortet er.
„Oh, das ist nur der Versuch einer neuen Trainingsmethode für einäugige Außenverteidiger.“
„Planen wir denn einen zu kaufen?“
„Nein. Aber wir wollen für den Fall aller Fälle gerüstet sein.“ Es herrscht wieder Dienstatmosphäre. Die Uhr gongt zum zwölften Mal. Fünf Minuten zu spät.
„Oh, es ist soweit! Schwester Gerlinde, bitten sie unseren Patienten ins Zimmer!“ Gerlinde öffnet die Tür und Außenverteidiger Phillip Lahm betritt den Raum. Dann wendet er sich vertrauensvoll an Schlawutzke.
„Wir haben ihm mit seinem Einverständnis ein Auge wegoperiert um Gerlindes neue Trainingsmethode besser testen zu können.“ Dann nickt er Phillip freundlich zu.
„Steht ihnen gut die Augenklappe! Aber nun ab huschhusch zum Training!“ Gerlinde geht ab, Phillip geht ab, die Flasche geht leer, Schlawutzke geht ab. Ihm graut vor dem Gedanken mit Schäff an einem Stammtisch sitzen zu müssen. Aber was wenn Schäff plötzlich auf die Idee käme ihm aus Forschungsgründen sein Gehirn wegoperieren zu lassen. Ein furchtbarer Gedanke lässt ihn erschaudern. Was wenn er es schon getan hat…



Demnächst: Der Plan des Schlawutzke.
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Neue Gesichter, neue Gebäude

Lesen sie selbst

„SCHLAWUTZKE!!!“
„Schäff? Warum so aufgeregt?“
„Schlawutzke! Wie ich eben informiert wurde haben sie den Bau einer Stierkampfarena in Auftrag gegeben. Was zum Geier soll denn dieser Unsinn?“
„Ach das. Ja, wir haben von der Stadt den Auftrag erhalten den allgemein in Fußballstadien einhergehenden Trends Rechnung zu tragen.“
„Was denn für Trends Schlawutzke? Wollten wir nicht erst das Stadiondach ausbauen?“
„Sie kennen ja Politiker. Denen ist die Sicherheit lieber als ein kaputtes Stadiondach.“
„Und was hat das mit dem Bau einer Stierkampfarena zu tun?“
„Oh, in diese Arena werden künftig ganz besondere Fangruppen geschleust. Somit entlasten wir den Steuerzahler.“
„Ihr gesellschaftliches Engagement in allen Ehren Schlawutzke. Aber mir erschließt sich da irgendwie überhaupt kein Zusammenhang!“
„Haben sie noch nie etwas von Hooligans gehört?“
„Sie meinen diese von der Fremdenlegion ausgemusterten Hobbyschläger? Ist das nicht eher ein Fall für Schwester Gerlinde?“
„Genau genommen war es sogar ihre Idee.“
„Hätte ich mir ja beinahe denken können. Und was ist nun mit diesen Hooligans?“
„Die stellen künftig kein Problem mehr dar.“
„Und warum nicht?“
„Wir haben sie für eine Idee begeistert.“
„Sie haben doch nicht etwa neues Sicherheitspersonal eingestellt?“
„Sie arbeiten weit unter Tarif und lieben es sich auch ohne Grund zu prügeln. Und wir kassieren die Einnahmen aus den Kämpfen die nach den Spielen in der Stierkampfarena stattfinden.“
„Aha! Und warum haben wir trotzdem nie Geld in der Vereinskasse?“
„Ihre Frau war der Meinung wir sollten unbedingt diesen quirligen Außenverteidiger kaufen. Sie ist ganz vernarrt in den Bengel.“
„Hab ich in diesem Scheissverein überhaupt noch was zu sagen?!!!“
„Natürlich Schäff! Sie sind der Schäff!“

Schäffs sind immer einsam. Denn sie müssen Schäff sein. Und obwohl sie das Wissen um das Geläster um sie herum nicht wirklich bereichert, macht genau das sie zu dem was sie sind. Schäffs eben, mit allem was dazu gehört. Von nüscht ne Ahnung aber überall mitquatschen.

