5.618x gelesen 30x abonniert Ausgabe 42/26 15.10.2026 FC Pleite Leithe Jetzt registrieren

Aufstieg!

(Werbung an, Blasmusik erschallt und eine tiefe Männerstimme spricht)

Strohhüte über die Saison,
sahen wir im Stadion.
Sie waren Schwarz und Weiß geschmückt,
was Abibas entzückt.
D'rum gibt's jetzt Brötchen, Wurst und Bier,
zum Aufstiegsfest, das spenden wir.

(Werbung aus)


Der Despot von Leithe sieht heute sehr zufrieden aus. Seine Mannschaft steigt wirklich in die erste Bundesliga auf, was im Grunde niemand erwartet hat. Sein Liebling Komboa hat zwar nicht den Torschützenpokal geholt, aber durch seine Pässe so manchen Sieg erkämpft. Jetzt verlässt er den Verein in Richtung Ruhestand, aber sein Erfolg ist der Aufstieg.
Der Despot lässt verlauten, dass Pleite Leithe in der kommenden Saison vermutlich wieder absteigen wird. Der Klassenerhalt steht für ihn wohl gar nicht zur Diskussion.

Die Journalisten sind sich einig: mit dem Aufstieg hat auch niemand gerechnet, warum sollte sich der Verein keinen Platz im unteren Tabellendrittel sichern können?



(Werbung an, eine hohe Frauenstimme singt)

Dir laufen schnell die Männer fort?
Dann versuche es doch mal mit Cord.
Cord ist der Stoff, der Alles kann,
er zieht die Männer in den Bann.

(Werbung aus)


Unser Trainer Etienne Chanalet zitierte in der Pressekonferenz diesmal A. Michael Bussek: „Manchmal ist manchmal nicht manchmal. Manchmal.“ und wie fast immer saßen die Journalisten ziemlich ratlos da, ließen sich die Weisheit durch den Kopf gehen und fanden eigene Erklärungen für die Worte. Diesmal kam es synchron aus ihren Mündern: „Ja, manchmal.“

Punktgleich mit Borussia 1896 kann sich Pleite Leithe den dritten Tabellenplatz durch die bessere Tordifferenz sichern. Der Abstand zum Tabellenzweiten FC Süderelbe beträgt 4 Punkte, zum Tabellenersten Wolfsrudel BSC Berlin sind es nur 9 Punkte. Es war eine knappe Saison mit Höhen und Tiefen. Letztlich gibt es einen Aufstieg, mit dem kaum jemand von den Verantwortlichen zufrieden zu sein scheint.

Der Torschützenpokal geht auch nach Berlin. Thaqib Doka aus Bahrain bekommt ihn für 23 Tore. Unser Komboa Bawuah schaffte in seiner letzten Saison doch nur 14 Treffer, aber unser Freddy Otto lag bis zum letzten Tag mit 22 Treffern mit vorne. Leider traf er im letzten Spiel nicht, im Gegensatz zu Thaqib Doka vom Wolfsrudel.

Es wird schwer in der ersten Bundesliga, das ist klar. Komboa ist in Fußballerrente und sein Ersatz noch recht jung.



(Werbung an, Lisa Schrill singt)

Abibas ist schwarz und weiß,
trotzdem ist es ziemlich heiß.

(Werbung aus)



Urinella, die Dritte vom Triumvirat ist heute sehr ausgelassen: „Party, Party, das müssen wa feiern. Schampus und Bier für alle!“ - Niemand widerspricht.



(Werbung an, ein Knabenchor singt)

Natürlich müssen wir nicht siegen,
doch wenn die Karten richtig liegen,
dann freuen sich die tollen Fans
und schnattern wie die Gäns'.

Und wem auch dieser Reim nicht passt,
der soll sich gefälligst selber etwas zusammenbasteln.


(Werbung aus)


Das Redaktions-Team gratuliert der Mannschaft, dem Trainer und dem Despoten Schinder Hannes. Ihr habt uns sehr glücklich gemacht.


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Nachschlag

(Werbung an, leise Orgelmusik wird langsam lauter, eine hohe Frauenstimme erklingt)

Die neue Kollektion ist da,
wie immer unseren Kunden nah,
die neue Mode für den Sport,
aus Mäuseleder, Stroh und Cord.

