19.172x gelesen 2x abonniert Ausgabe 20/26 14.05.2026 Leipziger Allerlei Jetzt registrieren

Der Ausverkauf beginnt!

Nachdem in den vergangenen Tagen bereits 4 Stammspieler den Verein verlassen haben, beginnt morgen der Verkauf der restlichen Stammspielern. Unter Ihnen auch der langjährige Torwart, der 9 Jahre den Kasten für unseren Verein sauber hielt. Das Tafelsilber des Verwins wird somit vergoldet! Die vakanten Positionen werden ausschließlich mit U23-Spielern nachbesetzt, manche von Ihnen sind gerade erst den Windeln entwachsen ;-)

Ob im nächsten Jahr mit dieser jungen Truppe die Liga gehalten werden kann ist fraglich.. aber am Ende auch egal. Der Umbruch muss her!
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Das radikale Experiment der Schwarzen Wölfe

LEIPZIG – Packt die Rollatoren ein und holt die Schnuller raus! Bei den Schwarzen Wölfen Leipzig brennt nicht nur der Baum, man hat ihn direkt gefällt, um daraus Bauklötze für die neue U21-Startelf zu schnitzen. Nach einer Saison zwischen Aufstiegsrausch und Resignation zieht Trainer-Urgestein Alfred Kunze die Reißleine – und die führt direkt in den Sandkasten.

Noch im Winter träumte man in der Messestadt vom Oberhaus. Die Schwarzen Wölfe thronten auf einem Aufstiegsplatz, der Sekt war quasi schon kaltgestellt. Doch dann kam der Frühling, und mit ihm eine Serie von Niederlagen, die so unnötig waren wie ein drittes Nasenloch. Acht Punkte Rückstand auf die Aufstiegsränge bedeuten: Man bräuchte jetzt schon ein mittleres biblisches Wunder oder einen sehr bestechlichen Verband, um doch noch hochzugehen.

Das „Alles-muss-raus“-Prinzip

Statt aber nun die Wunden zu lecken, haben Alfred Kunze und die Vereinsführung ein Konzept beschlossen, das in der Fußballwelt wohl als „kontrollierter Wahnsinn“ in die Geschichte eingehen wird. Das Motto: Wer noch geradeaus laufen kann und jünger als 32 ist, fliegt raus! Der Ausverkauf hat bereits begonnen.

„Wir verkaufen alles, was auf dem Transfermarkt noch mehr wert ist als ein gebrauchter Satz Trainingshütchen“, so die sportliche Leitung hinter vorgehaltener Hand. Alle Stammspieler unter 32 Jahren werden versilbert. Übrig bleibt der „Club der alten Herren“ – jene treuen Seelen, die aufgrund ihres fortgeschrittenen Fußballer-Alters und vermutlich einsetzender Arthrose ohnehin niemand mehr kaufen wollte. Sie dürfen ihre Verträge nun als Mentoren (oder lebende Legenden-Exponate) aussitzen.

U21: Hungrig, wild und noch ohne Bartwuchs

Die Lücken im Kader werden mit der „Krabbelgruppe“ gefüllt. Die U21 übernimmt das Ruder. Alfred Kunze plant eine Taktik, die so jung und hungrig ist, dass die Gegenspieler vermutlich schon beim Anblick der jugendlichen Unbekümmertheit (und der fehlenden Barthaare) verwirrt sein werden.

Kritiker unken bereits: Wenn ein Spieler nach dem Spiel nicht zur Dopingkontrolle, sondern zur Hausaufgabenbetreuung muss, läuft etwas anders als gewohnt. Doch Kunze bleibt hart: „Entweder jetzt der Umbruch, oder wir versauern als ewiges Fast-Aufstiegs-Gespenst.“

Abstieg? Egal, Hauptsache frisch!

Dass dieser radikale Verjüngungstrip mit einer fast hundertprozentigen Wahrscheinlichkeit direkt in die 3. Liga führt, nimmt man im Leipziger Norden achselzuckend in Kauf. Es ist die Flucht nach vorne – oder eher der Sprung vom Zehnmeterbrett in ein Becken, von dem man hofft, dass bis zum Aufprall noch Wasser eingelassen wird.

