15.543x gelesen 70x abonniert Ausgabe 15/26 12.04.2026 Suchsdorfer Kanalkolumne Jetzt registrieren

Neue Erkenntnisse beim SV Suchsdorf

Die Fußballgötter...sind vielleicht gar nicht verrückt

Einige Sportkommentatoren beziehen sich gerne auf allgemeine Weisheiten, ein oft bemühter Spruch dabei fängt an mit "Die Fußballgötter müssen verrückt sein ...". Der SV Suchsdorf musste zu seinem Leidwesen diesen Spruch auch allzu oft zum Ende der 90 Minuten eines Spieles ertragen. Grund genug, nun endlich einmal externe Expertise einzuholen. Vertrauensvoll wurde Gurke N. Truppe, Priesterin des Fußballtempels zu Suchsdorf mit der Deutung des fußballgöttlichen Willens betraut. Eine Menge Weihrauch wurde über der aufgerissenen Grasnarbe verbrannt, die Kabine der Heimmannschaft mit iostonischem Weihwasser bespritzt, Holzbälle an die heimischen Torpfosten genagelt und die Trikots wurden zwischenzeitlich mit biologisch abbaubaren Dornenmaterialien gewoben. All das führte zu keinem Erfolg. Immer wieder: "Die Fußballgötter müssen verrückt sein ...".

In den letzten Tagen schließlich kam Gurke N. Truppe zu dem unangenehmen Ergebnis. Die Fußballgötter sind nicht verrückt.

Die Fußballgötter sind ERZÜRNT! Ja richtig, sie sagte: Die Fußballgötter sind ERZÜRNT!

Sie konnte keinen Grund benennen, warum die Götter über den SV Suchdorf erzürnt seien, wusste jedoch, wie die Götter zu besänftigen wären. Seit Menschengedenken gehört es zum guten Brauch unter Priesterinnen und Priestern, Serien von unangenehmen Erfahrungen und Misserfolgen mit Hilfe von Menschenopfern zu beenden und das Schicksal wieder in positivere Bahnen zu lenken. Manager Rheumakaypi war sofort angetan von der Idee, zumal sie recht leicht umsetzbar erschien und das Vereinsbudget bei der richtigen Auswahl sogar entlasten könnte. Ganz im Gegensatz zu anderen Maßnahmen, die andere Priesterinnen hier vielleicht vorgeschlagen hätten (z.B. Fußballgottstatuen in Gold, Umgestaltung der Stadionarchitektur durch Verbauen von haufenweise ionischen Säulen, Milionenspenden an die anonymen Jünger des letzten Weges der Fußballgötter).
Es wurde daher im Verein herumgefragt, welcher Vereinsangestellte sich vorstellen könnte, einen verantwortungsvollen Job zur Besänftigung der Götter wahrzunehmen. Vielleicht sogar für diese Idee nicht bloß motiviert war, sondern gewissermaßen brannte.
Verbunden war dieses großzügige Jobangebot mit der Aussicht auf lebenslangen Freizeitausgleich nach nur einem Tag Arbeit. Entgegen den Erwartungen von Rheumakaypi war die Resonanz ... naja ... überschaubar.

Doch nun hat sich doch noch jemand finden können: Ewald Sick, Innenverteidiger und mit bald 42 Jahren im besten Fußballeralter, meldete sich gestern im Büro des Managers. Er stellte sich als großer Anhänger von Pyrotechnik und Feuer im Allgemeinen dar und wollte seiner Karriere nach vielen Saisons auf dem Grün nun ein weiteres Kapitel hinzufügen. Im Interview sagte er heute "Der SV Suchsdorf ist mein Verein und ich dachte lange, dass ich für ihn die Fußballstiefel schnüren würde, bis ich ein letztes Mal aus ihnen kippe und nicht wieder aufstehen kann. Doch nun habe ich gemerkt, dass ich eine neue Herausforderung suche und vielleicht noch viel mehr Qualitäten habe als nur die Balltreterei."

Auf der Vereinshomepage wurde bald ein Foto von der Vertragsunterzeichnung mit vielen freudvollen Gesichtern und viel Händeschütteln gepostet. Der Zeitpunkt der feierlichen Zeremonie wurde auf den morgigen späten Nachmittag gelegt, direkt nach dem letzten Saisonspiel. Laut Priesterin sollte das positiven göttlichen Willen für die kommenden Spielzeiten "so gut wie garantieren".

