1.226x gelesen 11x abonniert Ausgabe 52/14 22.12.2014 Ottweiler Kneipenblättchen Jetzt registrieren

Das ist der Rest

Im Rahmen einer PR-Aktion – „Dein Verein hautnah“ wird es Zeit dem geschätzten Leser auch die kleinsten Rädchen im Uhrwerk des Vereins vorzustellen, ohne die auch eine Weltmannschaft wie der Trinksportverein Ottweiler nicht rundlaufen würde.

Heute möchten wir Ihnen, werter Leser, all die komischen Gestalten näher bringen, die Ihnen möglicherweise begegnen wenn Sie das Training oder ein Spiel des TSV besuchen.

Beginnen wir also mal mit den beiden Herren die für das leibliche Wohl am Spieltag sorgen:

Rostwurst-Rudi und Fritten-Franky, zwei Drillinge die inzwischen langjährige Mitglieder unserer Ü50 Mannschaft sind. Zwei Drillinge werden sich nun manche fragen? Ja zwei, es waren einst drei doch leider ist ihr Bruder Klaus nicht mehr bei ihnen.

Klaus war lange Jahre mit den beiden im mobilen Imbisswagen unterwegs, er betreute die Fischabteilung. Es gab also immer frische Fischbrötchen wenn „Barschgesicht“ wie ihn seine Brüder spaßeshalber nannten dabei war.

Klaus war leidenschaftlicher Sportangler und hatte sich auf Barsche spezialisiert. Dieses Hobby aus der ferne betrachtete denk man es sei ziemlich risikofrei, sollte aber sein Verhängnis werden…

Er angelte schon überall auf der Welt, einen Anglerurlaub verbrachte er in Norwegen. Dort wollte er seine enorme Barschsammlung erweitern. Er hatte den Eberfisch, eine Spezies der Barschartigen, ins Auge gefasst. Meist sind diese Fische mit einer maximalen Länge von 30 Zentimetern ziemlich ungefährlich, doch Klaus hatte Pech.

Er angelte in einem kleinen etwas modrigen Gewässer vor sich hin als plötzlich etwas anbiss. Er zog und zerrte an der Angelschnur und wollte das Biest zähmen… als da plötzlich ein enormer Eberfisch von 2 Metern länge und mindestens 83,6 kg Gewicht aufs dem Wasser hechtete. Dieses Monster bis erst die Angelschnur durch und dann in die Wade von Klaus… danach machte es platsch, platsch, platsch und der Fisch war verschwunden…

Aber er hinterlies Klaus ein Souvenir. Neben der klaffenden Fleischwunde an der Wade und der Tollwut die er übertragen hatte lies er noch etwas zurück, Klaus würde es schon bald merken.

Nach zwei Wochen setze die Mutation ein, Klaus bekam Kiemen und eine Schwanzflosse, zwischen seinen Fingern spannten sich seit dem Schwimmhäute und da er mutierte und von einem Eberfisch gebissen wurde wuchsen ihm auch noch zwei große Hauer.

Er bekämpfte für ein halbes Jahr Umweltverbrechen unter Wasser als der gefürchtet Eberschweinfischmann! Dann entdeckte ihn aber der Betreiber von Seaworld und seit dem plantscht er nur noch in Seaworld in San Diego. Seine Brüder besuchen ihn immer noch einmal im Jahr und bewerfen ihn mit rohem Fisch, nette Familie muss ich sagen.

Über die anderen beiden gibt es recht wenig zu erzählen außer, man beleuchtet vielleicht ihren fußballerischen Werdegang bevor die ewige Ödnis und Tristesse des Braten und Brutzelns oder des „Kommt auf der Pommes noch was drauf“ über sie kam…

Alle drei spielten 15 Jahre lang zusammen in Österreich bei den Old Men Bern in Liga 6. Nach Aus- oder vor Einwechselungen verkauften sie aber durchgängig Essen aus ihrem Imbisswagen.

Abonnieren Sie auch weiterhin wenn Sie die unglaublichen Geschichten vom Platzwart oder auch vom Fanshopkerl nicht verpassen wollen, irgendwann vielleicht hier in dieser Zeitung… bestimmt… oder so…

(to be continued... maybe...)
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Hoher Besuch oder als der böse Investor kam...