(Werbung aus)


Der Despot von Leithe lässt sich wahrhaftig zu einer erneuten Stellungsnahme herab. Heute verlor Pleite Leithe das Spiel gegen TBG 1 (jetzt Platz 8 der Tabelle) und damit die Tabellenführung. So überraschend die bisherige Spitzenleistung auch war, hatten sich die Fans doch schon daran gewöhnt und sind jetzt etwas niedergeschlagen. Schinder Hannes besänftigt: „Das war doch alles nur eine Luftnummer und viel Glück. Unsere Mannschaft ist nicht gut genug für die oberen Plätze und ohne Komboa auch ganz bestimmt nicht einmal in der Nähe davon. Also regt Euch ab.“

Tja, Empathie war nie die Stärke unseres glohrreichen Despoten.



(Video-Werbung an, eine Grafik zeigt schematisch die Funktion eines Wellblechdachs mit leisen Klängen eines Klaviers)

Der Cord ist außen und auch innen
und bildet feine Ablaufrinnen.
Ob der Regen oben prasselt
oder Schweiß den Tag vermasselt,
alles läuft jetzt hurtig ab,
das ist gut bei fussballcup.

(Werbung aus)


Unser Trainer Etienne Chanalet zitierte in der Pressekonferenz diesmal Mark Twain: "Vergebung ist der Duft, den das Veilchen über den Absatz verströmt, der es zertreten hat."
Wir vermuten, dass er damit die heutige Niederlage meint, sind uns aber nicht sicher. Ist sein eigener Zweifel an der Mannschaft gemeint, den er beim letzten Mal äußerte oder die neue Schuhmode von abibas? Auch die folgenden Worte erklären es nicht: „Komboa ist in seiner letzten Saison in bester Stimmung und sogar an der Spitze der Torschützenliste. Lassen wir ihn so weiter machen bis er nicht mehr will. - Das Spiel heute stand unter keinem guten Stern. Unser Mannschaftsführer Stephane Spring war auf der Krankenstation und sein Ersatz Vakhtang Kvabulidze schnell verletzt und nicht voll einsatzfähig. Dafür hat sich unsere Mannschaft noch gut geschlagen.“




(Werbung an, Lisa Schrill singt)

Stroh ist für die Umwelt gut
nicht nur wenn es wird zum Hut,
geflochten macht es tolle Schuhe,
von Kopf bis Fuß Gewissensruhe.

(Werbung aus)


Urinella, Sanitärfachkraft und Kennerin der geheimsten Wünsche der Spieler, war heute wieder in tröstender Funktion anwesend: „Dat kann doch mal passieren, oder? Nur nich' den Kopp hängen lassen. Aufsteigen wollten 'wa doch gannich'.“



(Werbung an, eine Kinderstimme singt)
Mäuseleder, nicht vegan,
doch ungenutzt sonst fällt es an
und landet immer auf dem Müll
jetzt Nachhaltigkeit erfüll',
der Kunststoff wird perfekt ersetzt
und der Komfort wird sehr geschätzt.

(Werbung aus)


Das Redaktions-Team diskutiert noch die neue abibas-Mode. Die Verwendung von Stroh wird allgemein begrüßt, beim Thema “Cord“ sind wir allerdings nicht überzeugt. - Und was die Mäuse angeht: wir haben nie darüber nachgedacht, was aus toten Mäusen wird oder den plattgefahrenen Tieren am Straßenrand. Als unser Praktikant das recherchieren wollte, wurden ihm kollektiv Schläge angedroht. Zu manchen Fragen WOLLEN wir einfach keine Antwort hören. Ihr etwa?
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Fragen bleiben immer

(Werbung an, ein Bariton singt)

Ob bei Regen oder Hitze,
ein Schirm von abibas ist spitze,
und die Lieblingfarben in den Charts,
sind natürlich Weiß und Schwarz.

