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Profil von 1. FC Schelm Rothschild 1744

gottileini
  • Manager: gottileini
  • Geschlecht: männlich
  • Alter: 55
  • Gegründet: Am 25.06.2009
  • Heimatstadt: Berlin
  • Mannschaftsstärke: 15.175

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    Schlittschuhfahren im Sommer
    Natürlich kam es vollkommen anders. Der Wagen wurde angehalten. Die Polizei nahm Meier fest, und Bruno, ich und die Streichholzschachtel wurden achtsam in Gewahrsam genommen. „Wir bringen euch zurück nach New Berlin. Da seid ihr in Sicherheit.“, sagte einer der Beamten.

    Das Erwachen aus einem Alptraum ist wie Schlittschuhfahren im Sommer. In diesem Fall waren es meine Nachbarn. Es herrschte wie üblich Stress und polterte so laut, dass man es im ganzen Haus hören musste. Der Wecker neben meinem Bett zeigte die Uhrzeit an. Es war 5 Uhr 42. Irgendwer hatte schon die Bullen gerufen, doch das Geschrei und Gepolter wurde dadurch nicht leiser. Jedenfalls war mit nochmal einschlafen Sense. Die Neugier trieb mich aus dem Bett. Verschlafen näherte ich mich meiner Wohnungstür und linste durch den Spion.
    „Halten Sie Ihren Hund zurück!“, rief einer der Beamten. „Bruno, sitz!“, befahl mein Nachbar. Bruno gehorchte und mir wurde augenblicklich schlecht. Ich torkelte zurück in mein Wohnzimmer und sah aus dem Fenster das Blaulicht. Ein Krankenwagen war auch dabei. Wie üblich würden sie die Dame des Hauses darin einquartieren um sie ein paar Stunden später wieder zu entlassen, und dann ging der ganze Firlefanz von vorne los. Mir taten nur die beiden Töchter leid, die das ganze Elend in ihrer Zukunft wer weiß wie zu verarbeiten hatten.
    Inzwischen wurde es wieder ruhiger. Ich hatte noch zwei Stunden Schlaf vor mir und gedachte die auch zu nutzen. Aber wenn man einmal wach ist, ist das leichter gesagt als getan. Nach eineinhalb Stunden hin und her wälzen schlief ich schließlich ein und wachte pünktlich um acht wieder auf. Alles war wie immer. Ich war keine zwei Millimeter groß und im Haus war es ruhig. Was für ein verrückter Traum. Nach der Morgentoilette und einem Kaffee fuhr ich mit meinem Kleinwagen in mein Hausmeisterbüro. Dort erwartete mich bereits mein Chef. Er war in keiner guten Stimmung. Noch bevor ich ihn mit Freundlichkeit erdrücken konnte keifte er mich an. „Ihr Arbeitstag beginnt um 6 nicht um 9 Uhr 43! Ist daran irgendetwas unklar?“
    „Nein Herr Meier.“
    „Und wie kommt es, dass Sie dennoch permanent zu spät kommen?“
    „Chronischer Schlafmangel, Herr Meier.“ Meier schluckte, bevor er aussprechen konnte was ihm offensichtlich unter den Nägeln brannte. „Wenn Sie nicht so gut wären, und wenn es mehr fähige Bewerber für Ihren Job gäbe, hätte ich Sie längst entlassen! Und wo ist eigentlich Klawitter?“
    Verdammt, dachte ich. Normalerweise war mein Assistent ein Muster an Beständigkeit um meine Schlafgewohnheiten zu erklären. „Keine Ahnung, Chef. Ich werde ihn sofort anrufen.“
    „Tun Sie das! Was für ein Saustall!“ Seine Hand rauschte durch meinen unaufgeräumten Akten- und Formblätterberg auf dem Schreibtisch wie ein Tornado.
    Tut tut tut tut „Klawitter!“
    „Ich bins, dein Chef, wo bleibst du?“
    „Mein Chef? Ab heute kannst du mich mal! Such dir einen neuen Idioten, ich bin raus, hahahahaha!“ tutututut
    Viel Zeit angesichts dieser Ansage blieb mir nicht. „Er hat gerade gekündigt, Chef.“
    „Verdammter Hurensohn!“, erwiderte Meier gefasst und fuhr fort. „Wird nicht leicht Ersatz zu finden. Seien Sie in Zukunft pünktlich. Für Klawitters Ausfall erhalten Sie drei Prozent mehr Lohn bis Ersatz da ist.“ Noch bevor Meier das Büro verlassen konnte wucherte in mir ein Gedanke der unbedingt raus musste. „Da fehlen noch 97 Prozent, wenn ich die Arbeit für zwei erledigen soll!“ Meier drehte sich um. Sein kaltes Mondgesicht musterte mich von oben bis unten. „Sie kriegen sieben Prozent mehr oder Arbeitslosengeld. Und ab morgen sind Sie gefälligst pünktlich auf der Arbeit! Verstanden?“
    Mein Widerstand war gebrochen. Vielleicht lag es auch an diesem verrückten Traum. „Verstanden bei zehn Prozent.“, hörte ich meinen rebellischen Geist Worte formen die mir jedoch nicht von der Zunge glitten und stattdessen „Ja“ sagten. Meier nickte zufrieden. „Und lesen Sie Ihre E- Mails! Auch so ein Schwachpunkt von Ihnen!“, sagte er im gehen und ließ mich allein. Kaum war er raus schnappte ich mir mein Telefon und rief Klawitter an.
    „Was willst du!“
    „Sag mal bist du vollkommen irre geworden?“
    Klawitter atmete schwer am anderen Ende der Leitung. „Das gleiche könnte ich auch über dich sagen.“, antwortete er leise. „Was meinst du damit?“
    „Du hast keinen blassen Schimmer mehr darüber wo du bist und was du bist, oder?“
    „Was ist das denn für eine bescheuerte Frage!“ Ein scheußliches Lachen drang aus dem Hörer. Es vermischte sich mit der Dystopie meines Traums der mir plötzlich immer realer vorkam.
    „Es ist als würdest du im Sommer versuchen Schlittschuh zu fahren, oder?.“, erwiderte Klawitter, und ich wusste in diesem Augenblick, dass er lächelte als er das sagte.

    ..
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