Vor gar nicht all zu langer Zeit hat es sich zugetragen, dass ein Russe Langeweile bekam.

Um es genauer auszuführen es handelte sich um den Gas-Milliardär Vladimir Rostowskayevich. Als besagter Rostowskayevich so auf seiner Gaspipeline hockte und das eine oder andere Gläschen Wodka kippte kam ihm eine Idee…

Warum nicht diesen lustigen neuen Sport der Superreichen mal ausprobieren und sich einen eigenen Fußballclub zulegen.

Gesagt, getan!

Vladimir Rostowskayevich schnappte sich die Europakarte, pinnte Sie an die Wand und warf einen Dartpfeil. Wie sollte es auch anders sein wenn man ziemlich in die Mitte zielt, er traf Deutschland.

Da Deutschland aber entschieden zu groß war als Kriterium, um einen Fußballverein auszusuchen ließ er sich eine Deutschlandkarte bringen.
Zack der nächste Dartpfeil, da es schon etwas später geworden war und die Wodkapulle fast leer war, war das mit dem Zielen gar nicht mal mehr so einfach und er traf nur noch links den Rand der Karte, ganz zufällig den Rand und die Ecke in der das Saarland liegt.

Kurze Rede langer Sinn er orderte eine Liste mit saarländischen Teams. Erst wollte er sich eins aussuchen.
Aber als er sich unter so tollen Mannschaften wie dem FSV Wustweiler, Blau-Weiß Dörsdorf oder der SG Krikel-Limbach einfach nicht entscheiden konnte ließ er Nummern vergeben.

Dazu rief er seinen Sekretär Boris Ballusikov. Dieser schrieb alle Nummern einzeln auf Zettel und ließ seinen Boss aus einem Hut eine Nummer ziehen.

Rostowskayevich : Die Nummer 88 gewinnt! Wer hat die 88?

Ballusikov: Moment, ähm… der Trinksportverein Ottweiler….

Rostowskayevich: Ist das wirklich ein Fußballverein?

Ballusikov: Steht zumindest mal in der Liste…

Rostowskayevich: Ok, was solls ich hab eh zuviel Zeit…

So kam es das sich der gute Rostowskayevich in Ottweiler ankündigen lies um Vorstellig zu werden.

Damit brach das Chaos über Ottweiler herein…

08:47 Uhr Ottweiler

Vereinszentrale TSV Ottweiler

Dosenfisch: Chääääääääääääääff!!!

Die Bürotür von Vereinslenker Grigi flog auf und sein Co. Detlef Dosenfisch stürmte hinein, wobei er den Garderobenständer sowie den Mülleimer umwarf und erst einmal mit dem Gesicht voraus auf dem Teppich platznahm.

Er richtete sich hin ähm.. ich meine natürlich auf und fing von neuem an…

Dosenfisch: Chef, Chef, Chef!

Grigi: Was, was, was?

Dosenfisch: Die Russen kommen!

Grigi: Scheiße, ist Krieg?

Dosenfisch: Ach Blödsinn, superreiche Russen kommen! Mit ganz viel Geld und so…

Grigi: Soso… will heißen?

Dosenfisch: Die wollen mitmachen.

Grigi: Wie mitmachen?

Dosenfisch: Bei uns mitmachen, voll und ganz und vollganz und so mit ganz ganz vielen Credits und Werbung und und…

Grigi: WAS? Die wollen meinen Verein kaufen?

Dosenfisch: Ne, also im Fax hier steht…

Detlef holte erst mal Luft während er hysterisch mit seinem Stück Papier wedelte…

Dosenfisch: Hier steht ähm… Geldgeber sein, Logenplatz immer reserviert, in der Presse von mein Verein labern, mehr Erfolg haben als der blöde Roman aus dem Nachbardorf mit seinem doofen Londoner Verein…

Grigi: Das ist doch genial! Wir könnten endlich mal in die erste Liga aufsteigen wenn das wirklich stimmt…

Dosenfisch: Es gibt nur ein Problem… Sie wollten morgen vorbeikommen und sich das Vereinsgelände ansehen…

Grigi: WAAAASSS?????