(Werbung aus)


Der Despot von Leithe lässt verlauten, das er nicht gegen die eigensinnige Mannschaft vorgehen will, auch wenn sie gegen seine Anweisung handeln. So soll er gesagt haben: „Unser Starstürmer Komboa Bawuah aus Burundi hat jetzt seine letzte Saison, bevor er in Rente geht. Wir sollten ihm den Spaß gönnen vielleicht doch aufzusteigen und als Erstligist aufzuhören, denn davon kann er dann noch seinen Enkeln erzählen. Freddy Otto und Sepp Puntigam dürfen ihn natürlich unterstützen, müssen dann aber erleben sofort wieder abzusteigen. Diese Mannschaft ist einfach nicht erstligafähig, das wird erst wieder die nächste Mannschaft sein. - Aber Komboa ist ein feiner Kerl, der immer treu zu uns stand. Der darf das!“

Schinder Hannes befindet sich in einem weiteren Urlaubsdomizil und wird von dort in das nächste Urlaubsdomizil wechseln. Ab und an wird er sich melden, um dann wieder abzutauchen.



(Video-Werbung an, ein Opa in einem Schaukelstuhl liest aus einem Buch vor, während zwei kleine Kinder vor ihm hin und her hüpfen)

Nicht dünni Berg, denn dicki Tal,
ist Vermessen ohne Qual.
Zwölf Schritte rechts, zwölf Schritte links,
noch besser ist es, wenn Du springs'.
Gescannt wird immer in Bewegung,
der Fuß, die Hüfte, jede Regung.
Die Arme hoch und tief gebückt,
schon sind die Messungen geglückt.
Von Schuh bis Ballkleid voll nach Maß,
geliefert wird's von abibas

(Werbung aus)


Unser Trainer Etienne Chanalet zitierte in der Pressekonferenz wieder einen Philosophen, diesmal Friedrich II: „Wer sich an die Phantasie der Menschen wendet, wird immer den besiegen, der auf ihren Verstand einwirken will.“
Wir wissen nicht, ob das jetzt ein politisches Statement war oder die aktuelle Situation der Mannschaft meint. Sein Kommentar zum sehr guten Tabellenplatz der Mannschaft erklärt dieses Zitat jedenfalls auch nicht: „Es ist eine total zusammengewürfelte Truppe, die wir da als erste Mannschaft haben. Kein homogenes Alter, keine homogene Stärke und nicht in meiner Wunschaufstellung. Mir ist schleierhaft, warum die jetzt so gut mitspielt und dauernd gewinnt. Aber das kann sich ja noch ändern.“
Von dieser Offenheit waren die anwesenden Journalisten völlig verblüfft. So kennen sie den Trainer gar nicht. Mehrere Reporter knüllten erbost Zettel zusammen, auf denen vorbereitete Fragen standen, die jetzt nicht mehr passten.



(Werbung an, leise Reggaemusik erklingt und ein Bluessänger singt)

Hast die Mode wohl verpennt?
Der Strohhut ist jetzt voll im Trend!
Oben spitz mit Pfauenfeder,
das Hutband ist aus Mäuseleder.

(Werbung aus)


Die dritte im Triumvirat der Vereinsführung, Urinella, Sanitärfachkraft und Kennerin der geheimsten Wünsche der Spieler, sagte selbstverständlich auch noch etwas: „Dat wird ganz groß. Unsere Fans haben richtig wat zu feiern. Heute gibt’s Tottelini mit Schmackes.“

Beim letzten Artikel kam eine Frage auf, die wir noch schnell beantworten wollen: was unterscheidet einen Kinder-Chor von einem Fan-Kinder-Chor?
Nun. - Ein Kinderchor hat einen Chorleiter, der die Kinder ausbildet und vor einem Auftritt die zusammenstellt, die harmonisch zueinander passen, eine angenehme Stimme haben, die Melodie halten können und nicht den Text vergessen. - All das zählt bei einem Fan-Chor nicht, denn hier geht es nur um Lautstärke und Inbrunst. Und ja, der Unterschied ist doch irgendwie zu hören.


(Werbung an, ein Fan-Chor schräpt lautstark und krumm)
Willst Du Post von abibas,
dann mach' schnell, bestell' Dir was.
Für Freizeit, Schule oder Sport,
wir haben sogar 'was aus Cord.

