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Herr Schmenker, wie bitter ist das denn? Verfasst am : 14.05.2026 11:14

In altbekannter Expertenmanier antwortete der Manager auf die Frage aller Fragen an diesem Abend: „Ja gutt…ehhh…was soll ich sagen? Es ist nicht zu ändern.“, um mit einem vielsagenden Grinsen hinzuzufügen „Wir hoffen einfach darauf, dass das unserem Gegner auch mal passiert. In einem günstigen Moment wie z.B. dem Championsleague-Finale.“

1. Bundesliga 9, 17. Spieltag, FC Vogtsburg - VfB Rabona im Fair-spielen-sonst-gibts-Rot-Stadion. Ausgerechnet an diesem Ort bekommt ein FCV-Spieler wegen eines angeblichen taktischen Fouls wild fuchtelnd die rote Karte vor den Latz geknallt. Dieses Mal nicht in der 10. Minute wie beim Turnier „Kampf um die Krone“, sondern direkt in der 2. Minute. 1. Aktion – sofort rot.

Spieler weg und Ausgeglichenheitsbonus weg, doppelt bestraft. Kurz flammt so etwas wie Hoffnung auf. Der Spieler Sieger ist natürlich ein herber Verlust, der einzige mit Sieger-Mentalität. Aber immerhin war es nicht der Kapitän und der Heimbonus ist auch noch da! Als Tabellenführer gegen den 4. sollte in Realität noch nichts verloren sein. Aber hier schon. Als Manager gibt es ab jetzt nur noch zuschauen oder hoffen, dass der Gegner auch eine rote Karte aus dem Zufallsgenerator bekommt. In dieser Situation gibt es für den Konkurrenten keinerlei Anlass mehr, die Aggressivität zu erhöhen. Somit ist die Möglichkeit auf regulärem Weg vom Platz zu fliegen gering. Keine Taktik, kein Wechsel, keine Möglichkeit, die Spieler anzufeuern. Nichts. Es fühlt sich an, als würden die Verantwortlichen auf der Bank herunterfahren, als würden ihre Augen wie beim Terminator ausgehen. Der FCV verliert mit einem Mann weniger 2:7. Ohne rote Karte wäre vielleicht ein 6:2-Sieg herausgekommen. Der Unterschied ist frappierend! So eine rote Karte aus dem Zufallsgenerator kann Meisterschaften und Turniere entscheiden und das obwohl der Manager nicht mal was falsch gemacht hat.

In der vorherigen Saison hatte der FCV indirekt von einer roten Karte des Meisterschaftsfavoriten profitiert, der die Lücke nicht aufgefüllt hatte. Allerdings hätte es möglicherweise nicht für die Schale gereicht, wenn Vogtsburg nicht auch das zweite Spiel gegen den Favoriten gewonnen hätte.

Eigentlich sollte kein einziges Wort der Kritik verloren werden. Denn wenn die eigenen Chancen gegen die stärksten Teams gering sind, dann ist sowas natürlich gut für schwächere Teams. Denen wird von unserer Seite auch Erfolg gegönnt, wie z.B. dem VfB Rabona, der dem FCV seit mehreren Saisons positiv auffällt. Es eröffnen sich Chancen, die sonst nicht existent wären. Und genau das macht das Spiel insgesamt interessanter. Aber dafür gäbe es natürlich auch andere Möglichkeiten.

In der Liga ist in der heute startenden Rückserie noch alles möglich. Die drei bisherigen Tabellenführer Rentner Rowdys Röthenbach, FC Vogtsburg und VFB Würzbach liegen innerhalb von 3 Punkten. Es ist unmöglich eine halbwegs sichere Prognose über den künftigen Meister abzugeben.


geschrieben von Schmenker

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Kommentare

Schmenker schrieb am 15.05.2026 20:03 Uhr

@MRalley
Das heißt ja, wie könnten vielleicht bald mal in einer Liga landen. Morgen gehts für uns gegen die RRR, wohl ein entscheidendesn Spiel, ob wir im Kampf um die Meisterschaft abegehängt werden. Das Hinspiel bei uns hat RRR schon gewonnen. Auch dir viel Erfolg im Meisterschaftsrennen.