Beim Aufspringen warf Grigi seinen Stuhl um, beim Rausrennen warf er den Putzmann um, das war ihm aber herzlich egal. Er rannte zum Trainingsgelände.

Dort angekommen hagelte es Anweisungen:

Fritten-Franky sofort das 3-Wochen-Fett gegen frisches austauschen!

Rostwurst-Rudi morgen will ich in den Rindsbratwürsten gefälligst Kobe Rind!

Fanshopkerl mach mir ein Trikot mit dem Namen Rostowskayevich in Goldschrift!

Platzwart! Platzwarte deines Amtes und so... aber ähm... besser als sonst eben!

Detlef! Hol die Mannschaft heute nix Trainig! Fegen! Fegen! Fegen! Es muss alles blitzen und blanken wenn die Russen kommen!

Alle waren Emsig am Arbeiten und bereiteten alles für den vermeintlichen Geldgeber vor…

Der neue Tag kam! Pünktlich um 3:00 Nachts machten sich Grigi und Detlef auf den Weg zu Flughafen um Rostowskayevich und Ballusikov vom selbigen abzuholen.
Mit ein bisschen Smalltalk verbrachten sie die Fahrt zum Vereinsgelände, in einer extra gemieteten Protz-Limousine.
Endlich waren sie da, Grigi öffnete den zwei Russen die Autotür und zeigte Richtung Tor:

Grigi: Da ist es!

Er schaute in die selbe Richtung in die er zeigte und musste durchatmen, das Tor am Eingang hing völlig schief in den Angeln.

Wird schon nicht so schlimm sein dachte und ging mit den Russen hinein.

Was er dort vorfand war das reine Chaos! Überall lagen leere Bier- Wein- und Schnapsflaschen! Der Mannschaftsbus hatte statt seiner gewohnten Räder Panzerketten dran und der Platzwart pflügte damit gerade den ehemals saftig Grünen Trainingsplatz.

Grigi: Was zur Hölle machts du da??

Platzwart: Pflügen!

Grigi: Warum?

Platzwart: Ich bau Kartoffeln an und mach dann Wodka für den Russen draus!

Grigi und Detlef führten ein Telepatisches Gespräch:

Grigi: Scheiße, der Kerl liebt seinen Rasen und ist trocken seit 1999, den kann nur einer zum saufen überredet haben…

Detlef: Jep, das kann nur Horst der dämliche Humpen gewesen sein…

Grigi: Aber warum?

Detlef: Scheiße was für ein Tag ist heute?

Grigi: Dienstag, wieso?

Detlef: Horst ist heute 30 geworden, dieser dämlich Humpen hat wahrscheinlich mit dem ganzen Verein gefeiert…

Grigi: Oh, Kacke!

Während sich Rostowskayevich verwundert das Denkmal für Ralle Radkappe ansah, mit zugehaltener Nase muss dazu gesagt werden, jemand hatte darüber gekotzt, versuchte Grigi den Fanshopkerl zu finden vielleicht kann man mit dem Trikot was rausreißen, dachte er…

In der Vereinskneipe wurde er fündig. Er packte den Fanshopkerl am Kragen und zerrte ihn vom Tresen weg, er solle sofort das Trikot holen. Er hatte es natürlich vergessen…
Er flitzt los um es zu noch schnell zu beflocken…

Grigi ist derweilen wieder bei den Russen und hält sie mit Vereinsanekdoten hin.

Der Fanshopkerl kommt mit dem Trikot, Grigi und Detlef atmen erleichtert auf. Rostowskayevich nimmt das Trikot in empfang, schaut darauf und wirft es dem Fanshopkerl an den Kopf.
Der Grund dafür ist sehr simpel auf dem Trikot stand nicht „Rostowskayevich“ sondern „Rostbratwurst-Gesicht“ und das auch noch mit Bindestrich in zwei Zeilen…

Jetzt blieb nur noch eine Möglichkeit die beiden Russen wenigstens etwas zu besänftigen. Die Stadionspezialitäten sollten die Wende bringen.

Leider hatten Fritten-Franky und Rostwurst-Rudi, im von Horst dem 5-Liter-Humpen verursachten Suff, ihre Arbeitsplätze vertauscht und so gabs gegrillte Fritten mit frittierter Kobe-Rindswurst.