(Werbung aus)


Das Redaktions-Team freut sich über die Erfolge der Mannschaft, die doch netter sind als das ständige Desaster. Cord-Hosen trägt trotzdem keiner von uns. Echt nicht.

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es bleibt die 2. BL

(Werbung an, der Kinder-Fan-Chor singt)

Schwatt-Weiss, Schwatt-Weiss,
Schwatt-Weiss, Schwatt-Weiss,
Schwatt-Weiss, so bunt sind uns're Farben,
Schwatt-Weiss sind sogar uns're Narben.

Schwatt-Weiss, Schwatt-Weiss,
Schwatt-Weiss, Schwatt-Weiss,
der Hauptsponsor ist abibas
und unsere Fans sind wirklich krass.

(Werbung aus)


Der Despot von Leithe lässt verkünden, das unser Verein weiter in der zweiten Bundesliga bleiben wird. Die erste Liga wird erst wieder angesteuert, wenn sich dort wieder die Zivilisation eingefunden hat und nicht nur der Mammon.
„Weniger Gewalt, mehr Fairness, nicht nur Cash und vor allem Spaß,“ soll er wörtlich gesagt haben.


(Werbung an, eine tiefe Männerstimme brummt)

Nach außen voll der Regenbogen,
doch das ist immer nur gelogen.
In Wahrheit, das weiß jeder Penner,
sind drinnen alte weiße Männer.

Schwatt-Weiss ist uns're Position,
Schwatt-Weiss ist unser Stadion,
doch stolz geben wir hier kund:
drinnen sind wir kunterbunt.

(Werbung aus)


Unser Trainer Etienne Chanalet zitierte in der Pressekonferenz diesmal Werner Heisenberg: "Manche Dinge sind so ernst, dass man nur im Spaß über sie reden kann. - Willkommen bei Pleite-Leithe."
Diese Begrüßungsworte verwirrten die anwesenden Journalisten. Dann ging es weiter mit:
"Glauben Sie denen, die die Wahrheit suchen, und zweifeln Sie an denen, die sie gefunden haben." - (Zitat nach Andre Gide) Trainer Etienne Chanalet grinste in die aufgebauten Kameras und schwieg. Aber diese geballte Weisheit war offenbar zu viel für die lügen- und schwafelgewohnten Reporter. Niemand wagte eine Frage zu stellen. So können wir nicht berichten, was Chanalet für die Saison plant.


(Werbung an, leise Harfenklänge erklingen und Laura Schrill singt)

Das Radio sponsert abibas,
dennoch ist auf uns verlass,
denn für dieses viele Geld,
geht uns're Meinung um die Welt.

(Werbung aus)


Das Triumvirat der Vereinsführung wäre ohne Urinella, der Sanitärfachkraft und Kennerin der geheimsten Wünsche der Spieler, nicht vollständig: „Dat iss getz einfach so. Dat Gequatsche umme Auslända un' Sozialschmarotza kotzt uns an, denn die ächten Schmarotza woll'n uns nur von ihnen ablenken tun. Die schäffeln Millionen und zeigen mittem Finga auf'e armen Socken, die angeblich hundert Euro erschwindelt hamm. Dat is' äk'lich, ächt äkelich. - Wir klinken uns da aus. Heute gibt’s Pizza.“
Damit ging die Pressekonferenz - wieder einmal schnell - zum gemütlichen Teil über.

(Werbung an, der Pleite-Leithe-Chor singt)

Alle wissen: nur Vandalen
tragen Socken in Sandalen
bei uns im Fernseh'n voll verboten,
doch abibas fragt nach den Quoten.
Nun, wir bestimmen das Programm
uns kümmert nicht, was And're hamm.

(Werbung aus)
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neuer Anlauf 2. BL

(Werbung an, eine weiche Frauenstimme singt)

'Legst gern ein Tänzchen aufs Parkett?
Und bleibst dann morgens lang im Bett?
Dann hol Dir was gern jeder hätt:
das Pyjama-Smoking-Set.

Jetzt neu und nur von Abibas,
und hergestellt aus Zypern-Gras!