Frage der Woche: Was waren Schäffs eigentlich vor ihrer Geburt?

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In memory of Wodkawalter

Frieden herrscht in den Baracken der Holzfäller. Friedlich vor sich her kriechender Frieden, der mit steigenden Temperaturen wie ein schweißgetränktes T-Shirt am Körper klebt. Schäff hasst Frieden. Schlawutzke weiß das. Schäff weiß aber auch, dass Schlawutzke weiß, was Schäff weiß.

Lesen sie selbst.


„Na Schlawutzke! Alles grün in unserem Verein?“
„Arrrgh, wie haben sie mich denn hier gefunden?“
„Wenn ich ihnen das sagen würde, müsste ich sie beim nächsten mal wieder woanders suchen. Also Schlawutzke, wie stehen die Aktien?“
„Oooch, alles fein. Wir steigen nicht auf, wir steigen nicht ab, wir schweben völlig sorglos in der Masse des Mittellfeldes.“
„Haben sie getrunken?“
„Der Gärtner war hier.“
„Was hat das jetzt mit dem Gärtner zu tun?“
„Er nennt es rituelles Trinken.“
„Schlawutzke, sie machen mich wirr mit ihrem Gequatsche!“
„Nun ja, er hatte vor zwei Monaten einen Autounfall mit einem Baum.“
„Aha! Und dann hat er aufgehört zu trinken oder was?!!“
„Oh nein, er hat wieder angefangen. Er sagte, er würde nie wieder nüchtern Auto fahren wenn nicht einmal Bäume sich an die Verkehrsregeln hielten. Ich trinke deshalb aus Solidarität immer einen mit ihm mit.“
„Wissen sie Schlawutzke. Manchmal machen sie mir Angst. Weswegen war ich noch mal hier?“
„Oh, ich glaube das hatten wir schon geklärt.“
„Natürlich! Und, weitermachen Schlawutzke, immer schön weitermachen!“

Derweil bei Leidi und Gerlinde. Das einst so heißblütige Liebespaar hat den bitteren Alltag des Alterns begriffen. Längst schon weiß man was der andere denkt, noch bevor der es ausspricht. Die nonverbale Kommunikation des schweigenden sich Angiftens hat Besitz vom Paar ergriffen und nur selten kommt es zu zärtlichen Gesprächen wie diesen.


Lesen sie selbst.


„ICH HABE EINEN LEBENSVERTRAG BEI DEM VEREIN FÜR DICH AUSGEHANDELT!“
„Meinst du wirklich, dass das so clever ist?“
„FÜR MICH SCHON!“
„Darf man erfahren warum?“
„ICH BEKOMME DEIN GEHALT NACH DEINEM TOD ZUSÄTZLICH AUSGEZAHLT.“


Ein Nachruf für Wodka- Walter.
Es gab ihn gleich zweimal.

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Holzwurm-TV

Schäff verrät Anfängertipps

Der Bau der TV- Station sorgt für Unruhe in den Hallen der Holzfäller. Aufdringliche nach Skandalen lechzende Journalisten umlagern wie Ameisen das Gebäude.

„Also ich habe nur 2 gezählt Schäff.“
„Schlawutzke wann lernen sie es endlich! Das ist wie damals in der DDR. Da wurde auch ständig der Plan übererfüllt obwohl kein Werkzeug da war.“
„Aaaaaah!“

Schon begannen sich die ersten Spieler zu schminken und merkwürdige Namen zu geben. Bis schließlich ausgerechnet Schwester Gerlinde den Streit der Spieler beendete und für die nächsten Trainingseinheiten absolutes Rauchverbot gebot. Sie selbst, so sie selbst, werde es sich nicht nehmen lassen das Training Zigarrenpaffend zu begleiten. Natürlich vorrangig unter pädagogischem Aspekt.
Zitat Gerlinde:
„WENN DIE JUNGS MICH SEHEN, SEHEN SIE ETWAS, DASS 20 JAHRE SPÄTER NEBEN IHNEN AUF DER COUCH SITZEN KÖNNTE.“