Als ob das alles nicht genug gewesen wäre kam beim obligatorischen Verdauungsschnäpschen auch noch Horst der 5-Liter-Humpen vorbei und kotze dem Oberrussen auf die Schlangenleder Stiefel welcher daraufhin ohne ein weiteres Wort abreiste.

Alles in allem bleibt es also wohl Horst unserem treuen dauerblauen Maskottchen zu verdanken, dass der Trinksportverein Ottweiler weiter in der Bedeutungslosigkeit der 2. und 3. Liga herumgeistern wird.
Dafür aber weiter, ein stolzer Traditionsverein bleibt und keine emotionslose leere Hülle mit erkaufter und erlogener Vergangenheit wie es leider schon so viele gibt.
Bleibt also nur eins zu sagen zum Abschluss, danke Horst du versoffener alter Penner! Manchmal kann man dich ja doch für was gebrauchen!

Auf das sein Bierdurst niemals erlöschen werde.

PROST!
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Die Pause in der Pause… Unverschämtheit!

Wie kann es sich die 2. Bundesliga Nr.3729 im F-Cup-Land nur erlauben ausgerechnet in der stink langweiligen Länderspielpause ebenfalls einfach Pause zu machen?

Wenn schon keine 1. oder 2. Bundesliga dann doch wenigstens pure Spannung im Abstiegskampf der Fahrstuhlmannschaft aus Ottweiler aber NEIN! Anstatt dessen muss man sich schon den Wikipedia Artikel über die Färöer Inseln zu gemühte führen, aus lauter Verzweiflung und so…

Wenigstens weis ich jetzt, dass Österreicher Angst vor Färörerern haben… oder wie die heißen.

Seit dem historischen 1:0 über Österreich 1990 von Torkil Nielsen sind die Färöer unter den europäischen Fußballfans bekannt. „ Behauptet Wikipedia… nicht das es daran liegt, dass sich jeder Nachrichtensprecher oder Sportmoderator bei dem Versuch die richtige Bezeichnung der Bewohner der Insel zu artikulieren fast die Zunge bricht… nein das wär ja zu einfach…

Weiter heißt es: „Der damalige Nationaltorhüter Jens Martin Knudsen ist international bekannt für seine weiße Wollmütze, die er bei jedem Spiel trägt.“ AHA! (vielleicht bin ich auch nur zu jung um den zu kennen)

Spielte besagter Torhüter doch auch für international bekannte und erfolgreiche Clubs wie:

NSÍ Runavík, GÍ Gøta oder auch Leiftur! Eine unglaubliche Karriere die nur durch seinen atemberaubenden Job im Privatleben übertroffen werden kann (laut Wiki):

Jens Martin Knudsen war bekannt als Kraftfahrer einer Fischfabrik in Runavík.“ Unglaublich!

Herrlich was die fußballfreie Zeit aus einem ganz normalen Fußballsuchti macht…

Aber dann gibt es ja auch noch die geballte Fußball-Fachpresse die wird einen dann doch wohl über diese Durststrecke retten…

Weit gefehlt!

Im Onlineportal einer bekannten Fachzeitschrift muss Mann dann auch noch von Haxerln und Würsten lesen! Nein ich hatte nicht zufällig die Speisekarte eines bayrischen Wirtshauses vor mir sondern ein sogenanntes Fußball Fachblatt.
Österreich nimmt den Kampf um die Wurst an“! Wie darf ich mir das Duell Österreich gegen Deutschland denn nach so einer Überschrift vorstellen??

Da ich eine ausgeprägte Phantasie besitze versuche ich das mal:

Reiner Calmund im Wurst-Wettfuttern mit dem Duo Toni Polster und Hans Krankl… da hatten die armen Würste keine Chance und wurden von Calli doch gleich noch als Nachtisch verputzt!

1:0 Deutschland!

Kaiser Franz jagt Sissis Höschen!

1:1 Diesen Keuschheitsgürtel kann der alte Franz dann doch nicht knacken.

Andi Möller gewinnt den Schwalbenweitflug!? Natürlich!

2:1 Deutschland gewinnt knapp aber verdient durch eine Wurstlänge Vorsprung

Na dann Prost Mahlzeit!