Außerdem hatte Gurke N. Truppe noch die Idee, bei den anderen Fußballtempelpriesterinnen und -priestern nachzufragen, ob ihnen Gründe für die Erzürnung der Fußballgötter einfallen würden. Mögen die Dienerinnen und Diener des göttlichen Fußballwillens also ihre Prophezeiungen und Deutungen im Kommentaren verewigen, auf dass der nächsten Liga allgemeine Fußballweisheit zuteil werde.
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Beim Tabellensiebzehnten reicht es nicht zum Remis

Diese Niederlage haben Alkoholiker aus einem befreundeten Nachbarland gebahnt

Mit Sorge blickte Rheumakaypi direkt nach dem souveränen 8:0 Turniersieg am heutigen Tage bereits auf die später anstehenden Aufgaben. So unterlegen die Gegner im Turnierspiel auch waren, die in ihrem Vereinstitel ein Alkoholprodukt eines Nachbarlandes anpreisen, so deutlich ihre Überlegenheit im Foulspiel.
Verwöhnt vom gemeinhin fairem Wettkampf aller beteiligter Mannschaften bei sämtlichen Turnieren der letzten Zeit hatte Rheumakaypi sein bestes Team nicht geschont und in dieses Match geschickt. Bezahlt wurde diese Fairness-Fehleinschätzung des Managers mit einer ansonsten nicht zu erwartenden Niederlage am Abend im Ligaspiel beim Tabellensiebzehnten.

Innerhalb kürzester Zeit hatte der Turniergegner drei Leistungsträger des SV Suchsdorf in die Abteilung Lazarett verfrachtet und ließ sich dabei auch nicht durch die Kartenflut beirren, die der Schiri ihnen zuteil werden ließ. Im Abendspiel waren mindestens diese drei nicht einsetzbar. Zudem betraf es auch noch unseren Mannschaftskapitän, der die Binde an einen jüngeren Kollegen weiterreichen musste.
Im Abendspiel war den verbliebenen gesunden Suchsdorfern dann tatsächlich die nackte Angst anzusehen: Immer wenn ein Gegner sich mit Tempo näherte, sah man die Suchsdorfer, die weglaufen wollten, freiwillig den Ball abgaben, ihre weißen Feinrippunterhemden auszogen und vor den Gegnern zum Zeichen der Kapitulation schwenkten. Dem einen oder anderen fielen auch schon mal die am Mittag von den Gegnern perforierten Stutzen beim ersten Sprint vom Leib, bei anderen bemängelte der Schiri, dass er Zweikämpfe nicht angemessen einschätzen könne, wenn die Trikots schon bei Spielbeginn zerrissen wären.

Der Mannschaftsarzt sprach im Nachgang von einem Fusel-Trauma, das den Spielern heute zugefügt worden sei. Bis zum nächsten Spieltag müssten sie nun erst einmal in einer Entzugsklinik von den Folgen der maximalen Exposition aggressiven Wodkas geheilt werden. Ein langsames Herantasten an den Anblick von Schraubstollen, Desensibilisierung gegenüber Grätschen auf Kniehöhe und Resistenz gegen Kopfstöße ersetzen zunächst einmal das übliche taktische Training sowie das Einstudieren von Standards. "Zudem", so Klinik-Therapeut Freudlos, "müssen die Spieler lernen, die zermürbende Frage nach dem Warum unbeantwortet zu lassen. Sie müssen sich damit abfinden, dass sie vermutlich niemals nachvollziehen können, warum ein vollkommen unterlegenes Team anstatt mit Anstand zu verlieren, eine diebische Freude dabei entwickeln kann zumindest maximalen körperlichen Schaden zugefügt zu haben."

Sollten wir jedenfalls noch einmal auf den heutigen Turnier-Gegner treffen und einer Partie nicht entgehen können, werden wir per Eilantrag ein Annäherungsverbot wegen vorheriger Gewaltbeziehung beantragen.
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Eine Reihe betrüblicher ...

... Ereignisse. Die Saison hat weitere Besonderheiten zu bieten

Vor kurzem erst berichtete unsere von den Toten auferstandene Kanalkolumne über den besonderen Start in die aktuelle Saison des SV Suchsdorf, die statistisch mit Premieren aufzuwarten hat. Nur wenige Spieltage danach verfestigt sich der Eindruck einer Spielzeit mit nicht vorhersehbarem Verlauf. Unser vereinseigener Herr der Zahlen, Diplom-Statistiker Unrep Räsentativ, war erneut von der Realität überrascht, die so gar nicht zu seinen Berechnungsmodellen passte.
"Dasjetzma wirklisch 'n Ding! 'S gippt ja kaumnoch so eschte Überraschungen mehr inner Fussballwelt so inner Liga. Unddann gleisch drei Stücka in drei Spieln?! Nochnieerlebbthabbischdasch!"

