Die Ehre gebührt ganz euch, Mylady!
Schlameien in Dauerschleife muss nicht sein. Wir sind ja in einem Luxushotel im einquartiert, also genießen wir und schweigen, was irgendwlche Extrawünsche angeht.
Oh hättet Ihr doch frühiger Eure Neigung verlautbart,
ein wohl passendes Lager wäre Euch bereitet,
Speis und Trank mit Schalmeienklang und erquickendem Gehupfe
verknüpfet, um dem Schmenker Ehre zu erweisen.
und die Biber steppen dazu. Jau!
Minnesang ist kein romantischer Gefühlsausdruck, sondern ein (ritterlich) schmenkerlich-ethisch geprägtes Sprach- und Musik-Ritual. Der geglückte Vortrag eines Minneliedes durch einen Ritter bzw. durch einen Schmenker ist in erster Linie als kultureller Kompetenzbeweis zu begreifen. (Text stammt in der Hauptsache von Wikipedia)
Manager Schmenker wurde also nicht von Amors Pfeil ins Herz getroffen, auch wenn es so einige bei dem gleich folgenden Gejodel in den höchsten Tönen wohl meinen könnten. Wobei, das Turnier ist einfach perfekt organisiert, sowas mag der Manager.
Schmenker trällert in Mezzosopran der Feinen Dame Minnesang.
Der Mittelalterclub „Ückendorfer Wänste“ dudelte die Laute, was harmonisch ergänzte.
Trällern und Dudeln erfüllt den Ball-Saal, das ist kein Geschmalze und auch keine Qual:
„Feine Dam´, ihr seid so wunderbar,
dies´ Turnier erquicket die Labsal gar.
Ihr seid von adligem Geblut,
erhaben und voll Edelmut.
Maiden und Recken bereitet ihr Schmaus,
ihr habt ein königliches Küchenhaus.
Geladen die Edlen ohn´ Vergrätzung,
um am Turnierplatz zu sorgen für Ergötzung.
So großzügig und gönnerhaft,
weil ihr Bedürftigen Goldmünz´ verschafft.
Entsagt mit Freimut dem Erfolg,
der Gäste Zerstreuung ist euch teuer und hold.
Am Abend gibts kein Mummenschanz,
im Ballsaal groß Bankett und Tanz.
Welch´ Noblesse von erster Güte,
es geht nicht der Hut hoch, man zieht die Hüte.
Wir vollführn euch Lob- und Dankeshall,
Hochachtung fällt anheim – mit Kniefall.“
geschrieben von Schmenker
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