Bitte Bitte komm ganz bald zurück liebe Bundesliga nicht mal die Sommerpause ist so nervig wie diese doofen Länderspielwochen gegen Gurkentrupps!
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Immer wieder Ärger mit Herpes

Es regnete in Strömen…

Mika Heulkinen der TSV-Mannschaftsbusfahrer konnte nicht schlafen, irgendwie hatte er ein ungutes Gefühl in der Magengegend.

Er rollte von links nach rechts wieder nach links, auf den Bauch und PENG voll auf die Fresse, weil das Bett auf dieser Seite zu Ende war. Entnervt steht Heulkinen auf und schlurft in die Küche zum Kühlschrank. Als er gerade ein haariges etwas das höchstwahrscheinlich mal ein Apfel oder etwas ähnlich ekelhaft Gesundes gewesen sein könnte entsorgen will, klingelt das Telefon, um 3:15!

Heulkinen: Ja?
Unbekannter No.1: Mika, ich bin dein Vater!
Heulkinen: Was is los?
Unbekannter No.1: Oh verdammt falscher Text… ich ruf nochmal an!

….Gespräch beendet
Das Telefon klingelt erneut
Heulkinen: Ja?
Unbekannter No.1: Mika, ich bin… verdammt… egal… Was ich sagen will, wenn du deinen Vereinsvorstand jemals wieder sehen willst musst du tun was ich sage! Weitere Anweisungen folgen per Express….

….Gespräch beendet
Mika kratzt sich am Kopf und überlegt ob er nicht vielleicht doch träumt doch in diesem Moment zerbricht klirrend ein Fenster und ein Backstein an dem mit einer Schnur ein Paket befestigt ist landet vor seinen Füßen.
Irgendwoher kam ihm das bekannt vor aber woher nur? Auf dem Paket war ein Aufkleber: Falls nicht genügend frankiert bitte zurück an den Herpes Versand. Gez. Herpes Versand.
Da wurde Mika einiges klar, hektisch öffnete er das Paket und fand darin eine Videokassette (wie altmodisch jeder anständige Kriminelle benutzt doch wohl heutzutage DVD’s)…
Heulkinen sucht den alten Videorekorder im Keller, schließt ihn an und legt das Band ein…
Video:
Eine ziemlich kleine, ziemlich fette Gestalt versucht auf einen hohen Stuhl, der einem Barhocker ähnelt zu steigen, scheitert daran läuft zur Kamera zurück und filmt damit ein Stück weiter nach unten, dann erscheint die Gestalt wieder im Bild. Sie trägt einen etwas zu engen Anzug und einen schief angeklebten, künstlichen Schnauzbart. Abgerundet wird das Auftreten des kleinen Mannes durch einen Zylinder und ein Monokel… dann beginnt er zu reden…
Hallo Herr Heulkinen, ich möchte ein Spiel spielen…
Erlauben Sie mir, dass ich mich vorstelle ich bin Hermann H. Herpes Junior, der Sohn des Mannes den Sie ausgenommen haben wie eine Weihnachtsgans.
Heute ist der Tag des jüngsten Gerichts gekommen, heute werde ich meine Rache erhalten.
Wie schon gesagt ich möchte ein Spiel spielen…
In einer stillgelegten Fabrikhalle in der Nähe des Vereinsgeländes erwarten dich dein Vorstandschef und die andere Pappnase Detlef Dosenfrisch oder so. Wenn du Sie retten willst solltest du dich beeilen es bleibt nur Zeit bis die Sonne kommt….
Ach ja, wenn ich wüsste wie würde sich das Band in 5 Sekunden selbst zerstören also denk es dir einfach.
Danach wird der Bildschirm schwarz…