Dass selbst ausgewiesene Experten manchmal den Überblick verlieren können, zeigt sich daran, dass Unrep die Zahl drei mit vier verwechselt hatte, denn die drei Überraschungen trugen sich in vier Spielen zu. Allerdings alle zu Ungunsten des SV Suchsdorf, der damit großzügig zu der oft eingeforderten Spannung innerhalb einer Liga beiträgt. Die Schusskommentare besagter Spiele lauteten:

7. Spieltag: Und da ertönt der Schlusspfiff! Die Fans von Hanseat Budapest strömen auf das Feld und feiern ihre Spieler. 2:1 gegen SV Suchsdorf, damit hat hier wohl niemand gerechnet.
9. Spieltag: Ob die Fans beider Teams mit dem Ergebnis zufrieden sind, kann man bezweifeln. Fest steht aber, dass beide Teams je einen Punkt mit heimnehmen.
10. Spieltag: Und da ertönt der Schlusspfiff! Die Fans von Knappenschmiede1904 strömen auf das Feld und feiern ihre Spieler. 6:2 gegen SV Suchsdorf, damit hat hier wohl niemand gerechnet.

Im letzten Match konnte Suchsdorf nach der schon frühen und überraschenden Führung für den Außenseiter Knappenschmiede zunächst Druck aufbauen und es sah so aus, als ließe sich das Ergebnis noch gut korrigieren. Doch es kam die 27. Minute, zu der folgender Kommentar zu hören war:
Der Schiedsrichter pfeift energisch. Nach kurzer Beratung mit seinem Linienrichter entscheidet er auf Foul und es gibt Freistoß für das Team von Rösberg. Sammer ist mit der Entscheidung nicht einverstanden. Er beschimpft den Schiedsrichter und sieht dafür die Rote Karte!

Sammer war auch Stunden nach dem Spiel noch völlig entgeistert über diese Auslegung der Geschehnisse. Er beteuerte, zu keinem Zeitpunkt beschimpft oder beleidigt zu haben. Er habe bei dem vorangegangenen Luftzweikampf, der zum Freistoß führte, lediglich selbst eine Kopfverletzung davongetragen. Daher habe er den Schiedsrichter beim Namen gerufen und mit dem Finger auf die Beule an seiner Stirn gezeigt "Herr Seltsame Spielberechnung, schauen Sie mal! Als er dann die Rote Karte gesehen habe, sei das zunächst wie ein Scherz erschienen. Doch auch nach dem Match erwies es sich noch als Realität und so kann der SV nur auf ein mildes Urteil der Gremien hoffen, damit Sammer nicht länger gesperrt bleibt. Die Schwächung durch Sammers Ausfall wird die nächsten harten Aufgaben nicht einfacher machen. Aus dem oberen Tabellendrittel hat sich der SV nach dieser Pannenserie jedenfalls erst einmal verabschiedet.

Bleibt abzuwarten, was Herr Spielberechnung in seinem Spielberichtsbogen zu der entsprechenden Szene vermerkt hat ...
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Alle Neune, also fast alle Elfe

Auch nach jahrelanger Vereinsgeschichte passieren noch Premieren

Nach Ende der letzten, erstaunlich positiv verlaufenen Saison gab unser Mittelfeldspieler Jürgen Gluderer seinen Abschied bekannt. Er fühle sich nun langsam so alt wie er sei. Und das sei eben nicht mehr Anfang 30. Ein Leben für den SV Suchsdorf, in dem er alle Jugendmannschaften durchlaufen hatte, ist nun um ein weiteres beendetes Kapitel reicher. Vielen Dank, Jürgen. In seiner letzten Saison konnte er sich noch einmal mit fast 20 Buden beeindruckend auf seiner letzten Torjägerliste verewigen.

