„Doppel-Wumms“ auf dem Transfermarkt!
Die KT Rinnenkings erzielen Rekordablöse!
Skandaläußerung erschüttert Deutschland – oder wenigstens Dormagen!
Mit dem Verkauf der beiden Top-Talente Franz Damm und Mfaki Khondowe an den FC Killerboys aus Brackenheim wechseln zwei absolute
Hoffnungsträger den Verein. Zwei Jungs, die in Dormagen behandelt wurden wie die letzten Goldbarren auf einem sinkenden Piratenschiff.
Der pfeilschnelle Stoßstürmer und der zweikampfstarke Außenverteidiger wechseln zum Saisonende vom Niederrhein an den Neckar.
Für die Fans der KT Rinnenkings fühlt sich dieser Doppeltransfer ungefähr so angenehm an wie Durchfall im Freizeitpark.
Über die genauen Ablösemodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart. Wir sind uns aber sicher, dass dieser Doppeltransfer die Vereinskasse
der KT Rinnenkings mal so richtig vollgemacht hat. Die vom Kingpin aus Dormagen natürlich auch.
Van Heutchen wird sich wieder seine übliche Provision in die Tasche stecken.
Irgendwo knallt vermutlich schon die erste Flasche Champagner gegen eine goldene Badewanne.
Die Spielerpräsentation findet unweit von Brackenheim im Erlebnispark Tripsdrill statt.
Direkt im Schatten der Hauptattraktion des Parks, der Holzachterbahn „Mammut“.
Ein passender Ort: viel Geschrei, schwitzende Männer und zwischendurch das Gefühl, gleich komplett zu entgleisen.
„Es ist natürlich eine große Auszeichnung für mich, dass der FC Killerboys eine so hohe Ablöse für mich auf den Tisch legt.
Ich empfinde aber keinen Druck. Ich weiß, dass ich jeden Cent wert bin. Van Heutchen wird sich noch schwarz ärgern, dass er mich verkauft hat.
Ich hätte gerne mit meinen Jungs die 3. Liga aufgemischt. Wenigstens ist Mfaki an meiner Seite geblieben.
Er ist ein Weltklassespieler und ein noch besserer Freund! Ich werde die Jungs vermissen.“
Wir glauben, Herr Damm wird sich mit dem üppigen Handgeld und dem vervielfachten Gehalt locker eine nette Psychiaterin leisten können,
die ihm über den Trennungsschmerz hinweghelfen wird. Vielleicht sogar mit Ledersofa und Gratis-Whisky im Wartezimmer.
„Ich kann Franz nur zustimmen. Es ist schon Wahnsinn, wie verrückt das Fußball-Business geworden ist.
Noch vor Kurzem habe ich in der Jugend von ‚Ajax Hamsterdam‘ gespielt und wurde von den KT Rinnenkings für eine unfassbar hohe Ablöse verpflichtet.
An der Stelle ganz liebe Grüße an ‚janniboy27‘.
Diese tolle, clevere und gutaussehende Sportdirektorin hat mein Talent erkannt und mir überhaupt erst die Chance gegeben, Profi zu werden.
Nur um ein halbes Jahr später mit Gewinn verkauft zu werden. Nichtsdestotrotz bin ich froh, dass ich aus diesem Ausbeuterverein aussteigen konnte.
Endlich habe ich einen Verein gefunden, der mich wertschätzt und bei dem ich mich langfristig entwickeln kann.
Mein Ziel ist es, Nationalspieler des Senegals zu werden. Ich bin Lobo unendlich dankbar, dass er mir diese Chance gibt!“
Eine bemerkenswert reife Aussage eines ehrgeizigen Spielers.
Kein Wunder, dass van Heutchen den verkauft hat. Selbstdenkende, mündige Spieler – die machen nur Probleme.
„Das viele Geld löst Probleme“, wird sich der Sportdirektor der KT Rinnenkings gedacht haben,
als er sein größtes Außenverteidigertalent auf die Transferliste setzte. Und wenn nicht, dann hat spätestens der Kontostand nachgeholfen.
„Diese Achterbahn symbolisiert den Werdegang unseres geliebten FC Killerboys ganz treffend.
