HALBZEIT
Exakt 17 Spieltage sind in der 2. Bundesliga absolviert, die Hinrunde ist Geschichte. Zeit für ein erstes Zwischenfazit beim Erdeborner FC. Wer rein optisch auf die Tabelle schaut, reibt sich erst einmal zufrieden die Augen: **Platz 10!** Damit liegt das Team von Manager und Trainer genau im Soll der vor der Saison ausgegebenen Marschroute. Doch wer die rosarote Vereinsbrille absetzt und genauer hinschaut, merkt schnell: Ausruhen ist in dieser verdammt engen Liga absolut verboten.
Das trügerische Polster
Die nackte Platzierung im gesicherten Mittelfeld ist eine gefährliche Täuschung. Der Blick nach unten zeigt nämlich, wie hauchdünn das Eis ist, auf dem sich der EFC bewegt: **Gerade einmal 8 Punkte Vorsprung** trennen uns von den Abstiegsrängen. In dieser Staffel reicht schon eine kleine Schwächephase von zwei, drei Spielen, und man steckt wieder mittendrin im tiefsten Sumpf.
Die Devise für die Rückrunde kann daher nur lauten: Wachsam bleiben, die Sinne schärfen und bloß nicht in verfrühte Feierstimmung verfallen!
Die neue Wand im Abwehrzentrum steht
Es gibt jedoch auch extrem positive Nachrichten aus der Hinrunde zu vermelden. Die größte Sorge vor der Saison – das kolossale Erbe der zurückgetretenen Vereinslegenden Steiner und Englisch in der Innenverteidigung – wurde bravourös gelöst.
Ein Blick auf das Torverhältnis beweist das: **35 geschossene Tore stehen exakt 35 Gegentreffern gegenüber.** Eine absolut ausgeglichene Bilanz! Dass die komplett neu formierte Innenverteidigung nach so kurzer Zeit bereits dermaßen stabil steht, ist keine Selbstverständlichkeit. Die beiden neuen Jungs machen ihre Sache im Abwehrzentrum bisher mehr als ordentlich, harmonieren prächtig und haben sich den Respekt der Fans in Rekordzeit erarbeitet.
Der Fahrplan für den Klassenerhalt
Die Ausgangslage für die verbleibenden 17 Partien ist klar definiert. Wenn es der Mannschaft gelingt, diese defensive Stabilität beizubehalten und vor allem in den sogenannten „Sechs-Punkte-Spielen“ gegen die direkte Konkurrenz aus der unteren Tabellenhälfte die Nerven zu behalten, steht dem großen Saisonziel nichts im Wege.
Der Klassenerhalt genießt weiterhin oberste Priorität – alles andere ist und bleibt in dieser Übergangssaison reiner Bonus. Die Basis ist gelegt, die neuen Defensivbollwerke stehen, und vielleicht verfeinert unser japanischer Jungkoch in der Rückrunde ja auch noch die richtige Nervennahrung für den Endspurt!
Auf geht’s in die Rückrunde, EFC!
**Nur der EFC!**