Ansonsten konnte das Team weitestgehend beisammen gehalten werden, so dass wir hoffen konnten, dass andere Spieler die Lücke in der Abteilung Effektivität schließen können.
Der Anfang in der frisch gestarteten 1. Bundesliga 8906 brachte nun erstaunliches zu Tage. Die 143. Saison des SV Suchsdorf hat tatsächlich eine Premiere zu bieten: Noch nie in der Vereinsgeschichte konnten sich am zweiten Spieltag einer Saison bereits neun Spieler in die Torjägerliste eintragen. In der Kabine zeigten sich dann auch fast alle Spieler begeistert von der Treffsicherheit aller Mannschaftsteile. Lediglich Torwart Dean Easton und der defensive Mittelfeldmann Elmar Reiter zeigten sich etwas betroffen, gelobten jedoch, dass sie in den nächsten Spielen hart daran arbeiten wollen, ebenfalls ihren Beitrag zu Toren zur leisten. Da niemand im Verein davon ausgeht, den jetzigen ersten Tabellenrang bis zum Saisonende halten zu können, könnte ein Ziel des Trainers irgendwann darin liegen, möglichst viele Spieler des Vereins auf die Abschlusstorjägerliste dieser Liga zu bringen.
Es bleibt spannend..

Anmerkung unserer langjährigen Umkleidekabinenreinigungskraft Trutzen Prammel: "Ich glaub das ja noch nicht so sicher mit der Premiere. Ich bin zwar erst seit 80 Jahren im Verein beschäftigt und habe das tatsächlich auch noch nich erlebt. Also dass mit den vielen Torschützen. Also am zweiten Spieltag, mein ich jetzt. Aber früher warn schon noch ma andere Zeiten. Und auch andere Ligen. Da gab es sicher noch ganz andere Schützenfeste. Im übertragenen Sinn meine ich. Echte Schützenfeste auch, mein Gott was haben wir da gebechert. Und vermutlich noch so allerhand Unfug im betrunkenen Zustand ... aber was ich eigentlich sagen will: ich glaub die Statistik ist da vielleicht gar nich auf der Höhe gewesen, vor 143 Jahren. Vielleicht gab es da ja sogar mal am ersten Spieltag schon 9, 10 oder, was sach ich mal, ... warum nicht gleich 22 Torschützen. Beweist mir erstma das Gegenteil! Ich habe fertig, nu is Zeit zum Wischen! Und die ganzen leeren Flaschen aus den Umkleiden zum Pfandautomaten bringen."
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Mal wieder was Schönes

SV Suchsdorf ist Zweitligameister

In der Vorsaison in der 1. Bundesliga 8228 noch hatte sich der SV Suchsdorf mit mit Rang 16 bei nur 20 Punkten und einer Tordifferenz von 46 zu 113 redlich den Abstieg verdient. Zu löchrig die Defensive, zu harmlos die Offensive und das Spielglück zudem nicht auf unserer Seite. So war allzu oft das Fazit der Spiele gewesen. Da es personell für die Zweite Liga keine Verstärkung geben konnte, gab es dementsprechend rund um das Vereinsheim einige höchst skeptische Stimmen, ob das denn für den angestrebten Wiederaufstieg reichen könnte.

So sahen sich die Kritiker denn auch gleich im ersten Spiel der 2. Bundesliga 462 bestätigt: am Ende der 90 Minuten stand es 1:1 gegen den FSV Empor Loebau, ein sicher gutes Team, aber eben auch kein Topfavorit auf die Aufstiegsplätze. Die Misere aus der Vorsaison ging nahtlos weiter, vorne wurden gute Chancen nicht genutzt, hinten nicht zu Null gespielt.
Glücklicherweise verlief von da an die Saison komplett anders. Von Spiel zu Spiel steigerte sich die Mannschaft immer mehr in einen Rausch, heimsten Sieg um Sieg ein und machten am 14. Spieltag im Auswärtssieg bei den Kameen Kickers 1981 dann auch Schluss mit Gleichschritt. Zuvor hatten beide Teams gemeinsam punktgleich die Tabellenspitze innegehabt, nun aber konnte der SV Suchsdorf mit 5:1 in der ferne triumphieren und machte damit seine Ambitionen mehr als deutlich. Danach war die Tabellenführung nie mehr ernsthaft in Gefahr, der Vorsprung auf Rang zwei wuchs kontinuierlich. Bereits am 26. Spieltag war der Wiederaufstieg gesichert, die Zweitligameisterschaft drei Spieltage spöter.

Am Ende der Saison nun waren 94 Punkte und eine Tordifferenz von 117 (161:44) in der Tabelle für die Suchsdorfer abzulesen, immerhin 19 Punkte vor den Zweiten von den Imperialen Sturmtruppen und 24 vor FC KATZE 2016, die sich im direkten Showdown-Duell den dritten Aufstiegsrang mit 2 Punkten Vorsprung vor den am Ende unglücklichen Viertplatzierten von ziethekicker sichern konnten.