Die Fans dürfen sich also auf eine nächste Saison freuen, in der die Stammspieler entweder schon Rentenberatungstermine wahrnehmen oder gerade erst den Mofa-Führerschein machen. Ob das Wolfsrudel damit wieder zubeißt oder nur ein bisschen am gegnerischen Schienbeinschoner nuckelt, bleibt abzuwarten. Eines ist sicher: Langweilig wird es bei den Schwarzen Wölfen nie.

Von unserem Sportreporter für das „Leipziger Allerlei“
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Aufstieg in die 1. BL endlich geschafft!

Im dritten Anlauf haben es die Schwarzen Wölfe aus Leipzig nun endlich geschafft, der Aufstieg in die 1. Bundesliga ist perfekt!!!
Nachdem in den beiden vergangenen Jahren der Aufsieg nur sehr knapp verpasst wurde, sicherte man sich in dieser Saison, mit beruhigendem Abstand zu Platz 4, den 3. Platz, welcher zur Teilnahme am Spielbetrieb im Fussballoberhaus berechtigt.
Während Fans und Spieler noch feiern, sitzt der Vorstand bereits zusammen, um die neue Saison zu planen. Leider werden drei der stärksten Spieler aus Altersgründen den Verein verlassen, welche nicht gleichwertig ersetzt werden konnten. Wie uns der Sportdirektor mitteilte, sind dafür einfach keine finanziellen Mittel vorhanden. So wurde vor allem in junge Spieler investiert, die langfristig an den Verein gebunden werden sollen. Insgesamt wurden mehr als 80 Mio € für neue Spieler ausgegeben, wobei keiner älter als 27 Jahre ist. Nun gilt es abzuwarten, ob man mit diesem schwächeren Kader die Liga halten kann.
Auch weiterhin wird der Verein in seine Jugendarbeit investieren, um aus dieser in einigen Jahren Stammspieler aufstellen zu können. Dann wäre man endlich nicht mehr auf teuere Transfers angewiesen.

Jetzt gilt es erstmal alles zu tun, um nächste Saison die Klasse zu halten! Auf geht's!
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Wie soll es in Zukunft weitergehen???

Diese Frage stellt sich aktuell der Aufsichtsrat der Schwarzen Wölfe Leipzig e.V.
Der Verein hat mit wenigen "Zwischenstopps" den Durchmarsch von der Kreis- in die 2. Liga geschafft. Doch nun steht man vor dem Problem, des hohen Altersdurchschnitts. Dieser liegt ohne Jugendspieler bei 29 Jahren. Nachdem bereits zum Ende der letzten Saison unser langjähriger Abwehrroutinier Nduka Diarra mit 39 Jahren altersbedingt andere Aufgaben im Verein übernahm, werden ihm in den nächsten 2 Jahren weitere Spieler folgen.
Einige Vorstandsmitglieder möchten wieder erfahrene, alte und auch billigere Spieler kaufen, um die jetzige Aufstellungsstärke und damit auch die Klasse zu halten. Die Mehrheit des Aufsichtsrats spricht sich jedoch für eine konsequente Verjüngung des Kaders aus. "Da junge Spieler mit gleicher Stärke für den Verein unbezahlbar sind, werden wir in den nächsten 2 Jahren eine Reduzierung der Aufstellungsstärke vornehmen müssen", so Aufsichtsratsvorsitzender Jan M. Vincent. "Das dies auch den Abstieg aus der 2. Liga bedeuten kann, ist mir durchaus bewusst! Aber irgendwann muss ein Umbruch passieren, warum nicht jetzt ?!"
So werden die Schwarzen Wölfe Leipzig demnächst wieder verstärkt auf die eigene Jugend setzen, um die ausscheidenden Stars zu ersetzen. Inwiefern dies gelingen wird, werden die nächsten 2 Saisons zeigen.
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