Schmenker schrieb am 15.05.2026 20:01 Uhr

@Feine Dame
Die Prinzessinen haben schon mal rot gesehen? Das kann nicht sein. Vielleicht wurden sie mal rot, weil die gegnerischen Grobiane ihnen beschämende Ausdrücke zugeflüstert haben.

Schmenker schrieb am 15.05.2026 19:55 Uhr

@Bär Pupspaul
Um Verletzungen des Ligateams zu verhindern, kann man eigentlich nur mit der Ersatzmannschaft Freundschaftsspiele und Turniere spielen. Das ist schade, aber gerade wenn man keine Zeit hat online zu gehen, kann man sich das Risiko nicht leisten. Hieß es nicht mal Freundschaftsspiele verursachen so gut wie keine Verletztungen? Ich hab da andere Erfahrungen.

Schmenker schrieb am 15.05.2026 19:49 Uhr

@Tommy Deine Vorschläge finde ich schon immer klasse, weil du einfach weiterdenkst und nicht nur irgendwas in den Raum wirfst. Machtlosigkeit ist ganz klar ein Defizit. Es ist natürlich anzunehmen, dass das Vielen hier zu kompliziert wäre. Nicht aus Mangel an Intelligenz, sondern mangels Zeit und auf aufgrund Bequemlichkeit. Als vor Jahren per Umfage entschieden wurde, wie sich das Spiel entwickeln soll, kam heraus, dass die Mehrheit (wenn denn auch alle abgestimmt haben, vielleicht aber auch nur die Forumnutzer) möchte, wer mehr zahlt soll mehr Chancen haben, d.h. die Stärksten sollen ihre Vormachtstellung noch ausbauen, damit sie immer gewinnen. Dazu gehört auch, dass es manchen es reicht, binnen 30 Minuten ihre neue Mannschaft zusammenzuduplizieren und am Ende stolz ihre Klone präsentieren, die unter komplizierten Bedingungen überzeugt werden konnen, sich dem Club anzuschließen.

MRalley schrieb am 15.05.2026 17:01 Uhr

Auch mich hat es schon hat getroffen... In der Hinrunde, spielte ich das erste Spiel eines Turnieres mit, versehentlich mit der A-Elf... 3 Verletzte!...Pflichtspiel verloren...nur noch punktgleich mit dem Verfolger!... ein einziges Spiel kann die Meisterschaft in Gefahr bringen, jetzt bin ich wieder am zittern!

Rentner Rowdys Röthenbach sind cool, mit denen hab ich letzte Saison und die davor zusammen gespielt.

Alles Gute Dir!

Feine Dame schrieb am 14.05.2026 14:51 Uhr

"Rentner Rowdys Röthenbach" - was für ein wunderschöner Name ist das denn? - Die Zunge stolpert, aber das Auge ist erfreut! - Tschulligung, wie war das Thema?
Rote Karten sind immer ärgerlich, vermutlich selbst für Risikomanager. Genau werde ich das allerdings nie wissen, da der dazugehörige Wimpelplatz im Trophäenschrank für immer leer bleiben wird. Trotzdem gab's natürlich auch schon für Prinzessinnen rot, was bei knappen Geschichten ... na ja, ich muss es nicht auch noch einmal sagen.
Schnell auf Holz klopfen!

Paul Pupsbär schrieb am 14.05.2026 11:58 Uhr

Eine frühe rote Karte hatte ich noch nicht, aber dafür häufig Verletzungen. Gestern beim letzten Ligaspiel konnte mein Kapitän nicht mitspielen und ausgerechnet für diese Position hatte ich nur einen Jugendspieler als Ersatz ... Zum Glück ging es um nichts mehr, aber es wäre wohl normalerweise kein 0:0 geworden.
Alles halb so wild, solange es um nix geht. Aber ansonsten sehr ärgerlich.

Tommy Oliver schrieb am 14.05.2026 11:43 Uhr

Die Machtlosigkeit ist echt das Schlimmstze an diesem Spiel. Dabei gibt es doch viele Möglichkeiten, das zu ändern, ohne das Spiel zur Lebensaufgabe verkommen zu lassen.