Allen Teams, ob Aufsteiger, Absteiger oder Verbleibern ein großes Kompliment für die meist sehr fair ausgetragenen Spiele mit oft packendem Verlauf. Viel wurde Wert auf attraktives Spiel mit vielen Toren gelegt, so dass einige Partien den Zuschauern kaum Zeit zum Verschnaufen ließen.
Dass auch der SV Suchsdorf lieber ein 9:6 als ein 3:0 als Spielergebnis anstrebt, findet sich auch in dem außergewöhnlichen Erfolg der Suchsdorfer Teammitglieder in der Torschützenliste wieder. 12 Feldspieler, darunter auch solche mit Kurzeinsätzen wie Hans-Werner Trittihn oder Siegbert Kienzl konnten für Suchsdorf treffen, vier davon führten am Saisonende ligaweit die Torjägerliste an: Gilbert Weyer (25 Buden), Nikolaus Geiser (25 Buden), Hans-Jörg Heeren (24 Buden) und Nduka Bojabamba (23 Buden) lagen mit ihren zusammen fast einhundert erzielten Toren auf Rang 1 bis 4 vor dem Imperialen Sturmtruppler Gerhard Altegoer (21 Buden).

Am letzten Spieltag haben die Zuschauer dann noch einmal ein Torspektakel mit dem 8:5 gegen die Fohlenelf 11 gesehen. In der 53. Minute stand es bereits 8:1, dann erfolgten noch einige Wechsel und auf dem Platz machte sich Feiern und Sorglosigkeit in der Abwehr breit. Aber - wer will es den Spielern verübeln nach einer derart einmaligen Saison.

Mit dem Schlusspfiff endeten auch die Karrieren von Knipser Hans-Jörg Heeren, unserem rechten Flügelflitzer Hans Hagemann und unserem defensiven Mister Zuverlässig Eduard Frischknecht. Wir bedanken uns für die jahrelange erfolgreiche Zusammenarbeit und wünschen allen dreien fürs Erste einen guten Start in die „Zeit danach“.
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Wie Phönix aus dem Arsche - eine märchenhafte Meisterschale

Der heutige Spieltag 34 war schon für sich betrachtet eine große Nummer für den SV Suchsdorf. Drei Teams konnten zu Beginn der letzten 90+x Saisonminuten noch Meister werden. Suchsdorf hatte lediglich knappe 5 Tore Vorsprung vor dem 1. FC Glubb 07, der noch in der Vorsaison die Kanalkicker knapp auf Rang 2 verwiesen hatte. Hinter diesen beiden punktgleichen Teams lauerten mit zwei Zählern weniger die Langner Allstars auf Ausrutscher der Führenden. Alle drei Spitzenteams hatten sich gegenseitig je einmal in der Saison schlagen können und ansonsten sehr souverän ihre Spiele zu Siegen verwandelt.
Am Ende der 91 Minuten konnten die Suchsdorfer dann aufatmen, das 6:0 auswärts bei FC-E hatte gereicht, die Konkurrenten konnten zwar ebenfalls deutlich gewinnen, der Torvorsprung betrug am Ende 7 Buden. Ragnar Klaven konnte mit 41 Toren in seiner letzten Saison noch die Torjägerkanone ergattern.

Mit ihm verlassen weitere 6 Leistungsträger zur neuen Saison altersbedingt das Team, so dass es ein besonders emotionaler Abschied wurde. All die scheidenden Profis trugen in der aktuellen Saison zusammen immerhin 142 Treffer zur Meisterschaft bei.
Danke auch an die Glubberer und die Langner für die packende Saison.

Was jedoch das märchenhafte an dieser Schale war, ist die Geschichte dahinter.
Trainermanager Rheumakaypi war quasi schon Fuzzicuptot, als Vereinsfreunde, allen voran ein wohlbekannte Tommy eine Suchannonce Aufgaben.
Der zuletzt kaum noch im Vereinsheim Gesehene und seine Mannschaft übel Vernachlässigende wurde durch Tommy, Smoky, Barcel, Honky und etliche andere aus einer nihilistischen F-Cup-Sicht gerissen und begann nun nach und nach wieder, Mannschaftstrainings anzusetzen, Würste zu ordern und Massagen zu nehmen, um der Physiotherapeutin eine Daseinsberechtigung zu geben.
Alle Mannschaftsmitglieder, der gesamte Betreuerstab und die Treuen Fans dankten es ihm mit dieser achten Suchsdorfer Schale.

Sie kann nur dem treuen, aufopferungsvollen, nimmermüden und großartigem Einsatz wahrer FCup-Freunde gewidmet sein. Danke! Schnief.
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