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Chelsea News 16/2026: Massimo de Luca stellt sich gegen Trump Verfasst am : 15.05.2026 22:34


Die Quartieri Spagnoli in Neapel sind laut, eng und voller Leben. Zwischen flatternder Wäsche, hupenden Motorrollern und dem Duft von Espresso empfängt uns Massimo de Luca in einem kleinen Straßencafé unweit einer Maradona-Wandmalerei. Der amtierende Vize-Präsident und frühere Präsident des FC Chelsea Neukölln wirkt verändert: erholt, ruhig, fast gelassen. Statt Klostergewand trägt er einen dunkelblauen dreiteiligen Maßanzug mit auffällig italienischem Schnitt. Immer wieder grüßen ihn Passanten mit Handschlag oder Schulterklopfen.

De Luca bestellt Espresso und Sfogliatella — und spricht dann so offen wie nie zuvor über seine Zukunft.

Redaktion: Herr de Luca, ganz direkt: Werden Sie für das Präsidentenamt kandidieren?

„Ja. Ich werde kandidieren.“

Redaktion: Das klingt nach einer endgültigen Entscheidung.

„Ist es auch. Der Verein braucht wieder Führung mit Stil, Klarheit und Würde.“

Redaktion: Viele gingen zuletzt davon aus, dass Sie sich dauerhaft aus der Vereinsführung zurückziehen.

„Das war nie mein Plan. Ich brauchte Abstand. Neapel hat mir Ruhe gegeben.“

Redaktion: Sie sprechen inzwischen offen davon, dass Ihre Flucht Sicherheitsgründe hatte.

„Ja. Das politische Klima im Verein ist toxisch geworden. Ich hatte ernsthafte Sorge um meine persönliche Sicherheit.“

Redaktion: Gegen wen richten sich diese Vorwürfe?

De Luca lächelt kurz, nimmt einen Schluck Espresso und antwortet dann ungewöhnlich scharf.

„Trump und Kalle sind am Ende vom selben Kaliber. Der eine produziert Chaos mit Lautstärke, der andere mit Geltungsdrang. Und am Ende weiß man nicht, was davon auf welchen von beiden zutrifft.“

Redaktion: Das überrascht. Viele sahen Sie bislang klar im Trump-Lager.

„Donald Trump hat sportlichen Erfolg gebracht. Das erkenne ich an. Aber Führung ist mehr als Tabellenstände.“

Redaktion: Würden Sie sagen, dass Trump sich verändert hat?

„Ich glaube, Macht verändert viele Menschen.“

Redaktion: Und Kalle?

„Kalle lebt seit Jahren davon, gegen etwas zu sein. Nicht für etwas.“

Redaktion: Wie bewerten Sie die aktuelle sportliche Entwicklung? 26 Spiele ohne Niederlage, 22 Siege, 4 Unentschieden.

„Darauf kann man aufbauen. Der Verein hat Qualität.“

Redaktion: Manche sagen allerdings, Trump sei der Architekt dieser Erfolgsserie.

„Er ist Teil davon. Aber erfolgreiche Strukturen entstehen nicht über Nacht.“

Redaktion: Kommen wir zu Ihrem sogenannten Modernisierungskurs. Kritiker sprechen bereits von einer ‚Italifizierung‘ des Vereins.

De Luca lacht erstmals laut.

„Wenn Italifizierung bedeutet, mehr Stil, mehr Kultur und mehr Lebensfreude in diesen Club zu bringen — dann nehme ich das Kompliment gerne an.“

Redaktion: Was meinen Sie konkret?

„Der Verein darf nicht nur funktionieren. Er muss leben. Schauen Sie sich hier das bunte Treiben an. Wir brauchen mehr Folklore.“

Redaktion: Sie meinen Veranstaltungen wie den früheren Maradona-Abend?

„Natürlich. Die Leute haben das geliebt.“

Redaktion: Und den Aperol-Spritz-Abend?

„Auch das. Gemeinschaft entsteht nicht durch Kommissionen und Kontrollsysteme. Sondern durch Atmosphäre.“

Redaktion: Was sagen Sie zur Rückkehr von Mosé Jourinho in die Vereinspolitik?

De Luca winkt leicht genervt ab.

„Mosé war mehrere Saisons komplett weg vom Verein. Und plötzlich erklärt er wieder jedem, wie alles laufen soll.“

Redaktion: Trauen Sie ihm eine wichtige Rolle zu?

„Der Verein hat sich längst weiterentwickelt. Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass außerhalb seiner eigenen Interviews noch viele Menschen an Mosé denken.“

Redaktion: Letzte Frage: Was wäre Ihr erstes Ziel als Präsident?

De Luca schaut kurz in Richtung Straße, wo ein Motorroller mit überhöhter Geschwindigkeit vorbeifährt.

„Dem Verein wieder Ruhe geben. Und Stil.“

Beim Verlassen des Cafés bleibt der Eindruck zurück, dass aus dem politischen Exil in Neapel mehr geworden ist als eine bloße Auszeit. Massimo de Luca wirkt nicht wie jemand, der lediglich in die Vereinsführung zurückkehren möchte.

Er wirkt wie jemand, der sie erneut übernehmen will. Und das wird Trump nicht gefallen.

geschrieben von Perseus47

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