Heulkinen ist sich zwar dem Ernst der Lage bewusst kann aber nicht anders als erst mal herzhaft zu lachen. Das Erscheinungsbild der kleinen, fetten Person war einfach Urkomisch. Er erlangt aber relativ schnell die Fassung wieder und schnappt sich seine Kampfausrüstung (neben der Wikingerstreitaxt natürlich auch die Silberpfeile und Bogen) und macht sich auf die Suche.
Da es nur eine einzige Fabrikhalle in der Nähe des TSV Geländes gibt war Heulkinen schnell am „Tatort“. Inzwischen war die Sonne aber bereits halb aufgegangen. In der Fabrikhalle fand er die beiden Vereinslenker mit dem Kopf in einer Guillotine vor deren Seilzug durch einen Eisblock gehalten wurde der aber durch die Sonne langsam anfing zu schmelzen.
Heulkinen stürmte natürlich sofort los um die beiden zu befreien (ohne auf Verstärkung zu warten, er hatte natürlich zuvor eine Hundertschaft der Polizei alarmiert) und da schnappte die Falle zu! Hermann H. Herpes Junior hatte sich hinter einem massiven Betonpfeiler versteckt und als Heulkinen an eben diesem vorbei rannte stellte er ihm ein Bein und Heulkinen landete voll auf der Fresse…
Herpes lachte und nahm die Wikingerstreitaxt Heulkinens in beide Hände und holte zum Schlag aus…
In diesem Moment flogen die riesigen Fabriktore auf und ein Einsatzkommando stürmte in die Halle. Ausgerechnet der Polizeipolizist der vor einiger Zeit vom Backstein der bösen Herpesfirma niedergestreckt wurde (Der aufmerksame Leser, erinnert sich vielleicht noch) traf den Herpes mit einer Kugel ins Kreuz und brachte ihn zur Strecke, tja, Ironie des Schicksals oder so ….
Im Großen und Ganzen kamen alle unbeschadet aus der Sache raus, außer Heulkinen der hatte ne fette Beule am Kopf wegen dem aus dem Bett fallen und so…
Am Ende der Geschichte bleibt zu Bemerken das durch viel KlimmBimm PiPaPo und Heija-die-Geija wenigstens die Fans des TSV mal wieder erfolgreich von der desolaten Leistung der Mannschaft abgelenkt wurden und der Trinksportverein ohne viel Aufsehen zu erregen schon jetzt den Abstieg wieder voll im Visier hat. Na dann Prost!
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Namenlos

Die Unaufsteigbaren so nannte man sie, die Männer aus Ottweiler. Nach 8 Saisons in der 3. Liga wohl auch zu recht. Die letzten 3 Saisons beendete man mit einem 7. und zwei 4. Plätzen. Doch knapp einen Monat vorm zweijährigen Vereinsjubiläum ist es vollbracht mit 4 Punkten Vorsprung am letzen Spieltag geht’s ab in die 2. Bundesliga!

Nur eine Frage bleibt…
Wie soll man sie jetzt nennen. Jeder Verein der was auf sich hält hat ja wohl einen Spitznamen. Eben so etwas wie Rekordmeister, Fahrstuhlmannschaft oder auch 4-Minuten-Meister, die Roten, die Blauen, Red Devils oder die Esel, nein Pferdchen, äh, Fohlen so jetzt hab ich’s.
In Ottweiler wurden alle Vereinsangehörigen Personen des TSV zu einer außerordentlichen Brainstorming Runde einbestellt. Jeder sollte sich sofort Gedanken machen, denn was kann es wichtigeres geben als einen Spitznamen!
Das Training wurde abgebrochen und die Spieler sofort in voller Montur und ungeduscht in den Besprechungssaal geschickt. Grigi, der Vorstandsvorschwitzende wurde frühzeitig aus dem Tiefschlaf geholt, er erschien im Schlafanzug. Zwei Vorstandsmitglieder wurde aus dem Bordell geholt, einer immer noch mit Plüschhandschellen an den Handgelenken. Sogar Horst der 5-Liter-Humpen wurde aus der Vereinskneipe geschleift und in den Saal befördert, fiel aber bei Eintreffen ins Delirium.
Erstmal ging es zu wie auf einem Teppichbasar in der Happy Hour, alles schreit kreuz und quer durcheinander. Als man so, nach einer Stunde, heiser war und immer noch keine Vorschläge hatte, sollte jeder der einen Vorschlag hatte ihn aufschreiben und abgeben. Dann wurden alle Vorschläge auf eine große Tafel geschrieben und es sollte abgestimmt werden.