Allerdings muss der Faktor Glück auch eine Rolle spielen, denn gerade Fußball ist ein sehr glücks- oder zufallsabhängiger Sport (generell ist "low-scoring" immer stärker vom Zufall abhängig als zum Beispiel Basketball). Und ist in der Realität der Trainer derjenige, der darüber entscheided, ob der eigene Sechser gleich zu Beginn den gegnerischen Stehgeiger wegsemmelt und danach Überstunden abbaut? Ist der Inhaber des Supermarktes wirklich dazu in der Lage, zu verhindern, dass der dümmliche Kassierer die drölf Tüten Fix-Produkt korrekt abzählt und kassiert? Ich glaube, sowas wird immer sehr treffend zusammengefasst mit: Die temporäre Existenz von Defäkaten gilt allgemein als erwiesen. Also Sch.. passiert.

Was aber ekelhaft is, dass der Trainer in der Realität taktische Möglichkeiten hat. Einen Stoßstürmer auswechseln und einen zusätzlichen Verteidiger bringen, schnelle Spieler bringen, um Konter fahren zu können, Zeit schinden lassen, ...

Generell ist Härte in diesem Spiel reichlich unsinnig und bestenfalls eine Hail-Mary-Aktion, im großen Finale hoffen, dem Gegner den Gesundheitsbonus zu rauben, bevor einer vom Platz fliegt.

Ich plädiere ja schon lange dafür, den Einsatz einzuführen. Einer der Werte wie Zuverlässigkeit wird sowas wie Kondition oder Frische des Spielers (sagen wir Frische). Für jedes Spiel kann man 24h im Voraus die Aufstellung festlegen (ohne Premium) und statt Härte in drei Stufen wird der Einsatz in meinetwegen 20 Stufen festgelegt. Je höher der Einsatz, desto stärker spielen die Spieler. Sagen wir einfach Einsatz 10 ist "normal", also 100 % der Stärke. Mit 20 kann man overpowern, wie man Prozessoren übertaktet. Bis es raucht. Bei 10 sind gelegentliche gelbe Karten und auch mal 'ne Rote normal. Das Risiko für Karten steigt ab 15 überproportinal, weil die Spieler mit dem Messer zwischen den Zähnen auflaufen. Ab fünf sinkt sie kaum mehr, abewr die Leistung der Spieler sinkt dafür weiter.

Und am Ende des Spiels hat jeder Spieler Frische eingebüßt. Je mehr Einsatz, desto mehr Frische gehtr verloren. Ab in die Eistonne, über Nacht wird etwas regeneriert. Aber natrürlich nicht alles, was bei Einsatz 10 verloren geht. Erst recht nicht bei höherem Einsatz.

Sinkt die Frische unter gewisse Werte, spielen die Spieler z.B. in der zweiten Halbzeit nur noch mit geringerer Stärke (individuell). Der RM 600 mit Frische 60 spielt meinetwegen nur noch mit Stärke 500, um mal willkürlich eine Zahl in den Raum zu stellen.

Gerne kann man den Einsatz pro Spiel auch individuell festlegen bzw. hat für jeden Spieler noch die "Schongang" oder "Krawall"-Funktion, mit der man - relativ zum Gesamteinsatz - etwas dosieren kann.

So ist man dann zur Rotation gezwungen. Sperren und Verletzungen gehören auch zum Alltag (ist ja nicht ganz ungewöhnlich, dass Fußballer mal ausfallen). Und in besonderen Situationen wählt man selbst, was man riskiert. Du hättest zum Beispiel ab der 2. Minute den Einsatz von 12 auf 16 erhäöhen können, weil es ein wichtiges Spiel ist. Der Gegner könnte nach dem Platzverweis von 15 auf 10 senken. Plötzlich liegst du vorne. Aber du hast morgen ein wichtiges Spiel, musst Frische sparen, drehst runter. Für den Gegner gehtr es heute aber um alles und er haut voll drauf. Seine Mannschaft drängt auf Ausgleich und Siegtreffer, aber riskiert auch, dass der Aggressive Leader im Kampf um den Ball mal ein gepflegtes Pils (also sieben Minuten) zu spät kommt und nur noch den Gegner trifft. Auch, wenn der gerade ausgewechselt wurde und unter der Dusche steht. Und plötzlich ist es spannend und beide Manager müssen schauen, wie sie agieren. Und plötzlich lohnt es sich wieder, die Spiele anzuschauen.