Gestern Mittag fand im Rahmen des Ernst-Happel-Cups ein denkwürdiges Spiel statt.
FM6472 gegen die Rothosen oder, wie es ein besonders treffsicherer Beobachter später formulierte: Godzilla gegen Bambi.
Das Turnierduell, das stellenweise an die Schlacht von Little Big Horn erinnerte, war geprägt von rustikalen Zweikämpfen, in denen sich vor allem FN6472 hervortat, wenn auch eher im kartentechnischen als im sportlichen Sinne. Bereits früh sah Sportfreund 2. Gelb, nachdem er bei einem strittigen Freistoßpfiff seine Vorstellung vom körperbetonten Spiel demonstriert hatte. Wenig später zeigte MINCIGIM, dass man ein gestrecktes Bein nicht nur zum Laufen benutzen kann, und holte sich dafür ebenfalls Gelb ab. Kurz vor der Pause setzte MÜNİRE noch einen drauf, als er Vušković mit dem Ellenbogen erwischte diesmal blieb der Schiedsrichter erstaunlich entspannt und beließ es beim Foulpfiff.
Der zweite Durchgang begann, wie der erste aufgehört hatte: Ballesteros Alonso wollte offenbar nicht ohne Andenken nach Hause gehen und färbte sich mit einer weiteren Gelben Karte das persönliche Punktekonto ein.
Die Szene des Spiels folgte in der 71. Minute: Drescher entschied sich für die Variante „alles rein, was geht“ und räumte Vušković ab. Der Schiedsrichter überlegte nicht lange und zog folgerichtig Rot. FN6472 nun in Unterzahl und sportlich endgültig auf verlorenem Posten.
Kurz vor Schluss durfte Fall ebenfalls noch einmal kräftig austeilen und den armen Vušković im Strafraum ummähen. Die Quittung: Gelb plus Elfmeter.
Insgesamt ein Spiel, das weniger an feinen Fußball eher an Connor Mc Gregors UFC Fights erinnerte.
Fazit: 5 Fouls, 4 Gelbe, 1 Rote Karte für FN6472.
Randnotiz, in dem Spiel ging es um absolut nichts und die Rothosen hatten am Abend noch ihr Euro League Finale vor der Brust.

