Eine echte Lokalpatriotin, das merkt man. Mir liegt noch der Jugendstil im Magen. Keine Ahnung, was die steppenden Biber damit zu schaffen haben.
Sehr viel Lesenswertes, vielleicht ein kleines bischen zuviel. Ich kenne schon den Dialog am Montag Morgen.
"Und, was hast Du am Wochenende Schönes gemacht?"
"Ballsaalnachrichten gelesen."
"Häh?"
Bekommen andere heimische Vereine auch eine solche Führung?
Alma Park ist sicherlich nach Adam Park benannt. Eine weitere großartige Aufmerksamkeit der Gastgeberin!
Inhalt:
1. Begrüßung
2. Unterbringung
3. Menüfolge
4. Ausflüge
5. Abendprogramm
4. Ausflüge
Nach dem Frühstück und Frühtraining werden kleine Kutschfahrten angeboten. Es werden ausschließlich Ziele innerhalb des Stadtteils Ückendorf angesteuert und für das Team der elf Prinzessinnen ist es obligatorisch, da so mancher keine Ahnung von diesen Schönheiten hat.
Ückendorf ist überraschend groß und wenig überraschend unbekannt. Dabei ist es - laut Wikipedia - 6,821 km² groß und hat über 20.000 Einwohner.
Warnung: Gelsenkirchen ist keine schöne Stadt und im Ranking der hässlichsten Städte Deutschlands sicherlich ziemlich weit oben. Das wissen auch die Gelsenkirchner und geben es unter vier Augen offen zu, - aber unter mehr als vier Augen riskiert jeder, der das ausspricht, eine blutige Nase. Also bitte: Contenance!
Montag geht es zum Von-Wedelstaedt-Park, einem historischem Kleinod der Gartenkunst, das neuerdings mit einem Bukanier-Ensemble mit Segelschiff auftrumpft. Wir haben den Montag gewählt, weil wir nicht wissen wieviel am Dienstag noch davon steht.
Dienstag geht es zum Doppel-Malakowturm, genauer gesagt: Werkhalle, Doppel-Malakowturm, Lüftergebäude, Direktorenvilla und Maschinenhalle der Zeche Holland Schacht I/II. Auch auf das große Unglück wird natürlich eingegangen.
Mittwoch ist der Wissenschaftspark Gelsenkirchen dran. Wir bekommen Einblicke in die Geschichte der Gußstahl- und Eisenwerke Munscheid und Co und die neue Nutzung des Geländes. Wir besuchen auch das ehemalige Verwaltungsgebäude. Dort kann auch an einer der seltenen öffentlichen Sitzungen des dort befindlichen Amtsgerichts teilgenommen werden.
Die Wohnwolke kann besichtigt werden und Fahrten mit der Achterbahn sind möglich.
Donnerstag fahren wir zur Himmelstreppe, einer Skulptur von Herman Prigann. Von hier, einer stillgelegten Halde der Zeche Rheinelbe, haben wir eine wunderschöne Aussicht, etwa auf das Lohrheidestadion vom SG Wattenscheid 09 (gehört nicht zu Ückendorf, sondern zu Bochum, wird also nicht besucht). Danach geht es zur Künstlersiedlung Halfmannshof, etwas, worauf sich bestimmt alle Spieler freuen.
Freitag besuchen wir kurz die Klangsteine (Basalt-Klang-Stelen von Thomas Link), da bisher noch niemand einen durch den Wind erzeugten Klang hören konnte. Wir machen ein Lauftraining zur Mechtenbergbrücke, ein hübsches architektonisches Kunstwerk, das völlig überteuert war und ziemlich nutzlos ist. Von dort können wir den Mechtenberg sehen, der eine tolle Aussicht bietet, aber auf Essener Stadtgebiet liegt. Danach geht es durch den wunderschönen Rheinelbepark zur ehemaligen Zeche Rheinelbe, wo neben den Gebäuden auch der Teich mit der neuen Biberburg besichtigt wird.
Samstag ist die ehemalige Zeche Alma dran. Dort sind einige der historischen Gebäude momentan im PowerRanger-Stil gestaltet, aber dort ist auch ein großer Indoor Freizeitpark, der „Alma Park“. Es kann Kart gefahren werden, aber es gibt auch: Escape Room, Abenteuergolf, Lasertag, Paintball, Bubbleball, Virtual Reality, Axtwerfen und Trampolin, - also alles, was das junge Herz begehrt. Leider kann das nur mit der Erlaubnis vom eigenen Trainer und Manager genutzt werden.
Sonntag fahren wir durch die Zechenkolonie „Siedlung Flöz Dickebank“ und versuchen die heutige Idylle mit dem früheren harten Lebensalltag in Verbindung zu setzen. Dann fahren wir als Kontrast durch die Bochumer Straße, die einen ganz besonderen Ruf besitzt. Dort besuchen wir die ehemalige und denkmalgeschützte Heilig-Kreuz-Kirche, die jetzt als Event-Lokation fungiert. Danach fahren wir noch einige Straßen entlang, deren eine Straßenseite zu Ückendorf gehört, die andere jedoch zu Bochum oder Herne. Außerhalb des Herzens des Ruhrgebiet ist so etwas kaum einmal zu erleben (über die peinlichen Gründe referiert unsere Stadtteilbegleiterin Aische Yildirim, denn es waren überwiegend Planungsfehler bei den hastigen Eingemeindungen und dem Gebietstausch unter unseren ach so gewissenhaften kaiserlichen Verwaltungsbehörden). Zuletzt geht es noch sehr kurz zur Ückendorfer Exklave im Bochumer Stadtgebiet. Als „GE-Büsch“ benannt, sind diese etwa zwei Hektar Land auch eine Kuriosität.
geschrieben von Feine Dame
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