Von Grenzdebil bis völlig daneben trafen alle Bezeichnungen auf die Vorschläge zu:

Vorschlag (Einreicher)

Bierstüberlbolzer (Ignaz Messner)
Horstiboyz (Horst der Humpen)
Die Alkis (Anonym)
Dosjefikks Best (Detlef Dosenfisch)
Drunk Boys (Statist No. 27)
Ralles Friends (in Gedenken an Ralle Radkappe)

Diese Vorschläge schafften es zumindest in die Endrunde.

Da nach 32 Wahlgängen aber immer noch kein Spitzname die erforderliche Mehrheit erzielt hatte und alle ernüchtert oder im Fall von Horst ausgenüchtert waren, brach man die Suche ergebnislos ab.
Nachdem sich die Aufregung in Resignation verwandelt hatte fragten sich die Offiziellen des TSV: Was sollte der Scheiß eigentlich? Was hat ein verdammter Spitzname überhaupt mit Fußball zu tun und wer hat diese Sitzung einberufen?
Alles Fragen auf die es niemals eine Antwort geben wird. Außer auf die mit der Sitzung, das war der Hausmeister weil er keine Lust hatte den großen Saal zu wischen, dies kam jedoch nie ans Tageslicht.
Da es aber zu keiner Endlösung kam müssen die Trinksportler nun für alle Ewigkeit als „die Namenlosen“ ihr alkoholisiertes Unwesen im Fussballcup-Land treiben…
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Die Wanderhure

Der Titel lässt vielleicht auf ein Filmdrehbuch schließen, doch die heutige Geschichte ist die eines guten bekannten von Detlef Dosenfisch. Der aufmerksame Leser erinnert sich vielleicht noch an Detlefs Geschichte als er mit 24 sein Heimatdorf verließ. Zu dieser Zeit wohnte ein kleiner Junge in diesem Dorf. Er hieß Jasper van den Klumpenfus. Er war gerade 14 als Detlef nach Den Haag zog. Aber er hatte Detlef stets bewundert als er noch im ortsansässigen Fußballverein kickte.
Als der kleine Jasper hörte, dass Detlef sein Glück auf den Fußballplätzen dieser Erde suchte wollte er es ihm natürlich gleichtun und trainierte jede freie Stunde und wurde mit 18 Jahren der jüngste Mannschaftskapitän seines Heimatdorfs.
Nur ein halbes Jahr später tat er es Detlef gleich und ging nach Den Haag. Allerdings spielte er dort für den Stadtrivalen Käsfitjes Den Haag.
Detlef war seinerzeit jedoch schon in Japan also wollte der junge van den Klumpenfus dort ebenfalls hin. Wie es der Zufall wollte bot ihm sich zur neuen Saison die Möglichkeit dazu.
Yuki Tomokomoto, der gleiche Talentscout der auch Dosenfisch damals ja noch Dosjefikk entdeckt hatte, sah ihn spielen und bot auch ihm einen Vertrag bei Kamikaze Fukushima an.

Dort traf er Detlef nach Jahren wieder und wollte ihm beweisen, dass er genauso ist wie er. Doch Detlef war nicht gerade begeistert, na ja, geschmeichelt schon, wer hätte nicht gern jemanden der einen für den Größten hält. Aber er brachte Jasper bei, seinen eigenen Weg zu gehen. So kam es das Jasper nach nur einem Jahr einen neuen Weg einschlug und so begann die Geschichte der „Wanderhure“. So jedenfalls sein Spitzname. In Fachkreisen wurde Jasper van den Klumpenfus auch gerne als Vereinshure bezeichnet oder einfach nur Klümpje.

Bevor er aber seinen eigenen Weg in der Fußballwelt gehen sollte versprachen sich die zwei Holländer sich eines Tages wieder zu treffen und sich ihre Geschichten zu erzählen. Nun war es soweit und was Jasper dem Detlef bei einigen Flaschen Bier in dieser regnerischen Nacht in der Vereiskneipe erzählte war folgendes:

Er wechselte aus Japan nach Ägypten wo er für Oase Abu Simbil spielte. Er spielte zwar nur 20 Spiele für den Verein schoss aber 25 Tore (5 davon leider ins Eigene), das war Vereinsrekord. Da es ihm aber in Ägypten zu heiß war wechselte er lieber in kühlere Gefilde. Sein neuer Verein der eher unbekannten Iceman Quebec FC konnte ihn aber auch nur ein Jahr halten da es ihm in Kanada einfach zu kalt war. Er wollte lieber wieder nach Europa. In der Schweiz fand er eine neue Heimat bei Austria Worb einem 4. Ligisten aus der Nähe von Bern. Da er aber das Arbeitspapier nicht richtig gelesen hatte und die Gehaltsangabe keineswegs € oder Schweizer Franken waren musste er sich eine halbes Jahr lang mit monatlich 150 kg Appenzeller begnügen. Nach diesem halben Jahr wechselte er fast wieder zurück in seine Heimat verfehlte diese aber um ein Land und spielte ein Jahr für Napoleon Waterloo in Belgien. Doch leider blieb er dort allzu glücklos. Seine traurige Bilanz: 27 Spiele, 69 Torschüsse, 1 Eigentor.
Schon nach einer Saison ging die Reise weiter nach Frankreich um genau zu sein ging es zu Olympic Moule Sète. Ein Küstenort der vom Muschelfang lebt. Dort schaffte er in 30 Spielen 20 Tore, beeindruckend! Und sogleich ging die Reise weiter nach Portugal. Zum Klub mit dem längsten Namen in seiner Karriere, benannt nach einem portugiesischen Seefahrer der Verein hieß: FC Alexandre Alberto da Rocha de Serpa Pinto Santiago do Cacém. Wobei Santiago do Cacém der Name der Stadt war. Mehr gibt es zu diesem Jahr seiner Karriere aber nicht zu berichten er saß lediglich auf der Bank.
Danach folgten zwei Ausleihen von jeweils einem halben Jahr. Er saß bei Drammen Ulf in Norwegen, sowie bei Lenin Novosibirsk ein halbes Jahr auf der Bank.
Doch nun wollte er nach 2 Jahren in denen er lediglich 2 Kurzeinsätze von 5 Minuten zu verzeichnen hatte (genau genommen einmal nur 4 Minuten er wurde wegen Schiedsrichterbeleidigung vom Platz gestellt), endlich wieder spielen also ging er nach Nordkorea zu den Pyongyang Atoms, am Ende dieser Saison flüchtete er nach Südkorea da er in Nordkorea zum Tode verurteilt wurde, weil er in der Nähe des Staatspräsidenten gehustet hatte.
Gerade noch so entkommen zog er so schnell er konnte weiter und landete in Australien. Dort spielte er die längste Zeit die er je bei einem Verein war, 2 Saisons! Er war aber insgesamt 5 Jahre in Australien. Er spielte je eine Saison für Koala Wagga-Wagga, für den FC Flood Wollongong eine Küstenstadt und für Paradise Eden, er spielte in jedem Verein alle Saisonspiele und erzielte so in 93 Spielen 78 Tore aber er wurde 3 Jahre hintereinander nur zweiter mit seinen Vereinen.

Danach kam sein längstes Engagement über 2 Jahre bei den Kangaroo Jack’s aus Ulladulla (nein nicht der Kerl der in Spagackengaak vor sich hin sinniert, das hier ist ne Stadt). Er erzielte weitere 37 Tore in 42 Spielen und schaffte in seiner letzen Saison endlich die lang ersehnte Meisterschaft. Mit nun 32 Jahren und diesem Erfolgserlebnis beendete er seine Karriere als Spieler und machte den Trainerschein.
Nur ein Jahr nach dem Detlef Dosenfisch seinen Trainerschein gemacht hatte, wovon er jedoch nichts wusste.
Vorerst sammelte er Erfahrung in der Heimat, er trainierte in Holland kleinere Teams wie VV Apeldoom, NAC Roosendaal oder die Tilburg Käskäppjes, leider waren alle nach seiner Amtzeit insolvent.
Aber auch das konnte ihn nicht abschrecken er wechselte nach 3 Jahren ins Ausland.
Man kann es kaum glauben, doch er fand sein Glück und hat seinen neuen Verein bis heute nicht verlassen. Er wechselte nach Island in ein kleines sympathisches Dorf. Er ging zu Geysir Eyrarbakki. Er feierte dort einige Erfolge der größte war wohl der Gewinn des nationalen Pokals. Leider bleibt zu erwähnen, dass er dort bis heute immer nur Platzwart war.
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