Mal geht es steil nach oben – bis in die Bundesliga – und dann kommt der freie Fall. Aber nur, um Schwung zu holen und wieder neue Höhen zu erklimmen! Genau wie nach einer schlechten Ehe oder einer durchsoffenen Samstagnacht. Ich bin unglaublich stolz und glücklich,
dass uns dieser Doppeltransfer gelungen ist. Diese beiden Jungs waren die Mosaiksteine, die uns in unserer neuen ‚goldenen Generation‘ gefehlt haben.
Diese neue, junge und hungrige Mannschaft wird unseren glorreichen FC Killerboys wieder zurück in die Bundesliga führen!
Diesmal auch für länger, versprochen! Die Fans können sicher sein, dass wir keinen Cent zu viel bezahlt haben.
Glaubt nicht alles, was in der Zeitung steht. In der Zeitung steht nicht die Wahrheit, sondern das, was sich am besten verkauft.“
Lobo, der stolze Sportdirektor der Killerboys, scheint von seiner Aussage überzeugt zu sein. Wie sonst sollte man die Freudetränen in seinen Augen erklären!? Oder das verdächtig breite Grinsen, das aussah, als hätte ihm gerade jemand Freibier und einen lebenslangen Wellnessurlaub versprochen.
„Ich möchte mich bei Lobo bedanken. Es waren kurze und harte Verhandlungen und am Ende habe ich das bekommen, was ich wollte,
und er hat bekommen, was er wollte. Wir haben uns wirklich gut verstanden. Nach dem Geschäftsabschluss haben wir
– wie unter Geschäftsmännern üblich – Nomikai gemacht. Der Sake von Lobo war ausgezeichnet.
Da ist eine echte Männerfreundschaft entstanden.“
Fast schon gelassen moderiert der Sportdirektor und Baulöwe die Presskonferenz ab.
Wie einer dieser Typen, die selbst beim Dönerbestellen wirken, als würden sie nebenbei einen osteuropäischen Hafen kaufen
Wir wünschen den beiden Neuzugängen Franz Damm und Mfaki Khondowe viel Erfolg und eine lange Karriere beim FC Killerboys.
Für den Durchlauferhitzer KT Rinnenkings ist schließlich nicht jeder gemacht.
Manche Spieler kommen dort raus wie ein Gourmet-Steak, andere eher wie ein verbranntes Würstchen vom Bahnhofskiosk.
Als sich die vier schon das fünfte Feierabendbier gönnen, tritt eine junge Reporterin heran. Mutig. Oder lebensmüde.
„Herr van Heutchen, was sagen Sie zu den Gerüchten, dass Sie einen Teil der Transfereinnahmen dazu verwendet haben, J. Jonah Jameson zu bestechen?
Wie sonst lässt sich erklären, dass seit dem verpassten Aufstieg der KT Rinnenkings kein Artikel mehr erschienen ist?
Angeblich hat J. Jonah Jameson jetzt die Verlagsleitung an seine Stieftochter Julia Reich übergeben. Die werden Sie nicht kaufen können.
Die macht sich nichts aus Geld – die hat nämlich mehr als genug!“
„Wenn du dich und den Feind kennst, brauchst du den Ausgang von hundert Schlachten nicht zu fürchten.
Wenn du dich selbst kennst, doch nicht den Feind, wirst du für jeden Sieg, den du erringst, eine Niederlage erleiden.
Wenn du weder den Feind noch dich selbst kennst, wirst du in jeder Schlacht unterliegen“,
grinst der Drei-Zentner-Riese der Reporterin überlegen ins Gesicht.
Die junge Journalistin schaut dabei ungefähr so begeistert wie ein Vegetarier beim Spanferkelessen.
„Die hat in den USA doch keine Zeitung geleitet. Dieses ‚Picture‘ – das ist doch eine Mischung aus Yellow Press und Playboy-Magazin.
Dieses Schmuddelheftchen hat doch nichts mit seriösem Journalismus zu tun. Da stehen mehr Silikonbrüste drin als echte Fakten.
Ich zeig der schon, wo der Barthel den Most holt!“
Was für eine Ansage!
Wir sind gespannt, was da noch kommt!
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