Der Elsener
Kicker
Und hier bin ich wieder, Euer Karl
Kritzelhuber, mit ein paar fantastischen, ja, man könnte schon
eher von „unfassbaren“ Neuigkeiten von unserem beliebten Dorfverein sprechen!
Bereits 6 Spieltage vor Saisonende steht fest: Der Elsener
SC spielt in der nächsten Saison in der 2. Bundesliga!
Die Zeichen stehen mehr als nur „gut“ dafür, dass der ESC seine
6. Saison seit Vereinsgründung abermals auf dem 1. Tabellenplatz beenden kann.
Der 6. Aufstieg in Folge dagegen ist mit
21 Punkten Vorsprung auf einen
Nichtaufstiegsplatz und dem gestrigen 8:1 Sieg bereits dingfest und damit sicherlich
auch einen kleinen Eintrag in der Fußball-Geschichte wert.
Beachtliche 79 Punkte und eine Tordifferenz von
117 Toren stehen auf dem Konto der Elsener.
Vorstandvorsitzender Marc Ralley zeigte sich in glänzender
Laune: „Ich zitiere an dieser Stelle gerne meinen Schwiegervater, der zu sagen
pflegt: „Liebe Freunde, ich bin NICHT zufrieden, sondern ich bin glücklich!“. Es
zeigt sich einfach, dass einige, vor allem finanzielle und personelle,
Entscheidungen in der letzten Saison richtig waren.“
Cheftrainer Chola
Aidoo gab sich äußerst zuversichtlich für die nächste Saison: „Die
Herausforderungen der 2. BL sind sicherlich noch größer, unser durchschnittlich
28-jähriges Team ist aber auch noch nicht an seinem Leistungslimit. Unsere Jungs
reifen zu Männern und der Zusammenhalt in der Mannschaft war nie besser!“
Ob das für einen direkten weiteren Aufstieg in das Oberhaus reichen könnte,
wollte hier niemand kommentieren, dazu hänge zu viel von der Ligazuteilung ab.
Langfristig gesehen, so sind sich Vereinsführung und Trainerstab einig, kann das
aber nur das nächste große Ziel sein.
Weitere Neuigkeiten sind der Stadionausbau auf 47.800 Plätze, die Errichtung von
Flutlichtmasten und Wellblech-Dach, die Installation der Radiostation und die
Verlegung des Profi-Rasens. Der Ausbau der Trainingsplätze dauert noch bis in
die neue Saison an.
Die Stadionverwaltung gab diesbezüglich zu beklagen, dass der Job im Moment kaum
zu bewältigen sei: „Es ist einfach nicht mehr zu schaffen, wir leisten schon
180%, bitte nicht schon wieder ein Aufstieg!“ Permanent sei das Stadion und die
Infrastruktur im Ausbau, um den wachsenden Anforderungen Genüge zu
tun.
Skurriles am
Spielfeldrand: Neues von Treta Ghunberg
Nachdem bekanntlich ein Gericht entschied, dass
Treta Ghunberg den ESC als „Umweltbeobachterin“ begleiten darf, häufen sich die
skurrilen Vorfälle am Spielfeldrand. Da tat auch keine der neu eingereichten
Beschwerden bei Gericht Abhilfe:
„Meiner Nichte… ähm, ich meine natürlich der Antragsgegnerin sei keinerlei
Fehlverhalten nachzuweisen…“, hieß es in der abschließenden Urteilsverkündung.
„Soll sie bloß dableiben, da ist der Schaden wenigstens überschaubar…“ wollen
Gerichtsdiener noch vom Vorsitzenden vernommen haben… (im Protokoll ist das
allerdings nicht festgehalten worden)
Während Chola in der letzten Pressemitteilung
noch darüber witzelte, dass alles gut sei, solange sie uns nicht Tore aus Bambus
vorschreibe, ging es tatsächlich in der laufenden Saison nur noch um die Farbe
des Anstrichs der neuen "Umwelttore" und ob man die bambustypischen
Knubbel im Stamm mit der Flex bearbeiten dürfe oder mit der Handfeile…
Was soll ich sagen? Ich glaub der Vorstand
ist mittlerweile schon froh, dass der geforderte Regenbogenfarbenanstrich
erfolgreich abgewehrt werden konnte!
Das nächste große Drama ging mit der Planung zum momentanen Ausbau der
Trainingsplätze auf Stufe 4 einher. Ein alter Schuppen, der auf dem
Ausbaugelände steht, sollte abgerissen werden.
Das Problem: In dem Schuppen wohnen ein
paar Fledermäuse! Wohl weißlich der bevorstehenden Diskussionen mit den
Umweltaktivisten, wurde ein umfangreicher Umsiedelungsplan für die flatterhaften
Säuger erstellt.
Aber selbst wenn WWF persönlich die Tiere in ein 5.000qm-Paradiesgehege hätte BEAMEN können, ... NICHT MIT TRETA
GHUNBERG!
Sie rief zum Protest auf und es gelang ihr, zur Durchsetzung ihrer Interessen,
einige ihrer Anhänger zu ermutigen, sich wie Fledermäuse kopfüber unter das neue
Wellblech-Dach zu kleben.
(Anmerkung der Redaktion: Es handelte sich dabei
vermutlich um jene Anhänger, die in der Vergangenheit bereits feststellen
mussten, dass man sich nur schlecht mit Sekundenkleber auf Rasen kleben
kann.)
Der Protest löste einen groß angelegten Feuerwehreinsatz aus. Alle Beteiligten
der Batman-Riege konnten gerettet werden und
stehen zurzeit noch unter ärztlicher Beobachtung. (Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen u.a. die
geistigen Fähigkeiten der Aktivisten…)
Marc
Ralley empfahl derweil Treta, sie solle doch für sich selbst
einmal diese Art von Protest ausprobieren, weil er sich erhoffe, dass die
bessere Durchblutung ihrem Gehirn eventuell helfen könne... Gegenliebe empfing er für diesen Vorschlag allerdings
nicht.
Dieser Vorfall ist auf jeden Fall dafür verantwortlich, dass nun in Elsen auf
Platz 4 extreme Kurvenschüsse, hohe Pässe und spezielle Flanken trainiert werden
können (/müssen), denn es ist der weltweit erste Fußball-Trainingsplatz,
auf dem mitten auf dem Feld ein alter Schuppen steht.
Fazit
Der ESC ist weiter auf dem Weg nach oben –
sportlich glänzend, organisatorisch solide und mit einer gehörigen Portion Humor
am Spielfeldrand. Für die Spieler, die Fans und die gesamte FC-Gemeinde wird die
nächste Saison in der 2. Bundesliga ein Fußballfest.
Der Elsener
SC bedankt sich herzlich für die zahlreichen Vereinsfreundschaften
und Freundschaftsspiele und der Elsener Kicker bedankt sich bei seinen
Abonnenten und für alle Kommentare.
Euer Karl
Kritzlhuber