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Der ewig eisige Überlebenskampf Verfasst am : 11.12.2025 00:31

Der FC Antarktis ist zurück und kämpft sich wie gewohnt durchs nackte Überleben, während rund um den Verein mehr eisige Dramen passieren als in einer schlechten Winter-Soap. Fanshop und Imbissbude wurden gepfändet, angeblich um die Finanzen zu stärken, wobei der Pfändungsbeamte trocken anmerkte, dass der Pinguin-Grill ohnehin „so kalt war wie die Tabellensituation“. Die Vereinsführung sieht das Ganze erstaunlich positiv: „Wir sind jetzt finanziell flexibler, also komplett blank.“ Sportlich friert sich die Mannschaft ebenfalls tapfer durch. Die Spieler sind alt geworden, manche sagen sogar „historisch“. Hinkel, frische stattliche 71 Jahre jung, knackt auf dem Platz lauter als die Zuschauertribüne, während Fitschen ebenfalls 71 und Kreuz immerhin bis zum Saisonende bleiben, vermutlich nur, weil die Verträge in Schriftgröße 4 geschrieben wurden. Der Altersdurchschnitt des Teams liegt inzwischen bei etwa 49 Jahren, und der Torwart gilt offiziell als Gletscherdenkmal. Doch die Verantwortlichen bleiben optimistisch: „Erfahrung schlägt Speed und wenn nicht, dann aktiviert der Schiri eben den Rollator-Powerplay-Modus.“

Gleichzeitig diskutiert die Klubführung bereits über einen möglichen Neustart. Vielleicht in der Oberliga, vielleicht in einer tieferen Liga oder so tief, dass man irgendwann auf der Südhalbkugel wieder aufsteigt. „Manchmal muss man loslassen, um wieder festzufrieren“, philosophiert der Sportdirektor, während er auf die Tabelle schaut und leise seufzt. Und mitten in diesem Schneegestöber steht Trainer Polar, der Comeback-König aus der Kühlkammer. Zum gefühlten hundertsten Mal startet er mit neuem Mut durch und verkündet: „Ich schnuppere wieder Hoffnung!“ – was man wörtlich nehmen darf, denn sein Atem gefriert bereits in der Kabine. Er glaubt fest an den Wiederaufstieg, zumindest moralisch: „Wir starten neu. Wieder. Und wieder. Und irgendwann klappt’s. Vielleicht.“

Zwischendurch hört man rund um den Verein immer wieder die typischen Sprüche, die zur frostigen Lage passen: „Beim FC Antarktis ist selbst der Optimismus eingefroren“, „Wir sind nicht am Boden, der Boden ist nur unter uns weggerutscht“ und „Unser Sturm ist wie ein Schneesturm: unberechenbar, aber meistens ungefährlich.“ Doch trotz aller Schwierigkeiten lebt der FC Antarktis weiter, vielleicht verpfändet, überaltert und sportlich im Winterschlaf, aber ungebrochen. Und manchmal, wenn der Wind günstig steht, hört man ihn leise rufen: „Wir kommen wieder! Irgendwann. Vielleicht. Mit etwas Streusalz.“

geschrieben von xPolar

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