Auch Schlawutzke konnten wir zu einem kurzem Statement bewegen als Schäff mal nicht wie ein siamesischer Zwilling an ihm dran hing.
Holzwurm-TV:
„Bedeutet eigenes Versagen für sie in diesem Verein tätig zu sein?“

"-schredder-"

Kurz darauf besuchten wir Schäff. Zum Glück gab es einen rollstuhlgerechten Fahrstuhl. Schäff war sichtlich nicht auf uns vorbereitet. Er war besoffen. Sicher auch aus pädagogischen Aspekten.

„Wer hier middspiel mus wirdschawten…gut den Wirt schaffen mussa…hehe…grchgrchgrch..“

Die Botschaft dieses ersten Fernsehintermezzos bei den Holzfällern liegt wahrscheinlich in seiner Einfachheit begraben. Sie hat einfach keine.

Demnächst:
Warum Waldarbeiter ihre Frauen mehr fürchten als den Wetterbericht.
Geld verdienen leicht gemacht! Der Job des Jahres 2011!
Warum jeder gute Hellseher mindestens so tun muss als sei er blind.

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Der Mythos Lars Leydecker

Schäff ist langweilig. Gelangweilte Schäffs neigen zu unkontrollierbaren Handlungen. Man muss praktisch ständig vor ihnen auf der Hut sein. Beinahe scheint es, als wollten sie einem beim nichts tun erwischen um sich ihrer Selbstvorwürfe zu entledigen. Und im nächsten Augenblick laden sie dich zu einem Feierabendbier ein um deine Trinkgewohnheiten zu studieren. Jedenfalls dachte das Schlawutzke.

„Was machen sie denn da Schlawutzke?“
„Oh, Schäff, sie hier? Nun, ich trainiere meine Gehirnzellen.“
„Sie spielen Solitaire Schlawutzke. Wie wollen sie damit etwas trainieren, dass allenfalls in ihren Träumen vorkommt?“
„Sagen sie das nicht Schäff. Sehen sie hier, den König schiebe ich jetzt ins freie Feld und schon kommen allen anderen hinterher. Und wenn das As im Ärmel schon in der Loge sitzt, zieht es sofort die untätigen Niedrigzahlen nach oben.“
„Schlawutzke kommen sie zur Sache, ich kann auch Solitaire spielen!“
„Ganz einfach Schäff. Sie sind in unserem Verein der König der alle anderen zieht.“
„Aha! Und warum stehe ich da völlig allein herum in ihrem albernen Spiel?“
„Oh, die Damen die ihnen eigentlich folgen sollen werden gerade von zwei Buben blockiert.“
„Verschweigen sie mir schon wieder was?“
„Tatsächlich verschweigt uns die aktuelle Torjägerliste was Schäff. Unser Leidi hat bereits dreimal getroffen, müsste also sehr weit oben stehen.“
„Ja und?“
„Steht er aber nicht!“
„Wo steht er dann?“
„Augenblicklich beleidigt unter der Dusche.“
„Rufen sie beim Hausmeister an. Der soll sofort das warme Wasser abstellen!“

Demnächst:
A-C-Klasse Mädchen Turnier mit aktueller Gewinnbeteiligung am Eberswalder Würstchen Dauerfresswettstreit um die goldene Krone der Walnuss.
Wie King Bully so schnell die Gebärdensprache erlernte.
Warum grölende Bauern mit Heugabeln hinter einem selten bedeuten, dass sich preiswerte Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe befinden.


geändert nach Smokys Kommentar die noch "kreischende" statt "grölende" Bauern las.
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