(Werbung aus)


Der Despot von Leithe lässt verlauten, das er wahrgenommen hat, dass die Mannschaft es schaffte in der zweiten Liga zu bleiben. Er schätzt es sehr, hat aber derzeit keine Muße sich angemessen zu bedanken. Die Mannschaft bleibt unverändert und darf somit beweisen, dass es nicht die Tat von Eintagsfliegen war. - Wir möchten hier nicht direkt zitieren und entschuldigen uns ausdrücklich für die lückenhafte Wiedergabe seiner Worte.
Schinder Hannes befindet sich in seinem Urlaubsdomizil und wird dort noch eine Weile bleiben. Seine Besuche werden nur den Charakter von “Stippvisiten“ haben, um wichtige Verträge zu unterschreiben und Schecks auszustellen. Die Vereinsgeschäfte überlässt er den Assistenten,



(Werbung an, eine rauchige Frauenstimme haucht)

Es muss nicht sein wie weichgespült,
Abibas ist stets gefühlt,
eine Wohltat für den Leib,
ob bei Männlein oder Weib.

(Werbung aus)


Unser Trainer Etienne Chanalet zitierte in der Pressekonferenz diesmal den Philosophen Rudi Völler: „Wie so oft liegt auch hier die Mitte in der Wahrheit.“
Und wieder trafen die Worte voller Tiefgang die Herzen der anwesenden Journalisten. Sie schwiegen tief beeindruckt und schauten sich nur vielsagend an. Viele nickten zustimmend.

Die dritte im Triumvirat der Vereinsführung, Urinella, Sanitärfachkraft und Kennerin der geheimsten Wünsche der Spieler, ergriff das Wort und sagte: „Dat packen die Bengels schon. Inner nächsten Saison beißen die sich in dat Mittelfeld fest. - Will noch einer 'nen Döner hamm? Ulla macht die Bestellung fettich.“
Damit ging die Pressekonferenz zum gemütlichen Teil über.



(Werbung an, leise Orgelmusik erklingt und ein Bariton singt)

Mensch, das war ein toller Pass,
mit 'nem Schuh von Abibas.

(Werbung aus)
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Abschied von der 1. BL

(Werbung an, eine tiefe Männerstimme singt)

Manche lieben Tüll und Strass,
wir tragen lieber abibas.
Wir brauchen weder Glanz, noch Glitter,
wir werden lieber immer fitter!

(Werbung aus)


Der Despot von Leithe sieht selbstzufrieden aus - und dass, wo seine Mannschaft gerade abgestiegen ist. Sein Ziel die Mannschaft in Ruhe aufzubauen ist total gescheitert, weil die Spieler in die erste Bundesliga wollten. Nun liegt ein Scherbenhaufen vor ihm.
Es gab wieder lange Gespräche mit dem Trainer Chanalet und der Klofrau Urinella, mit denen er eine Art Triumvirat bildet. Fachwissen aus unterschiedlichen Perspektiven soll so vereint werden, aber auch nur Fachwissen, das der sportlichen Zukunft zugute kommt.
Schinder Hannes: „Jetzt haben wir den Salat. Ihr wolltet Freiheit und Demokratie. Ihr Spieler als Leistungsträger solltet entscheiden und ich - nein wir - ließen es zu. Aber vielleicht hättet Ihr mal daran denken sollen, dass ein Team nicht mit der vollkommenen Freiheit des Einzelnen funktioniert, sondern mit Regeln. Geben und nehmen ist angesagt. Was Ihr bekommt ist keine Selbstverständlichkeit, sondern Teil dieses Tauschhandels. Ansonsten könntet Ihr auch in Straßenkleidung in einem Hinterhof kicken - und zwar alleine und ohne Zuschauer, denn die gehören auch dazu.“


(Werbung an, ein Kinderchor singt)

Von abibas sind Schuh und Hose,
alles sitzt stramm und nichts ist lose.

(Werbung aus)


Trainer Etienne Chanalet spricht in der Pressekonferenz sehr gemessen: „Wir haben jetzt zwei Saisons Vorbereitungszeit verloren, damit müssen wir leben. Einige schmerzhafte Einschnitte wird es geben und die kommende Saison wird hart für die verbleibenden Spieler. Wir können nur hoffen, dass unser Manager die Kraft, Zeit und Lust findet, um uns zu unterstützen. Er hat uns nicht aufgegeben, aber auch er ist nur ein Mensch.“
Die Journalisten im Raum schwiegen und wagten es nicht Fragen zu stellen.
Einzig Paolo Hackentreter, Reporter beim Soccer-Globe, war nachher zu einer Stellungsnahme bereit: „Ein wenig fürchtete ich, dass der Despot alles hinschmeißen würde. Oder, vielleicht noch schlimmer, dass er alle rausschmeißen würde. Immerhin ist er der Despot und hat das früher einfach mal gemacht.“


(Werbung an, ein Saxophon spielt und dann singt Heide Wirr)

Entkommen konnte er nur fast
und landete zuletzt im Knast,
dort grübelte er ziemlich blass,
warum trug er nicht abibas?

(Werbung aus)


Urinella, zuständig für das Befinden der Spieler, sieht von den drei Mitgliedern des Triumvirats am unglücklichsten aus: „Ja, ich gebe es ungerne zu, aber es war dieser Egoismus der Spieler. Sie wollten nicht begreifen, dass in einer Gemeinschaft alle Hand in Hand arbeiten und nicht nur die wichtig sind, die im Rampenlicht stehen. Ich stelle mich ja auch nicht ans Mikrofon und sage, dass hier nichts mehr läuft, wenn die Toiletten nicht benutzt werden können - und dass ich deswegen bestimmen will, wie es weiter geht. Oder dass ich deswegen eine Millionenprämie verdiene. Die Jungs haben nicht verstehen wollen, dass Pleite Leithe nicht nur aus elf Personen besteht. Das hat sich jetzt etwas gebessert, aber wir müssen weiter im Gespräch bleiben. Die Jungs meinen es doch nicht böse, sie wissen es nur nicht besser.“

(Werbung an, ein Jäger-Chor stimmt mit Jagdhörnern an)

Schwebst Du förmlich vor dem Tor,
kommt Dir alles easy vor?
Und triffst mit voller Wucht den Ball?
Dank abibas, auf jeden Fall!

Und nachher brauchen Deine Füße Schlappen?
Mit Sundaalo wird das schon klappen.
abibas Dein Fußballschuh,
Sandalen nur von Sundaalo.

(Werbung aus)


Nach der Verlosung der wenigen Tickets, die wir für das fantastische Karibikturnier Südbaden Trophee "Caribbean Overhead Kick" erhaschen konnten, kam leise Kritik auf. Es hieß, dass die Gewinner vorher festgestanden hätten. Ausgerechnet die größten Kritiker am Despoten und lautstärksten Verfechter der Spieler-first-Politik hätten diese Tickets bekommen.
Das war natürlich reiner Zufall.
Die Tickets bekamen wir durch die kurzfristige Zusammenarbeit von abibas und Sundaalo, dem führenden karibischen Sandalenknüpfer. Ohne diese Koorporation hätte es keine Eintrittskarten für uns gegeben.
Es wurde ganz klar gesagt, dass der Abflug innerhalb zweier Stunden stattfinden und die benötigten Impfungen während der Fahrt zum Flughafen erfolgen würden. Niemand wurde gezwungen mitzufliegen und jeder war selber verantwortlich für die Auslandstauglichkeit seiner Creditkarten und Krankenversicherungen.
Auf den Flugtickets stand auch ganz deutlich: nur Hinflug.
Wir sehen keine Verantwortung beim Verein, dass dort jetzt einige „Gewinner“ festsitzen und erst verspätet heimkommen können. Auch die hohen Behandlungskosten für die Impfnebenwirkungen haben wir nicht verschuldet. Das muss mit der eigenen Krankenkasse geklärt werden. - Wir wünschen gute Besserung und dass die Ausschläge bald zurück gehen.


(Werbung an, eine piepsige Frauenstimme säuselt)

Bekamst Du dafür Preisnachlass,
dann war es nicht von abibas

(Werbung aus)


Wir hoffen sehr, dass unser Verein jetzt nicht ins Bodenlose stürzt. Das hätten die Fans nicht verdient und würde dem Stadtteil Leithe sicherlich sehr schaden.

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